Ortoton parenteral 100 mg/ml

Recordati Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Methocarbamol →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 3 ST 28,48 €
N2 9 ST 60,21 €
NotApplicable 1 ST
NotApplicable 9 ST

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • symptomatische Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago)

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle mit 10 ml Injektions- / Infusionslösung enthält 1000 mg Methocarbamol

  • symptomatische Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago)
    • Erwachsene
      • Dosierung und Häufigkeit richtet sich nach Schwere der Erkrankung und Behandlungserfolg
      • mäßige Krämpfe der Skelettmuskulatur
        • 1 Ampulle (10 ml) als Einmalgabe evtl. ausreichend
        • anschließend orale Gabe (Tabletten) zur Aufrechterhaltung der Besserung
      • sehr ernste Fälle oder nach OP (orale Gabe nicht möglich)
        • 2 - 3 Ampullen (20 - 30 ml) / Tag
        • Gesamtdosis max. 90 ml, jeweils 30 ml / Tag (entsprechend 3 Ampullen / Tag) für 3 aufeinander folgendeTage
        • nach 48 Stunden Pause, Wiederholung mit ähnlichem Behandlungszyklus möglich
    • Kinder und Jugendliche
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen

Kontraindikationen

Methocarbamol - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol
  • komatöse oder präkomatöse Zustände
  • Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS)
  • Myasthenia gravis
  • Patienten mit Neigung zu epileptischen Krämpfen

Nebenwirkungen

Methocarbamol - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Appetit vermindert
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Unruhe
      • Angstzustände
      • Verwirrtheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Kopfschmerz
      • Schwindelgefühl
      • metallischer Geschmack
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Synkope
      • Nystagmus
      • Benommenheit
      • Tremor
      • Krampfanfall
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Somnolenz
      • Koordinationsstörung
      • Hypoästhesie, Parästhesie
        • lokalisierte, vorübergehende Empfindungsstörung vorwiegend betreffend den Kopf (z.B. Gesicht, Kopfhaut), die Mundregion (z.B. Lippen, Zunge) oder die Extremitäten (Hände, Finger, Füße)
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Sehverschlechterung
      • Doppeltsehen
  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bradykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hitzewallung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nasenschleimhautschwellung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Brechreiz
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
      • Durchfall
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angioödem
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Fieber
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Müdigkeit
      • durch eine zu hohe Injektionsgeschwindigkeit können gelegentlich Benommenheit, Mattigkeit und leichte Übelkeit auftreten
      • intramuskuläre Injektionen verursachen gelegentlich ein Brennen an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • Injektions- / Infusionslösung
  • i.v. Infusion (empfohlen), i.v. Injektion oder i.m. Injektion
  • i.v. Injektion
    • Injektionslösung kann unverdünnt direkt in die Vene injiziert werden
    • max. Injektionsgeschindigkeit: 3 ml / Min.
    • paravenöse Injektionen unbedingt vermeiden: Gefahr einer Thrombophelbitis
    • während der Injektion und mind. 10 -15 Min. danach sollte der Patient liegen
    • in die Spritze aufgezogenes Blut kann ohne Schaden mit der Injektionslösung wieder injiziert werden
    • weitere Hinweise s. Fachinformation
  • i.v. Infusion
    • Zusatz zu einer sterilen isotonischen Natriumchloridlösung für parenterale Anwendung möglich
    • eine als Einzeldosis zu injizierende Ampulle mit 100 ml (max. 250 ml) isotonischer Natriumchloridlösung verdünnen
    • Infusionsgeschwindigkeit für die verdünnte Lösung: ca. 2 - 4 Tropfen / Sek.
    • Patient sollte während der Infusion und ca. 10 - 15 Min. danach liegen
  • i.m. Injektion
    • max. 1/2 Ampulle (5 ml) in einen Glutealmuskel injizieren
    • nötigenfalls Wiederholung der Injektion in Abständen von 8 Stunden
  • sobald eine ausreichende Muskellockerung erzielt worden ist, kann diese für gewöhnlich mit Filmtabletten aufrechterhalten werden

Stillzeithinweise

Methocarbamol - invasiv
  • Methocarbamol sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • nicht bekannt, ob Methocarbamol und / oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen
  • Methocarbamol und / oder seine Metaboliten werden bei laktierenden Hunden in die Milch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Methocarbamol - invasiv
  • Methocarbamol sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Methocarbamol während der Schwangerschaft
  • keine Daten aus tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung
  • potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • Fertilität
    • keine Daten über den Einfluss von Methocarbamol auf die Humanfertilität vorliegend

Warnhinweise

Methocarbamol - invasiv
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • Methocarbamol sollte mit Vorsicht angewendet werden
  • Beeinflussung von Laboruntersuchungen
    • Methocarbamol kann eine Farbinterferenz bei Laboruntersuchungen auf Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) und Vanillinmandelsäure (VMA) verursachen
  • Verdacht auf oder Bestehen einer Nierenerkrankung
    • betreffende Herstellerinformation ist bzgl. enthaltener Hilfsstoffe und möglicher abweichender Empfehlungen zu beachten