Pedea 5mg/ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 4X1 ST | 679,24 € |
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Indikation
- Behandlung eines hämodynamisch wirksamen offenen Ductus arteriosus Botalli bei Frühgeborenen vor der 34. Schwangerschaftswoche
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 5 mg Ibuprofen.
- Behandlung eines hämodynamisch wirksamen offenen Ductus arteriosus Botalli bei Frühgeborenen vor der 34. Schwangerschaftswoche
- 1. Injektion: 10 mg / kg KG
- 2. und 3. Injektion: 5 mg / kg KG
- Behandlungszyklus: 3 i.v. Dosen Ibuprofen, jeweils im Abstand von 24 Stunden
- bei Anurie oder manifester Oligurie nach Gabe der ersten oder zweiten Dosis nächste Dosis erst nach Normalisierung der Urinausscheidung
- Wiederholung eines Behandlungszyklus mit 3 Dosen bei ausbleibendem Schließen des Ductus arteriosus 48 Stunden nach der letzten Injektion oder erneutem Öffnen
- bei unverändertem Zustand auch nach dem zweiten Behandlungszyklus chirurgischen Eingriff zum Verschluss des Ductus arteriosus erwägen
Kontraindikationen
Ibuprofen - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen
- lebensbedrohliche Infektionen
- aktive Blutungen, insbesondere
- intrakranial
- gastrointestinal
- Thrombozytopenie
- Koagulationsstörungen
- signifikante Nierenfunktionsstörungen
- angeborene Herzerkrankungen, bei denen ein offener Ductus arteriosus für eine ausreichende Lungen- oder Körperdurchblutung erforderlich ist, z.B.
- Pulmonalatresie
- (schwere) Fallot-Tetralogie
- schwere Aortenisthmusstenose
- bekannte nekrotisierende Enterokolitis oder ein entsprechender Verdacht
Nebenwirkungen
Ibuprofen - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- intraventrikuläre Blutungen
- periventrikuläre Leukomalazie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- bronchopulmonale Dysplasie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pulmonale Blutungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoxämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- nekrotisierende Enterokolitis
- Darmperforation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- MagenMagen-Darm-Blutungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Magenperforation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Oligurie
- Wasserretention
- Hämaturie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akutes Nierenversagen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anstieg des Kreatinins und Abnahme des Natriums im Blut
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- nur i.v.
- als Kurzinfusion über 15 Min. am besten unverdünnt i.v.
- bei Bedarf das Injektionsvolumen entweder mit NaCl-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9%) oder Glukose-Injektionslösung 50 mg/ml (5%) einstellen
- gegebene tägliche Gesamtflüssigkeitsmenge berücksichtigen
- 1. Lebenstag: Volumen max. 80 ml / kg / Tag
- allmähliche Steigerung in den darauf folgenden 1 - 2 Wochen (um etwa 20 ml / kg Geburtsgewicht / Tag) auf ein Volumen von maximal 180 ml /kg Geburtsgewicht / Tag
- mit Vorsicht anwenden (Vermeidung von Extravasationen und daraus resultierenden möglichen Gewebereizungen)
- nicht in Kontakt mit sauren Lösungen, wie z.B. bestimmten Antibiotika oder Diuretika bringen: Infusionsleitung vor und nach der Gabe des Arzneimittels 15 Min. lang mit 1,5 - 2 ml NaCl-Injektionslösung 9 mg/ m l (0,9%) oder Glukose-Injektionslösung 50 mg / ml (5%) g spülen
Stillzeithinweise
Ibuprofen - invasiv
- nicht von Bedeutung
Schwangerschaftshinweise
Ibuprofen - invasiv
- nicht von Bedeutung
Warnhinweise
Ibuprofen - invasiv
- vor Behandlungsbeginn
- Vorliegen eines hämodynamisch wirksamen offenen Ductus arteriosus ist durch angemessene echokardiographische Untersuchung festzustellen
- Ausschluss von pulmonaler Hypertonie sowie Ductus-abhängiger angeborener Herzkrankheit
- Vorliegen eines hämodynamisch wirksamen offenen Ductus arteriosus ist durch angemessene echokardiographische Untersuchung festzustellen
- Kontrollen
- Frühgeborene auf Anzeichen für Blutungen überwachen
- da Ibuprofen die Thrombozytenaggregation hemmen kann
- Kombination mit Aminoglykosiden
- strikte Überwachung der Aminoglykosid-Serumspiegel
- Ibuprofen verringert evtl. Aminoglykosid-Clearance
- sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion
- sorgfältige Überwachung der Magen-Darm-Funktion
- strikte Überwachung der Aminoglykosid-Serumspiegel
- Frühgeborene auf Anzeichen für Blutungen überwachen
- darf nicht prophylaktisch angewendet werden, unabhängig vom Gestationsalter
- da prophylaktische Anwendung in den ersten 3 Lebenstagen des Säuglings (mit Behandlungsbeginn innerhalb von 6 Stunden nach Geburt) bei Frühgeborenen vor der 28. Schwangerschaftswoche mit Zunahme der pulmonalen und renalen Nebenwirkungen verbunden war
- schwere Hypoxämie mit pulmonaler Hypertension wurde bei 3 Säuglingen innerhalb einer Std. nach der 1. Infusion festgestellt
- besserte sich jedoch innerhalb von 30 Minuten nach inhalativer Gabe von Stickoxid
- falls es während oder nach Pedea-Infusion zu Hypoxämie kommt
- Lungendruck engmaschig kontrollieren
- Säuglinge mit deutlicher Erhöhung der Bilirubinkonzentration im Blut
- von Ibuprofen-Anwendung absehen
- in-vitro Untersuchungen zeigten, dass Ibuprofen Bilirubin von seiner Albumin-Bindungsstelle verdrängt
- evtl. Risiko für Bilirubin-Enzephalopathie bei Frühgeborenen erhöht
- in-vitro Untersuchungen zeigten, dass Ibuprofen Bilirubin von seiner Albumin-Bindungsstelle verdrängt
- von Ibuprofen-Anwendung absehen
- Vorliegen einer Infektion
- mit Vorsicht anwenden
- als nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR) kann Ibuprofen übliche Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren
- Anwendung mit Vorsicht zur Vermeidung von Extravasationen und daraus resultierenden möglichen Gewebereizungen
- schwerwiegende Hautreaktionen
- schwerwiegende Hautreaktionen, einige davon tödlich, einschließlich exfoliativer Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse wurden im Zusammenhang mit Anwendung steroidfreier entzündungshemmender Arzneimittel in seltenen Fällen berichtet
- höchstes Risiko für diese Reaktionen scheint schon früh im Verlauf der Therapie zu bestehen, Beginn der Reaktion in den meisten Fällen innerhalb des ersten Monats der Behandlung
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) wurde im Zusammenhang mit Ibuprofen enthaltenden Produkten berichtet
- beim ersten Auftreten von Anzeichen und Symptomen schwerwiegender Hautreaktionen wie Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Hypersensibilität
- Ibuprofen absetzen
- bei Frühgeborenen vor der 27. SSW wurde mit empfohlenem Dosierungsschema eine niedrige Verschlussrate des Ductus arteriosus (33 bis 50 %) festgestellt