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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Langzeitbehandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei erwachsenen Patienten mit WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II bis III als Monotherapie oder in Kombination

Kinder und Jugendliche

  • Langzeitbehandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre mit >/= 40 kg KG mit WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II bis III als Monotherapie oder in Kombination

Dosierung

  • Langzeitbehandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) als Monotherapie oder in Kombination
    • Erwachsene, Kinder und Jugendliche < 18 Jahre mit >/= 40 kg KG
      • 1 Filmtablette (10 mg Macitentan) 1mal / Tag
      • vergessene Dosis
        • Einnahme der Dosis sobald wie möglich
        • Einnahme der nächsten Dosis dann wieder zur normalen Zeit
        • nicht doppelte Dosis auf einmal einnehmen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten > 65 Jahre
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich (basierend auf pharmakokinetischen (PK) Daten)
    • jedoch keine klinischen Erfahrungen mit Macitentan bei PAH-Patienten mit mittleren oder schweren Leberfunktionsstörungen
    • schwere Leberfunktionsstörung oder klinisch signifikante Erhöhung der Leber-Aminotransferasewerte > 3 x ONW (oberer Normwert)
      • Anwendung kontraindiziert
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich (basierend auf PK-Daten)
    • schwere Nierenfunktionsstörungen
      • keine klinischen Erfahrungen
    • Dialyse-Patienten
      • Anwendung kontraindiziert
  • Kinder und Jugendliche < 40 kg KG
    • Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen mit einer geringeren Stärke von 2,5 mg empfohlen
  • Kinder < 2 Jahre
    • Dosierung und Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht; keine Dosierungsempfehlung

Kontraindikationen

Macitentan - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Macitentan
  • Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (mit oder ohne Zirrhose)
  • vor Behandlungsbeginn bestehende Erhöhung der Leber-Aminotransferasewerte (Aspartat-Aminotransferase (AST) und/oder Alanin-Aminotransferase (ALT) > 3 x ONW
  • Schwangerschaft
  • Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässigen Verhütungsmethoden anwenden
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Macitentan - peroral
  • Infektionen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nasopharyngitis
      • Bronchitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pharyngitis
      • Influenza
      • Harnwegsinfekt
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anämie
      • Hämoglobinabfall
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Aminotransferase-Erhöhung
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B.
        • Angioödem
        • Juckreiz
        • Hautausschlag
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nasale Kongestion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Ödeme
      • Flüssigkeitsretention

Anwendungshinweise

  • Filmtabletten nicht teilen
  • Einnahme der Filmtabletten
    • zu oder unabhängig von den Mahlzeiten
    • im Ganzen mit Wasser
    • jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit

Stillzeithinweise

Macitentan - peroral
  • während der Stillzeit kontraindiziert
  • nicht bekannt, ob Macitentan in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • tierexperimentelle Studien
    • bei Ratten werden Macitentan und seine Metabolite während der Laktation in die Milch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Macitentan - peroral
  • während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässigen Verhütungsmethoden anwenden, kontraindiziert
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Macitentan bei Schwangeren
  • potenzielles Risiko für den Menschen weiterhin nicht bekannt
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität beobachtet
  • Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter
    • bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte Macitentan nur dann angewendet werden, wenn eine bestehende Schwangerschaft ausgeschlossen und eine angemessene Beratung über die Verhütung gewährleistet wurde sowie eine zuverlässige Empfängnisverhütung praktiziert wird
    • Frauen sollten einen Monat nach Beendigung der Therapie mit Macitentan nicht schwanger werden
    • empfohlen, während der Behandlung mit Macitentan monatliche Schwangerschaftstests durchzuführen, um eine eingetretene Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen
  • männliche Fertilität
    • unter Therapie mit Macitentan bei männlichen Tieren Entwicklung einer tubulären Hodenatrophie beobachtet
    • bei Patienten, die ERAs einnehmen, wurde eine Abnahme der Spermienzahl beobachtet
    • Macitentan kann, wie andere ERAs, die Spermatogenese bei Männern beeinträchtigen

Warnhinweise

Macitentan - peroral
  • Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie der funktionellen WHO-Funktionsklasse I
    • Nutzen- / Risikoverhältnis bei diesen Patienten nicht untersucht
  • Leberfunktion
    • Anstieg der Leber-Aminotransferasewerte (AST, ALT) wurde mit einer PAH und Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERAs) assoziiert
    • Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung oder erhöhten Aminotransferase-Werten (> 3 x ONW)
      • Therapie darf nicht begonnen werden
    • Patienten mit mittlerer Leberfunktionsstörung
      • Therapie nicht empfohlen
    • Kontrollen der Leberenzyme sollten vor Behandlungsbeginn durchgeführt werden
    • bei den Patienten sollte auf Anzeichen einer Leberschädigung geachtet werden, und es wird eine monatliche Kontrolle von ALT und AST empfohlen
    • Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn anhaltende, nicht geklärte, klinisch relevante Anstiege der Aminotransferase-Werte auftreten oder die Anstiege mit einer Erhöhung des Bilirubin-Wertes > 2 x ONW oder von klinischen Symptomen einer Leberschädigung (z.B. Gelbsucht) begleitet werden
      • Wiederaufnahme der Behandlung kann bei denjenigen Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen die Leber-Aminotransferasewerte in den Normbereich zurückgegangen sind und keine klinischen Symptome einer Leberschädigung aufgetreten waren
      • empfohlen, einen Hepatologen hinzuzuziehen
  • Hämoglobinkonzentrationen
    • ein Abfall der Hämoglobinkonzentration wurde mit Endothelin Rezeptor Antagonisten (ERAs) einschließlich Macitentan assoziiert
    • in placebokontrollierten Studien waren die mit Macitentan in Zusammenhang stehenden erniedrigten Hämoglobinkonzentrationen nicht progredient, stabilisierten sich innerhalb der ersten 4 - 12 Wochen nach Behandlungsbeginn und blieben während der Langzeitbehandlung stabil
    • unter Macitentan und anderen ERAs wurden Fälle von Anämie berichtet, die eine Bluttransfusion erforderten
    • Patienten mit schwerer Anämie
      • Behandlungsbeginn mit Macitentan nicht empfohlen
    • empfohlen, die Hämoglobinkonzentration vor Behandlungsbeginn zu überprüfen und dies während der Therapie je nach klinischer Indikation zu wiederholen
  • pulmonale veno-okklusive Krankheit
    • Fallberichte über Lungenödeme, die nach Anwendung von Vasodilatanzien (hauptsächlich Prostazykline) bei Patienten mit einer pulmonalen veno-okklusiven Erkrankung auftraten
    • daher sollte, falls nach Anwendung von Macitentan bei Patienten mit PAH Symptome eines Lungenödems auftreten, die Möglichkeit einer assoziierten veno-okklusiven Erkrankung in Betracht gezogen werden
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte Macitentan nur dann angewendet werden, wenn eine bestehende Schwangerschaft ausgeschlossen und eine angemessene Beratung über die Verhütung durchgeführt wurde sowie eine zuverlässige Empfängnisverhütung praktiziert wird
    • Frauen sollten einen Monat nach Beendigung der Therapie mit Macitentan nicht schwanger werden
    • empfohlen, während der Behandlung monatliche Schwangerschaftstests durchzuführen, um eine eingetretene Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen
  • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Induktoren
    • bei gleichzeitiger Einnahme von starken CYP3A4-Induktoren kann die Wirksamkeit von Macitentan reduziert sein
    • Kombination von Macitentan mit starken CYP3A4-Induktoren (z.B. Rifampicin, Johanniskraut, Carbamazepin und Phenytoin) sollte vermieden werden
  • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren
    • gleichzeitige Gabe von Macitentan und starken CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon, Ritonavir und Saquinavir) sollte nur mit Vorsicht durchgeführt werden
  • gleichzeitig Anwendung mit moderaten dualen oder kombinierten CYP3A4- und CYP2C9-Inhibitoren
    • gleichzeitige Gabe von Macitentan und moderaten dualen CYP3A4- und CYP2C9-Inhibitoren (z. B. Fluconazol und Amiodaron) sollte nur mit Vorsicht erfolgen
    • Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn Macitentan gleichzeitig sowohl mit einem moderaten CYP3A4-Inhibitor (z. B. Ciprofloxacin, Cyclosporin, Diltiazem, Erythromycin, Verapamil) als auch mit einem moderaten CYP2C9-Inhibitor (z. B. Miconazol, Piperin) angewendet wird
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • höheres Risiko für eine arterielle Hypotonie und Anämie während der Behandlung mit Macitentan könnte bestehen
    • Monitoring des Blutdrucks sowie der Hämoglobinkonzentration sollte erwogen werden
    • Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
      • keine klinischen Erfahrungen zum Einsatz von Macitentan
      • Vorsicht bei diesen Patienten
    • Dialyse-Patienten
      • keine Erfahrungen mit Macitentan
      • bei diesen Patienten nicht empfohlen