Ondansetron Hikma 8mg/4ml

HIKMA Pharma GmbH
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Wirkstoff: Ondansetron →

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine zytotoxische Chemotherapie oder eine Strahlentherapie induziert wurden
    • Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV)
  • Kinder und Jugendliche
    • >/= 6 Monate
      • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine Chemotherapie induziert wurden (CINV)
    • >/= 1 Monat
      • Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV)

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle (4 ml) enthält 8 mg Ondansetron (als Hydrochlorid-Dihydrat) in wässriger Lösung

  • Übelkeit und Erbrechen, hervorgerufen durch Chemotherapie und Strahlentherapie
    • Erwachsene
      • emetogenes Potential der Krebstherapie fällt abhängig von den Dosen und Kombinationen aus Chemotherapie und Strahlentherapie unterschiedlich aus
      • Verabreichungsweg und Dosierung sollen flexibel im Bereich von 8 - 32 mg / Tag und wie im Folgenden aufgeführt gewählt werden
      • emetogene Chemotherapie und Strahlentherapie
        • mögliche Verabreichungen von Ondansetron: rektal, oral (Tabletten oder Sirup), i.v. oder i.m.
        • 8 mg Ondansetron als langsame i.v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.), unmittelbar vor der Behandlung
        • anschließend 8 mg Ondansetron oral / 12 Std.
        • zum Schutz gegen verzögert auftretendes oder länger andauerndes Erbrechen nach den ersten 24 Std. orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron nach einem Behandlungszyklus
          • über bis zu 5 Tage fortsetzen
      • hochemetogene Chemotherapie
        • folgende Dosisschemata haben sich in den ersten 24 Std. einer Chemotherapie als gleich wirksam erwiesen
        • unmittelbar vor der Chemotherapie
          • Einzeldosis 8 mg Ondansetron als langsame i. v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.)
          • 8 mg als eine langsame i.v. Injektion (in nicht weniger als 30 Sek.)
            • gefolgt von 2 weiteren i.v. Gaben von 8 mg in einem Abstand von 4 Std.
            • oder einer Dauerinfusion von 1 mg / Std. über bis zu 24 Std.
          • max. Initialdosis von 16 mg, verdünnt in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung (s. Fachinformation) als Infusion über mind. 15 Min.
            • anschließend 2 weitere Gaben von 8 mg i.v. (über nicht weniger als 30 Sek.) in Abständen von 4 Std. möglich
          • max. Einzeldosis: 16 mg Ondansetron (aufgrund des dosisabhängigen steigenden Risikos einer QT-Verlängerung)
        • Wahl des Dosierungschemas abhängig vom Schweregrad der emetogenen Belastung
        • ggf. Steigerung der Wirksamkeit von Ondansetron durch zusätzliche i. v. Gabe von 20 mg Dexamethasonnnatriumphosphat vor der Chemotherapie
        • zum Schutz gegen verzögert auftretendes oder länger andauerndes Erbrechen nach den ersten 24 Std. orale oder rektale Behandlung mit Ondansetron nach einem Behandlungszyklus
          • über bis zu 5 Tage fortsetzen
    • Kinder und Jugendliche
      • CINV bei Kindern >/= 6 Monate und bei Jugendlichen
        • Dosiserung auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts (höhere Gesamttagesdosen bei Dosierung nach KG)
          • in klin. Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als i.v. Infusion, verdünnt in 25 - 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung, über nicht weniger als 15 Min. gegeben
        • Verabreichung von Ondansetron verdünnt mit 5% Dextrose- oder 0,9% Natriumchlorid oder anderen kompatiblen Infusionslösungen
          • über nicht weniger als 15 Min. i.v. infundieren
        • Anwendung von Ondansetron zur Prävention von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen: keine Daten
        • Anwendung von Ondansetron bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen bei Kindern: keine Daten
        • Dosierung nach Körperoberfläche (KOF)
          • Initialdosis: 5 mg / m² i.v., unmittelbar vor der Chemotherapie
          • max. i.v.-Einzeldosis: 8 mg Ondansetron
          • orale Gabe kann 12 Std. später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
          • max. Dosis innerhalb von 24 Std. (als geteilte Dosen): 32 mg Ondansetron (Erwachsenen-Dosis)
          • < 0,6 m² KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 2 mg Ondansetron Sirup nach 12 Std.
            • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron Sirup 1mal / 12 Std.
          • >/= 0,6 m² - </= 1,2 m² KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v. plus 4 mg Ondansetron (Sirup oder Tablette) nach 12 Std.
            • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron Sirup oder Tablette 1mal / 12 Std.
          • > 1,2 m² KOF
            • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m² KOF i.v oder 8 mg i. v. plus 8 mg Ondansetron (Sirup oder Tablette) nach 12 Std.
            • Tag 2 - 6: 8 mg Sirup oder Tablette alle 12 Std.
        • Dosierung nach Körpergewicht (KG)
          • Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung nach Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen
          • Initialdosis, unmittelbar vor der Chemotherapie: 0,15 mg / kg KG i.v.
          • max. i.v. Einzeldosis: 8 mg
          • bei Bedarf Verabreichung 2 weiterer i.v.-Dosen im 4-Std.-Intervall
          • orale Gabe kann 12 Std. später erfolgen und bis zu 5 Tage lang fortgesetzt werden
          • max. Dosis innerhalb von 24 Std. (als geteilte Dosen): 32 mg Ondansetron (Erwachsenen-Dosis)
          • </= 10 kg KG
            • Tag 1: bis zu 3 i.v.-Dosen von 0,15 mg / kg KG im 4-Std.-Intervall
            • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron als Sirup 1mal / 12 Std.
          • > 10 kg KG
            • Tag 1: bis zu 3 i.v.-Dosen von 0,15 mg / kg KG im 4-Std.-Intervall
            • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral (Sirup oder Tablette) 1mal / 12 Std.
    • Dosisanpassung
      • ältere Patienten
        • 65 - 74 Jahre
          • normales Dosisschema für Erwachsene
          • alle i.v. Dosen in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnen und über mind. 15 Min. infundieren
        • >/= 75 Jahre
          • initial max. 8 mg Ondansetron i.v.
          • alle i.v. Dosen in 50 - 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnen und über mind. 15 Min. infundieren
          • nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen von 8 mg Ondansetron, über 15 Min. im Abstand von mind. 4 Std. infundiert werden
      • Niereninsuffizienz
        • keine Änderung der Tagesdosis, der Verabreichungsfrequenz oder der Verabreichungsart erforderlich
      • eingeschränkte Leberfunktion
        • mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
          • Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
          • max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
          • parenterale oder orale Anwendung empfohlen
      • Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus
        • Eliminationshalbwertszeit unverändert
        • keine Änderung der täglichen Dosis oder Dosierungshäufigkeit erforderlich
  • Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)
    • Erwachsene
      • Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
        • bei Narkoseeinleitung: 4 mg Ondansetron als Einzeldosis als langsame i.v.- Injektion
      • Behandlung von bereits aufgetretener postoperativer Übelkeit und Erbrechen
        • Einzeldosis von 4 mg Ondansetron als langsame i.v.-Injektion
    • Kinder (>/= 1 Monat) und Jugendliche
      • Prophylaxe
        • 0,1 mg Ondansetron / kg KG als Einzeldosis, langsam i. v. über mind. 30 Sek.
        • max. Dosis: 4 mg Ondansetron
        • Anwendung vor, während oder nach Einleitung der Narkose
      • Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
        • 0,1 mg Ondansetron / kg KG als Einzeldosis, langsam i. v. über mind. 30 Sek.
        • max. Dosis: 4 mg Ondansetron
        • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen bei Kindern < 2 Jahren: keine Daten
    • Dosisanpassung
      • ältere Patienten
        • begrenzte Erfahrungen
        • jedoch gute Verträglichkeit bei Patienten > 65 Jahren, die eine Chemotherapie erhalten
      • Niereninsuffizienz
        • keine Änderung der täglichen Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder der Art der Anwendung erforderlich
      • Leberinsuffizienz
        • mittlere bis schwere Leberinsuffizienz
          • Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
          • max. Tagesgesamtdosis: 8 mg Ondansetron
          • parenterale oder orale Anwendung empfohlen
      • Patienten mit langsamem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus
        • Eliminationshalbwertszeit unverändert
        • keine Änderung der täglichen Dosis oder Dosierungshäufigkeit erforderlich

Kontraindikationen

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
  • gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

Nebenwirkungen

Ondansetron - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
      • Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
        • dystonische Reaktionen
        • akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
        • Dyskinesien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
      • Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Depressionen
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
        • meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
        • die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
        • Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
        • ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
      • Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • myokardiale Ischämie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Wärmegefühl
      • Hitzewallungen mit Rötung der Haut
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (Blutdruckabfall)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)

Anwendungshinweise

  • Injektionslösung zur intravenösen Anwendung nach Verdünnung
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Ondansetron - invasiv
  • Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
  • Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht

Schwangerschaftshinweise

Ondansetron - invasiv
  • Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
  • 1. Trimenon
    • ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
    • in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
  • die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
  • tierxperimentelle Studien
    • zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor

Warnhinweise

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
    • bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
  • EKG-Veränderungen
    • Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
    • in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
    • Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
      • Anwendung von Ondansetron vermeiden
    • Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
      • Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
      • zu dieser Patientengruppe zählen Personen
        • mit Elektrolytstörungen
        • mit kongestiver Herzinsuffizienz
        • mit Bradyarrhythmien
        • die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
  • myokardiale Ischämie
    • Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
    • vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
      • daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
    • Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
    • sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
  • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
    • sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
      • veränderter mentaler Status
      • Instabilität des autonomen Nervensystems
      • neuromuskulärenStörungen
      • gastrointestinale Symptome
    • wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
      • engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
      • insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
    • wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
      • eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
  • Darmmotilität
    • Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
    • Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
  • okkulte Blutungen
    • Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
    • betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
    • Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
    • Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
      • bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
      • vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
      • Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen