Ondansetron-ratiopharm 8mg Injektionslösung

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ondansetron →

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene (>/= 18 Jahre)

  • Übelkeit und Erbrechen, die durch zytotoxische Chemotherapie oder Strahlentherapie hervorgerufen sind
  • Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen

Kinder und Jugendliche (>/= 6 Monate - 17 Jahre)

  • Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine Chemotherapie hervorgerufen sind

Kinder >/= 1 Monat

  • Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 2 mg Ondansetron (als Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat)

  • Chemotherapie- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV und RINV)
    • allgemeine Hinweise
      • emetogenes Potenzial einer Krebsbehandlung abhängig von Dosierung und Zusammensetzung der Chemo- und Strahlentherapie-Schemata
      • Art der Anwendung und Dosisschema je nach Schweregrad des Erbrechens
    • Erwachsene (>/= 18 Jahre)
      • 8 mg Ondansetron als langsame i. v. Injektion über nicht weniger als 30 Sek., unmittelbar vor der Chemotherapie
      • hoch emetogene Chemotherapie
        • Initialdosis von max. 16 mg Ondansetron i. v. als Infusion über 15 Min.
        • cave: keine Anwendung von > 16 mg Ondansetron i. v. / Einzeldosis aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung
        • Erhöhung der Wirksamkeit von Ondansetron:
          • Kombination mit 20 mg Dexamethason-Natriumphosphat i. v. 1mal vor der Chemotherapie
      • wiederholte Dosen
        • nach einer Initialdosis von 8 mg Ondansetron
          • 2 weitere Dosen von je 8 mg Ondansetron i.v. über nicht weniger als 30 Sek.
            • in einem Abstand von 4 Std.
          • oder Dauerinfusion von 1 mg Ondansetron / Std. über bis zu 24 Std.
      • Prophylaxe verzögerter oder prolongierter CINV
        • orale Therapie empfohlen
    • Kinder und Jugendliche (>/= 6 Monate - 17 Jahre)
      • CINV
        • Therapie
          • Dosisberechnung auf Basis der Körperoberfläche (BSA) oder des Körpergewichts
            • höhere Tagesgesamtdosen bei Dosierung nach KG
          • Dosierung nach BSA
            • Initialdosis: 5 mg Ondansetron / m2 i.v. unmittelbar vor Chemotherapie
              • maximal: 8 mg Ondansetron i.v.
            • im Anschluss: orale Ondansetron-Gaben 12 Std. nach Initialdosis über bis zu 5 Tage
              • maximal: 32 mg Ondansetron / 24 Std.
            • BSA < 0,6 m2
              • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 i.v. plus 2 mg Ondansetron p.o. (Lösung) nach 12 Std.
              • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron p.o. (Lösung) 1mal / 12 Std.
            • BSA >/= 0,6 m2 - </= 1,2 m2
              • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 i.v. plus 4 mg Ondansetron oral (Lösung oder Tablette) nach 12 Std.
              • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron oral (Lösung oder Tablette) 1mal / 12 Std.
            • BSA > 1,2 m2
              • Tag 1: 5 mg Ondansetron / m2 i.v. oder 8 mg Ondansetron i.v. plus 8 mg Ondansetron p.o. (Lösung oder Tablette) nach 12 Std.
              • Tag 2 - 6: 8 mg Ondansetron p.o. (Lösung oder Tablette) 1mal / 12 Std.
          • Dosierung nach KG
            • Initialdosis: 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v. unmittelbar vor der Chemotherapie
              • maximal: 8 mg Ondansetron i.v.
              • bei Bedarf: Verabreichung 2 weiterer i.v. Dosen mit einem Abstand von 4 Std.
            • im Anschluss: orale Ondansetron-Gaben 12 Std. nach Initialdosis über bis zu 5 Tage
              • maximal: 32 mg Ondansetron / 24 Std.
            • </= 10 kg KG
              • Tag 1: max. 3 Dosen je 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v. (1mal / 4 Std.)
              • Tag 2 - 6: 2 mg Ondansetron p.o. (Lösung) 1mal / 12 Std.
            • > 10 kg KG:
              • Tag 1: max. 3 Dosen je 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v. (1mal / 4 Std.)
              • Tag 2 - 6: 4 mg Ondansetron p.o. (Lösung oder Tablette) 1mal / 12 Std.
      • Prophylaxe verzögerter oder prolongierter CINV
        • keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vorhanden
      • RINV
        • keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vorhanden
  • Postoperative Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen (PONV)
    • Erwachsene (>/= 18 Jahre)
      • Prophylaxe
        • Applikation von Ondansetron p.o. oder als i.v. Injektion möglich
        • Narkoseeinleitung
          • einmalig 4 mg Ondansetron als langsame i.v. Injektion über mind. 30 Sek.
      • Behandlung
        • einmalig 4 mg Ondansetron als langsame i.v. Injektion über mind. 30 Sek.
    • Kinder und Jugendliche (>/= 1 Monat - 17 Jahre)
      • Prophylaxe (Allgemeinanästhesie)
        • Einzeldosis von 0,1 mg Ondansetron / kg KG als langsame i.v. Injektion über mind. 30 Sek.
          • max. 4 mg Ondansetron i.v.
          • während oder nach der Einleitung der Anästhesie oder nach der Operation
      • Kinder < 2 Jahre
        • nur begrenzte Daten zur Therapie von PONV verfügbar

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • > 65 - 74 Jahre
      • CINV und RINV
        • keine Dosisanpassung erforderlich
        • wiederholte Dosis:
          • nach einer Ondansetron-Initialdosis von 8 mg können 2 weitere Dosen von je 8 mg über je 15 Min. im Abstand von 4 Std. i.v. verabreicht werden
      • PONV
        • nur begrenzte Erfahrungen bei Prophylaxe und Behandlung
        • gute Verträglichkeit bei Patienten > 65 Jahre unter Chemotherapie
    • >/= 75 Jahre
      • initial max. 8 mg Ondansetron i.v.
      • wiederholte Dosis:
        • nach einer Ondansetron-Initialdosis von 8 mg können 2 weitere Dosen von je 8 mg über je 15 Min. im Abstand von 4 Std. i.v. verabreicht werden
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • CINV / RINV und PONV
      • keine Änderung der Tagesdosis, der Verabreichungsfrequenz oder der Verabreichungsart erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • CINV / RINV und PONV
      • mittelschwer - schwer
        • Clearance von Ondansetron deutlich vermindert und Serumhalbwertszeit deutlich verlängert
        • Maximaldosis: 8 mg Ondansetron p.o. oder i.v. / Tag
  • Patienten mit eingeschränktem Spartein-Debrisoquin-Metabolismus
    • CINV / RINV und PONV
      • Eliminationshalbwertszeit ist unverändert
        • nach wiederholter Verabreichung wird das gleiche Ausmaß an Medikamentenexposition erzielt wie in der Allgemeinbevölkerung
      • keine Änderung der Tagesdosis oder Verabreichungsfrequenz erforderlich

Kontraindikationen

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
  • gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

Nebenwirkungen

Ondansetron - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
      • Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
        • dystonische Reaktionen
        • akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
        • Dyskinesien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
      • Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Depressionen
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
        • meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
        • die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
        • Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
        • ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
      • Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • myokardiale Ischämie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Wärmegefühl
      • Hitzewallungen mit Rötung der Haut
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (Blutdruckabfall)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)

Anwendungshinweise

  • zur intravenösen Injektion
  • zur intravenösen Infusion nach vorgeschriebener Verdünnung
  • Infusionsdauer und Verdünnung
    • Erwachsene
      • 8 - 16 mg Ondansetron i.v. / Dosis
        • Verdünnung in 50 - 100 ml 0,9%iger Natriumchloridlösung oder 5%iger Dextroselösung
        • Infusion über mind. 15 Minuten
      • </= 8 mg Ondansetron i.v. / Dosis
        • keine Verdünnung erforderlich
        • langsame i.v. Injektion über mind. 30 Sek.
      • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
        • alle intravenösen Dosen
          • Verdünnung in 50 - 100 ml 0,9%iger Natriumchloridlösung oder 5%iger Dextroselösung
          • Infusion über mind. 15 Minuten
    • Kinder und Jugendliche (6 Monate - 17 Jahre)
      • Applikation in pädiatrischen klinischen Studien:
        • Verdünnung in 25 - 50 ml 0,9%iger Natriumchloridlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung
        • i.v. Infusion über mind. 15 Min.
  • weitere Hinweise zur Anwendung und Herstellung der Infusionslösung s. jeweilige Herstellerinformation

Stillzeithinweise

Ondansetron - invasiv
  • Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
  • Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht

Schwangerschaftshinweise

Ondansetron - invasiv
  • Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
  • 1. Trimenon
    • ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
    • in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
  • die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
  • tierxperimentelle Studien
    • zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor

Warnhinweise

Ondansetron - invasiv
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
    • bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
  • EKG-Veränderungen
    • Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
    • in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
    • Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
      • Anwendung von Ondansetron vermeiden
    • Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
      • Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
      • zu dieser Patientengruppe zählen Personen
        • mit Elektrolytstörungen
        • mit kongestiver Herzinsuffizienz
        • mit Bradyarrhythmien
        • die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
  • myokardiale Ischämie
    • Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
    • vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
      • daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
    • Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
    • sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
  • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
    • sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
      • veränderter mentaler Status
      • Instabilität des autonomen Nervensystems
      • neuromuskulärenStörungen
      • gastrointestinale Symptome
    • wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
      • engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
      • insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
    • wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
      • eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
  • Darmmotilität
    • Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
    • Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
  • okkulte Blutungen
    • Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
    • betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
    • Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
    • Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
      • bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
      • vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
      • Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen