Paracetamol-ratiopharm 1000mg Zäpfchen
ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Paracetamol →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 5,59 € |
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Indikation
Jugendliche >/= 12 Jahre und Erwachsene (>/= 43 kg KG)
- symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber
Dosierung
- symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber
- Dosierung in Abhängigkeit von KG und Alter
- Einzeldosis i.d.R. 10 - 15 mg / kg KG
- Tagesgesamtdosis: max. 60 mg / kg KG
- Dosierungsintervall
- mind. 6 Stunden
- richtet sich nach Symptomatik und täglicher Maximaldosis
- Erwachsene, Kinder und Jugendliche >/= 12 Jahre (>/= 43 kg KG):
- Einzeldosis in Anzahl der Zäpfchen (entsprechende Paracetamoldosis)
- 1 Zäpfchen (1.000 mg Paracetamol)
- max. Tagesdosis (24 Std.) in Anzahl der Zäpfchen (entsprechende Paracetamoldosis)
- 4 Zäpfchen (4.000 mg Paracetamol)
- Einzeldosis in Anzahl der Zäpfchen (entsprechende Paracetamoldosis)
- Behandlungsdauer
- bei Beschwerden > 3 Tage: Arzt aufsuchen
- Dosierung in Abhängigkeit von KG und Alter
Dosisanpassung
- Leberinsuffizienz
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom: Dosisreduktion bzw. Intervallverlängerung
- Dosis vermindern und/oder das Dosisintervall verlängern
- ohne ärztliche Anweisung bei Erwachsenen: tägliche Dosis von 2.000 mg nicht überschreiten
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom: Dosisreduktion bzw. Intervallverlängerung
- Niereninsuffizienz
- Dosisreduktion empfohlen
- Dosisintervall darf 6 Stunden nicht unterschreiten
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / min): Dosisintervall von mind. 8 Std. einhalten
- Dosisstärke für Patienten mit Niereninsuffizienz nicht geeignet wenn eine reduzierte Dosis erforderlich ist, geeignete Darreichungsformen sind verfügbar
- Ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- geschwächte, immobilisierte ältere Patienten mit eingeschränkter Leber-/Nierenfunktion: Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosisintervalls kann erforderlich werden
- Patienten mit Körpergewicht < 50 kg, chronischem Alkoholismus, Wasserentzug, chronischer Unterernährung
- ohne ärztliche Anweisung max. tägliche Dosis von 2.000 mg / Tag bei Erwachsenen nicht überschreiten
- Kinder und Jugendliche mit geringem Körpergewicht
- Anwendung bei Kindern < 12 Jahren bzw. < 43 kg Körpergewicht nicht empfohlen (Dosisstärke für diese Patientengruppe nicht geeignet)
- geeignetere Dosisstärken bzw. Darreichungsformen wählen
- Anwendung bei Kindern < 12 Jahren bzw. < 43 kg Körpergewicht nicht empfohlen (Dosisstärke für diese Patientengruppe nicht geeignet)
Kontraindikationen
Paracetamol - rektal
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol
Nebenwirkungen
Paracetamol - rektal
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Veränderungen des Blutbildes wie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- Veränderungen des Blutbildes wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus (Analgetika-Asthma) bei prädisponierten Personen
- Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria, Angioödem und anaphylaktischem Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fälle von metabolischer Azidose mit hoher Anionenlücke, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird (in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Lebertransaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberschädigungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Erythem
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen
- arzneimittelinduziertes Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- schwere Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Exanthem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After einführen
- zur Verbesserung der Gleitfähigkeit Zäpfchen in der Hand erwärmen oder kurz in warmes Wasser tauchen
Stillzeithinweise
Paracetamol - rektal
- Paracetamol kann in der Stillzeit in therapeutischen Dosen verabreicht werden
- nach Anwendung wird Paracetamol in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden, aber nicht in klinisch signifikanten Mengen
- bislang keine unerwünschten Wirkungen oder Nebenwirkungen während des Stillens bekannt
Schwangerschaftshinweise
Paracetamol - rektal
- falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft (nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses) angewendet werden
- sollte aber in der geringsten wirksamen Dosis für den kürzest möglichen Zeitraum und mit der geringstmöglichen Häufigkeit angewendet werden
- nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist
- große Datenmenge zu Schwangeren weist weder auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft noch auf eine Fehlbildungen verursachende oder fetale / neonatale Toxizität hin
- epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf
Warnhinweise
Paracetamol - rektal
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sicherstellen, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten
- Paracetamol sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Leberfunktionsstörungen (z.B. durch Leberentzündungen) aufgrund des erhöhten hepatotoxischen Risikos (hepatozelluläre Insuffizienz)
- gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die die Leberfunktion beeinträchtigen
- chronischer Alkoholmissbrauch
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- (schwere) Nierenfunktionsstörungen / Nierensuffizienz
- produktspezifische Abweichungen bzgl. GFR möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Erkrankungen, die mit reduziertem Glutathionspiegel einhergehen können (ggf. Dosisanpassung z.B. bei Diabetes mellitus, HIV, Down-Syndrom, Tumoren)
- Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus)
- hämolytische Anämie
- Gluthathion-Mangel
- bei Patienten mit verminderter Glutathionreserve (verursacht z.B. durch Mangelernährung, Schwangerschaft, Lebererkrankung, Sepsis / Infektion, Nierenerkrankung, Alkoholabusus) kann Anwendung das Risiko einer Leberschädigung, die auch zu metabolischer Azidose führen kann, erhöhen
- Dehydratation
- chronische Mangelernährung
- Körpergewicht unter 50 kg
- ältere Patienten
- gleichzeitige Anwendung mit Flucloxacillin
- Vorsicht ist geboten
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis [HAGMA])
- Patienten mit hohem Risiko für HAGMA sind insbesondere Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Sepsis, Unterernährung, anderen Ursachen für Glutathionmangel, z.B. chronischer Alkoholismus oder Patienten, die Paracetamol in maximalen Tagesdosen anwenden
- nach gleichzeitiger Anwendung wird engmaschige Überwachung empfohlen, einschließlich Kontrolle von Pidolsäure (Synonym "5-Oxoprolin") im Urin, um Auftreten von Säure-Base-Erkrankungen, nämlich HAGMA, festzustellen
- Vorsicht ist geboten
- Analgetika-induzierter Kopfschmerz
- bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- Analgetika-Nephropathie
- gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- Absetzsymptomatik nach längerem hoch dosiertem Gebrauch
- bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten
- Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab
- bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen
- Arzt konsultieren bei
- hohem Fieber
- Anzeichen einer Sekundärinfektion
- Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage
- Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in höheren als den empfohlenen Dosierungen angewendet werden
- Überschreiten der empfohlenen Dosis oder einmalige Anwendung der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen
- unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen
- Auswirkungen auf Laborwerte
- Anwendung von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure sowie die Blutzuckerbestimmung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen