Ondansetron Hikma 4mg/2ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5 ST | 39,01 € |
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Indikation
- Erwachsene
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine zytotoxische Chemotherapie oder eine Strahlentherapie induziert wurden
- Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV)
- Kinder und Jugendliche
- >/= 6 Monate
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine Chemotherapie induziert wurden (CINV)
- >/= 1 Monat
- Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV)
- >/= 6 Monate
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle (2 ml) enthält 4 mg Ondansetron (als Hydrochlorid-Dihydrat) in wässriger Lösung
- Übelkeit und Erbrechen, hervorgerufen durch Chemotherapie und Strahlentherapie
- Erwachsene
- emetogenes Potential der Krebstherapie fällt abhängig von den Dosen und Kombinationen aus Chemotherapie und Strahlentherapie unterschiedlich aus
- Verabreichungsweg und Dosierung sollen flexibel im Bereich von 8 - 32 mg / Tag und wie im Folgenden aufgeführt gewählt werden
- emetogene Chemotherapie und Strahlentherapie
- mögliche Verabreichungen von Ondansetron: rektal, oral (Tabletten oder Sirup), i.v. oder i.m.
- 8 mg Ondansetron als langsame i.v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.), unmittelbar vor der Behandlung
- anschließend 8 mg Ondansetron oral / 12 Std.
- zum Schutz gegen verzögert auftretendes oder länger andauerndes Erbrechen nach den ersten 24 Std. orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron nach einem Behandlungszyklus
- über bis zu 5 Tage fortsetzen
- hochemetogene Chemotherapie
- folgende Dosisschemata haben sich in den ersten 24 Std. einer Chemotherapie als gleich wirksam erwiesen
- unmittelbar vor der Chemotherapie
- Einzeldosis 8 mg Ondansetron als langsame i. v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.)
- 8 mg als eine langsame i.v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.)
- gefolgt von 2 weiteren i.v. Gaben von 8 mg in einem Abstand von 4 Std.
- oder einer Dauerinfusion von 1 mg / Std. über bis zu 24 Std.
- max. Initialdosis von 16 mg, verdünnt in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung (s. Fachinformation) als Infusion über mind. 15 Min.
- anschließend 2 weitere Gaben von 8 mg i.v. (über nicht weniger als 30 Sek.) in Abständen von 4 Std. möglich
- max. Einzeldosis: 16 mg Ondansetron (aufgrund des dosisabhängigen steigenden Risikos einer QT-Verlängerung)
- Wahl des Dosierungschemas abhängig vom Schweregrad der emetogenen Belastung
- ggf. Steigerung der Wirksamkeit von Ondansetron durch zusätzliche i. v. Gabe von 20 mg Dexamethasonnnatriumphosphat vor der Chemotherapie
- zum Schutz gegen verzögert auftretendes oder länger andauerndes Erbrechen nach den ersten 24 Std. orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron nach einem Behandlungszyklus
- über bis zu 5 Tage fortsetzen
- Kinder und Jugendliche
- CINV bei Kindern >/= 6 Monate und bei Jugendlichen
- Dosiserung auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts (höhere Gesamttagesdosen bei Dosierung nach KG)
- in klin. Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als i.v. Infusion, verdünnt in 25 - 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung, über nicht weniger als 15 Min. gegeben
- Verabreichung von Ondansetron verdünnt mit 5% Dextrose- oder 0,9% Natriumchlorid oder anderen kompatiblen Infusionslösungen
- über nicht weniger als 15 Min. i.v. infundieren
- Anwendung von Ondansetron zur Prävention von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen: keine Daten
- Anwendung von Ondansetron bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen bei Kindern: keine Daten
- Dosierung nach Körperoberfläche (KOF)
- Initialdosis: 5 mg / m² i.v., unmittelbar vor der Chemotherapie
- max. i.v.-Einzeldosis: 8 mg Ondansetron
- orale Gabe kann 12 Std. später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
- max. Dosis innerhalb von 24 Std. (als geteilte Dosen): 32 mg Ondansetron (Erwachsenen-Dosis)
- < 0,6 m² KOF
- Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 2 mg Ondansetron Sirup nach 12 Std.
- Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron Sirup 1mal / 12 Std.
- >/= 0,6 m² - </= 1,2 m² KOF
- Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 4 mg Ondansetron (Sirup oder Tablette) nach 12 Std.
- Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron Sirup oder Tablette 1mal / 12 Std.
- > 1,2 m² KOF
- Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v oder 8 mg i. v. plus 8 mg Ondansetron (Sirup oder Tablette) nach 12 Std.
- Tag 2 - 6: 8 mg Sirup oder Tablette alle 12 Std.
- Dosierung nach Körpergewicht (KG)
- Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung nach Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen
- Initialdosis, unmittelbar vor der Chemotherapie: 0,15 mg / kg KG i.v.
- max. i.v. Einzeldosis: 8 mg
- bei Bedarf Verabreichung 2 weiterer i.v.-Dosen im 4-Std.-Intervall
- orale Gabe kann 12 Std. später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
- max. Dosis innerhalb von 24 Std. (als geteilte Dosen): 32 mg Ondansetron (Erwachsenen-Dosis)
- </= 10 kg KG
- Tag 1: bis zu 3 i.v.-Dosen von 0,15 mg / kg KG im 4-Std.-Intervall
- Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron als Sirup 1mal / 12 Std.
- > 10 kg KG
- Tag 1: bis zu 3 i.v.-Dosen von 0,15 mg / kg KG im 4-Std.-Intervall
- Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral (Sirup oder Tablette) 1mal / 12 Std.
- Dosiserung auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts (höhere Gesamttagesdosen bei Dosierung nach KG)
- CINV bei Kindern >/= 6 Monate und bei Jugendlichen
- Dosisanpassung
- ältere Patienten
- 65 - 74 Jahre
- normales Dosisschema für Erwachsene
- alle i.v. Dosen in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnen und über mind. 15 Min. infundieren
- >/= 75 Jahre
- initial max. 8 mg Ondansetron i.v.
- alle i.v. Dosen in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnen und über mind. 15 Min. infundieren
- nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen von 8 mg Ondansetron, über 15 Min. im Abstand von mind. 4 Std. infundiert werden
- 65 - 74 Jahre
- Niereninsuffizienz
- keine Änderung der Tagesdosis, der Verabreichungsfrequenz oder der Verabreichungsart erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
- Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
- max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
- parenterale oder orale Anwendung empfohlen
- mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
- Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus
- Eliminationshalbwertszeit unverändert
- keine Änderung der täglichen Dosis oder Dosierungshäufigkeit erforderlich
- ältere Patienten
- Erwachsene
- Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)
- Erwachsene
- Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- bei Narkoseeinleitung: 4 mg Ondansetron als Einzeldosis als langsame i.v.- Injektion
- Behandlung von bereits aufgetretener postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- Einzeldosis von 4 mg Ondansetron als langsame i.v.-Injektion
- Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- Kinder (>/= 1 Monat) und Jugendliche
- Prophylaxe
- 0,1 mg Ondansetron / kg KG als Einzeldosis, langsam i. v. über mind. 30 Sek.
- max. Dosis: 4 mg Ondansetron
- Anwendung vor, während oder nach Einleitung der Narkose
- Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
- 0,1 mg Ondansetron / kg KG als Einzeldosis, langsam i. v. über mind. 30 Sek.
- max. Dosis: 4 mg Ondansetron
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen bei Kindern < 2 Jahren: keine Daten
- Prophylaxe
- Dosisanpassung
- ältere Patienten
- begrenzte Erfahrungen
- jedoch gute Verträglichkeit bei Patienten > 65 Jahren, die eine Chemotherapie erhalten
- Niereninsuffizienz
- keine Änderung der täglichen Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder der Art der Anwendung erforderlich
- Leberinsuffizienz
- mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
- Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
- max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
- parenterale oder orale Anwendung empfohlen
- mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
- Patienten mit langsamem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus
- Eliminationshalbwertszeit unverändert
- keine Änderung der täglichen Dosis oder Dosierungshäufigkeit erforderlich
- ältere Patienten
- Erwachsene
Kontraindikationen
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
- gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin
Nebenwirkungen
Ondansetron - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
- Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
- dystonische Reaktionen
- akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
- Dyskinesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
- die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
- Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
- ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
- Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wärmegefühl
- Hitzewallungen mit Rötung der Haut
- Flush
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (Blutdruckabfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Injektionslösung zur intravenösen Anwendung nach Verdünnung
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Ondansetron - invasiv
- Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
- Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht
Schwangerschaftshinweise
Ondansetron - invasiv
- Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
- 1. Trimenon
- ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
- in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
- die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
- tierxperimentelle Studien
- zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor
Warnhinweise
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
- EKG-Veränderungen
- Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
- in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
- Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
- Anwendung von Ondansetron vermeiden
- Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
- Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
- zu dieser Patientengruppe zählen Personen
- mit Elektrolytstörungen
- mit kongestiver Herzinsuffizienz
- mit Bradyarrhythmien
- die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
- myokardiale Ischämie
- Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
- vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
- daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
- Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
- sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
- sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- veränderter mentaler Status
- Instabilität des autonomen Nervensystems
- neuromuskulärenStörungen
- gastrointestinale Symptome
- wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
- engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
- insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
- wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
- eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- Darmmotilität
- Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
- Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
- okkulte Blutungen
- Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
- betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
- Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
- Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
- bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
- vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
- Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen