Oxycodon-HCl - 1 A Pharma akut 20 mg Hartkapseln
1 A Pharma GmbH
Wirkstoff: Oxycodon →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 64,99 € |
| N2 | 50 ST | 135,33 € |
| N3 | 100 ST | 269,58 € |
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Indikation
- Starke Schmerzen, die nur mit Opioidanalgetika ausreichend behandelt werden können.
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahre angewendet.
Dosierung
- Einige Patienten, die ein retardiertes Oxycodon-Präparat nach einem festen Zeitschema erhalten, benötigen schnellfreisetzende Analgetika als Bedarfsmedikation zur Beherrschung von Durchbruchschmerzen. Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut ist für die Behandlung dieser Durchbruchschmerzen vorgesehen.
- Für die Dosiseinstellung und zur Behandlung von Durchbruchschmerzen („Bedarfsmedikation") stehen Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut 5 mg, 10 mg und 20 mg Hartkapseln zur Verfügung.
- Die Dosierung soll an die Schmerzintensität und an die individuelle Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden. Im Allgemeinen sollte die geringste analgetisch wirksame Dosis ausgewählt werden.
- Patienten, die bereits Opioide erhalten haben, können eine Therapie unter Berücksichtigung ihrer Opioid-Erfahrungen bereits mit höheren Dosierungen beginnen.
- Eine schrittweise und rechtzeitige Erhöhung der Dosis kann notwendig werden, wenn die Schmerzlinderung unzureichend ist oder die Schmerzstärke zunimmt.
- Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende allgemeine Dosierungsempfehlungen:
- Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahre)
- Dosiseinstellung
- Die übliche Anfangsdosis für Opioid-naive Patienten beträgt 5 mg Oxycodonhydrochlorid alle 6 Stunden.
- Die Dosis sollte sorgfältig, falls notwendig täglich, bis zum Erreichen einer ausreichenden Schmerzlinderung titriert werden. Dabei kann das Dosierungsintervall von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut bei Bedarf auf einen 4-stündigen Abstand verringert werden. Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut sollte aber insgesamt nicht häufiger als 6-mal täglich eingenommen werden.
- Wenn die individuell analgetisch ausreichende Dosierung erreicht ist, sollte die tägliche Basismedikation auf eine 2-mal tägliche Dosierung mit einer retardierten Darreichungsform von Oxycodon umgestellt werden.
- Behandlung von Durchbruchschmerzen
- Die Einzeldosis der Bedarfsmedikation ist individuell zu ermitteln. Für die Höhe der Bedarfsmedikation kann orientierend von 1/6 der Tagesdosis von dem retardierten Oxycodon-Präparat ausgegangen werden.
- Wird eine Bedarfsmedikation häufiger als 2-mal pro Tag benötigt, ist dies ein Anzeichen dafür, dass eine Dosiserhöhung von einem retardierten Oxycodon-Präparat („Basismedikation") erforderlich ist. Das Ziel ist eine patientenspezifische Dosierung, die bei 2-mal täglicher Gabe von einem retardierten Oxycodon-Präparat eine adäquate Analgesie mit tolerierbaren Nebenwirkungen und so wenig wie möglich Bedarfsmedikation so lange ermöglicht, wie eine Schmerztherapie notwendig ist.
- Dosiseinstellung
- Kinder unter 12 Jahren
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut wird nicht empfohlen bei Kindern unter 12 Jahren aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit.
- Ältere Patienten
- Bei älteren Patienten ohne klinisch manifeste Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung in der Regel nicht erforderlich.
- Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- Der Therapiebeginn sollte bei diesen Patienten einem konservativen Ansatz folgen. Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene sollte um 50% reduziert werden und jeder Patient sollte entsprechend seiner klinischen Situation bis zu einer ausreichenden Schmerzkontrolle titriert werden. Daher kann es sein, dass die niedrigste in dieser Fachinformation empfohlene Dosierung von 5 mg Oxycodonhydrochlorid alle 6 Stunden nicht als Anfangsdosis geeignet ist.
- Andere Risikopatienten
- Bei Patienten mit geringem Körpergewicht oder langsamer Metabolisierung von Arzneimitteln, die Opioid-naiv sind, ist die empfohlene Anfangsdosis auf die Hälfte der normalerweise empfohlenen Anfangsdosis für Erwachsene zu reduzieren.
- Daher kann es sein, dass die niedrigste in dieser Fachinformation empfohlene Dosierung von 5 mg Oxycodonhydrochlorid alle 6 Stunden nicht als Anfangsdosis geeignet ist.
- Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahre)
- Behandlungsziele und Beendigung der Behandlung
- Vor Beginn der Behandlung mit Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut sollte eine Behandlungsstrategie, wie z. B. die Behandlungsdauer und die Behandlungsziele sowie ein Plan für das Behandlungsende gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zum Schmerzmanagement vereinbart werden. Während der Behandlung sollte ein häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient stattfinden, um die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen. Wenn ein Patient die Behandlung mit Oxycodon nicht mehr benötigt, kann es ratsam sein, die Dosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten von Entzugserscheinungen zu vermeiden. Bei fehlender adäquater Schmerzkontrolle sollte die Möglichkeit einer Hyperalgesie, einer Toleranz und einer Progression der zugrundeliegenden Erkrankung in Erwägung gezogen werden.
- Dauer der Anwendung
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut sollte nicht länger als unbedingt notwendig eingenommen werden. Nach bzw. während einer Dosiseinstellung sollte so früh wie möglich die 2-mal tägliche Gabe mit einem retardierten Oxycodon-Präparat erfolgen.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- schwere Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie
- schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- Cor pulmonale
- schweres Bronchialasthma
- paralytischer Ileus
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften kann Oxycodon Atemdepression, Miosis, Krämpfe der Bronchialmuskeln und Krämpfe der glatten Muskulatur hervorrufen, sowie den Hustenreflex dämpfen.
- Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Übelkeit (vor allem zu Beginn der Therapie) und Obstipation.
- Eine Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung und tritt am ehesten bei älteren und geschwächten Patienten auf.
- Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Selten: Herpes simplex
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Selten: Lymphadenopathie
- Erkrankungen des Immunsystems
- Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen
- Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktionen
- Endokrine Erkrankungen
- Gelegentlich: Syndrom der unangemessenen ADH-Sekretion
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufig: Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
- Gelegentlich: Dehydratation
- Selten: Appetitsteigerung
- Psychiatrische Erkrankungen
- Häufig: Angst, Verwirrtheitszustände, Depressionen, verminderte Aktivität, Unruhe, psychomotorische Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit, Denkstörungen
- Gelegentlich: Agitiertheit, Affektlabilität, euphorische Stimmung, Wahrnehmungsstörungen (z. B. Halluzinationen, Derealisation), verminderte Libido, Arzneimittelabhängigkeit
- Nicht bekannt: Aggressionen
- Erkrankungen des Nervensystems
- Sehr häufig: Somnolenz, Sedierung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
- Häufig: Tremor, Lethargie
- Gelegentlich: Amnesie, Konvulsionen (insbesondere bei Personen mit Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen), Konzentrationsstörungen, Migräne, sowohl erhöhter als auch erniedrigter Muskeltonus, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Hypästhesie, Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Synkope, Parästhesien, Geschmacksstörungen
- Nicht bekannt: Hyperalgesie
- Augenerkrankungen
- Gelegentlich: Störungen der Tränensekretion, Sehstörungen, Miosis
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Gelegentlich: Hörstörungen, Vertigo
- Herzerkrankungen
- Gelegentlich: Tachykardie, Palpitationen (als Symptom eines Entzugssyndroms)
- Gefäßerkrankungen
- Gelegentlich: Vasodilatation
- Selten: erniedrigter Blutdruck, Orthostasesyndrom
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Häufig: Bronchospasmus, Dyspnoe
- Gelegentlich: Atemdepression, Dysphonie, Husten, Pharyngitis, Rhinitis
- Nicht bekannt: Zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Sehr häufig: Obstipation, Erbrechen, Übelkeit
- Häufig: Abdominalschmerzen, Diarrhö, Mundtrockenheit, Schluckauf, Dyspepsie
- Gelegentlich: Mundulzerationen, Stomatitis, Dysphagie, Gingivitis, Flatulenz, Aufstoßen, Ileus
- Selten: Meläna, Zahnerkrankungen, Zahnfleischbluten
- Nicht bekannt: Karies
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Gelegentlich: Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- Nicht bekannt: Cholestase, Gallenkolik, Funktionsstörung des Sphinkter Oddi
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Sehr häufig: Pruritus
- Häufig: Hautreaktionen/Hautausschlag, Hyperhidrosis
- Gelegentlich: trockene Haut
- Selten: Urtikaria, Lichtempfindlichkeitsreaktionen
- Sehr selten: Exfoliative Dermatitis
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Selten: Muskelspasmen
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Häufig: Dysurie, Harndrang
- Gelegentlich: Harnretention
- Selten: Hämaturie
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Gelegentlich: Erektionsstörungen, Hypogonadismus
- Nicht bekannt: Amenorrhö
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufig: Asthenie, Ermüdung
- Gelegentlich: Schüttelfrost, Arzneimittelentzugssyndrom, Schmerzen (z. B. Brustkorbschmerzen), Unwohlsein, Ödeme, periphere Ödeme, Toleranzentwicklung, Durst
- Selten: Gewichtszu- oder -abnahme, Cellulitis
- Nicht bekannt: Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- Gelegentlich: Verletzungen durch Unfälle
- Arzneimittelabhängigkeit
- Die wiederholte Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann, selbst in therapeutischen Dosen, zu einer Arzneimittelabhängigkeit führen. Das Risiko für eine Arzneimittelabhängigkeit kann je nach individuellen Risikofaktoren des Patienten, Dosierung und Dauer der Opioidbehandlung variieren.
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen.
- Bei Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut zur Dosiseinstellung sollte die Einnahme nach einem festen Zeitschema (z. B. alle 6 Stunden) erfolgen.
- Bei Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut zur Behandlung von Durchbruchschmerzen sollte die Einnahme nach Bedarf erfolgen.
- Die Hartkapseln können entweder zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut soll nicht mit einem alkoholhaltigen Getränk eingenommen werden.
Stillzeithinweise
- Die Anwendung dieses Arzneimittels sollte bei schwangeren und stillenden Patientinnen so weit wie möglich vermieden werden.
- Oxycodon kann in die Muttermilch sezerniert werden und beim gestillten Kind eine Sedierung und eine Atemdepression hervorrufen. Oxycodon sollte deshalb nicht bei stillenden Müttern angewendet werden.
Schwangerschaftshinweise
- Die Anwendung dieses Arzneimittels sollte bei schwangeren und stillenden Patientinnen so weit wie möglich vermieden werden.
- Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Oxycodon bei Schwangeren vor. Neugeborene von Müttern, die in den letzten 3 bis 4 Wochen vor der Geburt Opioide erhalten haben, sollten hinsichtlich einer Atemdepression überwacht werden. Bei Neugeborenen von Müttern, die mit Oxycodon behandelt werden, können Entzugserscheinungen beobachtet werden.
- Fertilität
- Es liegen keine ausreichenden Daten der Wirkung von Oxycodon in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität beim Menschen vor. Studien an Ratten haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung von Oxycodon bei:
- älteren oder geschwächten Patienten
- einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion
- Schlafapnoe-Syndrom
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln (siehe unten)
- Therapie mit MAO-Hemmern (MAO-Hemmer, siehe unten)
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen (siehe unten)
- psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch (siehe unten)
- Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
- Hypotonie
- Hypovolämie
- Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen
- Pankreatitis
- obstruktiven und entzündlichen Darmerkrankungen
- einer Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunktion
- Myxödem
- Hypothyreose
- Addisonscher Krankheit
- Prostatahypertrophie
- Alkoholismus
- Intoxikationspsychose
- Delirium tremens, bekannter Opioidabhängigkeit
- Obstipation
- Erkrankung der Gallenwege
- Bei Auftreten von oder Verdacht auf paralytischen Ileus sollte Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut unverzüglich abgesetzt werden.
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Oxycodon kann Funktionsstörungen und Spasmen des Sphinkter Oddi verursachen, wodurch das Risiko für biliäre Störungen und Pankreatitis steigt. Daher muss Oxycodon bei Patienten mit Pankreatitis und Erkrankungen der Gallenwege mit Vorsicht angewendet werden.
- Atemdepression
- Eine Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung.
- Schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen. Die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher. Opioide können auch eine Verschlimmerung einer bereits bestehenden Schlafapnoe verursachen. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden.
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandten Arzneimitteln
- Die gleichzeitige Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt.
- Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren.
- MAO-Hemmer
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut muss mit Vorsicht bei Patienten verabreicht werden, die MAO-Hemmer einnehmen oder die innerhalb der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer erhalten haben.
- Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- Bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Oxycodon können sich eine Toleranz und/oder eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit entwickeln.
- Die wiederholte Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann zu einer Opioidgebrauchsstörung (Opioid Use Disorder, OUD) führen. Eine höhere Dosis und längere Dauer der Opioidbehandlung kann das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln. Durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann es zu einer Überdosierung und/oder Tod kommen. Das Risiko, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln, ist bei Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) erhöht.
- Vor Beginn der Behandlung mit Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden. Vor und während der Behandlung sollte der Patient auch über die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden. Den Patienten sollte geraten werden, sich bei Auftreten dieser Anzeichen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen.
- Die Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühes Nachfragen nach Folgerezepten). Hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen). Bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden.
- Bei chronischer Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann es zu einer Toleranzentwicklung mit dem Erfordernis höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen. Die längerfristige Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann zu physischer Abhängigkeit führen. Bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Oxycodon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden. Entzugserscheinungen können Gähnen, Mydriasis, Tränenfluss, Rhinorrhö, Tremor, Hyperhidrosis, Angst, Unruhe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit oder Myalgie einschließen.
- Opioide sind kein Mittel der ersten Wahl bei chronischen, nicht mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen und werden nicht als alleinige Behandlung empfohlen. Opioide sollten als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms eingesetzt werden, das auch andere Medikamente und Behandlungsmethoden umfasst. Patienten mit chronischen, nicht mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen sollten auf Abhängigkeitsentwicklung und Missbrauch untersucht und überwacht werden. In Übereinstimmung mit den Schmerzrichtlinien ist regelmäßig zu überprüfen, ob die Behandlungsziele erreicht werden. Die Dosierung ist gegebenenfalls anzupassen sowie über die Fortsetzung bzw. Beendigung der Therapie zu entscheiden.
- Die Einnahme von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut mit einem alkoholhaltigen Getränk soll vermieden werden, da dies häufiger zu Nebenwirkungen wie Somnolenz oder Atemdepression führen kann.
- Eine Hyperalgesie, die nicht auf eine weitere Erhöhung der Oxycodondosis reagiert, kann besonders bei hohen Dosen auftreten. Eine Reduktion der Oxycodondosis oder der Wechsel zu einem alternativen Opioid kann erforderlich sein.
- Opioide wie Oxycodon können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder Gonaden-Achsen beeinflussen. Zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg von Prolaktin im Serum und eine Abnahme von Kortisol und Testosteron im Plasma. Auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren.
- Eine Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit vorliegen.
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut ist präoperativ und während der ersten 12 - 24 Stunden postoperativ nur mit Vorsicht anzuwenden. In Abhängigkeit von Art und Umfang des chirurgischen Eingriffs, dem gewählten Anästhesieverfahren, der sonstigen Begleitmedikation sowie vom individuellen Zustand des Patienten, ist der Zeitpunkt des postoperativen Einsatzes von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko im Einzelfall festzulegen.
- Wie alle Opioid-Präparate sollten Oxycodon-Produkte nach abdominalchirurgischen Eingriffen aufgrund der bekannten Beeinträchtigung der Darmmotilität mit Vorsicht angewendet werden. Eine Anwendung sollte erst erfolgen, nachdem sich der Arzt von der Normalisierung der Darmfunktion überzeugt hat.
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut ist ausschließlich zum Einnehmen vorgesehen. Eine missbräuchliche parenterale Verabreichung der Kapselbestandteile kann zu schwerwiegenden, potenziell letalen, unerwünschten Ereignissen führen.
- Doping
- Die Anwendung des Arzneimittels Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden.
- Sonstige Bestandteile
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Hartkapsel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei".
- Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung von Oxycodon bei:
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:
- Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung. Die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden.
- Zentral dämpfend wirkende Substanzen können z. B. sein: andere Opioide, Gabapentinoide wie z. B. Pregabalin, Anxiolytika, Hypnotika und Sedativa (einschließlich Benzodiazepine), Antipsychotika/Neuroleptika (einschließlich Phenothiazine), Antidepressiva, Antihistaminika, Antiemetika, andere Opioide und Alkohol sein.
- Alkohol kann die pharmakodynamischen Effekte von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut verstärken. Die gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden.
- Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z. B. trizyklische Antidepressiva, Psychopharmaka, Antihistaminika, Antiemetika, Muskelrelaxanzien, Arzneimittel bei Morbus Parkinson) können anticholinerge Nebenwirkungen von Oxycodon verstärken, wie z. B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen.
- Die gleichzeitige Gabe von Oxycodon und Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung, wie z. B. selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), kann ein Serotonin-Syndrom verursachen. Die Symptome eines Serotonin-Syndroms können unter anderem Veränderungen des Gemütszustands (z. B. Agitiertheit, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z. B. Tachykardie, labiler Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskuläre Störungen (z. B. Hyperreflexie, Koordinationsmangel, Rigidität) und/oder den Gastrointestinaltrakt betreffende Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö) verursachen. Oxycodon sollte bei Patienten, die diese Arzneimittel einnehmen, mit Vorsicht angewendet und die Dosierung möglicherweise reduziert werden.
- Eine Therapie mit MAO-Hemmern (zeitgleich oder innerhalb der letzten 14 Tage) ist zu vermeiden.
- In Einzelfällen wurde eine klinisch relevante Abnahme oder Zunahme der International Normalized Ratio (INR) bei gleichzeitiger Einnahme von Oxycodon und Cumarin-Antikoagulanzien beobachtet.
- Oxycodon wird hauptsächlich über CYP3A4-abhängige Stoffwechselwege und zum Teil über CYP2D6 abgebaut. Die Aktivität dieser Abbauwege kann durch verschiedene gleichzeitig verabreichte Arzneimittel oder Nahrungsstoffe gehemmt oder induziert werden. Die folgenden Absätze erläutern diese Wechselwirkungen ausführlicher.
- CYP3A4-Inhibitoren wie z. B. Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin, Erythromycin und Telithromycin), Azol-Antimykotika (z. B. Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol und Posaconazol), Proteasehemmer (z. B. Boceprevir, Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir und Saquinavir), Cimetidin und Grapefruitsaft können zu einer verminderten Clearance von Oxycodon führen, was einen Anstieg der Plasmakonzentrationen von Oxycodon verursachen könnte. Eine Anpassung der Dosis von Oxycodon kann daher erforderlich sein.
- Einige spezifische Beispiele der CYP3A4-Enzymhemmung werden im Folgenden angeführt:
- Die fünftägige orale Gabe von 200 mg Itraconazol, einem potenten CYP3A4-Hemmer, erhöhte die AUC von oral appliziertem Oxycodon auf im Mittel das 2,4-fache (Spannbreite von 1,5 bis 3,4-fach).
- Die viertägige Gabe von 2-mal täglich 200 mg Voriconazol, einem CYP3A4-Hemmer (wobei bei den ersten beiden Dosen 400 mg gegeben wurden), erhöhte die AUC von oral appliziertem Oxycodon auf im Mittel das 3,6-fache (Spannbreite von 2,7 bis 5,6-fach).
- Die viertägige orale Gabe von 800 mg Telithromycin, einem CYP3A4-Hemmer, erhöhte die AUC von oral appliziertem Oxycodon auf im Mittel das 1,8-fache (Spannbreite von 1,3 bis 2,3-fach).
- Der Genuss von 3-mal täglich 200 ml Grapefruitsaft, einem CYP3A4-Hemmer, über 5 Tage erhöhte die AUC von oral appliziertem Oxycodon auf im Mittel das 1,7-fache (Spannbreite von 1,1 bis 2,1-fach).
- CYP3A4-Induktoren wie z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und Johanniskraut können den Abbau von Oxycodon beschleunigen und die Clearance von Oxycodon erhöhen, was zu einer Abnahme der Plasmakonzentrationen von Oxycodon führen könnte. Eine Anpassung der Dosis von Oxycodon kann erforderlich sein.
- Einige spezifische Beispiele der CYP3A4-Enzyminduktion werden im Folgenden angeführt:
- Die Gabe von Johanniskraut, einem CYP3A4-Induktor, über 15 Tage 3-mal täglich 300 mg reduzierte die AUC von oral appliziertem Oxycodon um durchschnittlich etwa 50% (Spannbreite von 37 bis 57%).
- Die Gabe von Rifampicin, einem CYP3A4-Induktor, über 7 Tage 1-mal täglich 600 mg reduzierte die AUC von oral appliziertem Oxycodon um durchschnittlich etwa 86%.
- Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die Aktivität von CYP2D6 wie z. B. Paroxetin und Chinidin können zu einer verminderten Clearance von Oxycodon führen, was einen Anstieg der Plasmakonzentrationen von Oxycodon verursachen könnte.
- Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen beeinträchtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn einer Therapie mit Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut, nach Dosiserhöhung oder Präparatewechsel sowie beim Zusammenwirken von Oxycodon-HCl - 1 A Pharma® akut mit Alkohol oder anderen ZNS-dämpfenden Substanzen zu erwarten.
- Bei einer stabilen Therapie ist ein generelles Fahrverbot nicht zwingend erforderlich. Der behandelnde Arzt sollte im Einzelfall entscheiden, ob der Patient aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen darf.
- Überdosierung
- Symptome einer Intoxikation
- Eine akute Überdosierung von Oxycodon kann zu Atemdepression, Somnolenz bis hin zum Stupor oder Koma, verminderter Spannung der Skelettmuskulatur, Miosis, Bradykardie, erniedrigtem Blutdruck, Lungenödem, Kreislaufversagen und zum Tod führen.
- Toxische Leukenzephalopathie wurde bei Überdosierung von Oxycodon beobachtet.
- Therapie von Intoxikationen
- Die Atemwege müssen freigehalten werden. Reine Opioid-Antagonisten wie Naloxon sind spezifische Gegenmittel zur Behandlung der Symptome einer Opioidüberdosierung. Andere unterstützende Maßnahmen sollten nach Bedarf eingesetzt werden.
- Opioidantagonisten: Naloxon (z. B. 0,4 bis 2 mg Naloxon intravenös). Diese Einzeldosis muss je nach klinischem Erfordernis in zwei- bis dreiminütigen Abständen wiederholt werden. Die Infusion von 2 mg Naloxon in 500 ml isotonischer Kochsalz- oder 5%iger Dextroselösung (entsprechend 0,004 mg Naloxon/ml) ist ebenfalls möglich. Dabei soll die Infusionsgeschwindigkeit auf die zuvor verabreichten Bolusdosierungen und das Ansprechen des Patienten abgestimmt sein.
- Andere unterstützende Maßnahmen: Diese beinhalten eine künstliche Beatmung, Sauerstoffzufuhr, Gabe von Vasopressoren und Infusionstherapie in der Behandlung eines begleitend auftretenden Kreislaufschocks. Bei Herzstillstand oder Arrhythmien kann eine Herzdruckmassage oder Defibrillation angezeigt sein. Der Wasser- und Elektrolythaushalt sollte aufrechterhalten werden.
- Symptome einer Intoxikation