PERENTEROL FORTE 250mg
MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG
Wirkstoff: Saccharomyces boulardii →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 12,46 € |
| N2 | 20 ST | 22,18 € |
| N3 | 50 ST | 50,36 € |
| KTP | 100 ST | 97,51 € |
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Indikation
- symptomatische Behandlung akuter Diarrhöen
- Vorbeugung und symptomatischen Behandlung von Reisediarrhoen sowie Diarrhoen unter Sondenernährung
- begleitende Behandlung (als Adjuvans) bei chronischen Formen der Akne
Dosierung
- Durchfallerkrankungen
- Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene
- akuter Durchfall
- 1 Kapsel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 1 - 2mal / Tag
- Prophylaxe der Reisediarrhoe
- beginnend 5 Tage vor Abreise: 1 Kapsel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 1 - 2mal / Tag
- sondenernährungsbedingte Diarrhoe
- Inhalt von 3 Kapseln (750 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) in 1,5 Liter Nährlösung
- Behandlungsdauer:
- prinzipiell keine Einschränkungen der Anwendungsdauer bekannt
- Fortsetzung der Behandlung noch einige Tage nach Sistieren der Beschwerden
- bei Durchfällen, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oderTemperaturerhöhungen einhergehen: Arzt aufsuchen
- akuter Durchfall
- Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene
- Akne
- 1 Kapsel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 3mal / Tag
- Behandlungsdauer:
- prinzipiell keine Einschränkungen der Anwendungsdauer bekannt
- Einnahme über mehrere Wochen empfohlen
- bei Verschlimmerung oder ausbleibender Besserung der Akne: Arzt aufsuchen
Kontraindikationen
Saccharomyces boulardii - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Hefe (Hefeallergie); insb. gegen Saccharomyces boulardii / cerevisiae
- Patienten mit zentralem Venenkatheter
- schwerkranke Patienten oder immunsupprimierte Patienten aufgrund des Fungämierisikos
- Anwendung bei Kindern
- jeweilige Herstellerinformation beachten
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Saccharomyces boulardii - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktion in Form von Juckreiz, Urtikaria, lokalem oder generalisertem Exanthem sowie Quincke-Ödem, Atemnot und anaphylaktischer Schock
- sollte der Patient eine der genannten Überempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere Schleimhautschwellung im Gesichtsbereich (Quincke- Ödem), Atemnot oder Anzeichen von allergischem Schock beobachten, muss das Arzneimittel abgesetzt und sofort ein Arzt informiert werden, damit dieser über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden kann
- Überempfindlichkeitsreaktion in Form von Juckreiz, Urtikaria, lokalem oder generalisertem Exanthem sowie Quincke-Ödem, Atemnot und anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fungämie bei Patienten mit zentralem Venenkatheter und bei schwerkranken oder immunsuppremierten Patienten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sepsis bei schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blähungen
- Verstopfung
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme der ganzen Kapseln bzw. Einnahme nach Einrühren (Kapselinhalt) in Flüssigkeit oder Speisen sowie als Zusatz von Sondennahrungen
- Einnahme der Kapseln unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)
- zur erleichterten Einnahme z.B. bei Kindern
- Kapsel durch Auseinanderziehen öffnen und Inhalt in Speisen oder Getränke einrühren
- Getränke oder Speisen dürfen nicht zu heiß (nicht über 50 °C) oder eisgekühlt sein
- keine Einnahme zusammen mit Alkohol
- Hinweis:
- aufgrund der Gefahr einer Kontaminierung über die Raumluft dürfen die Kapseln nicht in den Räumen von Patienten geöffnet werden
- medizinisches Fachpersonal sollte bei der Handhabung von Probiotika für die Verabreichung Handschuhe tragen
- Handschuhe danach umgehend entsorgen
- Hände gründlich waschen
Stillzeithinweise
Saccharomyces boulardii - peroral
- sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob Bestandteile aus den arzneilich wirksamen Bestandteilen oder ihre Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene kann nicht ausgeschlossen werden
- Ergebnisse experimenteller Untersuchungen liegen nicht vor
- aus der verbreiteten Anwendung als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise und Risiken in der Stillzeit ergeben
Schwangerschaftshinweise
Saccharomyces boulardii - peroral
- sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- Ergebnisse experimenteller Untersuchungen liegen nicht vor
- keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- aus der verbreiteten Anwendung als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise und Risiken in der Schwangerschaft ergeben
- tierexperimentelle Studien
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
- Fertilität
- keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Saccharomyces boulardii - peroral
- Hinweise an Patienten in der Selbstmedikation
- bei Durchfällen, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhung einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden
- bei Verschlimmerung oder ausbleibender Besserung der Akne sollte ein Arzt konsultiert werden
- Flüssigkeit und Elektrolyte
- bei Durchfallerkrankungen muss, insbesondere bei Kindern, auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten als wichtigste therapeutische Maßnahme geachtet werden.
- Saccharomyces boulardii / Saccharomyces cerevisiae ist ein lebender Mikroorganismus
- der unter ungünstigen Bedingungen, wie sie bei abwehrgeschwächten Patienten auftreten, durch eine Wanderung aus dem MagenMagen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf oder durch äußere Verunreinigung von Zentralvenenkathetern systemische (generalisierte) Pilzinfektionen hervorrufen kann
- Fungämie, Sepsis
- sehr selten über Fälle von Fungämien (mit positivem Nachweis von Saccharomyces-Stämmen in der Blutkultur) sowie Sepsis berichtet
- meist bei Patienten mit zentralem Venenkatheter, schwerkranken oder immunsuppremierten Patienten
- äußerte sich meist mit Fieber
- nach Abbruch der Saccharomyces-Therapie, der Verabreichung von Antimykotika und, wenn notwendig, der Entfernung des Katheters war das Outcome zufriedenstellend
- bei einigen schwerkranken Patienten kam es hingegen zu einem tödlichen Verlauf
- sehr selten über Fälle von Fungämien (mit positivem Nachweis von Saccharomyces-Stämmen in der Blutkultur) sowie Sepsis berichtet
- Patienten mit zentralem oder peripherem Venenkatheter
- wie bei allen Medikamenten, die lebende Mikroorganismen enthalten, muss der Handhabung des Produkts in Gegenwart von Patienten mit zentralem aber auch peripherem Venenkatheter besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, auch wenn die Patienten nicht mit Saccharomyces boulardii behandelt werden, um jegliche Kontaminierung durch die Hände und / oder Verbreitung über die Raumluft zu vermeiden
- Kinder und Jugendliche
- jeweilige Herstellerinformationen beachten