Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 180 ST | 48,02 € |
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Indikation
- bei Erwachsenen zur Behandlung von Hyperphosphatämie in Zusammenhang mit chronischer Niereninsuffizienz bei Dialysepatienten (Hämodialyse, Peritonealdialyse)
Dosierung
- Hyperphosphatämie in Zusammenhang mit chronischer Niereninsuffizienz bei Dialysepatienten
- Erwachsene
- Dosierung abhängig vom Serumphosphatspiegel
- 3 - 10 Filmtabletten (1.305 - 4.350 mg Calciumacetat plus 705 - 2.350 mg schweres Magnesiumcarbonat) / Tag
- initial
- 3 Filmtabletten (1.305 mg Calciumacetat plus 705 mg schweres Magnesiumcarbonat) / Tag
- bei Bedarf Dosiserhöhung
- bis auf max. 12 Filmtabletten ( 5.220 mg Calciumacetat plus 2.820 mg schweres Magnesiumcarbonat) / Tag
- Verteilung der täglichen Dosis je nach Anzahl der Mahlzeiten (gewöhnlich 3 / Tag) über den Tag
- Anwendungsdauer
- für die langfristige Anwendung geeignet
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Anwendung nicht empfohlen
- Erwachsene
Kontraindikationen
Calciumacetat und Magnesiumcarbonat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Calciumacetat oder Magnesiumcarbonat
- Hypophosphatämie
- Hypercalcämie mit oder ohne klinischen Symptomen, z.B. infolge
- einer Vitamin D-Überdosierung
- eines paraneoplastischen Syndroms (Bronchialkarzinom, Brustkrebs, Nierenzellkarzinom, Plasmazytom)
- Knochenmetastasen
- Sarkoidose
- Immobilisierung aufgrund von Osteoporose
- erhöhter Serummagnesiumspiegel von mehr als 2 mmol/l, und/oder Symptome der Hypermagnesämie
- AV-Block III
- Myasthenia gravis
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Calciumacetat und Magnesiumcarbonat - peroral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- weicher Stuhlgang
- gastrointestinale Störungen wie
- Übelkeit
- Anorexia
- Völlegefühl
- Aufstoßen
- Darmträgheit
- Diarrhöe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypercalcämie, entweder asymptomatisch oder symptomatisch
- asymptomatische Hypermagnesiämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- moderate bis stark symptomatische Hypercalcämie
- symptomatische Hypermagnesiämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperkaliämie
- magnesiuminduzierte Störungen der ossären Mineralisation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit
- Tabletten nicht zerdrücken oder kauen
- Einnahme mit etwas Flüssigkeit (Erleichterung des Schluckens der Tabletten)
- keine Einnahme anderer Arzneimittel, deren Wirkung durch die gleichzeitige Einnahme des Phosphatbinders beeinträchtigt wird (siehe Fachinformation) innerhalb eines Zeitraums von 2 Stunden vor und 3 Stunden nach Einnahme des Phosphatbinders
- Weitere Informationen siehe Fachinformation.
Stillzeithinweise
Calciumacetat und Magnesiumcarbonat - peroral
- während der Anwendung wird das Stillen nicht empfohlen
- Calciumacetat und Magnesiumcarbonat werden in die Muttermilch in solchen Mengen ausgeschieden, dass Auswirkungenauf das gestillte Neugeborene/Kind wahrscheinlich sind
Schwangerschaftshinweise
Calciumacetat und Magnesiumcarbonat - peroral
- darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Calciumacetat und Magnesiumcarbonat aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Calciumacetat und Magnesiumcarbonat - peroral
- vor der Anwendung von Phosphatbindern sollte mit dem Patienten eine Ernährungsberatung bezüglich der Phosphataufnahme durchgeführt werden
- die Anwendung ist auch von der Art der Dialysebehandlung des Patienten abhängig
- besondere Vorsicht bei der Anwendung erforderlich (nur in Zusammenhang mit der kontinuierlichen Überwachung des Serumcalcium-, Magnesium- und Phosphatspiegels) im Falle von schwerer Hyperphosphatämie mit einem Calcium-Phosphat-Produkt mit mehr als 5,3 mmol2/l2 bei
- Behandlungsresistenz
- resistenter Hyperkaliämie
- klinisch relevanter Bradykardie oder AV-Block II mit Bradykardie
- kontinuierliche Überwachung der Serumphosphat-, Magnesium- und Calcium- und Calcium- Phosphat-Produkt-Werte sollte durchgeführt werden
- insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-D-Präparaten und Thiaziddiuretika
- Magnesiumüberdosierung
- hohe Dosen und die langfristige Anwendung können zu einer Magnesiumüberdosierung (Hypermagnesämie) führen
- Magnesiumüberdosierung ist in den meisten Fällen asymptomatisch, aber in manchen Fällen kann eine systemische Wirkung auftreten
- Akkumulation von Calcium und Magnesium im Körper
- um eine Anhäufung von Calcium und Magnesium im Körper zu vermeiden, sollten Patienten darauf hingewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, bevor sie Mittel zur Neutralisierung überschüssiger Magensäure (Antazida) einnehmen
- chronische Niereninsuffizienz
- bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz kann das Präparat zu hypercalcämischen Episoden führen, besonders in Kombination mit der Verabreichung von Vitamin-D-Metaboliten
- Patienten sollten auf die möglichen Symptome einer Hypercalcämie hingewiesen werden
- während einer langfristigen Behandlung muss auf den Verlauf oder das Auftreten von vaskulären und Weichteilkalzifikationen geachtet werden
- Risiko wird durch ein Absenken des Calcium-Phosphat-Gehalts auf < 4,5 mmol2/l2 vermindert
- Patienten, denen Digitalisglykoside verabreicht werden
- Calciumacetat/Magnesiumcarbonat sollte diesen Patienten nur unter EKG-Kontrolle und Überwachung des Serumcalciumspiegels verabreicht werden
- Verstopfung
- erhöhte Einnahme von Calciumsalzen kann Ablagerungen von Fett- und Gallensäuren in Form von Calciumseife zur Folge haben, was zu Verstopfung führen kann
- Durchfall
- bei Durchfall sollte die Calciumacetat/Magnesiumcarbonat - Dosis reduziert werden
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen
- aus diesem Grund wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen