Perindopril/Indapamid - CT 4mg/1.25mg Tabletten

AbZ Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Indapamid/Perindopril →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 50 ST 35,16 €
N3 100 ST 59,46 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck durch eine Monotherapie mit Perindopril nicht ausreichend gesenkt werden kann

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • 1 Tablette (3,338 mg Perindopril, entsprechend 4 mg Perindopril-Erbumin und 1,25 mg Indapamid) / Tag
    • sofern möglich, individuelle Aufdosierung der Bestandteile empfohlen
    • wenn klinisch angezeigt, kann direkter Wechsel von einer Monotherapie auf das Arzneimittel in Betracht gezogen werden
Dosisanpassung
  • ältere Patienten
    • Behandlungsbeginn mit der normalen Dosis (1 Tablette / Tag)
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • schwer (Kreatinin Clearance < 30 ml / Min.)
      • Anwendung kontraindiziert
    • mittelschwer (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml / Min.)
      • tägliche Maximaldosis: 2 mg Perindopril und 0,625 mg Indapamid
    • Kreatinin-Clearance >/= 60 ml / Min.
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • übliche medizinische Überwachung: häufige Kontrolle der Kreatinin- und Kalium-Konzentrationen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • schwer
      • Anwendung kontraindiziert
    • mittelschwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit bisher nicht erwiesen
    • keine Anwendung

Kontraindikationen

Indapamid, Perindopril erbumin - peroral
  • Dialysepatienten
    • wegen unzureichender therapeutischer Erfahrung
  • Patienten mit unbehandelter, dekompensierter Herzinsuffizienz
    • wegen unzureichender therapeutischer Erfahrung
  • Perindopril
    • Überempfindlichkeit gegen Perindopril oder einen anderen ACE-Hemmer
    • Angioödem (Quincke-Ödem) in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorausgegangenen ACE-Hemmer-Therapie
    • hereditäres / idiopathisches Angioödem
    • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
    • gleichzeitige Anwendung mit
      • Aliskiren-haltigen Arzneimitteln
        • bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. /1,73 m2 KOF)
      • Sacubitril / Valsartan-Therapie
        • Behandlung darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden
      • extrakorporalen Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ geladenen Oberflächen kommt
    • signifikante bilaterale Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei nur einer funktionsfähigen Niere
  • Indapamid
    • Überempfindlichkeit gegen Indapamid oder andere Sulfonamide
    • schwere und mäßige Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.)
    • hepatische Enzephalopathie
    • schwere Leberfunktionsstörung
    • Hypokaliämie

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Indapamid, Perindopril erbumin - peroral

Perindopril

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rhinitis
  • Endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Syndrom der inadäquaten Ausschüttung von antidiuretischem Hormon (SIADH)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Eosinophilie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Agranulozytose
      • Panzytopenie
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • hämolytische Anämie
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypoglykämie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Hyperkaliämie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
        • bei Absetzen der Therapie reversibel
      • Hyponatriämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stimmungsschwankungen
      • Depression (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Schlafstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verwirrtheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesie
      • Geschmacksstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schläfrigkeit (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Synkope (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schlaganfall
        • möglicherweise als Folgeerscheinung einer übermäßigen Hypotonie bei Hochrisikopatienten
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehverschlechterung
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vertigo
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Tachykardie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angina pectoris
      • Arrhythmie, einschließlich
        • Bradykardie
        • ventrikuläre Tachykardie
        • Vorhofflimmern
      • Myokardinfarkt
        • möglicherweise als Folgeerscheinung einer übermäßigen Hypotonie bei Hochrisikopatienten
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie (und Folgeerscheinungen einer Hypotonie)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vaskulitis (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Flush / Hitzegefühl (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Raynaud-Phänomen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
      • Dyspnoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmus
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • eosinophile Pneumonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Schmerzen
      • Verstopfung
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
      • Ausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Angioödem
      • Hyperhidrosis
      • Lichtempfindlichkeitsreaktionen (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Pemphigoid (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verschlimmerung einer Psoriasis (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erythema multiforme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelspasmen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Myalgie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nierenversagen / Niereninsuffizienz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anurie / Oligurie (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • akutes Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Brustschmerzen (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Unwohlsein (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • peripheres Ödem (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Fieber (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutharnstoff erhöht (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
      • Kreatinin im Blut erhöht (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bilirubin im Blut erhöht
      • Leberenzymwerte erhöht
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämoglobin und Hämatokrit erniedrigt
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stürze (Häufigkeit wurden anhand von Daten aus klinischen Studien für unerwünschte Ereignisse aus Spontanberichten berechnet)

Indapamid

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Agranulozytose
      • aplastische Anämie
      • Leukopenie
      • hämolytische Anämie
      • Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (v. a. seitens der Haut, bei Patienten mit allergischer und asthmatischer Prädisposition)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypokaliämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyponatriämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypochlorämie
      • Hypomagnesiämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypercalcämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Synkope
      • Möglichkeit des Auftretens einer hepatischen Enzephalopathie im Falle einer Leberinsuffizienz
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sehverschlechterung
      • Myopie (Kurzsichtigkeit)
      • akutes Winkelverschlussglaukom
      • choroidaler Erguss
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arrhythmie, einschließlich
        • Bradykardie
        • ventrikuläre Tachykardie
        • Vorhofflimmern
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Torsade de pointes (potentiell tödlich verlaufend)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypotonie (und Folgeerscheinungen einer Hypotonie)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Übelkeit
      • Mundtrockenheit
      • Verstopfung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • veränderte Leberfunktion
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • makulopapulöser Ausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Purpura
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Urtikaria
      • Angioödem
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Stevens-Johnson-Syndrom
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lichtempfindlichkeitsreaktionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelspasmen
      • mögliche Verschlechterung eines vorbestehenden akuten systemischen Lupus erythematodes
      • Myalgie
      • Muskelschwäche
      • Rhabdomyolyse
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • (akutes) Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ermüdung
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leberenzymwerte erhöht
      • Glucose im Blut erhöht
      • Harnsäure im Blut erhöht
      • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG

Anwendungshinweise

  • Tabletten vorzugsweise morgens vor einer Mahlzeit einnehmen

Stillzeithinweise

Indapamid, Perindopril erbumin - peroral
  • Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen
  • Entscheidung über das Abstillen oder Absetzen der Therapie sollte unter Berücksichtigung der Wichtigkeit der Behandlung für die Mutter getroffen werden
  • Perindopril
    • keine Erkenntnisse zur Anwendung von Perindopril in der Stillzeit vorliegend
      • daher Anwendung nicht empfohlen
    • eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
  • Indapamid
    • während der Stillzeit nicht empfohlen
    • es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Indapamid/Metabolite in die Muttermilch übergehen
    • es kann zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamid-Derivaten sowie zu einer Hypokaliämie kommen
    • Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden
    • Indapamid ist eng mit den Thiaziddiuretika verwandt, die mit einem Rückgang oder sogar einer Unterdrückung des Milchflusses in Verbindung gebracht wurden

Schwangerschaftshinweise

Indapamid, Perindopril erbumin - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
  • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen aufgrund der Wirkungsweise der beiden Wirkstoffe
  • Perindopril
    • Anwendung von ACE-Hemmern kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
      • bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des 2. und 3. Trimenons fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat
      • im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2. Schwangerschaftstrimester Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Anwendung von ACE-Hemmern im 1. Trimenon nicht empfohlen
      • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vorliegend
        • geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
      • sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
      • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden
  • Indapamid
    • aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Indapamid während der Schwangerschaft vermieden werden
    • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Indapamid bei Schwangeren vorliegend
    • eine längere Thiazid-Exposition während des 3. Trimenons Schwangerschaftstrimesters kann zu einem erniedrigten Plasmavolumen bei der Mutter sowie einem verringerten uteroplazentaren Blutfluss führen, wodurch eine fetoplazentare Ischämie und Wachstumsstörungen auftreten können
    • tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • Studien zur Reproduktionstoxizität bei weiblichen und männlichen Ratten haben keine Auswirkung auf die Fertilität gezeigt
    • Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen sind nicht zu erwarten

Warnhinweise

  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Kreatinin-Clearance 30 ml/min - 60 ml/min: Beginn der Dosierung in freier Kombination empfohlen
    • Kreatinin-Clearance < 30 ml/min (schwere Niereninsuffizienz): Behandlung kontraindiziert
  • Patienten mit initial niedrigem Blutdruck, bei Nierenarterienstenose, Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose mit Ödemen und Aszites
    • Beginn der Behandlung mit einer niedrigeren Dosis in freier Kombination und progressive Steigerung, Grund:
      • erhebliche Stimulation des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besonders bei starkem Wasser- und Elektrolytmangel (strenge kochsalzarme Diät oder längere Diuretikabehandlung)
      • plötzlichen Blutdruckabfall durch die Blockierung dieses Systems durch einen ACE-Hemmer bei der ersten Einnahme und während der ersten beiden Behandlungswochen und/oder, wenn auch selten und zu einem späteren Zeitpunkt
      • Anstieg des Kreatininspiegels (Hinweis auf eine funktionelle, zuweilen akute Niereninsuffizienz)
  • ältere Patienten
    • Überprüfung der Nierenfunktion und der Kaliumspiegel vor Behandlungsbeginn
    • die am Anfang verabreichte Dosis später entsprechend den Blutdruckwerten anpassen, insbesondere bei Wasser- und Elektrolytmangel, um jede plötzliche Hypotonie zu vermeiden
  • Patienten mit bekannter Atherosklerose
    • Behandlungsbeginn mit niedriger Dosierung in freier Kombination wegen Hypotonierisiko, insbesondere bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen oder zerebraler Durchblutungsstörung besondere Vorsicht
  • renovaskuläre Hypertonie
    • Beginn der Behandlung unter stationären Bedingungen mit niedriger Dosis und unter Überwachung der Nierenfunktion und des Kaliumspiegels, da manche Patienten eine funktionelle Niereninsuffizienz entwickeln, die bei Behandlungsabbruch reversibel ist
  • sonstige Risikopopulationen
    • Behandlungsbeginn unter medizinischer Überwachung mit reduzierter Anfangsdosis von Perindopril bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (Stadium IV) oder bei insulinpflichtigen Typ I-Diabetikern (mit spontaner Hyperkaliämietendenz)
    • bei Bluthochdruckpatienten mit Koronarinsuffizienz keine Unterbrechung der Behandlung mit Betablockern empfohlen, zusätzliche Behandlung mit ACE-Hemmern möglich