Ondansetron-ratiopharm 4mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 6 ST | 30,23 € |
| N2 | 10 ST | 44,99 € |
| N3 | 30 ST | 84,39 € |
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Indikation
Erwachsene
- Übelkeit und Erbrechen als Folge einer zytotoxischen Chemotherapie und Radiotherapie
- Vorbeugung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche >/= 6 Monate - 17 Jahre
- Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unter einer Therapie mit Zytostatika
- Hinweis
- zur Prophylaxe und Therapie von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen wurden bei Kindern keine Studien zur Anwendung von oral gegebenem Ondansetron durchgeführt
- für diese Anwendung intravenöse (i.v.) Gabe empfohlen
- zur Prophylaxe und Therapie von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen wurden bei Kindern keine Studien zur Anwendung von oral gegebenem Ondansetron durchgeführt
Dosierung
- Chemotherapie- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV und RINV)
- allgemein
- emetogenes Potenzial einer Krebsbehandlung abhängig von Dosierungen und Kombinationsschemata der durchgeführten Chemotherapie und Radiotherapie
- Dosierungsschema abhängig vom Schweregrad des Erbrechens
- Erwachsene
- empfohlene orale Dosis
- 8 mg Ondansetron 1 - 2 Stunden vor Chemotherapie oder Bestrahlung, gefolgt von 8 mg Ondansetron / 12 Stunden
- Anwendungsdauer: max. 5 Tage
- hochemetogene Chemotherapie (z.B. Cisplatin, hochdosiert)
- orale Einzeldosis
- max. 24 mg Ondansetron zusammen mit 12 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz, oder Äquivalent oral 1 - 2 Stunden vor der Chemotherapie
- nach den ersten 24 Stunden oral über bis zu 5 Tage nach einem Behandlungszyklus fortsetzen
- empfohlene Dosis
- 8 mg Ondansetron 2mal / Tag
- orale Einzeldosis
- empfohlene orale Dosis
- Kinder und Jugendliche >/= 6 Monate - 17 Jahre
- Dosis bei CINV auf Grundlage der KOF oder des KG
- Dosierung nach KG im Vergleich zur Dosierung nach KOF mit höheren Tagesgesamtdosen
- in pädiatrischen klinischen Studien wurde Ondansetron in 25 - 50 ml einer Kochsalzlösung oder anderen geeigneten Infusionsflüssigkeit verdünnt
- i.v. Infusion über mind. 15 Min.
- Dosierung nach Körperoberfläche
- intravenös:
- unmittelbar vor der Chemotherapie als Einzeldosis von 5 mg / m2
- max. 8 mg Ondansetron
- anschließend orale Gabe nach 12 Stunden beginnen
- 8 mg Ondansetron oral / 12 Stunden
- Anwendungsdauer: max. 5 Tage
- tägliche Maximaldosis: 32 mg Ondansetron
- < 0,6 m2 KOF:
- initial unmittelbar vor Chemotherapie: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 2 mg Ondansetron Sirup oder Tablette
- Tage 2 - 6: 2 mg Ondansetron Sirup alle 12 Stunden
- >/= 0,6 m2 KOF:
- initial unmittelbar vor Chemotherapie: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 4 mg Ondansetron Sirup oder Tablette
- Tage 2 - 6: 4 mg Ondansetron Sirup oder Tablette alle 12 Stunden
- > 1,2 m2 KOF
- initial unmittelbar vor Chemotherapie: 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v. oder 8 mg Ondansetron i.v. plus 8 mg Ondansetron Sirup oder Tablette nach 12 Stunden
- Tage 2 - 6: 8 mg Ondansetron Sirup oder Tablette alle 12 Stunden
- intravenös:
- Dosierung nach KG
- allgemein
- initial unmittelbar vor Chemotherapie: 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v.
- max. Einzeldosis: 8 mg Ondansetron i.v.
- anschließend bis zu 2malige Dosiswiederholung, bei Bedarf, im Abstand von 4 Stunden
- Anwendungsdauer: max. 5 Tage
- tägliche Maximaldosis: 32 mg Ondansetron
- Tag 1
- </= 10 kg KG: 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v. bis 3mal / Tag im Abstand von 4 Stunden
- > 10 kg KG: 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v. bis 3mal / Tag im Abstand von 4 Stunden
- Tage 2 - 6:
- </= 10 kg KG: 2 mg Ondansetron Sirup alle 12 Stunden
- > 10 kg KG: 4 mg Ondansetron Sirup oder Tabletten alle 12 Stunden
- keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Verwendung von Ondansetron zur Vorbeugung verzögerter oder verlängerter CINV
- allgemein
- Dosis bei CINV auf Grundlage der KOF oder des KG
- allgemein
- Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)
- Erwachsene:
- oral oder i.v.
- empfohlene Dosierung zur Vorbeugung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen:
- 16 mg 1 Stunde vor der Narkose
- bestehende postoperativer Übelkeit und Erbrechen:
- Gabe einer Injektion empfohlen
- Kinder und Jugendliche (>/= 6 Monat - 17 Jahre)
- keine Studien zur oralen Anwendung
- langsame intravenöse Injektion empfohlen (über mind. 30 Sek.)
- Kinder < 2 Jahre
- keine Daten vorhanden
- Erwachsene:
Dosisanpassung
- ältere Patienten > 65 Jahre
- CINV und RINV
- keine Dosisanpassung erforderlich
- PONV
- begrenzte Erfahrungen
- CINV und RINV
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Änderung der täglichen Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder der Art der Anwendung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- mittlere - schwere Einschränkung
- Clearance von Ondansetron signifikant vermindert und die Serumhalbwertszeit signifikant verlängert
- Maximaldosis: 8 mg / Tag
- mittlere - schwere Einschränkung
- Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus:
- Änderung der täglichen Dosis oder der Dosierungshäufigkeit ist nicht erforderlich
Kontraindikationen
Ondansetron - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder einen anderen 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten wie z.B. Granisetron oder Dolasetron
- gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin
- Kinder
- detaillierte Informationen zu Altersgruppe bzw. Darreichungsform siehe jeweilige Herstellerinformation
Nebenwirkungen
Ondansetron - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend), einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- auch bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend), einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle
- Bewegungsstörungen einschließlich Extrapyramidalreaktionen (ohne nachweisliche dauerhafte klinische Folgen), wie
- dystonische Reaktionen
- akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
- Dyskinesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Blindheit (vorwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
- die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
- Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war corticalen Ursprungs
- vorübergehende Blindheit (vorwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wärmegefühl
- Hitzewallung mit Rötung der Haut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (Blutdruckabfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- da Ondansetron die Dickdarmpassage verlangsamt, können die Präparate bei einigen Patienten zu Obstipation führen
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion sollten nach Gabe des Arzneimittels überwacht werden
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (üblicherweise bei Patienten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische Hauteruptionen, einschl. toxischer epidermaler Nekrolyse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hinweis
- Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten vergleichbar
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen
Stillzeithinweise
Ondansetron - peroral
- Müttern unter Ondansetron wird empfohlen, ihre Säuglinge nicht zu stillen
- Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht
Schwangerschaftshinweise
Ondansetron - peroral
- Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
- 1. Trimenon
- ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
- in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden
- 3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen
- adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95% CI 1,03 - 1,48)
- verfügbare epidemiologische Studien zu Herzfehlbildungen
- zeigen widersprüchliche Ergebnisse
- tierexperimentelle Studien
- zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
Warnhinweise
Ondansetron - peroral
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
- EKG-Veränderungen
- Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
- in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
- Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
- Anwendung von Ondansetron vermeiden
- Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
- Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
- zu dieser Patientengruppe zählen Personen
- mit Elektrolytstörungen
- mit kongestiver Herzinsuffizienz
- mit Bradyarrhythmien
- die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
- myokardiale Ischämie
- Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden
- v. a. bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
- daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
- sollte vor der Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Auftreten eines Serotoninsyndroms (potenziell lebensbedrohlich) beigleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschl. selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern(SNRI) und Buprenorphin); die Symptome umfassen u. a.:
- Veränderungen des Gemütszustandes
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Auffälligkeiten
- gastrointestinale Symptome
- falls eine gleichzeitige Anwendung von Ondansetron und anderen serotonergen Wirkstoffen klinisch erforderlich sein sollte
- Patienten engmaschig überwachen
- insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen
- wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach der Schwere der Symptome
- Dosisverringerung
- Absetzen der Behandlung
- Berichte über Auftreten eines Serotoninsyndroms (potenziell lebensbedrohlich) beigleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschl. selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern(SNRI) und Buprenorphin); die Symptome umfassen u. a.:
- Darmmotiliät
- Ondansetron verlängert die Dickdarmpassage
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
- okkulte Blutungen
- Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
- betroffene Patienten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwachen
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden