Ondansetron Accord 2mg/ml Injekt/Infu.Lsg. 4ml

Accord Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ondansetron →

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N2 5 ST 66,27 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch zytotoxische Chemotherapie und Strahlentherapie verursacht werden
    • Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen nach Operationen (PONV)
  • Kinder
    • >/= 1 Monat
      • Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
    • >/= 6 Monate
      • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 2 mg Ondansetron

  • Chemotherapie und Strahlentherapie induzierte Übelkeit und Erbrechen
    • Erwachsene
      • allgemeine Hinweise
        • emetogenes Potenzial einer Krebsbehandlung abhängig von eingesetzter Dosis und Kombination von Chemo- und Strahlentherapie-Schemata
        • Wahl des Dosisschemas abhängig vom Schweregrad der Emesis
        • Art der Anwendung und Dosis sollte im Bereich von 8 - 32 mg / Tag flexibel sein
      • emetogene Chemotherapie und Strahlentherapie
        • Verabreichung rektal, oral (Tabletten oder Sirup), intravenös oder intramuskulär
        • 8 mg Ondansetron, langsam i.v. über mind. 30 Sekunden unmittelbar vor Beginn der Chemo- bzw. Strahlentherapie
        • oder 8 mg Ondansetron i.m. unmittelbar vor Beginn der Chemo- bzw. Strahlentherapie
        • danach 8 mg oral alle 12 Stunden
        • Prävention von verzögertem oder prolongiertem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden
          • orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron für bis zu 5 Tage nach einem Behandlungszyklus fortführen
      • hoch emetogene Chemotherapie (z.B. hoch dosiertes Cisplatin)
        • Gabe von Ondansetron oral, rektal, i.v. oder i.m.
        • in den ersten 24 Stunden einer Chemotherapie erwies sich Ondansetron in den folgenden Dosierungen als gleich wirksam Dosierung
          • unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: Einzeldosis 8 mg Ondansetron, langsam i.v. über mind. 30 Sekunden oder i.m.
          • oder
          • 8 mg Ondansetron, langsam i.v. über mind. 30 Sekunden oder 8 mg i.m. im Abstand von 2 - 4 Stunden oder kontinuierliche intravenöse Infusion von 1 mg / Stunde bis zu einer Dauer von 24 Stunden
          • unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: max. i.v. Initialdosis von 16 mg Ondansetron als Infusion (verdünnt mit 50 - 100 ml physiologischer Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Lösung) über mind. 15 Min.
            • danach zwei weitere Dosen zu 8 mg Ondansetron, langsam i.v. über mind. 30 Sekunden oder i.m.- Dosen im Abstand von je 4 Stunden
          • aufgrund dosisabhängigen steigenden Risikos einer QT-Verlängerung: max. Einzeldosis 16 mg
        • Wahl des Dosierungschemas abhängig vom Schweregrad des Erbrechens
        • ggf. Steigerung der Wirksamkeit von Ondansetron durch zusätzliche einmalige intravenöse Gabe von 20 mg Dexamethason-Natriumphosphat i.v. vor der Chemotherapie
        • Prävention von verzögertem oder prolongiertem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden
          • orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron für bis zu 5 Tage nach einem Behandlungszyklus fortführen
      • Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis bei Kindern >/= 6 Monate und Jugendlichen
        • Dosierung auf Basis der Körperoberfläche oder des Körpergewichts (höhere Gesamttagesdosen bei Dosierung nach KG)
        • Verabreichung von Ondansetron verdünnt mit 25 - 50 ml 5 %iger Dextrose-Injektionslösung oder 0,9%iger NaCl-Injektionslösung oder anderen geeigneten Infusionsflüssigkeiten (s. Fachinformation) i.v. über mind. 15 Min.
        • Anwendung zur Prävention von verzögerter oder verlängerter Chemotherapie-induzierter Nausea und Emesis: keine Daten
        • Anwendung bei Strahlentherapie-induzierter Nausea und Emesis: keine Daten
        • Dosierung nach KOF
          • Initialdosis: 5 mg / m2 i.v. unmittelbar vor Chemotherapie
          • max. i.v.-Einzeldosis: 8 mg Ondansetron
          • orale Gabe kann 12 Stunden später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
          • max. Tagesgesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (verteilt auf mehrere Dosen): 32 mg Ondansetron
          • < 0,6 m2 KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. plus 2 mg Ondansetron als Sirup nach 12 Stunden
            • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron als Sirup 1mal / 12 Stunden
          • >/= 0,6 m2- < 1,2 m2 KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. plus 4 mg Ondansetron als Sirup nach 12 Stunden
            • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron als Sirup oder Tablette 1mal / 12 Stunden
          • > 1,2 m2 KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. plus 8 mg Ondansetron als Sirup oder Tablette nach 12 Stunden
            • Tag 2 - 6: 8 mg Ondansetron als Sirup oder Tablette 1mal / 12 Stunden
        • Dosierung nach KG
          • Dosierung nach dem KG resultiert in höheren Gesamt-Tagesdosen im Vergleich zur KO-basierten Dosierung
          • Initialdosis unmittelbar vor der Chemotherapie: 0,15 mg / kg KG i.v.
          • max. i.v. Einzeldosis: 8 mg
          • bei Bedarf Verabreichung 2 weiterer i.v. Dosen im 4-Stunden-Intervall
          • orale Gabe kann 12 Stunden später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
          • max. Tagesgesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (verteilt auf mehrere Einzeldosen): 32 mg Ondansetron
          • <= 10 kg KG
            • Tag 1: bis zu 3 i.v. Dosen 0,15 mg / kg KG im 4-Stunden-Intervall
            • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron als Sirup 1mal / 12 Stunden
          • > 10 kg KG:
            • Tag 1: bis zu 3 i.v. Dosen 0,15 mg / kg KG im 4-Stunden-Intervall
            • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral (Sirup oder Tablette) 1mal / 12 Stunden
      • Dosisanpassung
        • ältere Patienten
          • Ondansetron wird von Patienten > 65 Jahre ohne Anpassung der Dosis, Verabreichungshäufigkeit oder Verabreichungsmethode gut vertragen
          • 65 - 74 Jahre:
            • normales Dosisschema für Erwachsene
            • alle intravenösen Dosen sollten in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt und über 15 Min. infundiert werden
          • >/= 75 Jahre:
            • max. intravenöse Initialdosis: 8 mg Ondansetron i.v.
            • alle intravenösen Dosen sollten in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt und über mind. 15 Min. infundiert werden
            • nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen von 8 mg, über 15 Min. infundiert und im Abstand von mind. 4 Stunden gegeben werden
  • Postoperative Nausea und Emesis
    • Verabreichung oral, i.v. oder i.m.
    • Erwachsene
      • bei Einleitung der Narkose: 4 mg Ondansetron als Einzeldosis i.m. oder als langsame i.v.- Injektion
      • Behandlung von bestehender POMV: Einzeldosis von 4 mg Ondansetron i.m. oder als langsame i.v.-Injektion empfohlen
    • Kinder (>= 1 Monat) und Jugendliche
      • Prävention von postoperativer Nausea und Emesis unter Allgemeinanästhesie
        • 0,1 mg Ondansetron / kg KG als Einzeldosis, langsam i. v. über mind. 30 Sekunden
        • Maximaldosis: 4 mg Ondansetron
        • Anwendung vor, bei oder nach Einleitung der Narkose
      • Behandlung von postoperativer Nausea und Emesis bei Kindern < 2 Jahren: keine Daten
    • ältere Patienten
      • begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung zur Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Nausea und Emesis
      • jedoch gute Verträglichkeit bei Patienten > 65 Jahren, die eine Chemotherapie erhalten

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Anpassung der Dosis, des Dosierungsintervalls oder der Art der Anwendung
  • eingeschränkte Leberfunktion (mittel bis schwer)
    • Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
    • max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
    • parenterale oder orale Anwendung empfohlen
  • Patienten mit schlechtem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus
    • Eliminationshalbwertszeit unverändert
    • keine Änderung der täglichen Dosis oder Dosierungsfrequenz erforderlich

Kontraindikationen

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
  • gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

Nebenwirkungen

Ondansetron - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
      • Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
        • dystonische Reaktionen
        • akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
        • Dyskinesien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
      • Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Depressionen
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
        • meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
        • die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
        • Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
        • ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
      • Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • myokardiale Ischämie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Wärmegefühl
      • Hitzewallungen mit Rötung der Haut
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (Blutdruckabfall)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)

Anwendungshinweise

  • intramuskuläre oder intravenöse Injektion
  • intravenöse Infusion nach Verdünnung
    • Anweisungen hierzu s. Fachinformation
  • aktuelle Behandlungspraxis und entsprechende Leitlinien befolgen

Stillzeithinweise

Ondansetron - invasiv
  • Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
  • Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht

Schwangerschaftshinweise

Ondansetron - invasiv
  • Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
  • 1. Trimenon
    • ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
    • in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
  • die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
  • tierxperimentelle Studien
    • zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor

Warnhinweise

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
    • bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
  • EKG-Veränderungen
    • Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
    • in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
    • Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
      • Anwendung von Ondansetron vermeiden
    • Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
      • Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
      • zu dieser Patientengruppe zählen Personen
        • mit Elektrolytstörungen
        • mit kongestiver Herzinsuffizienz
        • mit Bradyarrhythmien
        • die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
  • myokardiale Ischämie
    • Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
    • vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
      • daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
    • Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
    • sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
  • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
    • sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
      • veränderter mentaler Status
      • Instabilität des autonomen Nervensystems
      • neuromuskulärenStörungen
      • gastrointestinale Symptome
    • wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
      • engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
      • insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
    • wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
      • eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
  • Darmmotilität
    • Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
    • Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
  • okkulte Blutungen
    • Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
    • betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
    • Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
    • Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
      • bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
      • vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
      • Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen