Penicillin V-ratiopharm 1.5 Mega Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 12,71 € |
| N2 | 20 ST | 13,79 € |
| N3 | 30 ST | 14,78 € |
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Indikation
- Behandlung von leichten bis mittelschweren Infektionen, die durch Phenoxymethylpenicillin-sensible Erreger bedingt und einer oralen Penicillin-Therapie zugänglich sind, wie z.B.
- Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches (Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis, Otitis media)
- Infektionen der tiefen Atemwege (Bronchitis, Bronchopneumonie, Pneumonie)
- Infektionen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich
- Endokarditisprophylaxe bei Eingriffen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich oder am oberen Respirationstrakt
- Infektionen der Haut (Pyodermie, Furunkulose, Phlegmone)
- Lymphadenitis, Lymphangitis
- Infektionen verursacht durch ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (z.B. Scharlach, Erysipel, Rezidivprophylaxe bei rheumatischem Fieber)
- Hinweise
- ggf. Kombination mit einem weiteren geeigneten Antibiotikum möglich
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen berücksichtigen
Dosierung
- Leichte bis mittelschwere Infektionen, die durch Phenoxymethylpenicillin-sensible Erreger bedingt und einer oralen Penicillin-Therapie zugänglich sind
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- 1 Filmtablette (1,5 Mio. Einheiten (885 mg Phenoxymethylpenicillin)) 3mal / Tag
- allgemeine Dosierungsempfehlung je nach Schwere und Lokalisation der Infektion: 0,5 - 1,5 Mio. Einheiten (295 - 885 mg Phenoxymethylpenicillin) 3 - 4mal / Tag
- Dosissteigerung, optional, bei schweren Fällen bzw. minderempfindlichen Erregern oder ungünstig gelegenem Infektionsort
- doppelte Tagesdosis und mehr möglich
- Kinder (< 12 Jahre)
- auf jeweiliges Körpergewicht und Lebensalter abgestimmte Tagesdosis
- reife Neugeborene, ältere Säuglinge, Kleinkinder: es stehen niedriger dosierbare, flüssige Darreichungsformen zur Verfügung
- Behandlungsdauer
- i.d.R. 7 (- 10) Tage
- mind. weitere 2 - 3 Tage nach Abklingen der Symptome
- bei fehlendem Therapieeffekt nach 3 - 4 Tagen
- erneute Sensibilitätsbestimmung und ggf. Wechsel des Antibiotikums
- bei Otitis media: max. 5 Tage
- bei möglichen Komplikationen: evtl. 5 - 10 Tage angezeigt
- Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken
- mind. 10 Tage (Vorbeugung von Spätkomplikationen wie rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- bis zu Kreatinin-Clearance von 30 - 15 ml / Min. bei einem Dosierungsintervall von 8 Stunden
- keine Dosisanpassung nötig
- Anurie: Verlängerung des Dosierungsintervalls auf 12 Stunden empfohlen
- bis zu Kreatinin-Clearance von 30 - 15 ml / Min. bei einem Dosierungsintervall von 8 Stunden
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
Kontraindikationen
Phenoxymethylpenicillin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Phenoxymethylpenicillin oder gegen andere Penicilline
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) auf ein anderes Betalaktam-Antibiotikum in der Anamnese
- Kreuzallergie mit anderen Betalaktam Antibiotika kann bestehen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Phenoxymethylpenicillin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Reaktionen, meist Hautreaktionen (Exantheme, Juckreiz, Urtikaria)
- urtikarielle Sofortreaktion deutet meist auf eine echte Penicillin-Allergie hin und zwingt zum Therapieabbruch
- allergische Reaktionen, meist Hautreaktionen (Exantheme, Juckreiz, Urtikaria)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwerwiegende allergische Reaktionen als Folge einer Sensibilisierung gegen die 6-Amino-Penicillansäure-Gruppe, z.B.
- Arzneimittelfieber
- Gelenkschmerzen
- angioneurotisches Ödem
- Larynxödem
- Bronchospasmen
- Herzjagen
- Luftnot
- Serumkrankheit
- allergische Vaskulitis
- schwere bullöse Hautreaktionen wie z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom
- Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock
- schwerwiegende allergische Reaktionen als Folge einer Sensibilisierung gegen die 6-Amino-Penicillansäure-Gruppe, z.B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herxheimer- Reaktion (bei der Behandlung von Spirochäteninfektionen)
- gekennzeichnet durch Auftreten bzw. Verschlechterung von Allgemeinsymptomen wie z. B. Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gelenkschmerzen
- Herxheimer- Reaktion (bei der Behandlung von Spirochäteninfektionen)
- Hinweis
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum anaphylaktischen Schock - sind auch nach oraler Gabe von Penicillinen beobachtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Superinfektion mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- (reversible) Blutbildveränderungen in Form von
- Granulozytopenie
- Neutropenie
- Leukopenie
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- Panzytopenie
- hämolytischer Anämie
- Eosinophilie
- Koagulationsstörungen
- (reversible) Blutbildveränderungen in Form von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- aseptische Meningitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Wirkungen auf das zentrale Nervensystem, einschließlich Krampfanfälle (insbesondere bei hohen Dosen oder schwerer Nierenfunktionsstörung)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Störungen (sind meist leichter Natur und klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab), wie
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Magendrücken
- Bauchschmerzen
- Flatulenz
- weiche Stühle
- Durchfälle (auch blutig)
- gastrointestinale Störungen (sind meist leichter Natur und klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab), wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- pseudomembranöse Enterocolitis, meist verursacht durch Clostridium difficile
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehend trockener Mund
- Geschmacksveränderungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis
- cholestatische Gelbsucht
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschläge (Exantheme)
- Schleimhautentzündungen, besonders im Bereich des Mundes (Glossitis, Stomatitis)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ausbildung einer schwarzen Haarzunge
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Zahnverfärbungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Parästhesien bei langer Anwendung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Filmtabletten unzerkaut (schlechter Geschmack des Wirkstoffes) mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen
- 1 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen (möglichst hohe Resorptionsquote)
- um Kindern die regelmäßige Einnahme zu erleichtern: Einnahme auch während der Mahlzeiten
- Tagesdosis in 3 - 4 Einzeldosen gleichmäßig über den Tag verteilen
- möglichst im Abstand von 6 - 8 Stunden
- Infektionen des Hals-, Nasen-, Ohrenbereichs
- Verabreichung der Tagesdosis in 2 Einzeldosen möglich
- vorzugsweise im Abstand von 12 Stunden
- Verabreichung der Tagesdosis in 2 Einzeldosen möglich
Stillzeithinweise
Phenoxymethylpenicillin - peroral
- Anwendung von Phenoxymethylpenicillin während der gesamten Stillzeit bei entsprechender Indikation möglich
- bisher keinerlei schädigende Wirkungen von Phenoxymethylpenicillin bekannt geworden
- Phenoxymethylpenicillin wird in die Muttermilch ausgeschieden
- maximale Milchspiegel betragen etwa 50 % der maximalen Serumspiegel
- beim gestillten Säugling Möglichkeit einer Sensibilisierung bzw. einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Auftreten von Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung beachten
Schwangerschaftshinweise
Phenoxymethylpenicillin - peroral
- Anwendung von Phenoxymethylpenicillin während der gesamten Schwangerschaft bei entsprechender Indikation möglich
- bisher keinerlei schädigende Wirkungen von Phenoxymethylpenicillin bekannt geworden
- Beobachtungen am Menschen haben bisher keinen Hinweis auf Schädigung des im Mutterleib befindlichen Kindes ergeben
- experimentelle Studien haben keine fruchtschädigende Wirkung erkennen lassen
Warnhinweise
Phenoxymethylpenicillin - peroral
- vor Beginn einer Behandlung mit Phenoxymethylpenicillin sollte die Vorgeschichte des Patienten im Hinblick auf vorangegangene Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Betalaktam-Antibiotika und andere Allergene sorgfältig abgeklärt werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- schwere und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) wurden bei mit Penicillinen (einschließlich dem oralen Phenoxymethylpenicillin) behandelten Patienten beobachtet
- Kreuzallergien können in Verbindung mit Cephalosporinen und anderen Betalaktam-Antibiotika auftreten
- Personen mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline oder Cephalosporine in der Vorgeschichte und Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z.B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale)
- tragen ein erhöhtes Risiko für solche Reaktionen
- in solchen Fällen muss Phenoxymethylpenicillin mit besonderer Vorsicht angewandt werden
- beim Auftreten allergischer Reaktionen sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine angemessene Behandlung mit den üblichen Wirkstoffen (z.B. Adrenalin bzw. andere blutdrucksteigernde Amine, Antihistamine oder Corticosteroide) erfolgen
- schwere und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) wurden bei mit Penicillinen (einschließlich dem oralen Phenoxymethylpenicillin) behandelten Patienten beobachtet
- Nierenfunktion
- Vorsicht bei deutlich eingeschränkter Nierenfunktion, da es zu Wirkungen auf das zentrale Nervensystem kommen kann
- Patienten mit schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfällen
- von der Behandlung mit Phenoxymethylpenicillin sollte abgesehen werden, da eine ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist
- parenterale Therapie mit einem geeigneten Antibiotikum, z.B. Benzylpenicillin, empfohlen
- langfristige und wiederholte Anwendung, Sekundärinfektion
- langfristige und wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion mit resistenten Keimen oder mit Sprosspilzen führen
- daher sollten die Patienten in regelmäßigen Abständen hinsichtlich einer Sekundärinfektion kontrolliert und ggf. geeignete Maßnahmen ergriffen werden
- Patienten mit rheumatoidem Fieber in der Anamnese, welche wiederholt zur Prophylaxe behandelt wurden
- können penicillinresistente Organismen beherbergen
- bei diesen Patienten sollte die Anwendung eines anderen prophylaktischen Wirkstoffs in Betracht gezogen werden
- schwere und anhaltende Durchfälle, pseudomembranöse Enterokolitis
- schwere und anhaltende Durchfälle während oder nach der Therapie mit Phenoxymethylpenicillin können ein Hinweis auf eine pseudomembranöse Enterocolitis sein
- Beendigung der Therapie mit Phenoxymethylpenicillin in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort angemessene Behandlung einleiten (z.B. Einnahme von speziellen Antibiotika / Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist)
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
- virale Begleitinfektionen
- bei Patienten mit viralen Begleitinfektionen, insb. mit Mononucleosis infectiosa, oder mit lymphatischer Leukämie sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nicht mit Phenoxymethylpenicillin behandelt werden
- diese Patienten neigen verstärkt zu erythematösen Hautreaktionen
- bei Patienten mit viralen Begleitinfektionen, insb. mit Mononucleosis infectiosa, oder mit lymphatischer Leukämie sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nicht mit Phenoxymethylpenicillin behandelt werden
- gleichzeitige Einnahme mit oralen Kontrazeptiva
- bei gleichzeitiger Einnahme mit oralen Kontrazeptiva kann eine Wirksamkeitsminderung der hormonellen Kontrazeptiva nicht ausgeschlossen werden
- deshalb empfohlen, zusätzlich nichthormonale empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden
- bei Wirkstoff Phenoxymethylpenicillin-Kalium
- bei Patienten mit Herzerkrankungen oder schweren Elektrolytstörungen anderer Genese sollte auf die Kaliumzufuhr durch das Präparat geachtet werden
- Kaliumgehalt berücksichtigen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und kontrollierter Kalium-Diät