OZURDEX 700 Mikrogramm Implantat i.e.Applikator
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 1 ST | 1522,22 € |
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Indikation
- Behandlung von Erwachsenen mit
- Sehbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ), die pseudophak sind oder auf Therapie mit Nicht-Kortikosteroiden unzureichend ansprechen oder als unpassend angesehen wird
- Makulaödem als Folge eines retinalen Venenastverschlusses (VAV) oder retinalen Zentralvenenverschlusses (ZVV)
- Entzündung des posterioren Augensegments, die sich als nicht infektiöse Uveitis darstellt
Dosierung
Basiseinheit: 1 Implantat enthält 700 µg Dexamethason
- 1 Implantat intravitreal in das betroffene Auge; gleichzeitige Verabreichung in beide Augen nicht empfohlen
- DMÖ
- wiederholte Verabreichung in Betracht ziehen
- wenn Patient auf Behandlung anspricht und nach Auffassung des Arztes von einer Wiederholungsbehandlung profitieren würde, ohne einem signifikanten Risiko ausgesetzt zu sein
- kann nach ca. 6 Monaten durchgeführt werden, wenn, sekundär zu einem rezidivierenden sich verschlechternden diabetischen Makulaödem der Visus des Patienten verschlechtert und/oder die Netzhautdicke zunimmt
- keine Erfahrung bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit für > 7 Implantate
- wiederholte Verabreichung in Betracht ziehen
- Retinaler Venenverschluss und Uveitis
- Wiederholungsdosen in Betracht ziehen
- wenn Patient auf Behandlung anspricht, im weiteren Verlauf einen Sehverlust aufweist und nach Auffassung des Arztes von einer Wiederholungsbehandlung profitieren würde, ohne einem signifikanten Risiko ausgesetzt zu sein
- Patienten, nicht erneut behandeln
- die eine dauerhafte Verbesserung des Visus aufweisen
- die eine Visusverschlechterung aufweisen, die durch das Arzneimittel nicht verlangsamt wird
- nur sehr begrenzte Informationen über Wiederholungsbehandlungen in einem Intervall < 6 Monaten vorhanden
- Informationen zu den bisherigen Erfahrungen bezüglich der Sicherheit von Wiederholungsbehandlungen mit > 2 Implantaten, bei einer nicht infektiösen Uveitis im posterioren Segment und bei retinalem Venenverschluss s. Fachinformation
- Wiederholungsdosen in Betracht ziehen
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Niereninsuffizienz
- nicht untersucht
- jedoch keine besonderen Vorkehrungen für diese Patientengruppe erforderlich
- Leberinsuffizienz
- nicht untersucht
- jedoch keine besonderen Vorkehrungen für diese Patientengruppe erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Gebrauch des Arzneimittels für DMÖ und Makulaödem als Folge eines retinalenVenenastverschlusses (VAV) oder retinalen Zentralvenenverschlusses (ZVV)
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen (keine Studien)
Kontraindikationen
Dexamethason - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Dexamethason
- aktive oder vermutete okuläre oder periokuläre Infektion einschließlich der meisten Viruserkrankungen der Hornhaut und Konjunktiva, wie
- aktive epitheliale Herpes-Simplex-Keratitis (dendritische Keratitis)
- Vaccinia-, Varicella- und mykobakterielle Infektionen
- Pilzerkrankungen
- fortgeschrittenes Glaukom, das mit Arzneimitteln allein nicht adäquat behandelt werden kann
- aphake Augen mit rupturierter posteriorer Linsenkapsel
- Augen mit Vorderkammer-Intraokularlinse, Iris- oder transskleral fixierter Intraokularlinse und rupturierter posteriorer Linsenkapsel
Nebenwirkungen
Dexamethason - invasiv
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Migräne
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhter intraokulärer Druck
- Katarakt
- konjunktivale Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- okuläre Hypertension
- subkapsuläre Katarakt
- Glaskörperblutung
- reduzierte Sehschärfe
- Sehbehinderung/-störung
- Glaskörperabhebung
- Mouches volantes
- Glaskörpertrübungen
- Blepharitis
- Augenschmerzen
- Photopsie
- konjunktivales Ödem
- konjunktivale Hyperämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- nekrotisierende Retinitis
- Endophthalmitis
- Glaukom
- Netzhautablösung
- Retinariss
- Hypotonia bulbi
- Vorderkammerentzündung
- Vorderkammerzellen/-trübung
- Missempfindungen im Auge
- Augenlidpruritus
- Hyperämie der Sklera
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dislokation des Implantats (Implantatmigration) mit oder ohne Hornhautödem
- Komplikation beim Einsetzen des Implantats (Fehlplatzierung des Implantats)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- intravitreales Implantat in einem Applikator für den Einmalgebrauch.
- nur zur intravitrealen Anwendung
- jeden Applikator nur zur Behandlung eines einzigen Auges verwenden
- intravitreale Injektion muss unter kontrolliert aseptischen Bedingungen durchgeführt werden
- Patient muss vor und nach jeder Injektion 3 Tage lang ein topisches Breitband-Antibiotikum einträufeln
- vor der Injektion müssen die periokuläre Haut, das Augenlid und die Augenoberfläche (z. B. mit Tropfen einer 5-prozentigen Povidon-Jod-Lösung auf die Konjunktiva) desinfiziert und eine adäquate Lokalanästhesie durchgeführt werden
- Verpackung auf Schäden überprüfen und in sterilem Bereich öffnen
- Schutzkappe vorsichtig entfernen
- Applikator muss sofort nach Öffnen der Verpackung verwendet werden
- Applikation
- Applikator mit einer Hand festhalten und Sicherheitslasche gerade vom Applikator abziehen; Lasche nicht drehen oder biegen
- Nadel mit dem Kanülenschliff nach oben, weg von der Sklera, halten und Nadel etwa 1 mm in die Sklera einführen, die Richtung zur Augenmitte hin ändern und die Nadel in den Glaskörperraum einführen, bis die Silikonhülse die Konjunktiva berührt
- Auslösetaste langsam drücken, bis Klicken zu hören ist
- vor dem Herausziehen des Applikators aus dem Auge sicherstellen, dass die Auslösetaste vollständig gedrückt wurde und bündig mit der Applikatoroberfläche eingerastet ist
- Nadel in derselben Richtung herausziehen, in der sie in den Glaskörper eingeführt wurde
- unmittelbar nach dem Injizieren eine indirekte Ophthalmoskopie im Injektionsquadranten durchführen, um zu prüfen, ob die Implantation erfolgreich war - visuelle Darstellung ist in den meisten Fällen möglich; in Fällen, in denen das Implantat nicht sichtbar ist, ein steriles Wattestäbchen verwenden und leicht auf die Injektionsstelle drücken, um das Implantat sichtbar zu machen
- im Anschluss an die intravitreale Injektion weiterhin mit einem Breitband-Antibiotikum behandeln
- Überwachung der Patienten nach Injektion, um im Falle einer Infektion oder eines erhöhten intraokulären Drucks eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen
Stillzeithinweise
Dexamethason - invasiv
- Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
- es sei denn, dies ist absolut notwendig
- Dexamethason wird in die Muttermilch ausgeschieden
- aufgrund der Anwendungsart und der daraus resultierenden systemischen Belastung werden keine Auswirkungen auf das Kind erwartet
Schwangerschaftshinweise
Dexamethason - invasiv
- die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen
- es sei denn, der mögliche Nutzen rechtfertigt das potentielle Risiko für den Fötus
- obwohl nach der lokalen, intraokulären Behandlung nur eine sehr geringe systemische Belastung mit Dexamethason zu erwarten ist
- Dexamethason
- keine adäquaten Daten bezüglich der Anwendung von intravitreal verabreichtem Dexamethason bei Schwangeren vorliegend
- Glucocorticoide
- die systemische Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für intrauterine Wachstumsretardierung und Nebenniereninsuffizienz beim Neugeborenen
- tierexperimentelle Studien
- zeigten teratogene Wirkungen nach topisch ophthalmischer Verabreichung
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Dexamethason - invasiv
- Verabreichung nur von einem qualifizierten Ophthalmologen mit Erfahrung in der Durchführung intravitrealer Injektionen
- im Anschluss an die intravitreale Injektion sind die Patienten weiterhin mit einem Breitband-Antibiotikum zu behandeln
- intravitreale Injektionen
- können assoziiert sein mit
- einer Endophthalmitis
- intraokulärer Entzündung
- erhöhtem intraokulärem Druck
- Netzhautablösung
- es sind stets geeignete aseptische Injektionstechniken anzuwenden
- Überwachung der Patienten nach der Injektion
- um im Falle einer Infektion oder eines erhöhten intraokulären Drucks eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen
- die Überwachung kann eine Prüfung der Durchblutung des Sehnervenkopfes unmittelbar nach der Injektion, eine Tonometrie innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion sowie eine biomikroskopische Untersuchung 2 - 7 Tage nach der Injektion umfassen
- können assoziiert sein mit
- die Patienten sind anzuweisen, jedwede Symptome, die auf eine Endophthalmitis oder eines der oben aufgeführten Ereignisse hinweisen, z. B. Augenschmerzen, verschwommenes Sehen usw., umgehend mitzuteilen
- Risiko einer Implantatmigration
- bei allen Patienten mit Riss der posterioren Kapsel, beispielsweise bei denen mit einer posterioren Linse (z. B. aufgrund einer Kataraktoperation) und/oder bei jenen, die eine Irisöffnung in den Glaskörperraum (z. B. aufgrund einer Iridektomie) mit oder ohne vorhergehender Vitrektomie haben, besteht das Risiko einer Implantatmigration in die Vorderkammer
- kann zu einem Hornhautödem führen
- persistierende schwere Hornhautödeme können so verlaufen, dass eine Hornhauttransplantation erforderlich wird
- Anwendung des Arzneimitels mit Vorsicht und nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung
- mit Ausnahme derjenigen Patienten, bei denen eine Gegenanzeige besteht und bei denen Dexamethason nicht verwendet werden darf
- diese Patienten müssen eng überwacht werden, um eine frühzeitige Diagnose und Behandlung einer Implantatmigration zu ermöglichen
- Anwendung von Corticosteroiden kann zu
- Katarakten (einschließlich posteriorer subkapsulärer Katarakte),
- erhöhtem Augeninnendruck,
- durch Steroide ausgelösten Glaukomen,
- sekundären okulären Infektionen führen
- in den 3-jährigen klinischen DMÖ-Studien unterzogen sich 59 % der mit Dexamethason behandelten Patienten mit phakem behandeltem Auge einer Kataraktoperation im behandelten Auge
- Katarakt / konjunktivale Blutung
- nach der ersten Injektion erscheint die Inzidenz einer Katarakt bei Patienten mit nicht infektiöser Uveitis im posterioren Segment höher als bei Patienten mit Zentralvenen- / Venenastverschlusses (ZVV / VAV)
- in klinischen VAV/ZVV-Studien ist eine Katarakt häufiger bei Patienten mit phaker Linse aufgetreten, die eine 2. Injektion erhielten
- eine Kataraktoperation war nur bei 1 von 368 Patienten während der ersten Behandlung und bei 3 von 302 Patienten während der zweiten Behandlung erforderlich
- in der Studie zur nicht infektiösen Uveitis wurde bei 1 von 62 Patienten mit phaker Linse nach einer einmaligen Injektion eine Kataraktoperation durchgeführt
- die Prävalenz der konjunktivalen Blutung erscheint bei Patienten mit nicht infektiöser Uveitis im posterioren Segment höher als bei Patienten mit VAV/ZVV und DMÖ
- dies könnte auf die intravitreale Injektion oder eine gleichzeitige Anwendung von topischen und/oder systemischen Corticosteroiden oder nicht-steroidalen Antirheumatika zurückzuführen sein
- keine Behandlung erforderlich, da es zu einer spontanen Auflösung kommt
- erhöhter intraokulärer Druck (IOD)
- wie bei einer okulären Steroidbehandlung und bei intravitrealen Injektionen zu erwarten, kann ein IOD auftreten
- der Anstieg des IOD kann normalerweise mit IOD-senkenden Arzneimitteln behandelt werden
- bei den Patienten, die einen Anstieg des IOD von >/= 10 mmHg ab dem Ausgangswert verzeichneten, wies der größte Anteil diesen IOD-Anstieg 45 bis 60 Tage nach der Injektion auf
- regelmäßige Kontrolle des IOD, unabhängig vom Basis-IOD, erforderlich
- jede Erhöhung nach der Injektion muss je nach Bedarf entsprechend behandelt werden
- Anstieg des IOD wahrscheinlicher bei Patienten < 45 Jahren mit Makulaödem als Folge eines retinalen Venenverschlusses oder einer Entzündung des posterioren Segments des Auges, die sich als nicht infektiöse Uveitis darstellt
- Corticosteroide
- mit Vorsicht anwenden:
- bei Patienten, die in der Vergangenheit an einer okulären Virusinfektion (z. B. Herpes simplex) erkrankt waren
- nicht anwenden:
- bei Patienten mit aktivem okulären Herpes simplex
- mit Vorsicht anwenden:
- gleichzeitige Verabreichung in beide Augen
- nicht empfohlen
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit wurde nicht untersucht
- Dexamethason wurde nicht bei Patienten mit Makulaödem als Folge eines retinalen Venenverschlusses mit signifikanter retinaler Ischämie untersucht
- Anwendung nicht empfohlen
- Diabetes mellitus
- in den Studien der Phase 3 wurde eine begrenzte Zahl an Patienten mit Typ-1-Diabetes untersucht
- Ansprechen dieser Patienten auf Dexamethason unterschied sich nicht signifikant von den Patienten mit Typ-2-Diabetes
- Antikoagulantientherapie
- beim retinalen Venenverschluss wurde bei 2 % der mit Dexamethason behandelten Patienten eine Antikoagulantientherapie durchgeführt
- keine Berichte über hämorrhagische unerwünschte Ereignisse bei diesen Patienten
- beim DMÖ wurde bei 8 % der Patienten eine Antikoagulantientherapie durchgeführt
- unter den Patienten, die eine Antikoagulantientherapie erhielten
- war die Häufigkeit des Auftretens hämorrhagischer unerwünschter Ereignisse in der Dexamethason-Gruppe und der Scheininjektionsgruppe etwa gleich (29 % gegenüber 32 %)
- unter den Patienten, die keine Antikoagulantientherapie erhielten
- berichteten 27 % der mit Dexamethason behandelten Patienten über hämorrhagische unerwünschte Ereignisse gegenüber 20 % der Patienten in der Scheininjektionsgruppe
- Glaskörperblutungen wurden bei einem höheren Anteil der mit Dexamethason behandelten Patienten berichtet, die eine Antikoagulantientherapie erhielten (11 %), als bei den Patienten, die keine Antikoagulantientherapie erhielten (6 %)
- unter den Patienten, die eine Antikoagulantientherapie erhielten
- Thrombozytenaggregationshemmer wie z. B. Clopidogrel wurden zeitweilig während der klinischen Studien bei bis zu 56 % der Patienten verabreicht
- bei Patienten, die eine Begleitmedikation und Thrombozytenaggregationshemmer erhielten, wurden hämorrhagische unerwünschte Ereignisse bei einem etwas höheren Anteil der mit Dexamethason behandelten Patienten (bis zu 29 %) im Vergleich zu den Patienten in der Scheininjektionsgruppe (bis zu 23 %) berichtet, unabhängig von der Indikation oder der Anzahl der Behandlungen
- das am häufigsten berichtete hämorrhagische unerwünschte Ereignis war die konjunktivale Blutung (bis zu 24 %)
- Dexamethason ist bei mit Antikoagulantien oder Thrombozytenaggregationshemmern behandelten Patienten mit Vorsicht anzuwenden
- beim retinalen Venenverschluss wurde bei 2 % der mit Dexamethason behandelten Patienten eine Antikoagulantientherapie durchgeführt
- Sehstörungen
- Auftreten von Sehstörungen bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden möglich
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Untersuchung auf mögliche Ursachen in Erwägung gezogen werden;
- diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden