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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 21 ST | 61,20 € |
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Indikation
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- starke Schmerzen, die nur mit Opioid-Analgetika ausreichend behandelt werden können
- in erster Linie für die anfängliche, individuelle Dosistitration vor einer anschließenden Fortsetzung der Therapie mit Retard-Präparaten und als Bedarfsmedikation für die Behandlung von Durchbruchschmerzen vorgesehen
Dosierung
- starke Schmerzen, die nur mit Opioid-Analgetika ausreichend behandelt werden können
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- in erster Linie für die anfängliche, individuelle Dosistitration vor einer anschließenden Fortsetzung der Therapie mit Retard-Präparaten und als Bedarfsmedikation für die Behandlung von Durchbruchschmerzen vorgesehen
- Dosierung abhängig von der Schmerzintensität und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten
- opioid-naive Patienten, Patienten mit starken Schmerzen und älteren geschwächten Patienten, die nicht durch schwächere Opioide kontrolliert werden können
- Initialdosis
- 5 mg Oxycodonhydrochlorid / 6 Stunden
- dann sorgfältige Dosistitration, falls notwendig täglich, bis zum Erreichen einer ausreichenden Schmerzlinderung
- richtige Dosis: diejenige, die adäquate Analgesie ohne oder mit tolerierbaren Nebenwirkungen ermöglicht
- bei einer Anwendung als Bedarfsmedikation ist eine notwendige Gabe mehr als 2mal / Tag normalerweise ein Anzeichen dafür, dass eine Dosiserhöhung des Retard-Präparates erforderlich ist
- Initialdosis
- Patienten, die bereits Opioide erhalten haben
- unter Berücksichtigung ihrer Opioid-Erfahrungen höhere Initialdosis möglich
- Behandlungsdauer
- nicht länger als unbedingt notwendig
- Behandlungsziele und Beendigung der Therapie
- vor Beginn der Behandlung
- Behandlungsstrategie, wie z. B. die Behandlungsdauer und die Behandlungsziele sowie ein Plan für das Behandlungsende gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zum Schmerzmanagement vereinbaren
- während der Behandlung
- häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient, um die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen
- allmähliche Reduktion der Tagesdosis ratsam (Vermeiden der Symptome eines Entzugssyndroms)
- bei fehlender adäquater Schmerzkontrolle Möglichkeit einer Hyperalgesie, einer Toleranz und einer Progression der zugrundeliegenden Erkrankung in Erwägung ziehen
- vor Beginn der Behandlung
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
Dosisanpassung
- ältere Patienten ohne klinisch manifeste Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Dosisanpassung i. d. R. nicht erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- bei der Verabreichung ist Vorsicht geboten
- konservative Dosiseinstellung
- initial: 50 % der für Erwachsene empfohlenen Dosis (z. B. Gesamttagesdosis von 10 mg Oxycodonhydrochlorid oral bei Opioid-naiven Patienten)
- individuelle Dosistitration bis zur ausreichenden Schmerzkontrolle
- eingeschränkte Nierenfunktion
- konservative Dosiseinstellung
- initial: 50 % der für Erwachsene empfohlenen Dosis (z. B. Gesamttagesdosis von 10 mg Oxycodonhydrochlorid oral bei Opioid-naiven Patienten)
- individuelle Dosistitration bis zur ausreichenden Schmerzkontrolle
- keine Erfahrungen unter Dialyse
- Kinder < 12 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen
- keine ausreichenden Daten zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit
- Patienten mit geringem Körpergewicht oder langsamer Metabolisierung von Arzneimitteln
- Reduktion der empfohlenen Anfangsdosis für Erwachsene um 50%
Kontraindikationen
Oxycodon - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Oxycodon
- schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
- Cor pulmonale
- schweres Bronchialasthma
- schwere Atemdepression mit Hypoxie und / oder Hyperkapnie
- paralytischer Ileus
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Oxycodon - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herpes simplex
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktoide Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
- Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dehydratation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Appetitsteigerung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstzustände
- Verwirrtheitszustände
- Depressionen
- verminderte Aktivität
- Unruhe
- psychomotorische Hyperaktivität
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Denkstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Agitiertheit
- Affektlabilität
- euphorische Stimmung
- Wahrnehmungsstörungen (z.B. Halluzinationen, Derealisation)
- verminderte Libido
- Arzneimittelabhängigkeit
- wiederholte Anwendung von Oxycodon kann, selbst in therapeutischen Dosen, zu einer Arzneimittelabhängigkeit führen
- Risiko für eine Arzneimittelabhängigkeit kann je nach individuellen Risikofaktoren des Patienten, Dosierung und Dauer der Opioidbehandlung variieren
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aggressionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Sedierung
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tremor
- Lethargie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Konvulsionen (insbesondere bei Personen mit Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen)
- Konzentrationsstörungen
- Migräne
- erhöhter Muskeltonus
- unwillkürliche Muskelkontraktionen
- Hypoästhesie
- Koordinationsstörungen
- Sprechstörungen
- Synkope
- Parästhesien
- Geschmacksstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperalgesie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- Miosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hörstörungen
- Vertigo
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- Palpitationen (als Symptom eines Entzugssyndroms)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vasodilatation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erniedrigter Blutdruck
- Orthostase-Syndrom
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemdepression
- Dysphonie
- Husten
- ohne Häufigkeitsangabe
- zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation
- Erbrechen
- Übelkeit (vor allem zu Beginn der Therapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerz
- Diarrhoe
- Mundtrockenheit
- Schluckauf
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundulzerationen
- Stomatitis
- Dysphagie
- Flatulenz
- Aufstoßen
- Ileus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Melaena
- Zahnerkrankungen
- Zahnfleischbluten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Karies
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholestase
- Gallenkolik
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pruritus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautreaktion / Hautausschlag
- Hyperhidrosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockene Haut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysurie
- Harndrang
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnretention
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erektionsstörungen
- Hypogonadismus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Amenorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- Ermüdung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- Arzneimittelentzugssyndrom
- Schmerzen (z.B. Brustkorbschmerzen)
- Unwohlsein
- Ödeme
- periphere Ödeme
- Toleranzentwicklung
- Durst
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtszu- oder -abnahme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzungen durch Unfälle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme des Arzneimittels in Abständen von 4 - 6 Stunden empfohlen
- bei Anwendung des Arzneimittels zur Dosistitration, Einnahme nach festem Zeitschema empfohlen (alle 6 Stunden)
- Schmelztablette auf Zunge legen und so lange lutschen, bis sie sich vollständig im Speichel aufgelöst hat, bevor sie geschluckt wird
- Einnahme entweder zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon
Stillzeithinweise
Oxycodon - intraoral
- Oxycodon sollte so weit wie möglich vermieden werden
- Oxycodon kann in die Muttermilch sezerniert werden und beim gestillten Kind eine Sedierung und Atemdepression verursachen
- sollte deshalb nicht bei stillenden Müttern angewendet werden
Schwangerschaftshinweise
Oxycodon - intraoral
- Anwendung sollte bei schwangeren Patientinnen so weit wie möglich vermieden werden
- begrenzte Daten zur Anwendung von Oxycodon bei Schwangeren vorliegend
- Oxycodon passiert die Plazenta
- Neugeborene von Müttern, die in den letzten 3 - 4 Wochen vor der Geburt Opioide erhalten haben, sollten hinsichtlich einer Atemdepression überwacht werden
- bei Neugeborenen von Müttern, die mit Oxycodon behandelt werden, können Entzugserscheinungen auftreten
- Fertilität
- keine ausreichenden Daten zum Einfluss von Oxycodon auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Studien an Ratten haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt
Warnhinweise
Oxycodon - intraoral
- Vorsicht bei der Verabreichung von Oxycodon, bei
- Patienten mit einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion
- Schlafapnoe-Syndrom
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
- Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer, siehe unten)
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen (siehe unten)
- psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch (siehe unten)
- geschwächten älteren Patienten
- Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
- Hypotonie
- Hypovolämie
- Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen
- Pankreatitis
- obstruktiven und entzündlichen Darmerkrankungen
- Patienten mit einer Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunktion
- Patienten mit Myxödem
- Hypothyreose
- Addisonscher Krankheit
- Prostatahypertrophie
- Alkoholismus
- Intoxikations-Psychose
- Delirium tremens
- Obstipation
- Erkrankung der Gallenwege
- paralytischer Ileus
- bei Auftreten von oder Verdacht auf paralytischen Ileus sollte Oxycodon unverzüglich abgesetzt werden
- Atemdepression
- Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioid-Überdosierung
- schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen
- Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher
- bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Oxycodon und sedierenden Arzneimitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Oxycodon zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird
- niedrigste wirksame Dosis
- Behandlungsdauer so kurz wie möglich
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- gleichzeitige Anwendung von Oxycodon und sedierenden Arzneimitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- MAO-Hemmer
- Oxycodon muss mit Vorsicht bei Patienten verabreicht werden, die MAO-Hemmer einnehmen oder die innerhalb der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer erhalten haben
- Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Oxycodon können sich eine Toleranz und eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit entwickeln
- bei chronischer Anwendung kann es zu einer Toleranzentwicklung kommen, die zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes eine Steigerung der Dosierung erforderlich macht
- längerfristige Anwendung von diesem Arzneimittel kann zu physischer Abhängigkeit führen
- wiederholte Anwendung von Oxycodon kann zu einer Opioidgebrauchsstörung (Opioid Use Disorder, OUD) führen
- höhere Dosis und längere Dauer der Opioidbehandlung kann das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln
- Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Oxycodon kann Überdosierung und/oder Tod zur Folge haben
- Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
- Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
- bei Rauchern
- bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z.B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) in der Anamnese
- vor Beginn der Behandlung mit Oxycodon und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden
- vor und während der Behandlung sollte der Patient auch über die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden
- Patienten sollte geraten werden, sich bei Auftreten dieser Anzeichen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen
- Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z.B. zu frühes Nachfragen nach Folgerezepten)
- hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- Entzugssyndrom
- bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
- wenn die Therapie mit Oxycodon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
- Entzugserscheinungen können Gähnen, Mydriasis, Tränenfluss, Rhinorrhoe, Tremor, Hyperhidrosis, Angstzustände, Unruhe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit oder Myalgie einschließen
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Oxycodon können sich eine Toleranz und eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit entwickeln
- Opioide sind weder Mittel der ersten Wahl bei chronischen, nicht mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen, noch werden sie als einzige Behandlung empfohlen
- Opioide sollten als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms eingesetzt werden, das andere Medikamente und Behandlungsmodalitäten einschließt
- Patienten mit chronischen, nicht mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen sollten auf Abhängigkeitsentwicklung und Missbrauch überwacht werden
- gleichzeitige Einnahme mit Alkohol sollte vermieden werden
- bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und Oxycodon können vermehrt Nebenwirkungen von Oxycodon auftreten
- Hyperalgesie, die nicht auf eine weitere Erhöhung der Oxycodondosis reagiert, kann insbesondere bei hohen Dosen auftreten
- Reduktion der Oxycodondosis oder der Wechsel zu einem alternativen Opioid kann erforderlich sein
- Kinder < 12 Jahre
- Oxycodon wird für die Anwendung bei Kindern < 12 Jahren aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen
- endokrine Wirkungen
- Opioide wie Oxycodon können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden- oder Gonaden-Achsen beeinflussen
- zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg des Prolaktins im Serum und eine Abnahme von Cortisol und Testosteron im Plasma
- auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren
- chirurgische Verfahren
- Operationen
- Gabe von Oxycodonhaltigen Arzneimittel wird präoperativ und während der ersten 12 - 24 Stunden postoperativ nicht empfohlen bzw. sollte nur mit Vorsicht angewendet werden
- in Abhängigkeit von Art und Umfang des chirurgischen Eingriffs, dem gewählten Anästhesieverfahren, der sonstigen Begleitmedikation sowie vom individuellen Zustand des Patienten ist der Zeitpunkt des postoperativen Einsatzes von Oxycodon nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko im Einzelfall festzulegen
- abdominalchirurgische Eingriffe
- wie alle Opioidpräparate sollten oxycodonhaltige Arzneimittel nach abdominalchirurgischen Eingriffen aufgrund der bekannten Beeinträchtigung der Darmmotilität mit Vorsicht angewendet werden
- Anwendung sollte erst erfolgen, nachdem sich der Arzt von der Normalisierung der Darmfunktion überzeugt hat
- Operationen
- ausschließlich zur oralen Einnahme vorgesehen
- missbräuchliche parenterale Verabreichung kann zu schwerwiegenden, potenziell letalen Ereignissen führen
- Doping
- Anwendung von Oxycodon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung von Oxycodon als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen