Orlistat-ratiopharm 60 mg Hartkapseln
ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Orlistat →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 42 ST | 43,89 € |
| NotApplicable | 84 ST | 61,19 € |
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Indikation
- Gewichtsreduktion von Erwachsenen mit Übergewicht (Body-Mass-Index [BMI] >= 28 kg KG / m2 KOF) in Verbindung mit einer leicht hypokalorischen, fettreduzierten Ernährung
Dosierung
- Gewichtsreduktion von Erwachsenen mit Übergewicht (BMI >= 28 kg KG / m2 KOF)
- 1 Kapsel (60 mg Orlistat) 3mal / Tag
- max. Tagesdosis: 3 Kapseln (180 mg Orlistat) / 24 Stunden
- Behandlungsdauer
- max. 6 Monate
- bei nach 12wöchiger Behandlung ausbleibender Gewichtsreduktion, Arzt oder Apotheker aufsuchen; ggf. Behandlungsbeendigung notwendig
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen (keine Daten vorliegend)
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- nur wenige Daten zur Anwendung vorliegend
- keine Dosisanpassung notwendig (nur minimale Resorption von Orlistat)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Wirkung von Orlistat nicht untersucht
- keine Dosisanpassung notwendig (nur minimale Resorption von Orlistat)
- eingeschränkte Leberfunktion
- Wirkung von Orlistat nicht untersucht
- keine Dosisanpassung notwendig (nur minimale Resorption von Orlistat)
Kontraindikationen
Orlistat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Orlistat
- chronisches Malabsorptionssyndrom
- Cholestase
- Stillzeit
- Schwangerschaft
- gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin
- gleichzeitige Behandlung mit Warfarin oder anderen oralen Antikoagulanzien
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Orlistat - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verringerung des Prothrombin (bei Patienten, die gleichzeitig mit Antikoagulanzien und Orlistat behandelt wurden)
- erhöhte INR (bei Patienten, die gleichzeitig mit Antikoagulanzien und Orlistat behandelt wurden)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Influenza
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktischer Schock, Bronchospasmus, Angioödem, Pruritus, Exanthem und Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypoglykämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstgefühl
- Beklemmungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bauchschmerzen/ -beschwerden
- ölige Flecken (am After)
- Flatulenz mit Stuhlabgang
- Stuhldrang
- fettiger/öliger Stuhl
- Flatulenz
- flüssige Stühle
- Abgang öligen Sekrets
- vermehrte Stühle
- weicher Stuhl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unterbauchschmerzen
- Rektumschmerzen/-beschwerden
- Stuhlinkontinenz
- abdominales Spannungsgefühl
- Zahnbeschwerden
- Zahnfleischbeschwerden
- ohne Häufigkeitsangabe
- leichte Rektalblutungen
- Divertikulitis
- Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektion der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion der unteren Atemwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholelithiasis
- Hepatitis (auch schwerwiegende - es wurden einige tödliche Fälle bzw. Fälle, in denen eine Lebertransplantation erforderlich war, berichtet)
- Erhöhung der Transaminasen und der alkalischen Phosphatase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnwegsinfektion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Oxalat-Nephropathie (die zu Nierenversagen führen kann)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bullöses Exanthem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abgeschlagenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Menstruationsbeschwerden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Kapseln unmittelbar vor, während oder bis zu einer Stunde nach jeder Hauptmahlzeit mit Wasser
- bei Auslassen einer Mahlzeit oder wenn eine Mahlzeit kein Fett enthält, auf Orlistat-Dosis verzichten
- Diät und körperliche Betätigung sind wichtige Bestandteile eines Programms zur Gewichtsreduktion
- möglichst bereits vor Behandlungsbeginn mit einer Diät und einem Bewegungsprogramm beginnen
- während Behandlung ernährungsphysiologisch ausgewogene, leicht hypokalorische Kost, deren Kalorienanteil aus ca. 30 % Fett bestehen sollte (z.B. bei einer Diät mit 2.000 kcal / Tag entspricht dies ca. < 67 g Fett), empfohlen
- tägliche Menge an Fett, Kohlenhydraten und Proteinen auf 3 Hauptmahlzeiten verteilen
- Diät- und Bewegungsprogramm nach Beenden der Behandlung weiterführen
Stillzeithinweise
Orlistat - peroral
- in der Stillzeit kontraindiziert
- nicht bekannt, ob Orlistat in die Muttermilch übertritt
Schwangerschaftshinweise
Orlistat - peroral
- in der Schwangerschaft kontraindiziert (Orlistat in der Selbstmedikation)
- bzw. es ist Vorsicht geboten (bei ärztlicher Verordnung)
- keine Daten über die Anwendung von Orlistat in der Schwangerschaft vorliegend
- Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen
- im Falle einer schweren Diarrhoe wird die Anwendung einer zusätzlichen Verhütungsmethode zur Vorbeugung eines möglichen Versagens der oralen Kontrazeption empfohlen
- tierexperimentelle Studien:
- keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung erkennbar
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien:
- keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Fertilität
- tierexperimentelle Studien:
Warnhinweise
Orlistat - peroral
- Ernährungsempfehlung
- Orlistat-Behandlung ist nur in Verbindung mit einer leicht hypokalorischen, fettreduzierten Ernährung indiziert
- Patienten sollten zusätzlich auf eine ausgewogene, leicht hypokalorische Kost achten
- Kalorienanteil aus Fett sollte bis zu 30% betragen (z.B. bei einer Diät mit 2.000 kcal/Tag entspricht dies etwa < 67 g Fett)
- tägliche Aufnahme von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß sollte auf 3 Hauptmahlzeiten verteilt werden
- Diät- und Bewegungsprogramm sollte nach Ende der Orlistat-Behandlung beibehalten
- Gastrointestinale Symptome
- mit Fettanteil der Kost kann sich Wahrscheinlichkeit von gastrointestinalen Nebenwirkungen erhöhen, daher Ernährungsempfehlung beachten
- bei Einnahme von Orlistat mit einer sehr fettreichen Mahlzeit ist die Wahrscheinlichkeit gastrointestinaler Nebenwirkungen erhöht
- Wirkdauer:
- Wirkung von Orlistat führt bereits 24 - 48 Stunden nach Einnahme zu einer erhöhten fäkalen Fettausscheidung
- bei Absetzen der Therapie erreicht der fäkale Fettanteil üblicherweise innerhalb von 48 - 72 Stunden wieder die Werte vor Behandlungsbeginn
- Fettlösliche Vitamine
- Behandlung mit Orlistat kann möglicherweise Absorption von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) beeinträchtigen
- es sollte vor dem Schlafengehen ein Multivitaminpräparat eingenommen werden
- Behandlung mit Orlistat kann möglicherweise Absorption von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) beeinträchtigen
- Kombination mit Arzneimitteln
- Arzneimittel gegen Diabetes mellitus
- Behandlung mit Antidiabetika sollte bei Einnahme von Orlistat engmaschig überwacht werden
- evtl. Anpassung der Dosierung des Antidiabetikums aufgrund verbesserter metabolischer Kontrolle notwendig
- Gewichtsabnahme mit einer Orlistat-Behandlung bei Patienten mit einem Typ-II-Diabetes war in klinischen Studien geringer als bei Nicht-Diabetikern
- Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinspiegel
- Gewichtsreduktion kann mit einer Verbesserung des Blutdruckes und des Cholesterinspiegels verbunden sein
- ggf. kann Dosisanpassung notwendig sein
- Amiodaron
- bei einer begrenzten Anzahl gesunder Freiwilliger, die gleichzeitig Orlistat erhielten, eine geringfügige Abnahme der Amiodaron-Plasmakonzentration beobachtet
- klinische Relevanz der Abnahme dieser Plasmakonzentration weiterhin unbekannt
- bei gleichzeitiger Anwendung von Orlistat zusammen mit Amiodaron vor Therapiebeginn Arzt konsultieren
- bei einer begrenzten Anzahl gesunder Freiwilliger, die gleichzeitig Orlistat erhielten, eine geringfügige Abnahme der Amiodaron-Plasmakonzentration beobachtet
- orale Kontrazeptiva
- in Fällen schwerer Diarrhoe ist Versagen oraler Kontrazeptiva möglich
- zusätzliche schwangerschaftsverhütende Maßnahmen treffen
- in Fällen schwerer Diarrhoe ist Versagen oraler Kontrazeptiva möglich
- Jodsalze/ Levothyroxin
- bei gleichzeitiger Einnahme von Levothyroxin und Orlistat kann es in seltenen Fällen zu Hypothyroidismus und/oder einer verminderten Kontrolle des Hypothyroidismus kommen
- Mechanismus könnte, auch wenn dies nicht erwiesen ist, mit einer verminderten Resorption von Jodsalzen und/oder Levothyroxin zusammenhängen
- Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten vor Therapiebeginn einen Arzt befragen
- Orlistat und Levothyroxin sollten möglicherweise zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden
- eventuell muss die Dosierung von Levothyroxin angepasst werden
- Antiepileptika
- vor Therapiebeginn mit Orlistat einen Arzt befragen
- Orlistat kann eine antikonvulsive Therapie aus dem Gleichgewicht bringen, indem es die Absorption von Antiepileptika verringert, was zu Konvulsionen führen kann
- Patienten sollten mögliche Veränderungen in Häufigkeit und Schweregrad der Konvulsionen überwacht werden
- Orlistat und Antiepileptika sollten ggf. zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingenommen werden, falls Veränderungen auftreten
- anti-retrovirale Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion
- Patienten sollten ihren Arzt befragen, bevor sie Orlistat zusammen mit anti-retroviralen Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV Infektion einnehmen
- Orlistat kann möglicherweise die Absorption dieser Arzneimittel reduzieren und damit einen negativen Effekt auf ihre Wirksamkeit haben
- Ciclosporin
- mit Orlistat 60mg: kontraindiziert
- mit Orlistat 120mg: gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen
- orale Antikoagulantien
- mit Orlistat 60mg: kontraindiziert
- mit Orlistat 120mg: Gerinnungsparameter überwachen
- Arzneimittel gegen Diabetes mellitus
- Rektale Blutungen
- Fälle rektaler Blutungen berichtet
- falls dies eintritt, sollte der Patient einen Arzt konsultieren
- wenn es sich um schwere und/oder persistierende Fälle handelt, müssen die verordnenden Ärzte weitere Untersuchungen vornehmen
- Erkrankungen der Niere
- Patienten mit einer Nierenerkrankung sollten vor Therapiebeginn mit Orlistat einen Arzt befragen, da die Einnahme von Orlistat mit einer Hyperoxalurie und Oxalat-Nephropathie verbunden sein kann, die gelegentlich zu einem Nierenversagen führen
- Risiko ist erhöht in Patienten mit einer zugrundeliegenden chronischen Nierenerkrankung und/oder einem Volumenverlust