Ondansetron Kalceks 2 mg/ml Inj./Inf. 4mg

Grindeks Kalceks Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ondansetron →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 5X2 ML 39,12 €
N3 10X2 ML 66,35 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch zytotoxische Chemotherapie und Strahlentherapie verursacht werden
    • Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
  • Kinder und Jugendliche
    • >/= 6 Monate
      • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie
    • >/= 1 Monat
      • Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen

Dosierung

Basiseinheit: 2 mg Ondansetron / ml

  • allgemein
    • emetogenes Potential einer Zytostatika- oder Strahlentherapie ist je nach Dosierung bzw. Therapieschemata unterschiedlich
    • Auswahl des Dosierungsschemas nach dem Schweregrad der emetogenen Belastung bestimmen
    • durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen
      • Erwachsene
        • empfohlene intravenöse Ondansetron-Dosis:
          • 8 mg intravenös (i.v.) oder intramuskulär (i.m.), unmittelbar vor einer Chemotherapie oder Strahlentherapie
        • hochemetogene Chemotherapie:
          • max. Initialdosis: 16 mg Ondansetron i.v. als Infusion über mind. 15 Min.
          • Einzeldosen > 16 mg dürfen aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung nicht verwendet werden
          • Wirksamkeitsteigerung durch zusätzliche Gabe einer Einzeldosis von 20 mg Dexamethason-Natriumphosphat vor Beginn der Chemotherapie
          • intravenöse Dosen > 8 mg - max. 16 mg müssen in 50-100 ml Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Infusionslösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusionslösung oder einer anderen kompatiblen Infusionsflüssigkeit verdünnt und über mind. 15 Min. infundiert werden
          • Ondansetron-Dosen </= 8 mg müssen nicht verdünnt, sondern können als langsame i.m. Injektion oder i.v. -Infusion über mind. 30 Sekunden verabreicht werden
          • nach der initialen Ondansetron-Dosis von 8 mg können zwei weitere intravenöse Injektionen oder intramuskuläre 8-mg-Dosen in Abständen von 2 - 4 Stunden oder als kontinuierliche Infusion von 1 mg / Stunde über bis zu 24 Stunden verabreicht werden
          • zum Schutz vor verzögertem oder anhaltendem Erbrechen nach den ersten 24 Stunden: orale Behandlung empfohlen
          • max. Tagesgesamtdosis: 32 mg
    • Kinder und Jugendliche (6 Monate - 17 Jahre)
      • Dosisberechnung auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts
      • in klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als intravenöse Infusion, verdünnt in 25 bis 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung, gegeben
      • Infusionsdauer: mind. 15 Min.
      • Dosierung nach Körperoberfläche
        • Gabe unmittelbar vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 5 mg Ondansetron / m2
        • max. i.v. - Dosis: 8 mg Ondansetron
        • orale Gabe kann nach 12 Stunden beginnen und für bis zu 5 Tage fortgesetzt werden
        • Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden
        • Tabelle 1: Dosierung nach KOF
          • < 0,6 m2 KOF:
            • Tag 1:
              • 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
              • nach 12 Stunden: 2 mg Ondansetron oral*
            • Tage 2 - 6: 2 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
          • >/= 0,6 m2 - </= 1,2 m2 KOF:
            • Tag 1:
              • 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
              • nach 12 Stunden: 4 mg Ondansetron oral*
            • Tage 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
          • > 1,2 m2 KOF
            • 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. oder 8 mg Ondansetron i.v.
            • nach 12 Stunden: 8 mg Ondansetron oral*
            • Tage 2 - 6: 8 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
          • *es sollte eine geeignete verfügbare orale Darreichungsform (z. B. Sirup, orale Lösung, Tabletten) verwendet werden
        • Dosierung nach Körpergewicht
          • Gabe unmittelbar vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 0,15 mg / kg
          • max. i.v.-Dosis: 8 mg
          • an Tag 1 können zwei weitere intravenöse Dosen in Abständen von jeweils 4 Stunden verabreicht werden.
          • die orale Gabe kann nach 12 Stunden beginnen und für bis zu 5 Tage fortgesetzt werden
          • die Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden
          • Tabelle 2: Dosierung nach Körpergewicht für Kinder und Jugendliche von 6 Monaten - 17 Jahren
            • Tag 1:
              • bis zu 3 Dosen von 0,15 mg / kg i.v. alle 4 Stunden
            • Tage 2 - 6:
              • </= 10 kg KG: 2 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
              • > 10 kg KG: 4 mg Ondansetron oral* alle 12 Stunden
            • *es sollte eine geeignete verfügbare orale Darreichungsform (z. B. Sirup, orale Lösung, Tabletten) verwendet werden
  • Postoperative Übelkeit und Erbrechen
    • Erwachsene:
      • Vorbeugung
        • 4 mg Ondansetron i.m. oder als langsame i.v. Injektion bei Einleitung der Anästhesie
      • Behandlung bestehender postoperativer ‹belkeit und Erbrechen
        • Einzeldosis von 4 mg i.m. oder als langsame i.v. Injektion
    • Postoperative Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen von 1 Monaten - 17 Jahren
      • zur Vorbeugung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei pädiatrischen Patienten, die unter Allgemeinanästhesie operiert werden
        • langsame i.v. Injektion (über mind. 30 Sekunden)
          • 0,1 mg / kg KG - max. 4 mg Ondansetron entweder vor, während oder nach der Einleitung der Anästhesie oder nach der Operation
      • zur Behandlung von bestehender postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen
        • 0,1 mg / kg KG - max. 4 mg Ondansetron als langsame intravenöse Injektion empfohlen

Dosisanpassung

  • Ältere Patienten >/= 65 Jahre
    • durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen
      • >/= 65 Jahre
        • alle intravenösen Dosen verdünnt und über 15 Min. infundieren
        • wenn wiederholte Gaben erforderlich sind: Abstand von mind. 4 Stunden einhalten
      • Patienten 65 - 74 Jahre
        • initial: 8 mg oder 16 mg als Infusion über 15 Min.
        • danach können zwei weitere Dosen von 8 mg, über 15 Min. infundiert und im Abstand von mind. 4 Stunden, gegeben werden
      • Patienten >/= 75 Jahre
        • initiale intravenöse Dosis: max. 8 mg
        • nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen zu 8 mg über 15 Min. infundiert und im Abstand von mind. 4 Stunden, gegeben werden
    • Postoperative Übelkeit und Erbrechen
      • Erfahrungen liegen nur in beschränktem Umfang vor
      • Ondansetron wird von Patienten > 65 Jahren gut vertragen
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • mittelschwere oder schwere Einschränkung der Leberfunktion
      • Ondansetron-Clearance signifikant vermindert und die Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
      • tägliche Gesamtdosis: max. 8 mg
  • eingeschränkter Nierenfunktion
    • keine Anpassung von Verabreichungshäufigkeit oder Art der Anwendung erforderlich
  • Patienten mit eingeschränktem Spartein/Debrisoquin-Metabolismus
    • Eliminationshalbwertszeit nicht verändert
    • nach wiederholter Gabe keine anderen Expositionsspiegel des Wirkstoffes zu erwarten als in der Allgemeinbevölkerung
    • keine Anpassung der Tagesdosis oder der Verabreichungshäufigkeit erforderlich

Kontraindikationen

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
  • gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

Nebenwirkungen

Ondansetron - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
      • Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
        • dystonische Reaktionen
        • akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
        • Dyskinesien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
      • Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Depressionen
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
        • meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
        • die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
        • Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
        • ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
      • Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • myokardiale Ischämie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Wärmegefühl
      • Hitzewallungen mit Rötung der Haut
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (Blutdruckabfall)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)

Anwendungshinweise

  • intravenöse oder intramuskuläre Anwendung
    • als langsame intravenöse Injektion, als langsame intravenöse Infusion oder als intramuskuläre Injektion
  • Anweisungen zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Verabreichung und kompatible Lösungen, siehe Fachinformation
  • Kompatibilität mit anderen Arzneimitteln
    • Ondansetron kann als langsame intravenöse Injektion (1 mg / Stunde) verabreicht werden
    • nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zur Infusion mischen
    • folgenden Arzneimittel können jedoch über das Y-Stück des Infusionssets für Ondansetron-Konzentrationen von 16 - 160 µg / ml (z. B. 8 mg / 500 ml bzw. 8 mg / 50 ml) verabreicht werden
      • Cisplatin
        • max. 0,48 mg Cisplatin / ml (z.B. 240 mg / 500 ml)
        • Infusionsdauer: 1 - 8 Stunden
      • Fluorouracil
        • max. 0,8 mg Fluorouracil / ml (z.B. 2,4 g / 3 l oder 400 mg / 500 ml)
        • Infusionsgeschwindigkeit: mind. 20 ml / Stunde (500 ml / 24 Stunden)
        • höhere Fluorouracil-Konzentrationen können Ausfällung des Ondansetrons zur Folge haben
        • Fluorouracil-haltige Lösungen können Magnesiumchlorid bis zur Konzentration von 0,045 % (g/v) sowie weitere Hilfsstoffe mit nachgewiesener Kompatibilität enthalten
      • Carboplatin
        • max. 0,18 - 9,9 mg Carboplatin / ml (z.B. 90 mg / 500 ml bzw. 990 mg / 100 ml)
        • Infusionsdauer: 10 Min. bis zu 1 Stunde
      • Etoposid
        • max. 0,144 - 0,25 mg Etoposid / ml (z.B. 72 mg / 500 ml bzw. 250 mg / 1 l)
        • Infusionsdauer: 30 Min. bis zu 1 Stunde
      • Ceftazidim
        • 250 - 2000 mg Ceftazidim, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke entsprechend der Empfehlung des Herstellers (z.B. 2,5 ml für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim)
        • Verabreichung als i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
      • Cyclophosphamid
        • 100 mg - 1 g Cyclophosphamid, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), entsprechend der Empfehlung des Herstellers
        • i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
      • Doxorubicin
        • 10 - 100 mg Doxorubicin, nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), entsprechend der Empfehlung des Herstellers
        • i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Min.
      • Dexamethasonnatriumphosphat
        • 20 mg Dexamethasonnatriumphosphat als langsame intravenöse Injektion über 2 - 5 Minuten über das Y-Stück eines Infusionssets, durch das über etwa 15 Min. 8 mg oder 16 mg Ondansetron, verdünnt in 50 - 100 ml einer kompatiblen Infusionsflüssigkeit, abgegeben werden
        • Kompatibilität zwischen Dexamethasonnatriumphosphat und Ondansetron wurde nachgewiesen und erlaubt die Verabreichung dieser Arzneimittel durch dasselbe Infusionsset, was zu Konzentrationen von 32 µg / ml bis 2,5 mg / ml Dexamethasonnatriumphosphat und 8 µg / ml - 1 mg / ml Ondansetron führt

Stillzeithinweise

Ondansetron - invasiv
  • Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
  • Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht

Schwangerschaftshinweise

Ondansetron - invasiv
  • Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
  • 1. Trimenon
    • ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
    • in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
  • die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
  • tierxperimentelle Studien
    • zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor

Warnhinweise

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
    • bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
  • EKG-Veränderungen
    • Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
    • in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
    • Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
      • Anwendung von Ondansetron vermeiden
    • Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
      • Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
      • zu dieser Patientengruppe zählen Personen
        • mit Elektrolytstörungen
        • mit kongestiver Herzinsuffizienz
        • mit Bradyarrhythmien
        • die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
  • myokardiale Ischämie
    • Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
    • vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
      • daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
    • Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
    • sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
  • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
    • sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
      • veränderter mentaler Status
      • Instabilität des autonomen Nervensystems
      • neuromuskulärenStörungen
      • gastrointestinale Symptome
    • wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
      • engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
      • insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
    • wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
      • eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
  • Darmmotilität
    • Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
    • Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
  • okkulte Blutungen
    • Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
    • betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
    • Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
    • Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
      • bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
      • vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
      • Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen