PENTAVAC Fertigspritzen ohne Kanüle

Orifarm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: DTaP-IPV-Hib-Impfstoffe →

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Fachinformationen

Indikation

Kinder >/= 2 Monate

  • aktive Immunisierung gegen
    • Tetanus
    • Diphtherie
    • Pertussis
    • Poliomyelitis
    • invasive Erkrankungen durch Haemophilus influenzae Typ b, z. B.
      • Meningitis
      • Sepsis
      • Arthritis
      • Epiglottitis
  • Hinweis: aktuelle STIKO-Empfehlungen beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 Dosis (0,5 ml) des rekonstituierten Impfstoffs enthalten: gereinigtes Diphtherie-Toxoid (D) mind. 20 I.E.; gereinigtes Tetanus-Toxoid (T) mind. 40 I.E; Bordetella pertussis-Antigene (gereinigtes Pertussis-Toxoid (PT) 25 µg, gereinigtes filamentöses Hämagglutinin (FHA) 25 µg); inaktivierte Polioviren, gezüchtet in Vero-Zellen (Typ 1: 40 DE, Typ 2: 8 DE, Typ 3: 32 DE); Haemophilus influenzae (Typ b-Polysaccharide (Polyribosylribitolphosphat) 10 µg konjugiert an Tetanus-Toxoid (Hib))

DE = D-Antigen-Einheiten gem. WHO oder entsprechende D-Antigenmenge, bestimmt durch eine geeignete immunchemische Methode

  • aktive Immunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis und gegen invasive Erkrankungen durch Haemophilus influenzae Typ b verursacht
    • Säuglinge und Kinder
      • Grundimmunisierung >/= 2 Monate
        • 1 Impfdosis (0,5 ml) 3mal im Abstand von jeweils 4 - 8 Wochen
      • Auffrischimpfung im 2. Lebensjahr
        • 1 Impfdosis (0,5 ml) 1mal, 6 - 12 Monate nach der 3. Impfstoffgabe
        • der Impfstoff kann auch verwendet werden, wenn die Grundimmunisierung mit anderen Einzel- oder Kombinationsimpfstoffen durchgeführt wurde
    • Hinweis:
      • entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen Verwendung eines Impfstoffes mit reduziertem Diphtherietoxoid-Gehalt ab einem Alter von 6 Jahren

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, insbes. gegen azelluläre oder Ganzkeim-Pertussis-Impfstoffe
  • Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile
  • schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung mit diesem oder einem auf den gleichen Inhaltsstoffen basierenden Impfstoff (bis zur Klärung der Ursache)
  • akute oder fieberhafte Erkrankung (Impfung verschieben)
  • beginnende Enzephalopathie
  • Enzephalopathie unbekannter Ursache, die </= 7 Tage nach einer früheren Verabreichung eines pertussisantigenhaltigen Impfstoffs (Ganzkeim oder azellulär) auftrat
  • Hinweis:
    • frühere Krampfanfälle, die nicht im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Pertussis-Impfung stehen, sind keine Kontraindikation
      • ggf. prophylaktische Gabe von antiepileptischen und/oder antipyretischen Medikamenten nach der Impfung

Nebenwirkungen

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen
      • Gesichtsödem
      • Quincke-Ödem
      • Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Appetitlosigkeit (verminderte Nahrungsaufnahme)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nervosität (Reizbarkeit)
      • ungewöhnliches Schreien
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit (Schlafstörungen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • lang anhaltendes, unstillbares Schreien
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schläfrigkeit (Benommenheit)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krampfanfälle mit oder ohne Fieber
      • Muskelhypotonien oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erbrechen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durchfall
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
  • allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Rötung an der Injektionsstelle
      • Fieber >/= 38 °C
      • Schwellung und Schmerz an der Injektionsstelle
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verhärtung an der Injektionsstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber >/= 39 °C
      • Rötung und Schwellung >/= 5 cm an der Injektionsstelle
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • hohes Fieber > 40°C
      • ödematöse Reaktionen der unteren Gliedmaßen nach Gabe von Haemophilus influenzae Typ b-Konjugat-Impfstoffen
        • hierbei treten innerhalb der ersten Stunden nach der Impfung Ödeme begleitet von Zyanose, Rötung, transienter Purpura und heftiges Schreien auf; alle Reaktionen bilden sich spontan und ohne Folgen </= 24 h zurück
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungen an der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
        • Reaktionen beginnen 24 - 72 h nach der Impfung und können mit Erythem, Wärme, Druckempfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelle verbunden sein; klingen innerhalb von 3 - 5 Tagen von selbst wieder ab
        • Risiko scheint von der Anzahl zuvor erhaltener Dosen pertussisantigenhaltiger (azellulär) Impfstoffe abhängig zu sein, mit einem größeren Risiko nach der 4. und 5. Dosis
  • sonstige mögliche Nebenwirkungen (Nebenwirkungen nach Verabreichung von anderen Impfstoffen, die eine oder mehrere Antigen-Komponente(n) von diesem Präparat enthalten)
    • nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen:
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Plexus brachialis-Neuritis
        • Guillain-Barré-Syndrom
  • zusätzliche Information bei speziellen Bevölkerungsgruppen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche)

Anwendungshinweise

  • i.m. Injektion
    • Säuglinge: vorzugsweise in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels (M. vastus lateralis)
    • bei ältere Kinder: in den Oberarm (M. deltoideus)
  • nicht intravasal oder intradermal verabreichen!
    • vor der Injektion durch Aspiration prüfen, dass die Nadel nicht intravasal liegt
  • Hinweise zur Rekonstitution des Impfstoffs bzw. Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

  • Nicht zutreffend

Schwangerschaftshinweise

  • nicht zutreffend

Warnhinweise

  • Immunogenität kann bei Kindern mit immunsuppressiver Therapie oder Immunschwäche eingeschränkt sein
    • Impfung zurückstellen, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist
    • HIV-infizierte Kinder oder solche mit chronischer Immunschwächekrankheit (z. B. AIDS) jedoch impfen, auch wenn Antikörperbildung eingeschränkt sein sollte
  • sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vor der Verabreichung einer weiteren Dosis, wenn nach früherer Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexus brachialis-Neuritis aufgetreten ist
    • z. B. im Fall einer dadurch abgeschlossenen Grundimmunisierung
    • Impfung ist i. A. bei Kindern mit unvollständiger Grundimmunisierung (< 3 Dosen) sinnvoll
  • bei Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen i. m. Injektion nur mit Vorsicht verabreichen (Blutungsgefahr)
  • vor jeder Impfung mit dem Impfstoff
    • sorgfältige Anamnese erheben:
      • persönliche und Familienanamnese
      • bisheriger Gesundheitszustand
      • frühere Impfungen
      • danach evtl. aufgetretene Nebenwirkungen
      • aktueller Gesundheitszustand
    • Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, wenn bei früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten </= 48 h schwere Nebenwirkungen aufgetreten sind
  • Impfstoff nicht verabreichen, wenn 48 h nach einer vorangegangenen Impfung mit einem Pertussis-Impfstoff oder einem pertussisantigenhaltigen Kombinationsimpfstoff die folgenden Symptome auftraten:
    • Fieber >/= 40°C, für das es keine andere Erklärung gibt
    • unstillbares, lang anhaltendes Schreien > 3 h
    • Krämpfe mit oder ohne Temperaturerhöhung (</= 3 Tage nach der Impfung)
    • allergische Reaktionen
    • hypoton-hyporesponsive Episoden
  • es sollten stets geeignete Mittel zur Behandlung einer möglichen anaphylaktischen Reaktion bereitstehen
  • sehr unreife Frühgeborene (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), v. a. mit Lungenunreife in der Vorgeschichte
    • potenzielles Apnoe-Risiko berücksichtigen
    • ggf. Atemüberwachung über 48 - 72 h nach der Impfung
    • Impfung jedoch nicht vorenthalten oder aufschieben (hoher Nutzen gerade bei dieser Säuglingsgruppe)
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • nicht zutreffend