Paracetamol Kabi 10mg/ml 500mg Infusionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X50 ML | 30,17 € |
| N2 | 10X100 ML | 30,25 € |
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Indikation
- Kurzzeitbehandlung von
- mäßig starken Schmerzen, besonders nach Operationen
- Fieber, wenn intravenöse Anwendung aufgrund dringend erforderlicher Schmerz- oder Fieberbehandlung klinisch gerechtfertigt ist und / oder wenn andere Arten der Anwendung nicht möglich sind
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Infusionslösung enthält 10 mg Paracetamol
- Kurzzeitbehandlung von mäßig starken Schmerzen, besonders nach Operationen; Kurzzeitbehandlung von Fieber, wenn intravenöse Anwendung klinisch gerechtfertigt und / oder andere Arten der Anwendung nicht möglich
- Durchstechflasche mit 100 ml Inhalt: nur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder > 33 kg KG
- Dosierung in Abhängigkeit vom KG
- Hinweise
- Mindestabstand zwischen 2 Anwendungen: 4 Stunden
- max. 4 Einzeldosen innerhalb von 24 Stunden verabreichen
- Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) vermeiden
- kann zu versehentlicher Überdosierung und zum Tod des Patienten führen
- Risiko einer Überdosierung vermeiden
- andere angewendete Arzneimittel sollten weder Paracetamol noch Propacetamol enthalten
- max. Tagesdosis gelten für Patienten, die keine anderen Paracetamol-haltigen Arzneimittel erhalten und sollten entsprechend angepasst werden, um solche Produkte zu berücksichtigen
- bei höheren Dosierungen als empfohlen: Risiko einer sehr schweren Leberschädigung
- klinische Symptome und Anzeichen einer Leberschädigung (einschließlich fulminanter Hepatitis, Leberversagen, cholestatischer Hepatitis, zytolytischer Hepatitis) treten üblicherweise erst 2 Tage nach der Anwendung auf und erreichen den Höhepunkt nach 4 - 6 Tagen
- Behandlung mit einem Antidot so schnell wie möglich durchführen
- </= 10 kg KG
- 0,75 ml Infusionslösung/kg KG (7,5 mg Paracetamol/kg KG) pro Awendung
- max. Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht: 7,5 ml
- max. Tagesdosis: 30 mg/kg
- > 10 kg KG bis =/< 33 kg KG
- 1,5 ml Infusionslösung/kg KG (15 mg Paracetamol/kg KG) pro Awendung
- max. Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht: 49 ml
- max. Tagesdosis: 60 mg/kg (d.h. max. Tagesdosis 2 g)
- > 33 kg KG bis =/< 50 kg KG
- 1,5 ml Infusionslösung/kg KG (15 mg Paracetamol/kg KG) pro Awendung
- max. Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht: 75 ml
- max. Tagesdosis: 60 mg/kg (d.h. max. Tagesdosis 3 g)
- > 50 kg KG und zusätzliche Risikofaktoren für Lebertoxizität
- 100 ml Infusionslösung (1 g Paracetamol) pro Anwendung
- max. Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht: 100 ml
- max. Tagesdosis: 3 g
- > 50 kg KG und keine Risikofaktoren für Lebertoxizität
- 100 ml Infusionslösung (1 g Paracetamol) pro Awendung
- max. Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht: 100 ml
- max. Tagesdosis: 4 g
- Behandlungsdauer
- möglichst schnell auf eine geeignete orale analgetische Therapie umstellen
Dosisanpassung
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 10 - 50 ml/min)
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- Mindestabstand zwischen 2 Anwendungen: 6 Stunden
- bei Hämodialyse (Kreatinin-Clearance 10 ml / Min.)
- Mindestabstand zwischen 2 Anwendungen: 8 Stunden
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- abnormale Leberfunktion und hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh </= 9)
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- Erwachsene mit chronischer oder kompensierter aktiver Lebererkrankung, hepatozellulärer Insuffizienz, chronischem Alkoholismus, chronischer Mangelernährung (geringe Reserven an Glutathion in der Leber), Dehydrierung, Meulengracht-Gilbert-Syndrom, < 50 kg KG
- max. Tagesdosis: 3.000 mg Paracetamol
Kontraindikationen
Paracetamol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol oder Propacetamolhydrochlorid (Prodrug von Paracetamol)
- schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
Nebenwirkungen
Paracetamol - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Neutropenie
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- von einfachen Hautausschlägen oder Urtikaria bis hin zum anaphylaktischen Schock
- erfordern ein Absetzen der Behandlung
- Bronchospasmus
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythem
- Pruritus
- Flush (Hitzegefühl / Hautrötungen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- in klinischen Studien: Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Brennen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zur intravenösen Anwendung
- 15-minütige i.v.-Infusion
- nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt; nicht verwendete Lösung verwerfen
- Infusionslösung visuell auf Partikel und Verfärbungen untersuchen
- Patienten </= 10 kg KG
- bis zu 10-fache Verdünnung mit 0,9 % NaCl-Lsg. oder 5 % Glucose-Lsg. möglich
- über 15 Minuten verabreichen
- zum Abmessen der Dosis eine 5 ml- oder 10 ml-Spritze verwenden
- das Volumen darf jedoch auf keinen Fall 7,5 ml pro Dosis überschreiten
- weitere Hinweise zur Verdünnung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Paracetamol - invasiv
- Paracetamol kann bei stillenden Frauen angewendet werden
- nach oraler Gabe Ausscheidung in geringen Mengen in die Muttermilch
- unerwünschte Wirkungen auf gestillte Säuglinge bisher nicht beobachtet
Schwangerschaftshinweise
Paracetamol - invasiv
- falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft angewendet werden
- jedoch sollte die niedrigste wirksame Dosis so kurz und selten wie möglich angewendet werden
- Vielzahl von Daten bei schwangeren Frauen zeigen weder eine malformative, noch eine feto-/neonatale Toxizität
- epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse aus
Warnhinweise
Paracetamol - invasiv
- Risiko für Medikationsfehler
- Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) müssen unbedingt vermieden werden, da derartige Irrtümer zu versehentlicher Überdosierung führen und den Tod des Patienten zur Folge haben kann
- Verschreibung und Anwendung von Paracetamol müssen mit besonderer Achtsamkeit erfolgen, um Dosierungsfehler durch Verwechslung von Milligramm (mg) und Milliliter (ml) zu vermeiden
- muss sichergestellt sein, dass die korrekte Dosis verschrieben und verabreicht wird
- in der Verordnung sollte sowohl die zu verabreichende Dosis in mg als auch das Volumen in ml angegeben werden
- sicherstellen, dass jede Einzeldosis genau abgemessen und verabreicht wird
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, ist sicherzustellen, dass andere verabreichte Arzneimittel weder Paracetamol noch Propacetamolhydrochlorid enthalten
- Umstellung auf orales Schmerzmittel
- empfohlen, so schnell wie möglich auf eine geeignete orale analgetische Therapie umzustellen
- von einer längeren oder häufigen Anwendung wird abgeraten
- besondere Vorsicht bei
- abnormaler Leberfunktion und hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh <= 9)
- hepatobiliären Beschwerden
- Meulengracht Gilbert Syndrom (familiäre nicht-haemolytische Gelbsucht)
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <= 30 ml/Min.)
- chronischem Alkoholismus
- totaler parenteraler Ernährung (TPN)
- chronischer Mangelernährung (geringe Reserven an hepatischem Glutathion)
- Verwendung von Enzyminduktoren
- Verwendung hepatotoxischer Substanzen
- Dehydratation
- genetisch bedingtem G-6-PD-Mangel (Favismus)
- nach Verabreichung von Paracetamol kann es aufgrund der verringerten Bereitstellung von Glutathion zum Auftreten einer hämolytischen Anämie kommen
- gleichzeitiger Verabreichung von Flucloxacillin
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis (HAGMA)),
- insbesondere bei Patienten mit
- schwerer Nierenfunktionsstörung
- Sepsis
- Mangelernährung
- anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus)
- sowie bei Patienten, die Paracetamol in maximalen Tagesdosen anwenden
- insbesondere bei Patienten mit
- eine engmaschige Überwachung, einschließlich der Untersuchungen auf Pidolsäure (Synonym: „5-Oxoprolin") im Urin, wird empfohlen
- wird Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter angewendet
- ist es ratsam sicherzustellen, dass keine Anzeichen von HAGMA bestehen, denn es besteht die Möglichkeit, dass Flucloxacillin das Krankheitsbild von HAGMA bestehen lässt
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis (HAGMA)),
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sicherstellen, dass andere angewendete Arzneimittel weder Paracetamol noch Propacetamol enthalten
- ggf. müssen andere Paracetamol-haltige Arzneimittel berücksichtigt und die Dosis angepasst werden
- höhere Dosierungen als empfohlen bergen das Risiko einer sehr schweren Leberschädigung
- klinische Anzeichen und Symptome von Leberschäden (einschließlich fulminante Hepatitis, Leberversagen, cholestatische Hepatitis, zytolytische Hepatitis) machen sich in der Regel zwischen 2 Tage bis max. 4 - 6 Tage nach Verabreichung bemerkbar
- Behandlung mit einem Antidot sollte so schnell wie möglich durchgeführt werden
- schwerwiegende Hautreaktionen
- Paracetamol kann schwerwiegende Hautreaktionen hervorrufen
- Patienten sollen über die ersten Anzeichen von schweren Hautreaktionen informiert werden
- beim ersten Auftreten von Hautausschlag oder jedes anderen Anzeichens vonÜberempfindlichkeit
- die Anwendung des Arzneimittels einstellen
- Auswirkungen auf Laborergebnisse
- Paracetamol kann die Ergebnisse von Harnsäureuntersuchungen mittels Phosphorwolframsäure und von Blutzuckertests mittels Glucose-Oxidase-Peroxidase beeinflussen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen