Palladon injekt 100mg

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Fachinformationen

Indikation

  • starke und stärkste Schmerzen bei Patienten aller Altersgruppen

Dosierung

Basiseinheit: 10 ml Injektionslösung enthalten 100 mg Hydromorphonhydrochlorid

  • starke und stärkste Schmerzen
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
      • Anfangsdosis abhängig von der Stärke der Schmerzen und dem vorausgegangenen Analgetikabedarf
      • initial: 1 - 2 mg s.c. oder 1 - 1,5 mg i.v. / 3 - 4 Stunden (langsam über mindestens 2 - 3 Minuten)
      • kontinuierliche Gabe mittels i.v.- oder s.c.-Infusion
        • bei nicht opioidgewöhnten Patienten bei starken Schmerzen
          • initial 0,15 - 0,45 mg / Stunde (bzw. 0,004 mg / kg KG / Stunde)
      • in der postoperativen patientenkontrollierten Analgesie (PCA)
        • empfohlene Bolusdosis: 0,2 mg i.v. oder s.c.
        • Sperrintervall von 5 - 10 Minuten
      • schrittweise Dosissteigerung bis zur optimalen Schmerzstillung
      • Ziel: Gabe einer ausreichend hohen Dosis und gleichzeitig der im Einzelfall kleinsten analgetisch wirksamen Dosis
    • Erwachsene, < 50 kg KG
      • 0,015 mg / kg KG / 3 - 4 Stunden oder
      • kontinuierliche Gabe als Infusion: 0,005 mg / kg KG / Stunde
    • Kinder >/= 12 Monate, < 50 kg KG
      • 0,015 mg / kg KG / 3 - 4 Stunden oder
      • kontinuierliche Gabe als Infusion: 0,005 mg / kg KG / Stunde
    • Kinder < 12 Monate
      • nur nach sorgsamer Indikationsstellung subkutan oder intravenös
      • nur begrenzte dokumentierte Erfahrungen vorliegend, die im Bereich von 0,001 - 0,015 mg / kg Körpergewicht für Bolusgaben und im Bereich von 0,001 - 0,006 mg / kg Körpergewicht / Stunde für Infusionen liegen
    • Umstellung von parenteraler Anwendung zu oraler Einnahme von Hydromorphon
      • individuell unterschiedliche Empfindlichkeit der Patienten berücksichtigen
      • orale Anfangsdosis nicht überschätzen
    • Behandlungsdauer
      • nicht länger als unbedingt notwendig
      • bei Langzeit-Behandlung sorgfältige und regelmässige Überprüfung, ob und in welchem Ausmass eine Weiterbehandlung notwendig ist
      • ausschleichendes Therapieende empfohlen, um Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
    • ältere Patienten (im Regelfall >/= 75 Jahre)
      • Dosisreduktion, optional
    • Leber- und / oder Nierenfunktionsstörungen
      • Dosisreduktion, optional
      • vorsichtig entsprechend der Wirkung dosieren

Kontraindikationen

Hydromorphon - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Hydromorphon
  • bedeutende Atemdepression mit Hypoxie oder Hyperkapnie
  • schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankung
  • schweres Bronchialasthma
  • Cor pulmonale
  • Koma
  • akutes Abdomen
  • paralytischer Ileus
  • gleichzeitige Gabe von Monoaminoxidasehemmern oder wenn diese innerhalb der letzten 14 Tage abgesetzt wurden

Nebenwirkungen

Hydromorphon - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Schwellung im Bereich des Oropharynx)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitabnahme / Appetitlosigkeit
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Angstzustände
      • Verwirrtheit
      • Schlaflosigkeit
      • Halluzinationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Agitiertheit
      • Depression
      • Dysphorie
      • euphorische Stimmung / Euphorie
      • Albträume
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Abhängigkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Aggression
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindel
      • Somnolenz
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tremor
      • Myoklonus
      • Parästhesie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Krampfanfälle
      • Sedierung
      • Lethargie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperalgesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyskinesie
      • zentrales Schlafapnoe-Syndrom
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen (wie Verschwommensehen)
      • Miosis
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bradykardie
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hitzegefühl / Hitzewallungen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Atemdepression
      • Bronchospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Obstipation
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
      • Bauchschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie
      • Diarrhoe
      • Geschmacksstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • paralytischer Ileus
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erhöhung leberspezifischer Enzyme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erhöhung von Pankreasenzymen
      • Gallenkolik
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pruritus
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwitzen
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Rötung des Gesichts
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verstärkter Harndrang
      • Harnverhalt
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verminderte Libido
      • Erektionsstörungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Asthenie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ermüdung
      • Unwohlsein
      • periphere Ödeme
      • Entzugserscheinungen / Arzneimittelentzugssyndrom
        • Entzugserscheinungen können auftreten und sich in Symptomen wie gesteigerter Erregbarkeit, Angstzuständen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinalen Symptomen äußern
      • Arzneimitteltoleranz
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verhärtungen an der Injektionsstelle (insbesondere nach wiederholter s.c. Gabe)
      • Reizung der Injektionsstelle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arzneimittelentzugssyndrom beim Neugeborenen

Anwendungshinweise

  • s.c.- und langsame i.v. Anwendung

Stillzeithinweise

Hydromorphon - invasiv
  • Hydromorphon sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
    • wenn die Anwendung erforderlich ist, sollte abgestillt werden
  • Hydromorphon wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden
  • keine Daten zur Anwendung während der Stillzeit verfügbar

Schwangerschaftshinweise

Hydromorphon - invasiv
  • Hydromorphon sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
  • Anwendung von Hydromorphon während der Schwangerschaft und während der Geburt / Wehen (wegen verminderter Uteruskontraktilität und der Gefahr einer Atemdepression beim Neugeborenen) nicht empfohlen
  • längerfristige Anwendung während der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen
  • Opioide passieren die Plazenta
  • keine ausreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • wiesen nach Dosierungen, die zu einer höheren Exposition führten als beim Menschen zu erwarten ist, keine teratogenen Wirkungen auf
    • perinatale Toxizität bei Ratten, die mit 2 und 5 mg / kg KG / Tag behandelt wurden, beobachtet
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
  • potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • Fertilität
    • keine ausreichenden Daten der Wirkung von Hydromorphon in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien an Ratten
      • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen von Hydromorphon bei männlichen oder weiblichen Tieren in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität

Warnhinweise

Hydromorphon - invasiv
  • Vorsicht bei der Anwendung von Hydromorphon geboten (niedrigere Dosierung kann ratsam sein) bei
    • älteren, gebrechlichen und geschwächten Patienten
    • schwer beeinträchtigter Atemfunktion
    • Schlaf-Apnoe
    • gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
    • Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen (siehe unten)
    • chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung
    • verminderter Atemreserve
    • Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
    • Hypotonie bei Hypovolämie
    • Pankreatitis
    • Hypothyreose
    • toxischer Psychose
    • Prostatahypertrophie
    • Erkrankungen der Gallenwege
    • Gallen-, Harnleiter- oder Nierenkolik
    • Nebennierenrindeninsuffizienz (z.B. Morbus Addison)
    • schwerer Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion
    • Alkoholismus
    • Delirium tremens
    • Krampfleiden
    • Obstipation
    • obstruktive oder entzündliche Darmerkrankungen
    • Kinder < 12 Jahren
  • Atemdepression
    • Atemdepression ist bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung
  • schlafbezogene Atemstörungen
    • Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen
    • die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher (siehe Kategorie Nebenwirkungen)
    • bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
  • Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln
    • gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
    • aufgrund dieser Risiken gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
    • wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Hydromorphon zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird
      • sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
      • Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
        • in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
  • Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
    • bei wiederholter Anwendung von Opioiden können sich Toleranz, eine physische und psychische Abhängigkeit sowie eine Opioidgebrauchsstörung entwickeln
    • Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Hydromorphon kann Überdosierung und/oder Tod zur Folge haben
    • das Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
      • Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
      • Rauchern
      • Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) in der Anamnese
    • die Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühes Nachfragen nach Folgerezepten)
      • hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
      • bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
    • Opioid-Toleranz, physische Abhängigkeit
      • bei längerfristiger Anwendung von Hydromorphon kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
        • Kreuztoleranz zu anderen Opioiden kann bestehen
      • chronische Anwendung kann zu physischer Abhängigkeit führen
  • Entzugserscheinungen
    • bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
    • wenn die Therapie mit Hydromorphon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
  • paralytischer Ileus
    • Hydromorphon sollte nicht eingesetzt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein paralytischer Ileus auftritt
    • sollte ein paralytischer Ileus vermutet werden oder während der Behandlung auftreten, muss die Behandlung mit Hydromorphon sofort abgebrochen werden
  • Operationen
    • Hydromorphon ist prä- und intraoperativ sowie in den ersten 24 Stunden postoperativ insbesondere wegen des gegenüber Nichtoperierten in der postoperativen Phase höheren Risikos eines Ileus nur mit Vorsicht anzuwenden
  • Patienten, die einer anderen zusätzlichen Schmerztherapie (z.B. Operation, Plexusblockade) unterzogen werden
    • sollten 4 Stunden vor dem Eingriff kein Hydromorphon mehr erhalten
    • falls eine Weiterbehandlung mit Hydromorphon indiziert ist, sollte die Dosierung nach dem Eingriff den neuen Erfordernissen entsprechend eingestellt werden
  • Umstellung auf ein anderes Opioid
    • beachten, dass Patienten nach erfolgter Einstellung (Titration) auf wirksame Dosen eines bestimmten Opioids nicht ohne ärztliche Beurteilung und sorgfältige bedarfsorientierte Neueinstellung auf ein anderes Opioid umgestellt werden sollten
    • andernfalls ist kontinuierliche, analgetische Wirkung nicht gewährleistet
  • initiale Opioidthrapie
    • Arzneimittel ggf. nicht für initiale Opioid-Therapie geeignet (Herstellerangaben beachten)
    • Wirkstärken mit 10 mg bzw. 100 mg Hydromorphon dürfen als Einzeldosis nur bei Patienten angewendet werden, bei denen im Rahmen einer langfristigen Schmerzbehandlung mit niedriger dosierten Hydromorphon-Präparaten oder anderen vergleichbar starken Schmerzmitteln keine ausreichende Schmerzfreiheit mehr erreicht werden kann
    • rür das Befüllen des Reservoirs einer Schmerzpumpe können auch 10 mg oder 100 mg als Einzeldosis genutzt werden, da hier die Dosissteuerung über die Pumpeneinstellung erfolgt
  • Nebennierenrindeninsuffizienz
    • bei bestehender Nebennierenrindeninsuffizienz sollte die Plasmacortisolkonzentration kontrolliert und ggf. Corticoide zugeführt werden
  • Einfluss auf Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-Achsen
    • Opioide wie Hydromorphon können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-Achsen beeinflussen
    • zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg von Prolaktin im Serum und eine Abnahme von Cortisol und Testosteron im Plasma
      • auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren
  • Hyperalgesie
    • bei einer Hyperalgesie, die insbesondere bei hoher Dosierung auftreten kann, wird eine weitere Dosiserhöhung zu keiner weiteren Schmerzreduktion führen
    • Dosisreduktion oder der Wechsel zu einem anderen Opioid kann dann erforderlich werden
  • Doping
    • Hydromorphon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen