Pantoprazol Kalceks 40 mg Plv.z.Her.e.Inj.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| KTP | 10 ST | 51,77 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Refluxösophagitis
- Magengeschwür
- Zwölffingerdarmgeschwür
- Zollinger-Ellison-Syndrom und andere Erkrankungen, die mit einer pathologischen Hypersekretion von Magensäure einhergehen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 40 mg Pantoprazol (als Pantoprazol-Natrium 1,5 H2O)
- Refluxösophagitis; Magengeschwür; Zwölffingerdarmgeschwür; Zollinger-Ellison-Syndrom und andere Erkrankungen, die mit einer pathologischen Hypersekretion von Magensäure einhergehen
- Arzneimittel nur durch einen Arzt und unter angemessener medizinischer Überwachung applizieren
- i.v. Gabe nur empfohlen, wenn orale Medikation nicht angezeigt ist
- i.v. Anwendung: Daten von bis zu 7 Tagen vorhanden
- sobald orale Therapie möglich, i.v. Therapie beenden und auf orale Therapie umstellen
- Magengeschwür; Zwölffingerdarmgeschwür; Refluxösophagitis
- 40 mg Pantoprazol 1mal / Tag
- Zollinger-Ellison-Syndrom; pathologische Hypersekretion von Magensäure
- initial: 80 mg Pantoprazol / Tag
- anschließend individuelle Dosiseinstellung entsprechend der Bestimmung der Magensäuresekretion
- Dosierung > 80 mg Pantoprazol / Tag: Verteilung auf 2 Einzelgaben
- Dosiserhöhung
- zeitweilige auf > 160 mg Pantoprazol / Tag möglich
- nur so lange wie für eine ausreichende Kontrolle der Säuresekretion erforderlich ist
- zur raschen Kontrolle der Säuresekretion und Senkung innerhalb 1 Stunde auf unter 10 mEq / Stunde
- initial: 80 mg Pantoprazol 2mal
Dosisanpassung
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwere Leberinsuffizienz: max. 20 mg Pantoprazol / Tag
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
- Anwendung nicht empfohlen (begrenzte Erfahrungen)
- weiter Informationen s. Fachinformation
Kontraindikationen
Pantoprazol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Pantoprazol oder andere substituierte Benzimidazole
Nebenwirkungen
Pantoprazol - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit (inkl. anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Panzytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperlipidämie
- erhöhte Lipidwerte (Triglyceride, Cholesterin)
- Gewichtsveränderungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyponatriämie
- Hypomagnesiämie
- Hypocalcämie, in Verbindung mit Hypomagnesiämie
- Hypokaliämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Depression (und Verschlechterung)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Desorientierung (und Verschlechterung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen
- Verwirrtheit (insbesondere bei prädisponierten Patienten sowie die Verschlechterung bei Vorbestehen dieser Symptome)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Geschmacksstörungen
- Geschmacksverlust
- ohne Häufigkeitsangabe
- Parästhesie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- Verschwommensehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Drüsenpolypen des Fundus (gutartig)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Übelkeit/Erbrechen
- Blähungen und Völlegefühl
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Bauchschmerzen und -beschwerden
- ohne Häufigkeitsangabe
- mikroskopische Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Leberenzyme (Transaminasen, Gamma-GT)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Bilirubinwerte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberzellschädigung
- Gelbsucht
- Leberversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag / Exanthem / Eruption
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- Angioödem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Lyell-Syndrom
- Erythema multiforme
- Photosensitivität
- subakuter kutaner Lupus erythematosus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fraktur der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arthralgie
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelspasmen
- Muskelkrämpfe aufgrund von Elektrolytstörungen
- Muskelspasmen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Nephritis (mit möglichem Fortschreiten bis zum Nierenversagen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombophlebitis an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Müdigkeit
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Körpertemperatur
- periphere Ödeme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
- Verabreichung der Lösung nach entsprechender Zubereitung i.v. über 2 - 15 Min.
- `weiter Informationen s. Fachinformation´
Stillzeithinweise
Pantoprazol - invasiv
- bei der Entscheidung, ob das Stillen oder die Therapie mit Pantoprazol unterbrochen/auf die Therapie mitPantoprazol verzichtet wird, sollten daher der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie mit Pantoprazol für die Mutter berücksichtigt werden
- tierexperimentelle Studien
- Übergang in die Muttermilch
- nur unzureichende Informationen über die Ausscheidung von Pantoprazol in die Muttermilch, jedoch wurde über die Ausscheidung in die Muttermilch berichtet
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Pantoprazol - invasiv
- Pantoprazol darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- als Vorsichtsmaßnahme soll die Anwendung von Pantoprazol während der Schwangerschaft vermieden werden
- moderate Datenmenge zu schwangeren Frauen (zwischen 300 - 1000 Schwangerschaftsausgänge) deutet nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder fötale / neonatale Toxizität von Pantoprazol hin
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Fertilität nach Gabe von Pantoprazol
Warnhinweise
Pantoprazol - invasiv
- Pantoprazol sollte nur durch einen Arzt und unter angemessener medizinischer Überwachung appliziert werden
- Bösartige Magenerkrankungen, Maskierung von Alarmsymptomen
- symptomatisches Ansprechen auf Pantoprazol kann die Symptome bösartiger Magenerkrankungen maskieren und so die Diagnosestellung verzögern
- bösartige Erkrankung sollte ausgeschlossen werden
- bei Auftreten jeglicher Warnsymptome (z.B. erheblicher, unbeabsichtiger Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Dysphagie, Hämatemesis, Anämie oder Meläna)
- wenn der Verdacht auf ein Magengeschwür besteht oder ein solches vorliegt
- sollten die Symptome trotz adäquater Behandlung weiter bestehen bleiben, weitere Untersuchungen erwägen
- Eingeschränkte Leberfunktion
- bei Patienten mit schweren Leberschäden sollten die Leberenzyme während der Behandlung mit Pantoprazol, vor allem während einer Langzeittherapie, regelmäßig überwacht werden
- bei einem Anstieg der Leberenzyme sollte die Behandlung beendet werden
- Gleichzeitige Anwendung von HIV-Proteasehemmern
- gleichzeitige Anwendung von Pantoprazol mit HIV-Proteasehemmern, deren Absorption von einem sauren Magen-pH-Wert abhängig ist wie z.B. Atazanavir,aufgrund der signifikant reduzierten Bioverfügbarkeit nicht empfohlen
- falls eine Kombination von Atazanavir mit einem Protonenpumpenhemmer nicht vermeidbar
- engmaschige medizinische Aufsicht (z.B. Viruslast) zusammen mit einer Erhöhung der Dosis von Atazanavir auf 400 mg zusammen mit 100 mg Ritonavir empfohlen
- Dosis von 20 mg Pantoprazol pro Tag sollte nicht überschritten werden
- Bakterielle gastrointestinale Infektionen
- Pantoprazol kann, wie alle Protonenpumpenhemmer (PPIs), zu einem Anstieg der Anzahl der normalerweise im oberen Gastrointestinaltrakt vorkommenden Bakterien führen
- Behandlung mit Pantprazol kann zu einem leicht erhöhten Risiko für bakterielle gastrointestinale Infektionen wie Salmonellen und Campylobacter oder C. difficile führen
- Hypomagnesiämie
- schwere Hypomagnesiämie bei Patienten berichtet, die für mind. drei Monate, jedoch in den meisten Fällen für ein Jahr mit Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Pantoprazol behandelt wurden
- schwerwiegende Manifestationen von Hypomagnesiämie mit Erschöpfungszuständen, Tetanie, Delir, Krämpfen, Schwindelgefühl und ventrikulären Arrhythmien können auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann übersehen werden
- bei den meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Gabe von Magnesium und Absetzen des PPI
- Patienten, für die eine längere Behandlungsdauer vorgesehen sind oder die PPI mit Digoxin oder anderen Arzneistoffen einnehmen, welche Hypomagnesiämie hervorrufen können (z.B. Diuretika)
- Arzt sollte vor und periodisch während der Behandlung mit PPI eine Überwachung der Magnesiumwerte erwägen
- Frakturen
- Protonenpumpeninhibitoren, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und über eine längere Zeit (> 1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen, insbesondere bei älteren Menschen oder bei Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren, mäßig erhöhen
- Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10 - 40 % erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann
- Patienten mit Osteoporoserisiko
- sollen entsprechend den gültigen klinischen Richtlinien behandelt werden und Vitamin D und Calcium in ausreichendem Maße erhalten
- Subakuter kutaner Lupus erythematodes (SCLE)
- Protonenpumpenhemmer mit sehr seltenen Fällen von SCLE assoziiert
- falls Läsionen, insbesondere in den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten, und falls dies von einer Arthralgie begleitet ist
- sollte der Patient umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
- das medizinische Fachpersonal sollte erwägen, Pantoprazol abzusetzen
- SCLE nach vorheriger Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer Protonenpumpen-Inhibitoren erhöhen
- Auswirkung auf Laboruntersuchungen
- erhöhte Chromogranin-A(CgA)-Spiegel können Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren beeinflussen
- um diese Auswirkung zu vermeiden, sollte die Behandlung mit Pantoprazol mind. 5 Tage vor den CgA-Messungen vorübergehend abgesetzt werden
- liegen die CgA- und Gastrinspiegel nach der ersten Messung nicht im Referenzbereich, sind die Messungen 14 Tage nach dem Absetzen des Protonenpumpenhemmers zu wiederholen
- erhöhte Chromogranin-A(CgA)-Spiegel können Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren beeinflussen