Ondansetron Kalceks 2 mg/ml 8 mg Inj.-/Inf.Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5X4 ML | 51,49 € |
| N3 | 10X4 ML | 99,81 € |
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Indikation
- Erwachsene
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch zytotoxische Chemotherapie und Strahlentherapie verursacht werden
- Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- Kinder und Jugendliche
- >/= 6 Monate
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie
- >/= 1 Monat
- Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- >/= 6 Monate
Dosierung
Basiseinheit: 2 mg Ondansetron / ml
- allgemein
- emetogenes Potential einer Zytostatika- oder Strahlentherapie ist je nach Dosierung bzw. Therapieschemata unterschiedlich
- Auswahl des Dosierungsschemas nach dem Schweregrad der emetogenen Belastung bestimmen
- durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen
- Erwachsene
- empfohlene intravenöse Ondansetron-Dosis:
- 8 mg intravenös (i.v.) oder intramuskulär (i.m.), unmittelbar vor einer Chemotherapie oder Strahlentherapie
- hochemetogene Chemotherapie:
- max. Initialdosis: 16 mg Ondansetron i.v. als Infusion über mind. 15 Min.
- Einzeldosen > 16 mg dürfen aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung nicht verwendet werden
- Wirksamkeitsteigerung durch zusätzliche Gabe einer Einzeldosis von 20 mg Dexamethason-Natriumphosphat vor Beginn der Chemotherapie
- intravenöse Dosen > 8 mg - max. 16 mg müssen in 50-100 ml Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Infusionslösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusionslösung oder einer anderen kompatiblen Infusionsflüssigkeit verdünnt und über mind. 15 Min. infundiert werden
- Ondansetron-Dosen </= 8 mg müssen nicht verdünnt, sondern können als langsame i.m. Injektion oder i.v. -Infusion über mind. 30 Sekunden verabreicht werden
- nach der initialen Ondansetron-Dosis von 8 mg können zwei weitere intravenöse Injektionen oder intramuskuläre 8-mg-Dosen in Abständen von 2 - 4 Stunden oder als kontinuierliche Infusion von 1 mg / Stunde über bis zu 24 Stunden verabreicht werden
- zum Schutz vor verzögertem oder anhaltendem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden: orale Behandlung empfohlen
- max. Tagesgesamtdosis: 32 mg
- empfohlene intravenöse Ondansetron-Dosis:
- Erwachsene
- Kinder und Jugendliche (6 Monate - 17 Jahre)
- Dosisberechnung auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts
- in klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als intravenöse Infusion, verdünnt in 25 bis 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung, gegeben
- Infusionsdauer: mind. 15 Min.
- Dosierung nach Körperoberfläche
- Gabe unmittelbar vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 5 mg Ondansetron / m2
- max. i.v. - Dosis: 8 mg Ondansetron
- orale Gabe kann nach 12 Stunden beginnen und für bis zu 5 Tage fortgesetzt werden
- Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden
- Tabelle 1: Dosierung nach KOF
- < 0,6 m2 KOF:
- Tag 1:
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 2 mg Ondansetron oral*
- Tage 2 - 6: 2 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
- Tag 1:
- >/= 0,6 m2 - </= 1,2 m2 KOF:
- Tag 1:
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 4 mg Ondansetron oral*
- Tage 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
- Tag 1:
- > 1,2 m2 KOF
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. oder 8 mg Ondansetron i.v.
- nach 12 Stunden: 8 mg Ondansetron oral*
- Tage 2 - 6: 8 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
- *es sollte eine geeignete verfügbare orale Darreichungsform (z. B. Sirup, orale Lösung, Tabletten) verwendet werden
- < 0,6 m2 KOF:
- Dosierung nach Körpergewicht
- Gabe unmittelbar vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 0,15 mg / kg
- max. i.v.-Dosis: 8 mg
- an Tag 1 können zwei weitere intravenöse Dosen in Abständen von jeweils 4 Stunden verabreicht werden.
- die orale Gabe kann nach 12 Stunden beginnen und für bis zu 5 Tage fortgesetzt werden
- die Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden
- Tabelle 2: Dosierung nach Körpergewicht für Kinder und Jugendliche von 6 Monaten - 17 Jahren
- Tag 1:
- bis zu 3 Dosen von 0,15 mg / kg i.v. alle 4 Stunden
- Tage 2 - 6:
- </= 10 kg KG: 2 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
- > 10 kg KG: 4 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
- *es sollte eine geeignete verfügbare orale Darreichungsform (z. B. Sirup, orale Lösung, Tabletten) verwendet werden
- Tag 1:
- Postoperative Übelkeit und Erbrechen
- Erwachsene:
- Vorbeugung
- 4 mg Ondansetron i.m. oder als langsame i.v. Injektion bei Einleitung der Anästhesie
- Behandlung bestehender postoperativer ‹belkeit und Erbrechen
- Einzeldosis von 4 mg i.m. oder als langsame i.v. Injektion
- Vorbeugung
- Postoperative Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen von 1 Monaten - 17 Jahren
- zur Vorbeugung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei pädiatrischen Patienten, die unter Allgemeinanästhesie operiert werden
- langsame i.v. Injektion (über mind. 30 Sekunden)
- 0,1 mg / kg KG - max. 4 mg Ondansetron entweder vor, während oder nach der Einleitung der Anästhesie oder nach der Operation
- langsame i.v. Injektion (über mind. 30 Sekunden)
- zur Behandlung von bestehender postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen
- 0,1 mg / kg KG - max. 4 mg Ondansetron als langsame intravenöse Injektion empfohlen
- zur Vorbeugung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei pädiatrischen Patienten, die unter Allgemeinanästhesie operiert werden
- Erwachsene:
Dosisanpassung
- Ältere Patienten >/= 65 Jahre
- durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen
- >/= 65 Jahre
- alle intravenösen Dosen verdünnt und über 15 Min. infundieren
- wenn wiederholte Gaben erforderlich sind: Abstand von mind. 4 Stunden einhalten
- Patienten 65 - 74 Jahre
- initial: 8 mg oder 16 mg als Infusion über 15 Min.
- danach können zwei weitere Dosen von 8 mg, über 15 Min. infundiert und im Abstand von mind. 4 Stunden, gegeben werden
- Patienten >/= 75 Jahre
- initiale intravenöse Dosis: max. 8 mg
- nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen zu 8 mg über 15 Min. infundiert und im Abstand von mind. 4 Stunden, gegeben werden
- >/= 65 Jahre
- Postoperative Übelkeit und Erbrechen
- Erfahrungen liegen nur in beschränktem Umfang vor
- Ondansetron wird von Patienten > 65 Jahren gut vertragen
- durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- mittelschwere oder schwere Einschränkung der Leberfunktion
- Ondansetron-Clearance signifikant vermindert und die Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
- tägliche Gesamtdosis: max. 8 mg
- mittelschwere oder schwere Einschränkung der Leberfunktion
- eingeschränkter Nierenfunktion
- keine Anpassung von Verabreichungshäufigkeit oder Art der Anwendung erforderlich
- Patienten mit eingeschränktem Spartein/Debrisoquin-Metabolismus
- Eliminationshalbwertszeit nicht verändert
- nach wiederholter Gabe keine anderen Expositionsspiegel des Wirkstoffes zu erwarten als in der Allgemeinbevölkerung
- keine Anpassung der Tagesdosis oder der Verabreichungshäufigkeit erforderlich
Kontraindikationen
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
- gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin
Nebenwirkungen
Ondansetron - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
- Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
- dystonische Reaktionen
- akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
- Dyskinesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
- die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
- Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
- ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
- Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wärmegefühl
- Hitzewallungen mit Rötung der Haut
- Flush
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (Blutdruckabfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- intravenöse oder intramuskuläre Anwendung
- als langsame intravenöse Injektion, als langsame intravenöse Infusion oder als intramuskuläre Injektion
- Anweisungen zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Verabreichung und kompatible Lösungen, siehe Fachinformation
- Kompatibilität mit anderen Arzneimitteln
- Ondansetron kann als langsame intravenöse Injektion (1 mg / Stunde) verabreicht werden
- nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zur Infusion mischen
- folgenden Arzneimittel können jedoch über das Y-Stück des Infusionssets für Ondansetron-Konzentrationen von 16 - 160 µg / ml (z. B. 8 mg / 500 ml bzw. 8 mg / 50 ml) verabreicht werden
- Cisplatin
- max. 0,48 mg Cisplatin / ml (z.B. 240 mg / 500 ml)
- Infusionsdauer: 1 - 8 Stunden
- Fluorouracil
- max. 0,8 mg Fluorouracil / ml (z.B. 2,4 g / 3 l oder 400 mg / 500 ml)
- Infusionsgeschwindigkeit: mind. 20 ml / Stunde (500 ml / 24 Stunden)
- höhere Fluorouracil-Konzentrationen können Ausfällung des Ondansetrons zur Folge haben
- Fluorouracil-haltige Lösungen können Magnesiumchlorid bis zur Konzentration von 0,045 % (g/v) sowie weitere Hilfsstoffe mit nachgewiesener Kompatibilität enthalten
- Carboplatin
- max. 0,18 - 9,9 mg Carboplatin / ml (z.B. 90 mg / 500 ml bzw. 990 mg / 100 ml)
- Infusionsdauer: 10 Min. bis zu 1 Stunde
- Etoposid
- max. 0,144 - 0,25 mg Etoposid / ml (z.B. 72 mg / 500 ml bzw. 250 mg / 1 l)
- Infusionsdauer: 30 Min. bis zu 1 Stunde
- Ceftazidim
- 250 - 2000 mg Ceftazidim, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke entsprechend der Empfehlung des Herstellers (z.B. 2,5 ml für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim)
- Verabreichung als i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
- Cyclophosphamid
- 100 mg - 1 g Cyclophosphamid, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), entsprechend der Empfehlung des Herstellers
- i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
- Doxorubicin
- 10 - 100 mg Doxorubicin, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), entsprechend der Empfehlung des Herstellers
- i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
- Dexamethasonnatriumphosphat
- 20 mg Dexamethasonnatriumphosphat als langsame intravenöse Injektion über 2 - 5 Minuten über das Y-Stück eines Infusionssets, durch das über etwa 15 Min. 8 mg oder 16 mg Ondansetron, verdünnt in 50 - 100 ml einer kompatiblen Infusionsflüssigkeit, abgegeben werden
- Kompatibilität zwischen Dexamethasonnatriumphosphat und Ondansetron wurde nachgewiesen und erlaubt die Verabreichung dieser Arzneimittel durch dasselbe Infusionsset, was zu Konzentrationen von 32 µg / ml bis 2,5 mg / ml Dexamethasonnatriumphosphat und 8 µg / ml - 1 mg / ml Ondansetron führt
- Cisplatin
Stillzeithinweise
Ondansetron - invasiv
- Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
- Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht
Schwangerschaftshinweise
Ondansetron - invasiv
- Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
- 1. Trimenon
- ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
- in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
- die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
- tierxperimentelle Studien
- zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor
Warnhinweise
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
- EKG-Veränderungen
- Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
- in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
- Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
- Anwendung von Ondansetron vermeiden
- Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
- Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
- zu dieser Patientengruppe zählen Personen
- mit Elektrolytstörungen
- mit kongestiver Herzinsuffizienz
- mit Bradyarrhythmien
- die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
- myokardiale Ischämie
- Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
- vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
- daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
- Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
- sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
- sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- veränderter mentaler Status
- Instabilität des autonomen Nervensystems
- neuromuskulärenStörungen
- gastrointestinale Symptome
- wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
- engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
- insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
- wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
- eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- Darmmotilität
- Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
- Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
- okkulte Blutungen
- Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
- betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
- Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
- Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
- bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
- vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
- Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen