Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 6 ST | 90,04 € |
| N2 | 10 ST | 44,04 € |
| N3 | 30 ST | 90,04 € |
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Indikation
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen infolge einer zytotoxischen Chemotherapie oder Strahlentherapie
- Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
Kinder und Jugendliche
- Kinder (>/= 6 Monate)
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie
- Kinder (>/= 1 Monat)
- Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
Dosierung
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen infolge einer zytotoxischen Chemotherapie oder Strahlentherapie; Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- ggf. andere Darreichungsform oder andere Stärke wählen
- Chemotherapie- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen
- emetogene Chemotherapie und Strahlentherapie
- i.v.: Verabreichung unmittelbar vor Behandlung oder
- oral: 8 mg Ondansetron 1 - 2 Stunden vor Behandlung
- jeweils gefolgt von 8 mg oral alle 12 Stunden
- Vorbeugung von verzögertem oder anhaltendem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden: orale Gabe von Ondansetron nach einem Behandlungszyklus über bis zu 5 Tage fortsetzen
- i.v.: Verabreichung unmittelbar vor Behandlung oder
- hoch emetogene Chemotherapie (z.B. hochdosiertes Cisplatin)
- Verabreichung i.v.
- Vorbeugung von verzögertem oder anhaltendem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden:
- 8 mg Ondansetron oral 2mal / Tag bis 5 Tage lang nach einem Behandlungszyklus fortsetzen
- emetogene Chemotherapie und Strahlentherapie
- Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen
- Kinder (> 6 Monate) und Jugendliche
- Dosierung auf Basis der KOF oder des KGs (höhere Gesamttagesdosen bei Dosierung nach KG)
- Ondansetron Injektionslösung sollte mit 5 %iger Glukoselösung oder 0,9 %iger Natriumchloridlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt und über mind. 15 Min. intravenös verabreicht werden
- Prophylaxe verzögert auftretender oder längerer Übelkeit oder Erbrechen infolge einer Chemotherapie: keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vorliegend
- Übelkeit und Erbrechen infolge einer Strahlentherapie: keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vorliegend
- Initialdosis unmittelbar vor Chemotherapie i.v. als Einmaldosis
- orale Gabe 12 Stunden später beginnen und bis zu 5 Tage lang fortführen
- max. i.v. Dosis: 8 mg Ondansetron
- max. Tagesgesamtdosis: 32 mg Ondansetron
- Dosierung nach KOF
- < 0,6 m² KOF
- Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 2 mg Ondansetron (Lösung) nach 12 Stunden
- Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron oral (Lösung) 1mal / 12 Stunden
- > 0,6 m² KOF
- Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 4 mg Ondansetron oral (Lösung oder Tablette ) nach 12 Stunden
- Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral (als Lösung oder Tablette) 1mal / 12 Stunden
- < 0,6 m² KOF
- Dosierung nach KG
- Tag 1: 0,15 mg Ondansetron / kg KG 1mal / 4 Stunden (max. 3malige Applikation)
- Tag 2 - 6:
- < 10 kg KG: 2 mg Ondansetron oral (als Lösung) 1mal / 12 Stunden
- > 10 kg KG: 4 mg Ondansetron oral (als Lösung oder Tablette) 1mal / 12 Stunden
- Kinder (> 6 Monate) und Jugendliche
- postoperative Übelkeit und Erbrechen
- Prophylaxe
- Verabreichung oral oder i.v.
- orale Verabreichung: 16 mg Ondansetron 1 Stunde vor Narkose
- alternativ 8 mg Ondansetron 1 Stunde vor Narkose, gefolgt von 2 weiteren Dosen von 8 mg Ondansetron im Abstand von jeweils 8 Stunden
- Behandlung
- i.v. Verabreichung empfohlen
- Kinder (>/= 1 Monat) und Jugendliche (< 18 Jahre)
- langsame i.v. Injektion empfohlen (keine Studien zur oralen Verabreichung durchgeführt)
- Prophylaxe bei operativem Eingriff unter Allgemeinnarkose
- 0,1 mg Ondansetron / kg KG bis max. 4 mg Ondansetron als Einmaldosis langsam i.v. (mind. 30 Sek.) vor, während oder nach Narkoseeinleitung
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen unter Allgemeinnarkose bei pädiatrischen Patienten
- 0,1 mg/kg bis zu max. 4 mg als Einzeldosis langsam (mind. über 30 Sekunden) i.v.
- Kinder (< 2 Jahre): keine Daten vorliegend
- Prophylaxe
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen
- begrenzte Erfahrungen vorliegend
- Chemotherapie (> 65 Jahre)
- gute Verträglichkeit
- keine Dosisanpassung notwendig
- Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Anpassung der Dosis, des Dosierungsintervalls und der Art der Anwendung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- mäßige bis schwere Einschränkung der Leberfunktion
- signifikant verringerte Clearance von Ondansetron
- signifikant verlängerte Serumhalbwertszeit
- max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
- mäßige bis schwere Einschränkung der Leberfunktion
- schlechte Metabolisierung von Spartein/ Debrisoquin
- keine Veränderung der Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron
- keine Veränderung der Arzneimittelspiegel im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung bei wiederholter Verabreichung
- keine Anpassung der Tagesdosis oder des Dosierungsintervalls erforderlich
Kontraindikationen
Ondansetron - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder einen anderen 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten wie z.B. Granisetron oder Dolasetron
- gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin
- Kinder
- detaillierte Informationen zu Altersgruppe bzw. Darreichungsform siehe jeweilige Herstellerinformation
Nebenwirkungen
Ondansetron - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend), einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- auch bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend), einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle
- Bewegungsstörungen einschließlich Extrapyramidalreaktionen (ohne nachweisliche dauerhafte klinische Folgen), wie
- dystonische Reaktionen
- akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
- Dyskinesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Blindheit (vorwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
- die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
- Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war corticalen Ursprungs
- vorübergehende Blindheit (vorwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wärmegefühl
- Hitzewallung mit Rötung der Haut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (Blutdruckabfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- da Ondansetron die Dickdarmpassage verlangsamt, können die Präparate bei einigen Patienten zu Obstipation führen
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion sollten nach Gabe des Arzneimittels überwacht werden
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (üblicherweise bei Patienten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische Hauteruptionen, einschl. toxischer epidermaler Nekrolyse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hinweis
- Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten vergleichbar
Anwendungshinweise
- Filmtabletten zum Einnehmen
Stillzeithinweise
Ondansetron - peroral
- Müttern unter Ondansetron wird empfohlen, ihre Säuglinge nicht zu stillen
- Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht
Schwangerschaftshinweise
Ondansetron - peroral
- Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
- 1. Trimenon
- ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
- in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden
- 3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen
- adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95% CI 1,03 - 1,48)
- verfügbare epidemiologische Studien zu Herzfehlbildungen
- zeigen widersprüchliche Ergebnisse
- tierexperimentelle Studien
- zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
Warnhinweise
Ondansetron - peroral
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
- EKG-Veränderungen
- Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
- in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
- Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
- Anwendung von Ondansetron vermeiden
- Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
- Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
- zu dieser Patientengruppe zählen Personen
- mit Elektrolytstörungen
- mit kongestiver Herzinsuffizienz
- mit Bradyarrhythmien
- die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
- myokardiale Ischämie
- Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden
- v. a. bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
- daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
- sollte vor der Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Auftreten eines Serotoninsyndroms (potenziell lebensbedrohlich) beigleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschl. selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern(SNRI) und Buprenorphin); die Symptome umfassen u. a.:
- Veränderungen des Gemütszustandes
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Auffälligkeiten
- gastrointestinale Symptome
- falls eine gleichzeitige Anwendung von Ondansetron und anderen serotonergen Wirkstoffen klinisch erforderlich sein sollte
- Patienten engmaschig überwachen
- insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen
- wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach der Schwere der Symptome
- Dosisverringerung
- Absetzen der Behandlung
- Berichte über Auftreten eines Serotoninsyndroms (potenziell lebensbedrohlich) beigleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschl. selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern(SNRI) und Buprenorphin); die Symptome umfassen u. a.:
- Darmmotiliät
- Ondansetron verlängert die Dickdarmpassage
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
- okkulte Blutungen
- Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
- betroffene Patienten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwachen
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden