ORKAMBI 100mg/125mg FTA
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 112 ST | 11975,85 € |
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Indikation
- Patienten >/= 6 Jahre
- Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten, die homozygot für die F508del-Mutation im Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator-(CFTR)-Gen sind
Dosierung
Basiseinheit: 1 Filmtablette enthält 100 mg Lumacaftor und 125 mg Ivacaftor
- Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten, die homozygot für die F508del-Mutation im Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator-(CFTR)-Gen sind
- Hinweise
- Verordnung nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung der CF
- falls Genotyp des Patienten nicht bekannt: Vorliegen der F508del-Mutation auf beiden Allelen des CFTR-Gens mithilfe einer genauen und validierten Genotypisierungsmethode bestätigen
- Tabelle 1: Dosierungsempfehlungen
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- 2 Tabletten (200 mg Lumacaftor / 250 mg Ivacaftor), alle 12 Stunden (morgens und abends)
- Patienten (>/= 12 Jahre)
- 400 mg Lumacaftor / 250 mg Ivacaftor, alle 12 Stunden (morgens und abends)
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- vergessene Dosis
- < 6 Stunden vergangen: vorgesehene Dosis mit einer fetthaltigen Speise nachholen
- >/= 6 Stunden vergangen
- bis zur nächsten vorgesehenen Dosis warten
- nicht die doppelte Dosis einnehmen, um vergessene Dosis auszugleichen
- gleichzeitige Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren
- Patienten, die mit der Gabe von CYP3A-Inhibitoren beginnen: keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten, die starke CYP3A-Inhibitoren einnehmen: bei einer Einleitung der Behandlung mit diesem Arzneimittel ist in der 1. Behandlungswoche eine Dosisreduktion erforderlich, um die Induktionswirkung von Lumacaftor im Steady State zu berücksichtigen
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- Gesamttagesdosis: 1 Tablette (100 mg Lumacaftor / 125 mg Ivacaftor)
- Patienten (>/= 12 Jahre)
- Gesamttagesdosis: 200 mg Lumacaftor / 125 mg Ivacaftor
- nach diesem Zeitraum (ab Tag 8): Behandlung mit der empfohlenen Tagesdosis fortsetzen
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- wenn die Behandlung länger als eine Woche unterbrochen und dann wiederaufgenommen wird, während gleichzeitig starke CYP3A-Inhibitoren eingenommen werden
- Dosisreduktion in der 1. Woche nach Wiederaufnahme der Behandlung auf 1 Tablette / Tag
- Patienten (6 - 11 Jahre): 1 Tablette / Tag (100 mg Lumacaftor / 125 mg Ivacaftor)
- Patienten (>/= 12 Jahre): 200 mg Lumacaftor / 125 mg Ivacaftor
- nach diesem Zeitraum (ab Tag 8): Behandlung mit der empfohlenen Tagesdosis fortsetzen
- Dosisreduktion in der 1. Woche nach Wiederaufnahme der Behandlung auf 1 Tablette / Tag
- Hinweise
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht - mäßig: keine Dosisanpassung erforderlich
- stark (Kreatinin-Clearance </= 30 ml / Min.) oder terminale Niereninsuffizienz: Anwendung mit Vorsicht
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht (Child-Pugh-Klasse A): keine Dosisanpassung erforderlich
- mäßig (Child-Pugh-Klasse B): reduzierte Dosis
- stark (Child-Pugh-Klasse C)
- keine Erfahrungen
- Exposition voraussichtlich höher als bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion
- Anwendung mit Vorsicht nach Risiko-Nutzen-Abwägung
- Tabelle 2: Empfehlungen für die Dosisanpassung
- mittelschwer eingeschränkte Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B)
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- 2 Tabletten zu 100 mg / 125 mg am Morgen und
- 1 Tablette zu 100 mg / 125 mg am Abend (12 Stunden später)
- Patienten (>/= 12 Jahre)
- 2 Tabletten zu 200 mg / 125 mg am Morgen und
- 1 Tablette zu 200 mg / 125 mg am Abend (12 Stunden später)
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- stark eingeschränkte Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C)
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- 1 Tablette zu 100 mg / 125 mg am Morgen und
- 1 Tablette zu 100 mg / 125 mg am Abend (12 Stunden später) oder
- Dosierungsintervall je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit anpassen, Häufigkeit der Morgen- und Abenddosis kann reduziert werden
- Patienten (>/= 12 Jahre)
- 1 Tablette zu 200 mg / 125 mg am Morgen und
- 1 Tablette zu 200 mg / 125 mg am Abend (12 Stunden später) oder
- Dosierungsintervall je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit anpassen, Häufigkeit der Morgen- und Abenddosis kann reduziert werden
- Patienten (6 - 11 Jahre)
- mittelschwer eingeschränkte Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B)
- Kinder (< 1 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
Kontraindikationen
Ivacaftor und Lumacaftor - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ivacaftor und/oder Lumacaftor
Therapiehinweise
Einnahme mit fettreicher Mahlzeit zur Resorptionsverbesserung.
Nebenwirkungen
Ivacaftor und Lumacaftor - peroral
Nebenwirkungen bei Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor und Ivacaftor allein
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis (Ivacaftor-Monotherapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion der oberen Atemwege
- Rhinitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel (Ivacaftor-Monotherapie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- hepatische Enzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ohrenschmerzen (Ivacaftor-Monotherapie)
- Ohrenbeschwerden (Ivacaftor-Monotherapie)
- Tinnitus (Ivacaftor-Monotherapie)
- Trommelfellhyperämie (Ivacaftor-Monotherapie)
- vestibuläre Störung (Ivacaftor-Monotherapie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ohrverstopfung (Ivacaftor-Monotherapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verstopfte Nase
- Dyspnoe
- Husten mit Auswurf
- vermehrter Auswurf
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Atmung anormal
- oropharyngeale Schmerzen
- Nebenhöhlenverstopfung (Ivacaftor-Monotherapie)
- Rhinorrhoe
- Pharynxerythem (Ivacaftor-Monotherapie)
- Bronchospasmus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Brustbeschwerden
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerzen (Ivacaftor-Monotherapie)
- Oberbauchschmerzen
- Diarrhoe
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Flatulenz
- Erbrechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Transaminasenwerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- cholestatische Hepatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dekompensation der Leberfunktion, einschließlich Leberversagen mit tödlichemAusgang
- bei CF-Patienten mit vorbestehender Leberzirrhose und portaler Hypertonie
- Dekompensation der Leberfunktion, einschließlich Leberversagen mit tödlichemAusgang
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- unregelmäßige Menstruation
- Dysmenorrhoe
- Metrorrhagie
- gutartige Knoten in der Brust / Raumforderung in der Brust (Ivacaftor-Monotherapie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menorrhagie
- Amenorrhoe
- Polymenorrhoe
- Entzündung der Brustdrüse (Ivacaftor-Monotherapie)
- Gynäkomastie (Ivacaftor-Monotherapie)
- Erkrankung der Brustwarze (Ivacaftor-Monotherapie)
- Schmerzen der Brustwarze (Ivacaftor-Monotherapie)
- Oligomenorrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bakterien im Sputum (Ivacaftor-Monotherapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der Creatin-Kinase im Blut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhter Blutdruck
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- eine fetthaltige Mahlzeit oder eine fetthaltige Zwischenmahlzeit direkt vor oder direkt nach der Dosis einnehmen
- Tabletten unzerkaut schlucken, nicht kauen, zerbrechen oder auflösen
- mit der Einnahme kann an jedem beliebigen Wochentag begonnen werden
Stillzeithinweise
Ivacaftor und Lumacaftor - peroral
- Entscheidung treffen, ob das Stillen zu beenden ist oder ob auf die Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor verzichtet werden soll / die Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor zu unterbrechen ist
- dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Lumacaftor und/oder Ivacaftor und deren Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen
- pharmakokinetische Daten vom Tier
- Lumacaftor und Ivacaftor gehen in die Milch laktierender weiblicher Ratten über
- Risiken für den Säugling können nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Ivacaftor und Lumacaftor - peroral
- vorsichtshalber sollte die Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor während der Schwangerschaft vorzugsweise vermieden werden, sofern der klinische Zustand der Mutter keine Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor erfordert
- keine oder nur begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität
- Ivacaftor
- Wirkungen nur bei mutterseitig toxischen Dosen beobachtet
- Fertilität
- keine Daten zu Wirkungen von Lumacaftor und/oder Ivacaftor auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Lumacaftor
- keine Auswirkungen auf Fertilitäts- und Fortpflanzungsleistungsindizes bei männlichen und weiblichen Ratten beobachtet
- Ivacaftor
- beeinträchtigte Fertilitäts- und Fortpflanzungsleistungsindizes bei männlichen und weiblichen Ratten
Warnhinweise
Ivacaftor und Lumacaftor - peroral
- sollte nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung der CF verordnet werden
- Genotyp
- wenn Genotyp des Patienten nicht bekannt ist, ist das Vorliegen der F508del-Mutation auf beiden Allelen des CFTR-Gens mithilfe einer genauen und validierten Genotypisierungsmethode zu bestätigen
- CF-Patienten, die heterozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind
- Lumacaftor/Ivacaftor nicht wirksam bei Patienten mit der F508del-Mutation auf einem Allel plus einem zweiten Allel mit einer Mutation, die voraussichtlich zu einer fehlenden CFTR-Produktion führt, oder die in vitro auf Ivacaftor nicht anspricht
- CF-Patienten mit einer Gating-Mutation (Klasse III) im CFTR-Gen
- Lumacaftor/Ivacaftor nicht bei CF-Patienten untersucht, die eine Gating-Mutation (Klasse III) im CFTR-Gen auf einem Allel, mit oder ohne die F508del-Mutation auf dem anderen Allel haben
- da die Ivacaftor-Exposition bei Gabe in Kombination mit Lumacaftor sehr deutlich reduziert ist, sollte Lumacaftor/Ivacaftor bei diesen Patienten nicht angewendet werden
- Respiratorische Nebenwirkungen
- respiratorische Nebenwirkungen bei der Einleitung der Lumacaftor/Ivacaftor-Therapie häufiger aufgetreten z.B.
- Brustbeschwerden
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- anormale Atmung
- schwerwiegende respiratorische Ereignisse häufiger bei Patienten mit einem forcierten expiratorischen Volumen in 1 Sekunde (percent predicted FEV1, ppFEV1) < 40 % des Sollwerts beobachtet
- kann zum Absetzen des Arzneimittels führen
- klinische Erfahrung bei Patienten mit einem ppFEV1 < 40 % des Sollwerts begrenzt
- zusätzliche Überwachung dieser Patienten bei der Einleitung der Behandlung empfohlen
- nach Einleitung einer Lumcaftor/Ivacaftor-Therapie bei einigen Patienten auch vorübergehende Abnhame des FEV1 beobachtet
- Patienten mit einer aktuellen pulmonalen Exazerbation
- keine Erfahrungen zur Aufnahme der Behandlung bei Patienten mit einer aktuellen pulmonalen Exazerbation
- von der Aufnahme der Behandlung wird abgeraten
- respiratorische Nebenwirkungen bei der Einleitung der Lumacaftor/Ivacaftor-Therapie häufiger aufgetreten z.B.
- Wirkung auf den Blutdruck
- erhöhter Blutdruck bei einigen mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten beobachtet
- bei allen Patienten während der Behandlung regelmäßige Blutdruckkontrollen durchführen
- Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung
- Anomalien der Leberfunktion, einschließlich fortgeschrittener Lebererkrankung, können bei CF-Patienten vorliegen
- bei einigen Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung wurde über eine Verschlechterung der Leberfunktion berichtet
- Berichte über Dekompensation der Leberfunktion, einschließlich Leberversagen mit tödlichem Verlauf, bei CF-Patienten mit vorbestehender Leberzirrhose und portaler Hypertonie
- Anwendung nur mit Vorsicht
- wenn der Nutzen voraussichtlich die Risiken überwiegt
- Patienten nach Behandlungsbeginn engmaschig überwachen und die Dosis reduzieren
- Hepatobiliäre Nebenwirkungen
- häufig Transaminasenanstiege unter Therapie mit Lumacaftor/Ivacaftor berichtet
- in einigen Fällen mit Anstieg des Gesamtserumbilirubinspiegels einherhergehend
- Transaminasenanstiege wurden häufiger bei Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei erwachsenen Patienten
- in den verschiedenen pädiatrischen Alterskohorten wurden Transaminasenanstiege bei den 2 bis 5 Jahre alten Patienten häufiger beobachtet als bei den 6- bis 11-Jährigen
- Zusammenhang mit Leberschäden kann nicht ausgeschlossen werden
- Leberfunktionstests (ALT, AST und Bilirubin) empfohlen
- vor Beginn der Behandlung
- alle 3 Monate im ersten Jahr der Behandlung
- danach jährlich
- bei Patienten mit einer Vorgeschichte von erhöhten ALT-, AST- oder Bilirubinwerten engmaschigere Überwachung in Erwägung ziehen
- Leberfunktionstests (ALT, AST und Bilirubin) empfohlen
- Behandlung absetzen und engmaschige Labortests durchühren (bis Abweichungen zurückgehen) bei
- deutlich erhöhten ALT- oder AST-Werten mit oder ohne erhöhtem Bilirubin
- ALT oder AST > 5 × die Obergrenze des Normalbereichs [ULN] bzw.
- ALT oder AST > 3 × ULN bei Bilirubin > 2 × ULN, und/oder
- klinischer Gelbsucht
- eine gründliche Untersuchung der möglichen Ursachen ist durchzuführen und die Patienten sind engmaschig im Hinblick auf den klinischen Verlauf zu beobachten
- nach erfolgter Normalisierung der erhöhten Transaminasenwerte Nutzen und Risiken einer Wiederaufnahme der Behandlung abwägen
- deutlich erhöhten ALT- oder AST-Werten mit oder ohne erhöhtem Bilirubin
- häufig Transaminasenanstiege unter Therapie mit Lumacaftor/Ivacaftor berichtet
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- CYP3A-Substrate
- Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor
- gleichzeitige Anwendung von empfindlichen CYP3A-Substraten oder CYP3A-Substraten mit einer geringen therapeutischen Breite nicht empfohlen
- hormonale Kontrazeptiva einschließlich oraler, injizierbarer, transdermaler und implantierbarer Formulierungen
- sind bei gleichzeitiger Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor nicht als verlässlich wirksame Verhütungsmethode anzusehen
- Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor
- starke CYP3A-Induktoren
- Ivacaftor ist Substrat von CYP3A4 und CYP3A5
- daher Kombination mit starken CYP3A-Induktoren wie z.B. Rifampicin, Johanniskraut (Hypericum perforatum) nicht empfohlen
- CYP3A-Substrate
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Anwendung mit Vorsicht bei stark eingeschränkter Nierenfunktion oder terminaler Niereninsuffizienz
- Katarakte
- bei Kindern und Jugendlichen unter einer Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor und einer Monotherapie mit Ivacaftor über Fälle von nicht kongenitaler Linsentrübung ohne Auswirkungen auf das Sehvermögen berichtet
- obwohl in manchen Fällen andere Risikofaktoren (z.B. Anwendung von Corticosteroiden oder eine Strahlenexposition) vorhanden warem, kann ein mögliches, auf Ivacaftor zurückzuführendes Risiko nicht ausgeschlossen werden
- bei Kindern und Jugendlichen, die eine Therapie mit Lumacaftor/Ivacaftor beginnen, vor Therapiebeginn sowie zur Verlaufskontrolle Augenuntersuchungen empfohlen
- bei Kindern und Jugendlichen unter einer Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor und einer Monotherapie mit Ivacaftor über Fälle von nicht kongenitaler Linsentrübung ohne Auswirkungen auf das Sehvermögen berichtet
- Patienten nach Organtransplantation
- Lumacaftor/Ivacaftor nicht bei CF-Patienten nach einer Organtransplantation untersucht
- Anwendung bei Transplantationspatienten nicht empfohlen
- Wechselwirkungen mit Immunsuppressiva beachten