Perenterol junior 250mg Pulver Beutel

MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG Wirkstoff: Saccharomyces boulardii →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ST 6,62 €
N2 20 ST 12,32 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • symptomatische Behandlung akuter Diarrhöen, auch bei Reisediarrhö und Diarrhöen unter Sondenernährung
  • Vorbeugung von Reisediarrhöen

Dosierung

  • Durchfallerkrankungen
    • akute Durchfälle (Diarrhoen)
      • Säuglinge < 6 Monate
        • Anwendung nicht vorgesehen
        • unzureichende Untersuchungen zur Dosierung und Unbedenklichkeit
      • Säuglinge und Kleinkinder (6 Monate - 2 Jahre)
        • Behandlung nur nach Rücksprache mit dem Arzt
        • 1 Beutel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 1 - 2mal / Tag
      • Kinder (2 - 11 Jahre)
        • 1 Beutel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 1 - 2mal / Tag
      • Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
        • 1 Beutel (250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii) 1 - 2mal / Tag
    • Vorbeugung von Reisediarrhoen
      • Kinder < 12 Jahre
        • Anwendung nicht vorgesehen
        • unzureichende Untersuchungen
      • Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
        • Anwendungsbeginn: 5 Tage vor Abreise
        • 1 Beutel 1 - 2mal / Tag
    • sondenernährungsbedingte Diarrhoen
      • Inhalt von 3 Beuteln Pulver in 1,5 Liter Nährlösung geben
  • Behandlungsdauer
    • Fortsetzung der Behandlung noch einige Tage nach Sistieren der Beschwerden
    • Vorbeugung von Reisediarrhöen
      • Behandlung konsequent über die gesamte Reisedauer
    • bei Durchfällen, die > 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhungen einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden

Kontraindikationen

Saccharomyces boulardii - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Hefe (Hefeallergie); insb. gegen Saccharomyces boulardii / cerevisiae
  • Patienten mit zentralem Venenkatheter
  • schwerkranke Patienten oder immunsupprimierte Patienten aufgrund des Fungämierisikos
  • Anwendung bei Kindern
    • jeweilige Herstellerinformation beachten

Nebenwirkungen

Saccharomyces boulardii - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktion in Form von Juckreiz, Urtikaria, lokalem oder generalisertem Exanthem sowie Quincke-Ödem, Atemnot und anaphylaktischer Schock
        • sollte der Patient eine der genannten Überempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere Schleimhautschwellung im Gesichtsbereich (Quincke- Ödem), Atemnot oder Anzeichen von allergischem Schock beobachten, muss das Arzneimittel abgesetzt und sofort ein Arzt informiert werden, damit dieser über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden kann
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Fungämie bei Patienten mit zentralem Venenkatheter und bei schwerkranken oder immunsuppremierten Patienten
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sepsis bei schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blähungen
      • Verstopfung

Anwendungshinweise

  • zur Einnahme
    • nach Einrühren in Flüssigkeit oder Nahrung
    • als Zusatz von Sondennahrungen
  • Dosierungsvorschriften gelten entsprechend für die einzelnen Beutel
  • Beutelinhalt in reichlich Wasser oder andere Getränke einrühren bzw. mit Speisen vermischen
  • Getränke und Speisen
    • nicht zu heiß (nicht > 50°C) oder eisgekühlt
  • Inhalt der Beutel nicht zusammen mit Alkohol einnehmen
  • Öffnen der Beutel nicht in den Räumen von Patienten aufgrund der Gefahr einer Kontaminierung über die Raumluft
  • das medizinische Fachpersonal sollte bei der Handhabung von Probiotika für die Verabreichung Handschuhe tragen, die Handschuhe danach umgehend entsorgen und sich die Hände gründlich waschen

Stillzeithinweise

Saccharomyces boulardii - peroral
  • sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • nicht bekannt, ob Bestandteile aus den arzneilich wirksamen Bestandteilen oder ihre Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für das Neugeborene kann nicht ausgeschlossen werden
  • Ergebnisse experimenteller Untersuchungen liegen nicht vor
  • aus der verbreiteten Anwendung als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise und Risiken in der Stillzeit ergeben

Schwangerschaftshinweise

Saccharomyces boulardii - peroral
  • sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • Ergebnisse experimenteller Untersuchungen liegen nicht vor
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • aus der verbreiteten Anwendung als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise und Risiken in der Schwangerschaft ergeben
  • tierexperimentelle Studien
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
  • Fertilität
    • keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend

Warnhinweise

Saccharomyces boulardii - peroral
  • Hinweise an Patienten in der Selbstmedikation
    • bei Durchfällen, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhung einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden
    • bei Verschlimmerung oder ausbleibender Besserung der Akne sollte ein Arzt konsultiert werden
  • Flüssigkeit und Elektrolyte
    • bei Durchfallerkrankungen muss, insbesondere bei Kindern, auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten als wichtigste therapeutische Maßnahme geachtet werden.
  • Saccharomyces boulardii / Saccharomyces cerevisiae ist ein lebender Mikroorganismus
    • der unter ungünstigen Bedingungen, wie sie bei abwehrgeschwächten Patienten auftreten, durch eine Wanderung aus dem MagenMagen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf oder durch äußere Verunreinigung von Zentralvenenkathetern systemische (generalisierte) Pilzinfektionen hervorrufen kann
    • Fungämie, Sepsis
      • sehr selten über Fälle von Fungämien (mit positivem Nachweis von Saccharomyces-Stämmen in der Blutkultur) sowie Sepsis berichtet
        • meist bei Patienten mit zentralem Venenkatheter, schwerkranken oder immunsuppremierten Patienten
      • äußerte sich meist mit Fieber
      • nach Abbruch der Saccharomyces-Therapie, der Verabreichung von Antimykotika und, wenn notwendig, der Entfernung des Katheters war das Outcome zufriedenstellend
        • bei einigen schwerkranken Patienten kam es hingegen zu einem tödlichen Verlauf
    • Patienten mit zentralem oder peripherem Venenkatheter
      • wie bei allen Medikamenten, die lebende Mikroorganismen enthalten, muss der Handhabung des Produkts in Gegenwart von Patienten mit zentralem aber auch peripherem Venenkatheter besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, auch wenn die Patienten nicht mit Saccharomyces boulardii behandelt werden, um jegliche Kontaminierung durch die Hände und / oder Verbreitung über die Raumluft zu vermeiden
  • Kinder und Jugendliche
    • jeweilige Herstellerinformationen beachten