Perindopril/Amlodipin Denk 4 mg/10 mg Tabletten

Denk Pharma GmbH & Co.KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amlodipin/Perindopril →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 100 ST 59,79 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Substitutionstherapie zur Behandlung der essentiellen Hypertonie und/oder der stabilen koronaren Herzkrankheit bei Patienten, die mit der Kombination der Einzelsubstanzen Perindopril und Amlodipin in derselben Dosierung wie in der Fixkombination bereits gut eingestellt sind

Dosierung

  • Substitutionstherapie zur Behandlung der essentiellen Hypertonie und/oder der stabilen koronaren Herzkrankheit bei Patienten, die mit der Kombination der Einzelsubstanzen Perindopril und Amlodipin in derselben Dosierung wie in der Fixkombination bereits gut eingestellt sind
    • Fixdosiskombination nicht als Initialtherapie geeignet
    • wenn eine andere Dosierung erforderlich ist
      • Dosis des Kombinationspräparates ändern oder
      • individuelle Anpassung der freien Kombination in Erwägung ziehen
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • verringerte Elimination, daher regelmäßige Kontrolle von Kreatinin und Kalium im Rahmen der üblichen ärztlichen Überwachung
      • Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.
        • kontraindiziert
        • bei diesen Patienten wird eine individuelle Anpassung der Einzelsubstanzen empfohlen
        • zwischen dem Grad der Niereninsuffizienz und den Veränderungen der Amlodipinplasmaspiegel besteht keine Korrelation
        • Amlodipin ist nicht dialysierbar
    • ältere Patienten
      • verringerte Elimination, daher regelmäßige Kontrolle von Kreatinin und Kalium im Rahmen der üblichen ärztlichen Überwachung
      • ähnliche Amlodipin-Dosen werden von älteren und jüngeren Patienten gleich gut vertragen
      • übliche Dosierung empfohlen
      • Dosiserhöhung jedoch mit Vorsicht
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leichte - mäßige Leberfunktionsstörungen
        • keine Dosierungsempfehlungen vorhanden
        • Dosis vorsichtig auswählen und am unteren Ende des Dosierungsbereichs beginnen
        • um optimale Anfangs- und Erhaltungsdosis bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion herauszufinden, sollte der Patient individuell mit den Einzelkomponenten Amlodipin und Perindopril eingestellt werden
      • ausgeprägte Leberfunktionsstörungen
        • Pharmakokinetik von Amlodipin nicht untersucht
        • Therapie mit Amlodipin mit der niedrigsten Amlodipindosis beginnen und langsam titrieren
    • Kinder und Jugendliche
      • keine Anwendung
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen

Kontraindikationen

Perindopril und Amlodipin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Perindopril oder Amlodipin, sowie gegen ACE-Hemmer oder Dihydropyridin-Derivate
  • schwere Nierenfunktionsstörung (siehe jeweilige Herstellerinformation)
  • Angioödem in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorangegangenen ACE-Hemmer-Behandlung
  • hereditäres oder idiopathisches Angioödem
  • 2. oder 3. Schwangeschafts-Trimester
  • gleichzeitige Anwendung von Perindopril plus Amlodipin und Aliskiren
    • bei Patienten mit Diabetes mellitus
    • bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml / min / 1,73 m2)
  • gleichzeitige Anwendung mit Sacubitril/Valsartan
  • extrakorporale Behandlungen, bei denen Blut mit negativ geladenen Oberflächen in Kontakt kommt
  • signifikante bilaterale Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere
  • schwere Hypotonie
  • Schock, inkl. kardiogener Schock
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z.B. hochgradige Aortenstenose)
  • hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt

Therapiehinweise

Einnahme morgens.

Nebenwirkungen

Perindopril und Amlodipin - peroral

(A) - gilt für Amlodipin / (P) - gilt für Perindopril / (K) gilt für Kombinationspräparat speziell

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rhinitis (A)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rhinitis (P)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Eosinophilie (P)*
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie / Neutropenie (A), (P)
      • Agranulozytose oder Panzytopenie (P)
      • Thrombozytopenie (A), (P)
      • hämolytische Anämie bei Patienten mit kongenitalem G6PD-Mangel (P)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Reaktionen (P)
      • Überempfindlichkeit (P)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen (A)
      • Überempfindlichkeit (A)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperkaliämie (K), (P)*
      • Hyponatriämie (P)*
      • Hyperglykämie (K)
      • Hypoglykämie (P)*
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperglykämie (A)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stimmungsschwankungen (inkl. Angst) (A), (P)
      • Schlaflosigkeit (A)
      • Depression (A)
      • Schlafstörungen (P)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirttheit (A)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verwirttheit (P)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel (vor allem zu Behandlungsbeginn) (K), (A), (P)
      • Kopfschmerzen (vor allem zu Behandlungsbeginn) (A), (P)
      • Schläfrigkeit (vor allem zu Behandlungsbeginn) (A)
      • Geschmacksstörungen (P)
      • Parästhesie (P)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schläfrigkeit (vor allem zu Behandlungsbeginn) (P)*
      • Geschmacksstörungen (A)
      • Parästhesie (A)
      • Synkope (A),(P)*
      • Hypästhesie (A)
      • Tremor (A)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypertonie (A)
      • periphere Neuropathie (A)
      • zerebrovaskulärer Insult / Schlaganfall, möglicherweise als Folgeerscheinung einer übermäßigen Hypotonie bei Hochrisikopatienten (P)
      • erhöhter Muskeltonus (A)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • extrapyramidale Störungen (extrapyramidales Syndrom) (A)
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehstörungen (P) (A)
      • Diplopie (A)
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tinnitus (P)
      • Vertigo (P)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus (A)
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen (A)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen (P)*
      • Tachykardie (P)*
      • Arrhythmie (inkl. Bradykardie, ventrikulärer Tachykardie und Vorhofflimmern) (A)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angina pectoris (P)
      • Myokardinfarkt, möglicherweise als Folgeerscheinung einer übermäßigen Hypotonie bei Hochrisikopatienten (A), (P)
      • Arrhythmie (inkl. Bradykardie, ventrikulärer Tachykardie und Vorhofflimmern) (P)
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flush (A)
      • Hypotonie (und Folgeerscheinungen der Hypotonie) (P)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie (und Folgeerscheinungen der Hypotonie) (A)
      • Vaskulitis (P)*
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vaskulitis (A)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Raynaud-Phänomen (P)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten (K), (P)
      • Dyspnoe (P) (A)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmen (P)
      • Husten (A)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • eosinophile Pneumonie (P)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Schmerzen (A), (P)
      • Übelkeit (A),(P)
      • Erbrechen (P)
      • Dyspepsie (P), (A)
      • Diarrhoe (P), (A)
      • Verstopfung (P), (A)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen (A)
      • veränderte Darmentleerungsgewohnheiten (A)
      • Mundtrockenheit (A), (P)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gingivahyperplasie (A)
      • Pankreatitis (A), (P)
      • Gastritis (A)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Heptatitis, Ikterus (A)
      • Hepatitis, entweder zytolytisch oder cholestatisch (P)
      • Leberenzymwerte erhöht (meist mit Cholestase einhergehend) (A)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag, Exanthem (P)
      • Pruritus (P)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag, Exanthem (A)
      • Pruritus (A)
      • vermehrtes Schwitzen (A), (P)
      • Alopezie (A)
      • Purpura (A)
      • Hautverfärbung (A)
      • Pemphigoid (P)*
      • Angioödem (Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf (P)
      • Urtikaria (P) (A)
      • Lichtempfindlichkeitsreaktion (P)*
      • Erythema multiforme (K)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verschlimmerung einer Psoriasis (P)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem (Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf (A)
      • Lichtempfindlichkeitsreaktion (A)
      • Erythema multiforme (A),(P)
      • Quincke-Ödem (A)
      • Stevens-Johnson-Syndrom (A)
      • exfoliative Dermatitis (A)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • toxische epidermale Nekrolyse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gelenkschwellungen (Knöchelschwellungen) (A)
      • Muskelkrämpfe (P) (A)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rückenschmerzen (A)
      • Arthralgie, Myalgie (A), (P)*
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Störungen beim Wasserlassen, Nykturie, Pollakisurie (A)
      • Niereninsuffizienz (P)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • akutes Nierenversagen (P)
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erektile Dysfunktion (A), (P)
      • Gynäkomastie (A)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Ödeme (A)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ermüdung / Müdigkeit (A)
      • Asthenie (P) (A)
      • periphere Ödeme (K)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • periphere Ödeme (P)*
      • Ermüdung (K)
      • Thoraxschmerzen (A), (P)*
      • Unwohlsein (A), (P)*
      • Schmerzen (A)
      • Fieber (P)*
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewicht erhöht / erniedrigt (A)
      • Blutharnstoff erhöht (P)*
      • Kreatinin im Blut erhöht (P)*
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bilirubin im Blut erhöht (P)
      • Leberenzymwerte erhöht (P)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämoglobin erniedrigt, Hämatokrit erniedrigt (P)
      • Leberenzymwerte erhöht (A)
  • Verletzungen, Vergiftungen und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stürze (P)*

Legende * =

  • Häufigkeit wurde anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet

Hinweis: Einzelfälle von SIADH (SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion) wurden bei anderen ACE-Hemmern berichtet, dieses Syndrom ist eine sehr seltene jedoch potentiell mögliche Komplikation im Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie einschließlich Perindopril

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tablette 1mal / Tag vorzugsweise morgens und vor einer Mahlzeit

Stillzeithinweise

Perindopril und Amlodipin - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
    • es muss entschieden werden, ob das Stillen oder die Behandlung zu unterbrechen ist
    • dabei Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigen
  • Perindopril
    • Anwendung nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Perindopril während der Stillzeit vorliegen
    • alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil während der Stillzeit wählen, vor allem, wenn Früh- oder Neugeborene gestillt werden
  • Amlodipin
    • geht in die Muttermilch über
    • es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat
    • Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %

Schwangerschaftshinweise

Perindopril und Amlodipin - peroral
  • Anwendung im 1. Trimester der Schwangerschaft: nicht empfohlen
  • Anwendung im 2. und 3. Trimester der Schwangerschaft: kontraindiziert
  • Perindopril
    • Anwendung von ACE-Hemmern im 1. Trimester der Schwangerschaft: nicht empfohlen
      • teratogenes Risiko
        • keine endgültigen epidemiologischen Daten vorliegend
        • geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
      • Patientinnen die schwanger werden wollen, sollten auf eine alternative Therapie mit einem geeigneten Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden, es sei denn die Fortsetzung des ACE-Hemmers ist zwingend notwendig
      • wenn Schwangerschaft festgestellt: Behandlung sofort beenden und wenn nötig alternative Therapie beginnen
    • Anwendung von ACE-Hemmern im 2. / 3. Trimester der Schwangerschaft: kontraindiziert
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • wenn Exposition: Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben: häufiger auf Hypotonie untersuchen
    • Fertilität: keine Auswirkungen bekannt
  • Amlodipin
    • Sicherheit in der Schwangerschaft nicht erwiesen
    • tierexperimentelle Studien
      • bei hohen Dosen Reproduktionstoxizität
    • Anwendung während der Schwangerschaft nur,
      • wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen
      • wenn Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt
    • Fertilität
      • bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet
      • klinische Daten über einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität ungenügend
      • Studie an Ratten: Nebenwirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere nachgewiesen

Warnhinweise

Perindopril und Amlodipin - peroral
  • Überempfindlichkeit / Angioödem
    • Berichte über Angioödem des Gesichts, der Gliedmaßen, Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis und/oder des Kehlkopfes in seltenen Fällen bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschließlich Perindopril behandelt wurden
    • Auftreten zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung möglich
    • bei Auftreten eines Angioödems
      • unverzügliches Absetzen der Behandlung
      • sorgfältige Überwachung bis Symptome vollständig abgeklungen sind
    • Schwellungen, die auf Gesicht und Lippen beschränkt sind
      • Verlauf kann ohne Behandlung rückläufig sein
      • Antihistaminika zur Linderung der Symptome hilfreich
    • Angioödem mit Kehlkopfödem
      • tödlicher Ausgang möglich
    • Angioödem bei dem Zunge, Glottis oder der Kehlkopf betroffen sind
      • Gefahr der Atemwegsobstruktion
      • sofort entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen: Verabreichung von Adrenalin und / oder Maßnahmen zur Atemwegssicherung
      • Patienten streng medizinisch überwachen bis zum vollständigen Abklingen der Symptome
    • Patienten mit Angioödem in der Anamnese, das nicht durch einen ACE-Hemmer bedingt war
      • erhöhtes Risiko eines Angioödems möglich
    • intestinales Angioödem bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten selten beobachtet
      • Symptome: abdominale Schmerzen (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen)
      • manchmal ohne vorangegangenes Angioödem im Gesicht oder mit normalen C1-Esterase-Spiegel
      • Diagnose durch abdominale CT-Untersuchung, Ultraschall oder während einer Operation
      • Symptome klangen nach Absetzen des ACE-Hemmers ab
      • intestinales Angioödem in die Differentialdiagnose bei Patienten, die unter abdominalen Schmerzen leiden, einbeziehen
    • aufgrund des erhöhten Risikos eines Angioödems ist die Kombination von Perindopril mit Sacubitril/Valsartan kontraindiziert
    • Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf erst 36 Stunden nach Einnahme der letzten Perindopril-Dosis begonnen werden
    • nach Absetzen der Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf die Therapie mit Perindopril erst 36 Stunden nach der letzten Sacubitril/Valsartan-Dosis begonnen werden
    • gleichzeitige Anwendung anderer NEP (Neprilysin)-Inhibitoren (z.B. Racecadotril) mit ACE-Hemmern kann ebenso das Risiko eines Angioödems erhöhen
    • daher ist bei Patienten, die Perindopril einnehmen, vor Beginn einer Behandlung mit NEP-Inhibitoren (z.B. Racecadotril) eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich
    • gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)
      • erhöhtes Risiko für ein Angioödem möglich, z.B. Anschwellen der Luftwege oder Zunge mit oder ohne Beeinträchtigung der Atemfunktion
  • anaphylaktoide Reaktionen bei LDL-Apherese
    • selten traten bei Patienten, die ACE-Hemmer während einer LDL (low density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat erhielten, lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auf
    • diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend vor jeder Apherese abgesetzt wurde
  • anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierung
    • anaphylaktische Reaktionen möglich bei Anwendung von ACE-Hemmern im Rahmen einer Desensibilisierung (z.B. gegen Insektengifte)
    • Reaktionen können ggf. durch vorübergehendes Absetzen des ACE-Hemmers vermieden werden, treten aber bei versehentlicher erneuter Einnahme wieder auf
  • Hämodialyse-Patienten
    • es liegen Berichte über anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten vor, die unter Therapie mit ACE-Hemmern eine Dialyse mit High-Flux-Membranen erhielten
    • bei diesen Patienten sollte eine andere Dialysemembran oder eine andere Antihypertensiva-Klasse erwogen werden
  • Neutropenie / Agranulozytose/ Thrombozytopenie/ Anämie
    • Neutropenie / Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie wurden bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie berichtet
    • normale Nierenfunktion und ohne weitere komplizierende Faktoren: Neutropenie nur selten auftretend
    • Komplikationen möglich, daher Anwendung nur mit äußerster Vorsicht
      • bei Patienten mit
        • kollagenösen vaskulären Erkrankungen
        • immunsuppressiver Therapie
        • Behandlung mit Allopurinol
        • Behandlung mit Procainamid
        • einer Kombination dieser komplizierenden Faktoren
      • vor allem bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionseinschränkung
      • manche dieser Patienten entwickelten schwere Infektionen, die vereinzelt auch auf intensive Antibiotikatherapie nicht ansprachen
      • regelmäßige Kontrolle der Leukozytenzahl
      • Patienten müssen instruiert werden, jegliche Anzeichen einer Infektion (z. B. Halsentzündung, Fieber) zu melden
  • renovaskuläre Hypertonie
    • erhöhtes Risiko für Hypotonie und Niereninsuffizienz, wenn Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere mit ACE-Hemmern behandelt werden
    • Behandlung mit Diuretika kann ein zusätzlicher Risikofaktor sein
    • Verlust der renalen Funktion kann auch unter nur geringfügigen Änderungen des Serum- Kreatininspiegels auftreten, selbst bei Patienten mit unilateraler Nierenarterienstenose
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege existieren, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
    • duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen
    • wenn Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird
      • sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und
      • unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus reagieren im Allgemeinen nicht auf Antihypertensiva, die das Renin-Angiotensin-System hemmen
    • Anwendung nicht empfohlen
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
      • Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere
      • Ausnahme: eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich
    • sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird
      • Behandlung sofort beenden
      • falls erforderlich, mit einer Alternativbehandlung beginnen
  • Hypotonie
    • ACE-Hemmer
      • können einen Blutdruckabfall verursachen
      • symptomatische Hypotonie wird selten bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie beobachtet
      • tritt eher auf bei Patienten mit
        • schwerer, Renin-abhängiger Hypertonie
        • reduziertem Plasmavolumen, verursacht z. B. durch
          • Diuretika
          • kochsalzarme Diät
          • Dialyse
          • Diarrhö oder Erbrechen
          • oder solchen mit schwerer, Renin-abhängiger Hypertonie
      • Blutdruck, Nierenfunktion und der Serumkaliumspiegel während der Behandlung engmaschig kontrollieren bei Patienten mit
        • einem hohen Risiko für symptomatische Hypotonie
        • ischämischen Herzerkrankungen, bei denen ein starker Blutdruckabfall einen Myokardinfarkt auslösen kann
        • zerebrovaskulären Erkrankungen, bei denen ein starker Blutdruckabfall einen zerebrovaskulären Zwischenfall auslösen kann
    • bei Auftreten einer Hypotonie
      • Patient in Rückenlage bringen
      • wenn nötig, isotonische Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %) (intravenöse Infusion) verabreichen
    • eine vorübergehend auftretende Hypotonie ist keine Kontraindikation für weitere Dosen
      • Gabe kann gewöhnlich problemlos erfolgen, sobald sich der Blutdruck nach einer Volumenexpansion wieder erhöht hat
  • Aorten- und Mitralklappenstenose / Hypertrophe Kardiomyopathie
    • ACE-Hemmer-Anwendung mit Vorsicht bei Patienten mit
      • Mitralklappenstenose und Abflussbehinderung aus dem linken Ventrikel, wie z. B. Aortenstenose
      • hypertropher Kardiomyopathie
  • Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 60 ml/min)
      • eine individuelle Dosis-Anpassung mit den Einzelsubstanzen wird empfohlen
      • regelmäßige Überwachung von Kalium und Kreatinin ist bei diesen Patienten notwendig
    • Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min): Kontraindikation
    • bei einigen Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere
      • unter ACE-Hemmern Erhöhungen des Serumharnstoff- und Kreatininspiegels beobachtet
      • üblicherweise nach Therapieende reversibel
      • Risiko besteht vor allem bei Patienten mit Niereninsuffizienz
    • gleichzeitiges Vorliegen einer renovaskulären Hypertonie
      • erhöhtes Risiko für schwere Hypotonie und Niereninsuffizienz
    • bei einigen Bluthochdruckpatienten ohne vorbestehende manifeste Nierengefäßerkrankung
      • leichter und vorübergehenden Anstieg des Serumharnstoffs und des Serum-Kreatinins
      • vor allem wenn Perindopril gleichzeitig mit einem Diuretikum verabreicht wurde
      • tritt eher bei Patienten mit vorbestehender Nierenschädigung auf
    • Amlodipin
      • kann bei Patienten mit Nierenversagen in normaler Dosierung angewendet werden
      • Veränderungen der Plasmakonzentration von Amlodipin korrelieren nicht mit dem Grad der Nierenfunktionsstörung
      • ist nicht dialysierbar
  • Nierentransplantation
    • keine Erfahrungen zur Anwendung kurz nach einer Nierentransplantation
    • Behandlung nicht empfohlen
  • Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • ACE-Hemmer
      • selten wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Zusammenhang gebracht, das mit cholestatischem Ikterus beginnt, sich zu einer schweren hepatischen Nekrose entwickelt und manchmal zum Tod führt
      • Mechanismus dieses Syndroms ist nicht bekannt
      • Patienten, die unter ACE-Hemmer-Therapie eine Gelbsucht entwickeln oder deutlich erhöhte Leberenzymwerte zeigen
        • ACE-Hemmer absetzen
        • entsprechend nachbehandeln
    • Amlodipin bei eingeschränkter Leberfunktion
      • Halbwertszeit verlängert
      • AUC-Werte höher
      • Dosisempfehlungen bestehen nicht
      • Amlodipin sollte daher bei diesen Patienten am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden und sowohl bei Therapiebeginn als auch bei einer Dosiserhöhung mit Vorsicht verabreicht werden
      • stark eingeschränkte Leberfunktion
        • es können eine langsame Dosistitration sowie engmaschige Überwachung notwendig sein
  • ethnische Unterschiede
    • ACE-Hemmer bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe verglichen zu Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe
      • angioneurotische Ödeme häufiger
      • evtl. geringere Blutdrucksenkung (Prävalenz eines niedrigen Reninspiegels bei diesen Personen generell höher)
  • Husten
    • Auftreten von Husten beobachtet
    • charakteristischerweise ist der Husten
      • nicht produktiv
      • persistierend
      • und verschwindet nach Absetzen der Therapie
    • bei der Differentialdiagnose eines Hustens sollte ein ACE-Hemmer-induzierter Husten daher in Betracht gezogen werden
  • chirurgischer Eingriff / Anästhesie
    • Perindopril
      • Hemmung der Bildung von Angiotensin-II infolge einer kompensatorischen Renin-Freisetzung bei Patienten,
        • die einem größeren chirurgischen Eingriff unterzogen werden
        • im Rahmen einer Anästhesie mit Arzneimitteln behandelt werden, die eine Blutdrucksenkung bewirken
      • Behandlung daher am Tag vor dem chirurgischen Eingriff absetzen
      • bei Auftreten einer Hypotonie durch diesen Mechanismus: Volumenexpansion zur Behebung
  • Hyperkaliämie
    • Perindopril
      • Anstieg des Kaliumspiegels möglich (alle ACE-Hemmer, inkl. Perindopril)
      • Patientenzustände die ein Risiko für Hyperkaliämie mit sich bringen
        • Niereninsuffizienz
        • Verschlechterung der Nierenfunktion
        • höheres Alter (>70 Jahre)
        • nicht eingestellter Diabetes mellitus
        • Dehydratation
        • akute kardiale Dekompensation
        • metabolische Acidose
        • gleichzeitige Einnahme von kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren, Amilorid - allein oder in Kombination)
        • gleichzeitige Einnahme von Kaliumsupplementen oder kaliumhaltigen Salzersatzmitteln
          • kann v. a. bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliumspiegels führen
        • gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels führen (z.B. Heparin, Cotrimoxazol auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Acetylsalicylsäure >/= 3g / Tag, COX-2-Hemmer, nicht selektive NSAR, Immunsuppressiva wie Ciclosporin und Tacrolimus, Trimethoprim)
      • Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal lebensbedrohliche Arrhythmien zur Folge haben
      • wenn die gleichzeitige Einnahme dennoch angezeigt erscheint, dann sollte diese mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle der Serumkaliumspiegel erfolgen
  • Diabetiker
    • Blutzuckerspiegel engmaschig kontrollieren
      • wenn die Diabetiker gleichzeitig mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden
      • während des ersten Therapiemonats mit der Perindopril-Amlodipin-Kombination
  • hypertensive Krise
    • Amlodipin: Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei einer hypertensiven Krise konnten nicht bestätigt werden
  • Anwendung bei Patienten mit Herzinsuffizienz
    • bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten
    • Calciumkanalblocker (einschließlich Amlodipin)
      • in einer placebokontrollierten Langzeitstudie gab es im Vergleich zur Placebogruppe bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV) unter Amlodipin vermehrte Berichte von Lungenödemen
      • sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden
        • Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse erhöht
        • können Mortalitätsrisiko erhöhen
  • ältere Patienten
    • Einleitung einer Behandlung und Dosiserhöhung (abhängig von der Nierenfunktion) sollte mit Vorsicht erfolgen
    • Nierenfunktion sollte vor einer Dosiserhöhung überprüft werden
    • regelmäßige Kontrolle der Kalium- und Kreatininspiegel
  • aufgeführte Warnhinweise für die Einzelsubstanzen gelten auch für die Perindopril plus Amlodipin Fixkombination
  • Interaktionen
    • gleichzeitige Anwendung von Perindopril/Amlodipin und Lithium, kaliumsparenden Arzneimitteln oder Kaliumsupplementen, oder Dantrolen wird nicht empfohlen