PARACEFAN i.v. 0.75 mg Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 5X5 ML | 31,83 € |
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Indikation
- in der Intensivmedizin zur Behandlung der Symptome sympathoadrenerger Hyperaktivität (Tremor, Tachykardie, Hypertonie, Schwitzen, Unruhe, Tachypnoe) im Rahmen des akuten Alkoholentzugssyndroms
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle (5 ml) enthält 0,75 mg Clonidinhydrochlorid (entspricht 0,65 mg Clonidin)
- in der Intensivmedizin zur Behandlung der Symptome sympathoadrenerger Hyperaktivität (Tremor, Tachykardie, Hypertonie, Schwitzen, Unruhe, Tachypnoe) im Rahmen des akuten Alkoholentzugssyndroms
- Erwachsene
- individuelle Dosierung in Abhängigkeit von der Dämpfung der Entzugsbeschwerden, Blutdruck- und Pulsfrequenzverhalten
- initial: 1 - 4 ml (0,15 - 0,6 mg Clonidinhydrochlorid) i.v.
- in Einzelfällen: bis zu 6 ml (0,9 mg Clonidinhydrochlorid) innerhalb von 10 - 15 Min.
- Weiterbehandlung: im Mittel 12 ml (1,8 mg Clonidinhydrochlorid) i.v. / Tag
- Erhaltungsdosis: 0,3 - > 4 mg Clonidinhydrochlorid / Tag
- individuelle, kontinuierliche Anpassung an die Symptomatik
- in Extremfällen: um 10 mg Clonidinhydrochlorid / Tag
- Hinweis:
- bei nicht ausreichender Sedierung sowie bei erhöhter Krampfbereitschaft
- Anwendung von Benzodiazepinen als Zusatzmedikation
- bei nicht ausreichender Sedierung sowie bei erhöhter Krampfbereitschaft
- Behandlungsdauer
- je nach der Schwere der Symptome
- Therapieende nicht zu früh bzw. abrupt
- nach Beseitigung der Entzugsbeschwerden stufenweise Reduktion, innerhalb von 3 Tagen absetzen
- Patienten nach Beendigung der Therapie über ca. 6 Stunden unter Beobachtung halten
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege
- Anwendung nicht empfohlen
- Erwachsene
Kontraindikationen
Clonidin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Clonidin
- bestimmte Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsstörungen des Herzens, z.B. Sinusknotensyndrom oder AV-Block II. und III. Grades
- Herzschlagfolge < 50 Schläge/Min. (Bradykardie)
- Depressionen, Major Depression (depressive Störung)
- ausgeprägte Hypotonie
- eine hypovolämiebedingte Hypotonie ist vor Therapiebeginn auszugleichen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Clonidin - invasiv
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Schlafstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Albträume
- wahnhafte Wahrnehmung
- Halluzination
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verwirrtheitszustand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Sedierung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verminderung des Tränenflusses
- Akkommodationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sinusbradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- AV-Blockierungen
- AV-Dissoziation
- Bradyarrhythmie
- Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- orthostatische Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Raynaud-Syndrom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anfänglicher (paradoxer) Blutdruckanstieg
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Trockenheit der Nasenschleimhäute
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schmerzen in den Speicheldrüsen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pseudoobstruktion des Kolons
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag (Exanthem)
- Juckreiz (Pruritus)
- Nesselsucht (Urtikaria)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miktionsstörungen
- Abnahme der Harnproduktion (durch Minderperfusion der Niere)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erektile Dysfunktion
- Abnahme der Libido
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Blutzuckerwerte
- Veränderung der Leberfunktionstests
- positiver Coombs-Test
- Gewichtsabnahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hinweise
- bei intravenöser Injektion sind initial für einige Minuten systolische Blutdruckerhöhungen beobachtet worden
- Bradykardie kann durch Dosisreduktion oder mit Anticholinergika behandelt werden
- Patienten mit Alkoholentzugssyndrom
- bei Patienten mit Alkoholentzugssyndrom kann spontan Darmträgheit bis hin zum paralytischen Ileus auftreten, die durch die Behandlung mit Clonidin noch verstärkt werden kann
- kann eine Dosisreduktion bis hin zum Absetzen des Arzneimittels sowie eine symptomatische Therapie erforderlich machen
- bei Patienten mit Alkoholentzugssyndrom kann spontan Darmträgheit bis hin zum paralytischen Ileus auftreten, die durch die Behandlung mit Clonidin noch verstärkt werden kann
Anwendungshinweise
- Anwendung nur unter kontinuierlicher intensivmedizinischer Überwachung
- EKG-Monitorüberwachung und regelmäßige sorgfältige Überwachung der gastrointestinalen Motilität
- i.v. Anwendung nur am liegenden Patienten
- initiale Injektion: unverdünnte i.v. injektion möglich
- zur besseren Steuerung der Menge über den Zeitraum von 10 - 15 Minuten Injektionslösung mit einer Trägerlösung verdünnen
- geeignete Trägerlösungen: Glukoselösung 5% oder physiologische Natriumchloridlösung
- kontinuierliche Weiterbehandlung: Injektionslösung verdünnen und mittels eines Perfusors i.v. infundieren (z.B. Inhalt von 1 Ampulle zu 5 ml Injektionslösung (entsprechend einer Menge von 0,75 mg Clonidin-Hydrochlorid) auf 50 ml Gesamtlösung mit einer Trägerlösung aufziehen
- Infusion mit einer Perfusionsgeschwindigkeit von 2 - 8 ml / Stunde i.v.; entsprechend einer Dosierung von 0,03 - 0,12 mg Clonidin-Hydrochlorid / Stunde bzw. 0,72 - 2,88 mg / Tag
Stillzeithinweise
Clonidin - invasiv
- in der Stillzeit kontraindiziert
- Übergang von Clonidin in die Muttermilch
- nur unzureichende Daten über eine Anwendung in der Stillperiode
- Indikation Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms
- Erfahrungen in der Stillzeit mit Clonidinhydrochlorid-Dosen, wie sie zur Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms notwendig sind, liegen nicht vor
Schwangerschaftshinweise
Clonidin - invasiv
- darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- nur unzureichende Daten über die Anwendung in der Schwangerschaft
- Anwendung in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung, fehlenden Therapiealternativen und unter sorgfältiger Überwachung von Mutter und Kind
- intravenöse Injektion von Clonidin darf in der Schwangerschaft nicht erfolgen
- Clonidin passiert die Plazentaschranke
- beim Feten kann eine Herzfrequenzsenkung auftreten
- in Einzelfällen vorübergehender Blutdruckanstieg beim Neugeborenen post partum beobachtet
- keine hinreichenden Erfahrungen zu den Langzeitauswirkungen einer pränatalen Exposition
- präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Reproduktionstoxizität
- Indikation Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms
- Erfahrungen in der Schwangerschaft mit Clonidinhydrochlorid-Dosen, wie sie zur Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms notwendig sind, liegen nicht vor
- Fertilität
- keine Untersuchungen zu Clonidin hinsichtlich der Wirkung auf die menschliche Fertilität durchgeführt
- präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Fertilität
Warnhinweise
Clonidin - invasiv
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- koronarer Herzkrankheit, insbesondere im ersten Monat nach einem Herzinfarkt
- schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV)
- fortgeschrittener chronischer arterieller Verschlusskrankheit sowie bei Raynaud-Syndrom und bei derThrombendangiitis obliterans
- zerebrovaskulärer Insuffizienz
- fortgeschrittener Niereninsuffizienz
- Obstipation
- Polyneuropathie
- parenterale Behandlung des akuten Alkoholentzugssyndroms
- bedarf kontinuierlicher intensivmedizinischer Überwachung
- Herzfrequenz
- Absinken der Herzfrequenz auf < 56 Schläge / Minute sollte während Therapie mit Clonidinhydrochlorid vermieden werden
- bei vorbestehenden Erkrankungen des Erregungsbildungs- und Erregungsleitungssystems des Herzens kann in seltenen Fällen nach der Anwendung von Clonidinhydrochlorid die Herzschlagfolge weiter verlangsamt bzw. eine bestehende AV-Überleitungsstörung (AV Block II. und III. Grades) verstärkt werden
- Störungen nach Verminderung der Dosis wieder reversibel
- vorsichtige Dosierung, um einen stärkeren Blutdruckabfall zu vermeiden, bei Patienten mit
- frischem Myokardinfarkt
- schwerer koronarer Herzkrankheit
- arteriosklerotisch bedingten Durchblutungsstörungen des Gehirns
- Behandlung des Bluthochdrucks mit Clonidin in Injektionsform
- besondere ärztliche Aufsicht erforderlich
- bei unsachgemäß rascher intravenöser Injektion (Bolus) in Einzelfällen initial für einige Minuten systolische Blutdruckerhöhungen bis max. 20 mmHg beobachtet
- Träger von Kontaktlinsen
- sollten die selten zu beobachtende Verminderung des Tränenflusses beachten
- akutes Absetzsyndrom
- nach plötzlichem Absetzen von Clonidinhydrochlorid, insbesondere nach langfristiger Behandlung und bei hohen Dosierungen, akute Absetzerscheinungen beschrieben:
- starke, evtl. auch lebensbedrohende Blutdrucksteigerung
- Herzjagen
- Herzrhythmusstörungen
- Unruhe
- Nervosität
- Zittern
- Kopfschmerzen
- und/oder Übelkeit
- übermäßiger Blutdruckanstieg in Folge des Absetzens der Clonidinhydrochlorid-Therapie kann durch i.v. Gabe von Phentolamin oder Tolazolin behandelt werden
- diese Beschwerden sind durch eine ausschleichende Dosierung über mehrere Tage zu verhindern
- nach plötzlichem Absetzen von Clonidinhydrochlorid, insbesondere nach langfristiger Behandlung und bei hohen Dosierungen, akute Absetzerscheinungen beschrieben:
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung und Sicherheit von Clonidinhydrochlorid bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt
- Behandlung dieser Patienten nicht empfohlen
- insbesondere bei der nicht zugelassenen Anwendung von Clonidinhydrochlorid mit Methylphenidat bei Kindern mit ADHS schwerwiegende unerwünschte Reaktionen, einschließlich Todesfällen, beobachtet
- von Clonidinhydrochlorid in dieser Kombination wird abgeraten
- Anwendung und Sicherheit von Clonidinhydrochlorid bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt