PENTAVAC Fertigspritzen ohne Kanüle
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 67,10 € |
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Indikation
Kinder >/= 2 Monate
- aktive Immunisierung gegen
- Tetanus
- Diphtherie
- Pertussis
- Poliomyelitis
- invasive Erkrankungen durch Haemophilus influenzae Typ b, z. B.
- Meningitis
- Sepsis
- Arthritis
- Epiglottitis
- Hinweis: aktuelle STIKO-Empfehlungen beachten
Dosierung
Basiseinheit: 1 Dosis (0,5 ml) des rekonstituierten Impfstoffs enthalten: gereinigtes Diphtherie-Toxoid (D) mind. 20 I.E.; gereinigtes Tetanus-Toxoid (T) mind. 40 I.E; Bordetella pertussis-Antigene (gereinigtes Pertussis-Toxoid (PT) 25 µg, gereinigtes filamentöses Hämagglutinin (FHA) 25 µg); inaktivierte Polioviren, gezüchtet in Vero-Zellen (Typ 1: 40 DE, Typ 2: 8 DE, Typ 3: 32 DE); Haemophilus influenzae (Typ b-Polysaccharide (Polyribosylribitolphosphat) 10 µg konjugiert an Tetanus-Toxoid (Hib))
DE = D-Antigen-Einheiten gem. WHO oder entsprechende D-Antigenmenge, bestimmt durch eine geeignete immunchemische Methode
- aktive Immunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis und gegen invasive Erkrankungen durch Haemophilus influenzae Typ b verursacht
- Säuglinge und Kinder
- Grundimmunisierung >/= 2 Monate
- 1 Impfdosis (0,5 ml) 3mal im Abstand von jeweils 4 - 8 Wochen
- Auffrischimpfung im 2. Lebensjahr
- 1 Impfdosis (0,5 ml) 1mal, 6 - 12 Monate nach der 3. Impfstoffgabe
- der Impfstoff kann auch verwendet werden, wenn die Grundimmunisierung mit anderen Einzel- oder Kombinationsimpfstoffen durchgeführt wurde
- Grundimmunisierung >/= 2 Monate
- Hinweis:
- entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen Verwendung eines Impfstoffes mit reduziertem Diphtherietoxoid-Gehalt ab einem Alter von 6 Jahren
- Säuglinge und Kinder
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, insbes. gegen azelluläre oder Ganzkeim-Pertussis-Impfstoffe
- Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile
- schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung mit diesem oder einem auf den gleichen Inhaltsstoffen basierenden Impfstoff (bis zur Klärung der Ursache)
- akute oder fieberhafte Erkrankung (Impfung verschieben)
- beginnende Enzephalopathie
- Enzephalopathie unbekannter Ursache, die </= 7 Tage nach einer früheren Verabreichung eines pertussisantigenhaltigen Impfstoffs (Ganzkeim oder azellulär) auftrat
- Hinweis:
- frühere Krampfanfälle, die nicht im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Pertussis-Impfung stehen, sind keine Kontraindikation
- ggf. prophylaktische Gabe von antiepileptischen und/oder antipyretischen Medikamenten nach der Impfung
- frühere Krampfanfälle, die nicht im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Pertussis-Impfung stehen, sind keine Kontraindikation
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- Gesichtsödem
- Quincke-Ödem
- Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Appetitlosigkeit (verminderte Nahrungsaufnahme)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nervosität (Reizbarkeit)
- ungewöhnliches Schreien
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit (Schlafstörungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- lang anhaltendes, unstillbares Schreien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schläfrigkeit (Benommenheit)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle mit oder ohne Fieber
- Muskelhypotonien oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautausschlag
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rötung an der Injektionsstelle
- Fieber >/= 38 °C
- Schwellung und Schmerz an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verhärtung an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber >/= 39 °C
- Rötung und Schwellung >/= 5 cm an der Injektionsstelle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hohes Fieber > 40°C
- ödematöse Reaktionen der unteren Gliedmaßen nach Gabe von Haemophilus influenzae Typ b-Konjugat-Impfstoffen
- hierbei treten innerhalb der ersten Stunden nach der Impfung Ödeme begleitet von Zyanose, Rötung, transienter Purpura und heftiges Schreien auf; alle Reaktionen bilden sich spontan und ohne Folgen </= 24 h zurück
- ohne Häufigkeitsangabe
- großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungen an der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
- Reaktionen beginnen 24 - 72 h nach der Impfung und können mit Erythem, Wärme, Druckempfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelle verbunden sein; klingen innerhalb von 3 - 5 Tagen von selbst wieder ab
- Risiko scheint von der Anzahl zuvor erhaltener Dosen pertussisantigenhaltiger (azellulär) Impfstoffe abhängig zu sein, mit einem größeren Risiko nach der 4. und 5. Dosis
- großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungen an der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- sonstige mögliche Nebenwirkungen (Nebenwirkungen nach Verabreichung von anderen Impfstoffen, die eine oder mehrere Antigen-Komponente(n) von diesem Präparat enthalten)
- nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen:
- ohne Häufigkeitsangabe
- Plexus brachialis-Neuritis
- Guillain-Barré-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen:
- zusätzliche Information bei speziellen Bevölkerungsgruppen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche)
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- i.m. Injektion
- Säuglinge: vorzugsweise in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels (M. vastus lateralis)
- bei ältere Kinder: in den Oberarm (M. deltoideus)
- nicht intravasal oder intradermal verabreichen!
- vor der Injektion durch Aspiration prüfen, dass die Nadel nicht intravasal liegt
- Hinweise zur Rekonstitution des Impfstoffs bzw. Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
- Nicht zutreffend
Schwangerschaftshinweise
- nicht zutreffend
Warnhinweise
- Immunogenität kann bei Kindern mit immunsuppressiver Therapie oder Immunschwäche eingeschränkt sein
- Impfung zurückstellen, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist
- HIV-infizierte Kinder oder solche mit chronischer Immunschwächekrankheit (z. B. AIDS) jedoch impfen, auch wenn Antikörperbildung eingeschränkt sein sollte
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vor der Verabreichung einer weiteren Dosis, wenn nach früherer Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexus brachialis-Neuritis aufgetreten ist
- z. B. im Fall einer dadurch abgeschlossenen Grundimmunisierung
- Impfung ist i. A. bei Kindern mit unvollständiger Grundimmunisierung (< 3 Dosen) sinnvoll
- bei Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen i. m. Injektion nur mit Vorsicht verabreichen (Blutungsgefahr)
- vor jeder Impfung mit dem Impfstoff
- sorgfältige Anamnese erheben:
- persönliche und Familienanamnese
- bisheriger Gesundheitszustand
- frühere Impfungen
- danach evtl. aufgetretene Nebenwirkungen
- aktueller Gesundheitszustand
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, wenn bei früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten </= 48 h schwere Nebenwirkungen aufgetreten sind
- sorgfältige Anamnese erheben:
- Impfstoff nicht verabreichen, wenn 48 h nach einer vorangegangenen Impfung mit einem Pertussis-Impfstoff oder einem pertussisantigenhaltigen Kombinationsimpfstoff die folgenden Symptome auftraten:
- Fieber >/= 40°C, für das es keine andere Erklärung gibt
- unstillbares, lang anhaltendes Schreien > 3 h
- Krämpfe mit oder ohne Temperaturerhöhung (</= 3 Tage nach der Impfung)
- allergische Reaktionen
- hypoton-hyporesponsive Episoden
- es sollten stets geeignete Mittel zur Behandlung einer möglichen anaphylaktischen Reaktion bereitstehen
- sehr unreife Frühgeborene (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), v. a. mit Lungenunreife in der Vorgeschichte
- potenzielles Apnoe-Risiko berücksichtigen
- ggf. Atemüberwachung über 48 - 72 h nach der Impfung
- Impfung jedoch nicht vorenthalten oder aufschieben (hoher Nutzen gerade bei dieser Säuglingsgruppe)
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- nicht zutreffend