Paxlovid 150 mg + 100 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 30 ST | 1149,19 € |
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Indikation
Erwachsene
- Behandlung einer Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Patienten, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr benötigen und ein erhöhtes Risiko haben, einen schweren COVID-19-Verlauf zu entwickeln
Dosierung
Basiseinheit: jede pinkfarbene Filmtablette enthält 150 mg Nirmatrelvir; jede weiße Filmtablette enthält 100 mg Ritonavir; 1 Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte, die jeweils zwei pinkfarbene Tabletten mit Nirmatrelvir und eine weiße Tablette mit Ritonavir enthalten
- Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19)
- Erwachsene
- 300 mg Nirmatrelvir (zwei 150 mg Tabletten) 2mal / Tag alle 12 Std. plus 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) 2mal / Tag alle 12 Std. über einen Zeitraum von 5 Tagen
- zur gleichzeitigen Einnahme
- 300 mg Nirmatrelvir (zwei 150 mg Tabletten) 2mal / Tag alle 12 Std. plus 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) 2mal / Tag alle 12 Std. über einen Zeitraum von 5 Tagen
- Therapiebeginn
- so schnell wie möglich nach der Diagnose von COVID-19
- innerhalb von 5 Tagen nach Symptombeginn
- Behandlungsdauer
- 5 Tage
- Behandlung sollte abgeschlossen werden, auch wenn der Patient nach Therapiebeginn aufgrund einer schweren oder kritischen COVID-19-Erkrankung hospitalisiert werden muss
- versäumte Dosen
- vorgesehener Einnahmezeitpunkt < 8 Std.
- ausgelassene Dosis so bald wie möglich nachholen
- anschließend übliches Einnahmeschema wiederaufnehmen
- vorgesehener Einnahmezeitpunkt > 8 Std.
- ausgelassene Dosis nicht mehr einnehmen
- stattdessen nächste Dosis zur gewohnten Zeit einnehmen
- keine doppelte Dosis einnnehmen, um ausgelassene Dosis zu ersetzen
- vorgesehener Einnahmezeitpunkt < 8 Std.
- Erwachsene
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht (eGFR >/= 60 bis < 90 ml / Min.)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mäßig oder schwer einschließlich terminale Niereninsuffizienz
- Dosisreduktion, um eine Überexposition zu vermeiden: s. Tabelle 1
- Behandlung über 5 Tage
- jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit anwenden
- an Tagen, an denen Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung einer Hämodialyse unterzogen werden: Dosis nach der Hämodialyse einnehmen
- Tabelle 1: empfohlene Dosis und Dosierungsschema
- mäßige Nierenfunktionsstörung (eGFR >/= 30 - < 60 ml / Min.)
- Tag 1 - 5
- 150 mg Nirmatrelvir (eine 150 mg Tablette) mit 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) alle 12 Stunden
- Tag 1 - 5
- schwer (eGFR < 30 ml / Min.), einschließlich hämodialysepflichtiger Patienten
- Tag 1
- 300 mg Nirmatrelvir (zwei 150 mg Tabletten) mit 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) 1mal
- Tag 2 - 5
- 150 mg Nirmatrelvir (eine 150 mg Tablette) mit 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) 1mal / Tag
- Tag 1
- mäßige Nierenfunktionsstörung (eGFR >/= 30 - < 60 ml / Min.)
- besondere Aufmerksamkeit für
- Patienten mit mäßiger Nierenfunktionsstörung
- Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte, die jeweils zwei Tabletten mit Nirmatrelvir und eine Tablette mit Ritonavir enthalten, die der täglichen Standarddosis entsprechen
- deshalb sollten Patienten mit mäßiger Nierenfunktionsstörung darauf hingewiesen werden, dass nur eine Nirmatrelvir-Tablette mit einer Ritonavir-Tablette alle 12 Stunden eingenommen werden sollte
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
- es ist eine Tagesblisterpackung verfügbar, die zwei Tabletten Nirmatrelvir und eine Tablette Ritonavir für die Anwendung an Tag 1 und jeweils eine Tablette Nirmatrelvir und eine Tablette Ritonavir für die Anwendung einmal täglich an den Tagen 2 bis 5 enthält
- Patienten mit mäßiger Nierenfunktionsstörung
- leicht (eGFR >/= 60 bis < 90 ml / Min.)
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht (Child-Pugh-Klasse A) oder mäßig (Child-Pugh-Klasse B): keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (Child-Pugh-Klasse C): kein Anwendung
- Begleittherapie mit einem Ritonavir- oder Cobicistat-haltigen Regime
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten mit HIV- oder HCV-Infektion
- Behandlung wie angezeigt fortsetzen
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten verfügbar
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe sowie gegenüber einen der sonstigen Bestandteile
- die aufgeführten Arzneimittel stellen eine Orientierungshilfe dar; es handelt sich nicht um eine vollständige Liste aller Arzneimittel, die mit Nirmatrelvir / Ritonavir kontraindiziert sind
- Arzneimittel mit stark CYP3A-abhängiger Clearance
- bei denen eine erhöhte Plasmakonzentration mit schwerwiegenden und / oder lebensbedrohlichen Reaktionen einhergeht
- a1-Adrenorezeptor-Antagonist: Alfuzosin
- Antianginöse Arzneimittel: Ranolazin
- Antiarrhythmika: Dronedaron, Propafenon, Chinidin
- Arzneimittel gegen Krebserkrankungen: Neratinib, Venetoclax
- Arzneimittel gegen Gicht: Colchicin
- Antihistaminika: Terfenadin
- Antipsychotika / Neuroleptika: Lurasidon, Pimozid, Quetiapin
- Arzneimittel zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie: Silodosin
- Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Eplerenon, Ivabradin
- Ergotaminderivate: Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin, Methylergometrin
- GI-motilitätsmodifizierende Arzneimittel: Cisaprid
- Immunsuppressiva: Voclosporin
- Lipidsenker
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren: Lovastatin, Simvastatin
- Inhibitoren des Mikrosomalen Triglycerid-Transferproteins (MTTP): Lomitapid
- Arzneimittel gegen Migräne: Eletriptan
- Mineralkortikoid-Rezeptorantagonisten: Finerenon
- Neuropsychiatrische Arzneimittel: Cariprazin
- Opioid-Antagonisten: Naloxegol
- PDE-5-Inhibitoren: Avanafil, Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil
- Sedativa / Hypnotika: Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, oral angewendetes Midazolam und Triazolam
- Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten: Tolvaptan
- bei denen eine erhöhte Plasmakonzentration mit schwerwiegenden und / oder lebensbedrohlichen Reaktionen einhergeht
- Arzneimittel, die starke CYP3A-Induktoren sind, bei denen signifikant reduzierte Nirmatrelvir / Ritonavir-Konzentrationen im Plasma mit einem potenziellen Verlust des virologischen Ansprechens und einer möglichen Resistenzbildung einhergehen können
- Antibiotika: Rifampicin, Rifapentin
- Arzneimittel gegen Krebserkrankungen: Apalutamid, Enzalutamid
- Antikonvulsiva: Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon
- Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator-Potentiatoren: Lumacaftor / Ivacaftor
- pflanzliche Arzneimittel: Johanniskraut (Hypericum perforatum)
- Hinweise
- Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir darf nicht unmittelbar nach dem Absetzen von CYP3A4-Induktoren begonnen werden, da die Wirkung des kürzlich abgesetzten CYP3A4-Induktors verzögert nachlässt
- für die Festlegung des geeigneten Zeitpunkts für den Behandlungsbeginn einen multidisziplinären Ansatz (z. B. unter Einbeziehung von Ärzten und Fachärzten für klinische Pharmakologie) in Betracht ziehen, wobei die verzögert nachlassende Wirkung des kürzlich abgesetzten CYP3A-Induktors und die Notwendigkeit, die Behandlung innerhalb von 5 Tagen nach Symptombeginn zu initiieren, zu berücksichtigen sind
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Anaphylaxie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö, Erbrechen, Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag*
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Toxisch-epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Pruritus*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- * diese Nebenwirkungen sind ebenfalls Manifestationen einer Überempfindlichkeitsreaktion
- Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
- basierend auf begrenzten Daten aus einer offenen Phase-1-Studie entsprach das Sicherheitsprofil des Arzneimittels bei Teilnehmern mit schwerer Nierenfunktionsstörung, einschließlich dialysepflichtiger Teilnehmer, dem in anderen klinischen Studien beobachteten Sicherheitsprofil
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Nirmatrelvir muss gleichzeitig mit Ritonavir eingenommen werden
- wird Nirmatrelvir nicht korrekt zusammen mit Ritonavir eingenommen, kommt es zu Plasmakonzentrationen von Nirmatrelvir, die nicht ausreichen, um die gewünschte therapeutische Wirkung zu erzielen
- Arzneimittel mit oder ohne eine Mahlzeit einnehmen
- Tabletten als Ganzes schlucken und nicht kauen, zerbrechen oder zerdrücken, da derzeit keine Daten verfügbar sind
Stillzeithinweise
- Nirmatrelvir und Ritonavir werden in die Muttermilch ausgeschieden
- über die Auswirkungen von Nirmatrelvir und Ritonavir auf das gestillte Neugeborene / den Säugling oder die Milchproduktion ist nichts bekannt
- ein Risiko für das Neugeborene/ den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
- das Stillen sollte während der Behandlung und als Vorsichtsmaßnahme für 48 Stunden nach Beendigung der Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir unterbrochen werden
Schwangerschaftshinweise
- Frauen im gebärfähigen Alter
- es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir bei Schwangeren vor, die Aufschluss über das Risiko arzneimittelassoziierter unerwünschter Wirkungen auf die Entwicklung des Fötus / Embryos geben
- eine Schwangerschaft sollte während der Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir und als Vorsichtsmaßnahme für 7 Tage nach Abschluss der Behandlung vermieden werden
- die Anwendung von Ritonavir kann die Wirksamkeit kombinierter hormoneller Kontrazeptiva verringern
- Patientinnen, die kombinierte hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollte geraten werden, während der Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir und bis zum ersten Menstruationszyklus nach Beendigung der Behandlung eine andere wirksame Methode zur Empfängnisverhütung oder eine zusätzliche Barriere-Methode anzuwenden
- Schwangerschaft
- begrenzte Daten zur Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir bei Schwangeren vorliegend
- die Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Verhütungsmittel anwenden, wird nicht empfohlen, es sei denn, der klinische Zustand erfordert eine Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir
- Nirmatrelvir
- tierexperimentelle Daten zu Nirmatrelvir zeigten eine Entwicklungstoxizität bei Kaninchen (geringeres fötales Körpergewicht), jedoch nicht bei Ratten
- Ritonavir
- Daten von einer großen Anzahl Frauen, die während der Schwangerschaft Ritonavir erhielten, weisen auf keine Erhöhung der Fehlbildungsraten im Vergleich zur beobachteten Rate aus populationsbasierten Fehlbildungsregistern hin
- tierexperimentelle Daten zu Ritonavir zeigten eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- es liegen keine Daten aus Studien am Menschen zur Auswirkung Nirmatrelvir / Ritonavir oder Ritonavir alleine auf die Fertilität vor
- sowohl Nirmatrelvir als auch Ritonavir, jew. separat getestet, hatten keine Auswirkungen auf die Fertilität von Ratten
Warnhinweise
- Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- das Management von Arzneimittelwechselwirkungen bei Hochrisikopatienten mit COVID-19, die mehrere Begleitmedikamente erhalten, kann komplex sein und erfordert ein fundiertes Wissen über Art und Ausmaß der Wechselwirkung mit allen Begleitmedikamenten
- bei bestimmten Patienten sollte für das Management von Arzneimittelwechselwirkungen ein multidisziplinärer Ansatz (z. B. unter Einbeziehung von Ärzten und Fachärzten für klinische Pharmakologie) in Betracht gezogen werden, insbesondere wenn Begleitmedikamente ausgesetzt werden, ihre Dosis reduziert wird oder eine Überwachung auf Nebenwirkungen erforderlich ist
- Wirkungen von Nirmatrelvir / Ritonavir auf andere Arzneimittel
- Erhöhung der Plasmakonzentrationen von über CYP3A metabolisierten Arzneimitteln möglich durch
- Einleitung einer Behandlung mit dem CYP3A-Inhibitor Nirmatrelvir / Ritonavir bei Patienten, die über CYP3A metabolisierte Arzneimittel erhalten
- Beginn einer Anwendung von über CYP3A metabolisierten Arzneimitteln bei Patienten, die bereits Nirmatrelvir / Ritonavir einnehmen
- Erhöhung der Plasmakonzentrationen von über CYP3A metabolisierten Arzneimitteln möglich durch
- gleichzeitige Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir mit Calcineurin-Inhibitoren und mTOR-Inhibitoren
- eine multidisziplinäre Gruppe (z. B. aus Ärzten, Fachärzten für immunsuppressive Therapien und/oder Fachärzten für klinische Pharmakologie) muss konsultiert werden, um mit der Komplexität dieser gleichzeitigen Anwendung umzugehen, indem die Serumkonzentrationen des Immunsuppressivums engmaschig und regelmäßig überwacht werden und die Dosis des Immunsuppressivums gemäß den aktuellen Leitlinien angepasst wird
- Wirkungen von anderen Arzneimitteln auf Nirmatrelvir / Ritonavir
- Erhöhung bzw. Verringerung der Plasmakonzentration von Nirmatrelvir / Ritonavir möglich durch
- Einleitung einer Behandlung mit CYP3A inhibierenden oder induzierenden Arzneimitteln
- mögliche Folgen solcher Wechselwirkungen
- klinisch signifikante Nebenwirkungen, die potenziell zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen oder tödlichen Ereignissen durch die höhere Exposition gleichzeitig angewendeter Arzneimittel führen können
- klinisch signifikante Nebenwirkungen aufgrund einer höheren Nirmatrelvir / Ritonavir-Exposition
- Verlust der therapeutischen Wirkung von Nirmatrelvir / Ritonavir und mögliche Entwicklung einer viralen Resistenz
- Auflistung der Arzneimittel, die für die gleichzeitige Anwendung mit Nirmatrelvir / Ritonavir kontraindiziert sind sowie potenziell signifikante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: siehe "absolute Kontraindikationen" / "Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen" bzw. Herstellerinformation
- vor und während der Therapie mit Nirmatrelvir / Ritonavir sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln in Betracht gezogen werden
- die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel sollte während der Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir regelmäßig geprüft und Patienten sollten auf mögliche Nebenwirkungen von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln überwacht werden
- Erhöhung bzw. Verringerung der Plasmakonzentration von Nirmatrelvir / Ritonavir möglich durch
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir wurde über Anaphylaxie, Überempfindlichkeitsreaktionen und schwerwiegende Hautreaktionen (einschl. toxisch-epidermaler Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom) berichtet
- wenn Anzeichen und Symptome einer klinisch signifikanten Überempfindlichkeitsreaktion oder Anaphylaxie auftreten, ist die Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir sofort abzubrechen und eine geeignete medikamentöse Behandlung und/oder unterstützende Maßnahmen einzuleiten
- schwere Leberfunktionsstörung
- es liegen keine pharmakokinetischen und klinischen Daten vor
- daher sollte das Arzneimittel bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht angewendet werden
- Hepatotoxizität
- bei Patienten, die mit Ritonavir behandelt wurden, sind eine Erhöhung hepatischer Transaminasen sowie eine klinisch manifeste Hepatitis und Ikterus aufgetreten
- Anwendung von Nirmatrelvir / Ritonavir deshalb mit Vorsicht bei Patienten mit vorbestehenden Lebererkrankungen, Leberenzymveränderungen oder Hepatitis
- Erhöhung des Blutdrucks
- während der Behandlung mit Nirmatrelvir / Ritonavir wurden Fälle von Hypertonie berichtet, die im Allgemeinen nicht schwerwiegend und vorübergehend waren
- insbesondere bei älteren Patienten ist besondere Vorsicht, einschließlich einer regelmäßigen Kontrolle des Blutdrucks, geboten, da bei ihnen das Risiko für das Auftreten schwerwiegender Komplikationen von Hypertonie erhöht ist
- Risiko der Entwicklung einer HIV-1-Resistenz
- da Nirmatrelvir gleichzeitig mit Ritonavir angewendet wird, besteht bei Personen mit unkontrollierter oder nicht diagnostizierter HIV-1-Infektion möglicherweise das Risiko für eine Resistenzentwicklung gegen HIV-Protease-Inhibitoren