Oxybutynin STADA 5mg Tabletten

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Oxybutynin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ST 13,78 €
N2 50 ST 15,57 €
N3 100 ST 20,16 €

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Fachinformationen

Indikation

  • symptomatische Behandlung einer Detrusorhyperaktivität (idiopathische und neurogene Detrusorhyperaktivität) mit den Symptomen
    • imperativer Harndrang
    • Pollakisurie
    • Harninkontinenz

Kinder und Jugendliche > 5 Jahre

  • Harninkontinenz, imperativem Harndrang und Pollakisurie bei Blaseninstabilität, hervorgerufen durch idiopathische oder neurogene Detrusorüberaktivität
  • nächtlicher Enuresis bei Detrusorüberaktivität, in Verbindung mit nicht medikamentöser Behandlung, sofern andere Maßnahmen versagt haben

Dosierung

  • symptomatische Behandlung einer Detrusorhyperaktivität (idiopathische und neurogene Detrusorhyperaktivität); bei Kinder > 5 Jahren bei Harninkontinenz, imperativem Harndrang, Pollakisurie bei Blaseninstabilität, nächtlicher Enuresis bei Detrusorüberaktivität
    • indivduelle möglichst niedrigste Dosierung nach Schweregrad der Erkrankung und klin. Ansprechen des Patienten
    • Erwachsene
      • initial: 2,5 mg Oxybutynin 3mal / Tag
      • anschließend: 5 mg Oxybutynin 2 - 3mal / Tag
      • max. Dosis: 5 mg Oxybutynin 4mal / Tag
    • ältere Patienten
      • initial: 2,5 mg Oxybutynin 2mal / Tag
      • meist 5 mg Oxybutynin 2mal / Tag ausreichend (bes. bei geschwächtem Allgemeinzustand)
      • Eliminationshalbwertszeit kann verlängert werden
    • Kinder und Jugendliche
      • initial: 2,5 mg Oxybutynin 2mal / Tag
      • max. Körpergewicht orientierte Dosis (0,3 - 0,4 mg/kg Körpergewicht/Tag)
        • 5 - 9 Jahre: 2,5 mg Oxybutynin 3mal / Tag
        • 9 - 12 Jahre: 5 mg Oxybutynin 2mal / Tag
        • >/= 12 Jahre (> 38 kg): 5 mg Oxybutynin 3mal / Tag
      • max. Dosis: 5 mg Oxybutynin 3mal / Tag
    • Behandlungsdauer: entscheidet der Arzt

Kontraindikationen

Oxybutynin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Oxybutynin
  • Engwinkelglaukom oder andere Beschwerden bei vermindertem Kammerwasserabfluss (z.B. der kleinen Vorkammer)
  • Verengung oder Verschluss der ableitenden Harnwege (z.B. bei Prostatahyperplasie, Harnröhrenstriktur)
  • Blasenauslassobstruktion, die eine Harnretention auslösen kann
  • Stenosen im Bereich des MagenMagen-Darm-Trakts
  • intestinale Atonie
  • paralytischer Ileus
  • schwere Colitis ulcerosa
  • schwere Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon)
  • Myasthenia gravis
  • Kinder < 5 Jahre
  • Schwangerschaft (1. Trimenon)
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Oxybutynin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnwegsinfekte
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verwirrtheitszustände
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Halluzinationen
      • Orientierungslosigkeit
      • Erregung
      • Angstzustände
      • Teilnahmslosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konzentrationsschwäche
      • Verhaltensauffälligkeiten
      • Verfolgungswahn (Paranoia)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Albträume
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Symptome einer Depression
      • kognitive Störungen (bei älteren Patienten)
      • Abhängigkeit (bei Patienten mit Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch in der Anamnese)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Benommenheit
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel (Vertigo)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit (Fatigue)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Krämpfe
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • kognitive Einschränkungen
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pupillenerweiterung (Mydriasis)
      • trockene Augen
      • Verschwommensehen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lichtempfindlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • (Engwinkel-)Glaukom
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • erhöhter Augeninnendruck
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arrhythmien
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hitzegefühl
      • Flush
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit
      • Obstipation
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Beschwerden, Abdominalschmerzen
      • Dyspepsie
      • Diarrhö
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verminderter Appetit
      • Anorexie
      • Dysphagie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sodbrennen
      • Refluxösophagitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastroösophageale Refluxkrankheit
      • Pseudoobstruktion bei Risikopatienten (ältere Patienten oder Patienten mit Obstipation und Patienten, die mit anderen Arzneimitteln, die die intestinale Motilität herabsetzen, behandelt werden)
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hauttrockenheit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hautrötung
      • Erröten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • allergische Hautreaktionen (Erythem, Urtikaria)
      • Photosensibilität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypohidrosis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Miktionsbeschwerden
      • Harnverhalten
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Impotenz
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hitzschlag

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser)

Stillzeithinweise

Oxybutynin - peroral
  • Oxybutynin darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden
  • Oxybutynin geht in kleinen Anteilen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Oxybutynin - peroral
  • kontraindiziert im 1. Trimenon der Schwangerschaft
  • 2. und 3. Trimenon: Oxybutynin darf nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
  • keine Erfahrungen für die Anwendung von Oxybutynin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Studien am Tier während des Reproduktionsprozesses ergaben toxische Effekte auf die Nachkommen
    • Missbildungen beobachtet
    • bezüglich der Wirkungen auf die Schwangerschaft, die embryonale/fötale Entwicklung, die Geburt und die postnatale Entwicklung sind die tierexperimentellen Studien nicht ausreichend
  • potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Oxybutynin - peroral
  • Oxybutynin sollte nicht zur Behandlung der Stressinkontinenz angewendet werden
  • Pollakisurie oder Nykturie infolge Herz- oder Nierenfunktionsstörungen
    • sollten vor Therapiebeginn ausgeschlossen werden
  • Vorsicht bei
    • Patienten mit autonomer Neuropathie (z.B. Parkinson-Krankheit) oder bei anderen zentralnervösen Krankheiten, die mit kognitiven Einschränkungen einhergehen
      • da psychiatrische und zentralnervöse Nebenwirkungen leichter ausgelöst werden
      • niedrigere Dosierung könnte notwendig werden
    • schweren gastrointestinalen Motilitätsstörungen
    • Patienten mit Pollakisurie oder Nykturie infolge Herz- oder Niereninsuffizienz
    • Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion, insbesondere bei schwerer Funktionseinschränkung
      • zu diesen Patienten keine Pharmakokinetik-Daten vorliegend
      • Reduzierung der Dosis könnte notwendig werden
    • Patienten, die eine Hiatushernie / gastroösophageale Refluxkrankheit oder Refluxösophagitis oder andere schwere Magen-Darm-Erkrankungen aufweisen und / oder gleichzeitig Arzneimittel (z.B. Bisphosphonate) einnehmen, die eine Ösophagitis verursachen oder verschlimmern können
    • geschwächten Patienten
    • älteren Patienten
    • Kindern
  • Erkrankungen deren Symptome durch Oxybutynin verstärkt werden können:
    • Hyperthyreose
    • Herzinsuffizienz
    • koronare Herzkrankheit
    • Arrhythmie
    • Tachykardie
    • Hypertonie
    • kognitive Störungen
    • Symptome von Prostatahyperplasie
    • bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen, z.B.
      • Hiatushernie
      • gastroösophagealer Refluxkrankheit
      • Refluxösophagitis
    • Fieber oder hohen Umgebungstemperaturen
      • da reduziertes Schwitzen (eine Nebenwirkung von Oxybutynin) einen Hitzschlag verursachen kann
  • Berichte über anticholinerge Wirkungen auf das Zentralnervensystem
    • z.B. Halluzinationen, Agitiertheit, Verwirrtheit, Somnolenz
    • ärztliche Überwachung empfohlen insbesondere
      • während der ersten Monate nach Behandlungsbeginn
      • nach Dosiserhöhung
    • beim Aufreten solcher Wirkungen
      • Abbruch der Behandlung
      • oder Dosisreduktion in Betracht ziehen
  • Gastrointestinaltrakt
    • Anticholinergika können die gastrointestinale Motilität herabsetzen und sollten daher bei Patienten mit obstruktiven Erkrankungen des MagenMagen-Darm-Trakts, intestinaler Atonie und ulzerativer Colitis mit Vorsicht angewendet werden
  • Infektionen
    • wenn während der Therapie eine Infektion des Urogenitalsystems auftritt, muss diese entsprechend behandelt werden
    • Einschränkung oder Aufhebung der Speichelsekretion
      • der langfristige Gebrauch kann die Entwicklung von Karies, Zahnfleischerkrankungen, einer Hefepilzinfektion der Mundhöhle wegen der Einschränkung oder Aufhebung der Speichelsekretion begünstigen
  • Glaukom
    • da Oxybutynin ein Engwinkelglaukom auslösen kann, sollte während der Behandlung in regelmäßigen Abständen das Sehvermögen und der Augeninnendruck kontrolliert werden
    • Patienten sollten angehalten werden bei Verlust der Sehschärfe oder Schmerzen am Auge umgehend einen Arzt aufzusuchen
  • Kinder und Jugendliche
    • < 5 Jahre:
      • Anwendung nicht empfohlen, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen sind
    • >= 5 Jahre:
      • Anwendung mit Vorsicht, weil diese gegenüber den Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können
        • gilt besonders für die zentralnervösen und psychiatrischen Nebenwirkungen
    • nur begrenzte Daten, die die Wirksamkeit von Oxybutynin bei Kindern mit monosymptomatischer Enuresis nocturna, die nicht durch eine Detrusorüberaktivität bedingt ist, bestätigen
    • bei Kindern können niedrigere Dosierungen erforderlich sein
  • ältere Menschen
    • Anwendung mit Vorsicht
      • da das Risiko einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten besteht
      • weil ältere Menschen gegenüber den Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können
    • bei älteren Menschen sind die Plasmaspiegel in der Regel höher
      • niedrigere Dosierungen können erforderlich sein