Paracetamol B.Braun 10 mg/ml 100 mg Infusionslsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| KTP | 20X10 ML | 45,49 € |
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Indikation
- Kurzzeit-Behandlung von mäßig starken Schmerzen, besonders nach Operationen
- Kurzzeit-Behandlung von Fieber, wenn die intravenöse Anwendung aufgrund einer dringend erforderlichen Schmerz- oder Fieberbehandlung klinisch gerechtfertigt ist und/oder wenn andere Arten der Anwendung nicht möglich sind
- Hinweise
- Durchstechflasche mit 100 ml nur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder > 33 kg KG
- Durchstechflasche mit 50 ml nur für reife Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis etwa 33 kg KG
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 10 mg Paracetamol
- Kurzzeitbehandlung von mäßig starken Schmerzen / Fieber
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG ohne zusätzliche Risikofaktoren für Lebertoxizität:
- 100 ml (1 g Paracetamol) bis zu 4mal / Tag
- max. Volumen (ml) / Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse: 100 ml
- Dosierungsintervall: mind. 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 4 g
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG und zusätzliche Risikofaktoren für Lebertoxizität:
- 100 ml (1 g Paracetamol) bis zu 4mal / Tag
- max. Volumen (ml) / Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse: 100 ml
- Dosierungsintervall: mind. 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 3 g
- Erwachsene und Jugendliche (< 50 kg KG) und Kinder > 33 kg KG (ca. 11 Jahre)
- 1,5 ml (15 mg Paracetamol) / kg KG bis zu 4mal / Tag
- max. Volumen (ml) / Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse: 75 ml
- Dosierungsintervall: mind. 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 60 mg / kg KG (max. 3 g Paracetamol)
- Kinder (> 10 - 33 kg KG)
- 1,5 ml (15 mg Paracetamol) / kg KG bis zu 4mal / Tag
- max. Volumen (ml) / Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse: 49,5 ml
- Dosierungsintervall: mind. 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 60 mg / kg KG (max. 2 g Paracetamol)
- reife Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kinder < 10 kg KG)
- 0,75 ml (7,5 mg Paracetamol) / kg KG bis zu 4mal / Tag
- max. Volumen (ml) / Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse: 7,5 ml
- Dosierungsintervall: mind. 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 30 mg / kg KG
- Frühgeborene: keine Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit
- Behandlungsdauer: Umstellung auf geeignete orale analgetische Therapie sobald wie möglich
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG ohne zusätzliche Risikofaktoren für Lebertoxizität:
Dosisanpassung
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <= 30 ml / Min)
- Verlängerung des Dosierintervalls auf mind. 6 Stunden
- max. 4 Einzeldosen / 24 Stunden
- Erwachsene mit hepatozellulärer Insuffizienz, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Mangelernährung (geringe Reserven an hepatischem Glutathion), Dehydratation
- tägliche Maximaldosis: 3 g
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung notwendig
Kontraindikationen
Paracetamol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol oder Propacetamolhydrochlorid (Prodrug von Paracetamol)
- schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
Nebenwirkungen
Paracetamol - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Neutropenie
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- von einfachen Hautausschlägen oder Urtikaria bis hin zum anaphylaktischen Schock
- erfordern ein Absetzen der Behandlung
- Bronchospasmus
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythem
- Pruritus
- Flush (Hitzegefühl / Hautrötungen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- in klinischen Studien: Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Brennen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Verschreibung und Anwendung mit besonderer Achtsamkeit, um Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) zu vermeiden
- es muss sichergestellt sein, dass die korrekte Dosis verschrieben und ausgegeben wird
- in der Verordnung sowohl die zu verabreichende Dosis in mg als auch das Volumen in ml angeben
- es ist sicherzustellen, dass jede Einzeldosis genau abgemessen und verabreicht wird
- Anwendung als 15-minütige intravenöse Infusion
- vor der Anwendung visuelle Prüfung auf Verunreinigungen und Verfärbungen
- Patienten < 10 kg Körpergewicht:
- Durchstechflasche wegen des geringen Infusionsvolumens, welches in dieser Patientengruppe benötigt wird, nicht direkt als Infusion verwendet werden
- die zu infundierende Dosis sollte vielmehr aus der Durchstechflasche entnommen und mit 0,9% Natriumchlorid-Lösung oder 5%-Glucose-Lösung bis zu 10 fach verdünnt werden
- verdünnte Lösung über einen Zeitraum von 15 Min.infundieren
- 5 oder 10ml Spritze benutzen, um die Dosis entsprechend des Körpergewichts des Kindes und des gewünschten Volumens abzumessen
- dieses Volumen darf keinesfalls 7,5 ml / verabreichter Dosis überschreiten
- Anwender auf die Dosierungsrichtlinien in der Produktinformation hingewiesen werden
- Infusion unabhängig von der Infusionsroute besonders gegen Ende der Infusion gründlich überwachen (Überwachung zum Infusionsende besonders bei zentralvenöser Infusion wichtig, um eine Luftembolie zu vermeiden)
- Lösung innerhalb 1 Stunde ab Herstellung (einschließlich Infusionszeit) anwenden
- nur zur einmaligen Anwendung
- jede nicht verbrauchte Lösung verwerfen
Stillzeithinweise
Paracetamol - invasiv
- Paracetamol kann bei stillenden Frauen angewendet werden
- nach oraler Gabe Ausscheidung in geringen Mengen in die Muttermilch
- unerwünschte Wirkungen auf gestillte Säuglinge bisher nicht beobachtet
Schwangerschaftshinweise
Paracetamol - invasiv
- falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft angewendet werden
- jedoch sollte die niedrigste wirksame Dosis so kurz und selten wie möglich angewendet werden
- Vielzahl von Daten bei schwangeren Frauen zeigen weder eine malformative, noch eine feto-/neonatale Toxizität
- epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse aus
Warnhinweise
Paracetamol - invasiv
- Risiko für Medikationsfehler
- Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) müssen unbedingt vermieden werden, da derartige Irrtümer zu versehentlicher Überdosierung führen und den Tod des Patienten zur Folge haben kann
- Verschreibung und Anwendung von Paracetamol müssen mit besonderer Achtsamkeit erfolgen, um Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) zu vermeiden
- muss sichergestellt sein, dass die korrekte Dosis verschrieben und verabreicht wird
- in der Verordnung sollte sowohl die zu verabreichende Dosis in mg als auch das Volumen in ml angegeben werden
- sicherstellen, dass jede Einzeldosis genau abgemessen und verabreicht wird
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, ist sicherzustellen, dass andere verabreichte Arzneimittel weder Paracetamol noch Propacetamolhydrochlorid enthalten
- Umstellung auf orales Schmerzmittel
- empfohlen, so schnell wie möglich auf eine geeignete orale analgetische Therapie umzustellen
- von einer längeren oder häufigen Anwendung wird abgeraten
- besondere Vorsicht bei
- abnormaler Leberfunktion und hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh <= 9)
- hepatobiliären Beschwerden
- Meulengracht Gilbert Syndrom (familiäre nicht-haemolytische Gelbsucht)
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <= 30 ml/Min.)
- chronischem Alkoholismus
- totaler parenteraler Ernährung (TPN)
- chronischer Mangelernährung (geringe Reserven an hepatischem Glutathion)
- Verwendung von Enzyminduktoren
- Verwendung hepatotoxischer Substanzen
- Dehydratation
- genetisch bedingtem G-6-PD-Mangel (Favismus)
- nach Verabreichung von Paracetamol kann es aufgrund der verringerten Bereitstellung von Glutathion zum Auftreten einer hämolytischen Anämie kommen
- gleichzeitiger Verabreichung von Flucloxacillin
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis (HAGMA)),
- insbesondere bei Patienten mit
- schwerer Nierenfunktionsstörung
- Sepsis
- Mangelernährung
- anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus)
- sowie bei Patienten, die Paracetamol in maximalen Tagesdosen anwenden
- insbesondere bei Patienten mit
- eine engmaschige Überwachung, einschließlich der Untersuchungen auf Pidolsäure (Synonym: „5-Oxoprolin") im Urin, wird empfohlen
- wird Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter angewendet
- ist es ratsam sicherzustellen, dass keine Anzeichen von HAGMA bestehen, denn es besteht die Möglichkeit, dass Flucloxacillin das Krankheitsbild von HAGMA bestehen lässt
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis (HAGMA)),
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sicherstellen, dass andere angewendete Arzneimittel weder Paracetamol noch Propacetamol enthalten
- ggf. müssen andere Paracetamol-haltige Arzneimittel berücksichtigt und die Dosis angepasst werden
- höhere Dosierungen als empfohlen bergen das Risiko einer sehr schweren Leberschädigung
- klinische Anzeichen und Symptome von Leberschäden (einschließlich fulminante Hepatitis, Leberversagen, cholestatische Hepatitis, zytolytische Hepatitis) machen sich in der Regel zwischen 2 Tage bis max. 4 - 6 Tage nach Verabreichung bemerkbar
- Behandlung mit einem Antidot sollte so schnell wie möglich durchgeführt werden
- schwerwiegende Hautreaktionen
- Paracetamol kann schwerwiegende Hautreaktionen hervorrufen
- Patienten sollen über die ersten Anzeichen von schweren Hautreaktionen informiert werden
- beim ersten Auftreten von Hautausschlag oder jedes anderen Anzeichens vonÜberempfindlichkeit
- die Anwendung des Arzneimittels einstellen
- Auswirkungen auf Laborergebnisse
- Paracetamol kann die Ergebnisse von Harnsäureuntersuchungen mittels Phosphorwolframsäure und von Blutzuckertests mittels Glucose-Oxidase-Peroxidase beeinflussen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen