Otezla 30 mg

kohlpharma GmbH
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Wirkstoff: Apremilast →

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Psoriasis-Arthritis
    • Monotherapie oder in Kombination mit krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs) zur Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis (PsA) bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene DMARD-Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben
  • Psoriasis
    • Behandlung der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-Psoriasis bei erwachsenen Patienten, die auf eine andere systemische Therapie, wie Ciclosporin oder Methotrexat oder Psoralen in Kombination mit UVA-Licht (PUVA), nicht angesprochen haben oder bei denen eine solche Therapie kontraindiziert ist oder die diese nicht vertragen haben
  • Behçet-Syndrom
    • Behandlung von erwachsenen Patienten mit oralen Aphthen, die mit dem Behçet-Syndrom (BS) assoziiert sind und für die eine systemische Therapie infrage kommt

Kinder und Jugendliche

  • Psoriasis
    • Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg, für die eine systemische Therapie infrage kommt

Dosierung

  • aktive Psoriasis-Arthritis; mittelschwere bis schwere chronische Plaque-Psoriasis; Behçet-Syndrom
    • Erwachsene
      • Einleitung der Behandlung von Spezialisten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der Psoriasis, der Psoriasis-Arthritis oder des Behçet-Syndroms
      • 30 mg Apremilast 2mal / Tag, morgens und abends im Abstand von etwa 12 h
      • initiales Titrationsschema:
        • Tag 1
          • 10 mg morgens
        • Tag 2
          • 10 mg morgens
          • 10 mg abends
        • Tag 3
          • 10 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 4
          • 20 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 5
          • 20 mg morgens
          • 30 mg abends
        • ab Tag 6
          • 30 mg morgens
          • 30 mg abends
      • nach initialer Titration keine erneute Titration erforderlich
      • Vorgehen bei vergessener Dosis
        • Dosis sobald wie möglich nachholen
        • wenn es beinahe Zeit für die nächste Dosis ist: vergessene Dosis auslassen, nächste Dosis zur üblichen Zeit
      • Behandlungsdauer
        • PsA und PSOR
          • größte Verbesserung innerhalb der ersten 24 Wochen der Behandlung (in zulassungsrelevanten Studien)
          • kein erkennbarer therapeutischer Nutzen nach 24 Wochen: Überdenken der Behandlung
        • BS
          • größte Verbesserung innerhalb der ersten 12 Wochen der Behandlung (in zulassungsrelevanten Studien)
          • kein erkennbarer therapeutischer Nutzen nach 12 Wochen: Überdenken der Behandlung
        • regelmäßige Beurteilung des Ansprechens des Patienten auf die Behandlung
  • Kinder und Jugendliche (>/= 6 Jahre, >/= 20 kg KG) mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
    • empfohlene Dosis von Apremilast basiert auf dem Körpergewicht
    • 20 kg - < 50 kg KG
      • 20 mg Apremilast 2mal / Tag, morgens und abends im Abstand von etwa 12 h
      • initiales Titrationsschema:
        • Tag 1
          • 10 mg morgens
        • Tag 2
          • 10 mg morgens
          • 10 mg abends
        • Tag 3
          • 10 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 4
          • 20 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 5
          • 20 mg morgens
          • 20 mg abends
        • ab Tag 6
          • 20 mg morgens
          • 20 mg abends
      • nach initialer Titration keine erneute Titration erforderlich
    • >/= 50 kg KG
      • 30 mg Apremilast 2mal / Tag, morgens und abends im Abstand von etwa 12 h
      • initiales Titrationsschema:
        • Tag 1
          • 10 mg morgens
        • Tag 2
          • 10 mg morgens
          • 10 mg abends
        • Tag 3
          • 10 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 4
          • 20 mg morgens
          • 20 mg abends
        • Tag 5
          • 20 mg morgens
          • 30 mg abends
        • ab Tag 6
          • 30 mg morgens
          • 30 mg abends
      • nach initialer Titration keine erneute Titration erforderlich
    • Vorgehen bei vergessener Dosis
      • Dosis sobald wie möglich nachholen
      • wenn es beinahe Zeit für die nächste Dosis ist: vergessene Dosis auslassen, nächste Dosis zur üblichen Zeit
    • Behandlungsdauer
      • größte Verbesserung innerhalb der ersten 24 Wochen der Behandlung (in zulassungsrelevanten Studien)
      • kein erkennbarer therapeutischer Nutzen nach 24 Wochen: Überdenken der Behandlung
      • regelmäßige Beurteilung des Ansprechens des Patienten auf die Behandlung

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht und mäßig: keine Dosisanpassung erforderlich
    • stark (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min., geschätzt nach der Cockroft-Gault-Formel)
      • Dosisreduktion auf 30 mg 1mal / Tag
      • initiale Dosistitration:
        • Tag 1 - 3: 10 mg 1mal / Tag, morgens
        • Tag 4 - 5: 20 mg 1mal / Tag, morgens
        • ab Tag 6: 30 mg 1mal / Tag, morgens
    • Kinder und Jugendliche (>/= 6 Jahre, >/= 20 kg KG) mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
      • leicht und mäßig: keine Dosisanpassung erforderlich
      • stark (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min., geschätzt nach der Cockroft-Gault-Formel)
        • 20 kg - < 50 kg KG
          • Dosisreduktion auf 20 mg 1mal / Tag
          • initiale Dosistitration:
            • Tag 1 - 3: 10 mg 1mal / Tag, morgens
            • Tag 4 - 6: 20 mg 1mal / Tag, morgens
        • >/= 50 kg KG
          • Dosisreduktion auf 30 mg 1mal / Tag
          • initiale Dosistitration:
            • Tag 1 - 3: 10 mg 1mal / Tag, morgens
            • Tag 4 - 5: 20 mg 1mal / Tag, morgens
            • ab Tag 6: 30 mg 1mal / Tag, morgens
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche (0 - 17 Jahre), Kinder und Jugendliche (< 6 Jahre oder < 20 kg KG) mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)

Kontraindikationen

Apremilast - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Apremilast
  • Schwangerschaft

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Apremilast - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege (bei Psoriasis-Arthritis und Psoriasis als häufig berichtet)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bronchitis
      • Nasopharyngitis (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderter Appetit (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit
      • Depression
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Suizidgedanken und suizidales Verhalten
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerz (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben) (bei Psoriasis-Arthritis und Psoriasis als häufig berichtet)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Migräne (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
      • Spannungskopfschmerz (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
      • Übelkeit (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
      • Dyspepsie
      • häufiger Stuhlgang
      • Oberbauchschmerzen (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
      • gastroösophageale Refluxkrankheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Blutungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rückenschmerzen (in mindestens einem Fall als schwerwiegend angegeben)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatigue
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewichtsverlust

Besondere Patientengruppen

  • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • möglicherweise erhöhtes Risiko von Komplikationen durch schwere Diarrhoe, Übelkeit oder Erbrechen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Sicherheit von Apremilast bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • in den klinischen Studien war das bei Patienten mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion beobachtete Sicherheitsprofil vergleichbar mit dem von Patienten mit normaler Nierenfunktion
    • in den klinischen Studien Sicherheit von Apremilast bei Patienten mit mäßig oder stark eingeschränkter Nierenfunktion nicht evaluiert
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit von Apremilast wurde im Rahmen einer 52-wöchigen klinischen Prüfung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (SPROUT-Studie) beurteilt
    • das im Rahmen der Studie beobachtete Sicherheitsprofil von Apremilast entsprach dem Sicherheitsprofil, das zuvor bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis nachgewiesen wurde

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Filmtabletten im Ganzen, unabhängig von einer Mahlzeit

Stillzeithinweise

Apremilast - peroral
  • sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • Apremilast wurde in der Milch laktierender Mäuse nachgewiesen
  • nicht bekannt, ob Apremilast oder dessen Metabolite in die Muttermilch übergehen
    • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Apremilast - peroral
  • während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen zur Anwendung während der Schwangerschaft vorliegend
  • Ergebnisse aus Tierstudien zur Anwendung während der Trächtigkeit - jedoch in höheren als derzeit beim Menschen empfohlenen höchsten Dosen
    • embryofetale Verluste (Mäuse und Affen)
    • vermindertes fetales Gewicht (Mäuse)
    • verzögerte Ossifikation (Mäuse)
  • in Tierstudien mit Dosen, die dem 1,3-fachen der empfohlenen Dosis entsprachen, wurden keine derartigen Auswirkungen beobachtet
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • vor Beginn der Behandlung mit Apremilast Schwangerschaft ausschließen
    • zuverlässige Verhütungsmethode während der Behandlung zur Verhinderung einer Schwangerschaft
  • Fertilität
    • beim Menschen liegen keine Daten zur Fertilität vor
    • tierexperimentelle Studien
      • keine unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität beobachtet
        • beim 3-fachen der klinischen Exposition (50 mg/kg/Tag) bei männlichen Mäusen
        • beim 1-fachen der klinischen Exposition (10 mg/kg/Tag) bei weiblichen Mäusen

Warnhinweise

Apremilast - peroral
  • die Behandlung sollte von Spezialisten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der Psoriasis bzw. der Psoriasis-Arthritis eingeleitet werden
  • Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen
    • Berichte über schwere Fälle von Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit der Anwendung von Apremilast vorliegend (Post-Marketing)
    • Auftreten meist innerhalb der ersten Behandlungswochen
    • in manchen Fällen Hospitalisation erforderlich
    • bei Patienten ab 65 Jahren besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Komplikationen
    • wenn Patienten eine schwere Form von Diarrhoe, Übelkeit oder Erbrechen entwickeln, kann ein Absetzen der Behandlung mit Apremilast erforderlich sein
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Apremilast ist mit einem erhöhten Risiko für psychiatrische Erkrankungen, wie Schlaflosigkeit und Depression, assoziiert
    • Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten, einschließlich Suizid bei Patienten mit oder ohne Depression in der Anamnese beobachtet
    • Risiken und Nutzen der Aufnahme oder des Fortsetzens der Behandlung mit Apremilast sorgfältig abwägen, wenn
      • Patienten über frühere oder bestehende psychiatrische Symptome berichten oder
      • Begleitbehandlung mit anderen Arzneimitteln, die wahrscheinlich psychiatrische Ereignisse verursachen, beabsichtigt wird
    • Patienten und Pflegekräfte sollten angewiesen werden, den verschreibenden Arzt über jegliche Verhaltens- oder Stimmungsänderungen oder Suizidgedanken zu informieren
    • Behandlungsabbruch mit Apremilast empfohlen
      • wenn bei Patienten neue psychiatrische Symptome oder eine Verschlechterung bestehender Symptome auftreten oder Suizidgedanken oder ein Suizidversuch festgestellt werden
  • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion
    • bei erwachsenen Patienten
      • Dosis auf 30 mg Apremilast 1mal / Tag reduzieren
    • bei Kindern und Jugendlichen >= 6 Jahre und einem Körpergewicht von >= 50 kg
      • Dosis auf 30 mg Apremilast 1mal / Tag reduzieren
    • bei Kindern und Jugendlichen >= 6 Jahre und einem Körpergewicht von >= 20 kg aber < 50 kg
      • Dosis auf 20 mg Apremilast 1mal / Tag reduzieren
  • untergewichtige Patienten
    • zu Beginn der Behandlung Körpergewicht regelmäßig kontrollieren
      • auch bei Kindern und Jugendlichen, deren Body-Mass-Index zu Beginn der Behandlung grenzwertig bis niedrig ist
    • ungeklärten und klinisch relevanten Gewichtsverlust ärztlich abklären, ggf. Absetzen der Behandlung erwägen