Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X5 ML | 39,16 € |
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Indikation
- Status epilepticus, Anfallsserien
- Prophylaxe von Krampfanfällen bei neurochirurgischen Eingriffen
- Neurogene Schmerzzustände vom Typ des Tic douloureux (Trigeminusneuralgie) und andere zentrale oder periphere neurogene Schmerzzustände
- Hinweis
- Das Arzneimittel ist nicht wirksam beim Absence-Status (einer besonderen Form des Krampfanfalls) sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Fieberkrämpfen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 5 ml enthält 271,8 mg Phenytoin-Natrium, entsprechend 250 mg Phenytoin.
- Status epilepticus und Anfallsserien
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
- initial: 250 mg Phenytoin (1 Ampulle)
- max. Infusionsgeschwindigkeit: 0,5 ml / Min. (entsprechend 25 mg Phenytoin /Min.)
- Wiederholung der Infusion, optional, falls die Anfälle nach 20 - 30 Min. nicht sistieren
- tägliche Maximaldosis: 17 mg / kg KG bzw. 1500 mg Phenytoin (6 Ampullen) / 1,5 - 6 Stunden 1 Ampulle (entsprechend 250 mg Phenytoin)
- Kinder bis zum 12. Lebensjahr
- tägliche Maximaldosis
- 1. Tag: 30 mg / kg KG
- 2. Tag: 20 mg / kg KG
- 3. Tag: 10 mg / kg KG
- maximale Infusionsgeschwindigkeit: 1,0 mg / kg KG und Min.
- tägliche Maximaldosis
- Behandlungsdauer
- abhängig von der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf, bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt
- Fortführung der Therapie mit oralem Phenytoin möglich
- ausschleichendes Therapieende, Beginn parallel mit der einschleichenden Dosierung einer anderen Medikation
- engmaschige Kontrollen der Plasmakonzentration beim Wechsel notwendig
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
- Prophylaxe von Krampfanfällen bei neurochirurgischen Eingriffen
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
- 1 - 2 Ampullen (entsprechend 250 - 500 mg Phenytoin) / Tag i.v..
- max. Injektionsgeschwindigkeit: 0,5 ml / Min. (entsprechend 25 mg Phenytoin / Min.)
- Kinder bis zum 12. Lebensjahr
- 5 - 6 mg / kg KG
- Verringerung der Injektionsgeschwindigkeit entsprechend dem Gewicht bzw. dem Alter des Kindes
- Behandlungsdauer
- abhängig von der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf, bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt
- Fortführung der Therapie mit oralem Phenytoin möglich
- ausschleichendes Therapieende, Beginn parallel mit der einschleichenden Dosierung einer anderen Medikation
- engmaschige Kontrollen der Plasmakonzentration beim Wechsel notwendig
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
- Neurogene Schmerzzustände
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
- 1 - 2 Ampullen (entsprechend 250 - 500 mg Phenytoin) / Tag
- max. Injektionsgeschwindigkeit: 0,5 ml / Min. (entsprechend 25 mg Phenytoin / Min.)
- Behandlungsdauer
- abhängig von der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf, bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt
- Fortführung der Therapie mit oralem Phenytoin möglich
- ausschleichendes Therapieende, Beginn parallel mit der einschleichenden Dosierung einer anderen Medikation
- engmaschige Kontrollen der Plasmakonzentration beim Wechsel notwendig
- Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr
Kontraindikationen
Phenytoin - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Phenytoin oder andere Hydantoine
- bei vorbestehenden schweren Schädigungen der Blutzellen und des Knochenmarks
- AV-Block II. und III. Grades sowie Syndrom des kranken Sinusknotens
- innerhalb der ersten drei Monate nach Myokardinfarkt oder bei eingeschränkter Herzleistung (linksventrikuläres Auswurfvolumen geringer als 35%)
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Phenytoin - invasiv
Dosisabhängige unerwünschte Wirkungen treten bei einem Drittel der Patienten, meist bei Phenytoin-Plasmakonzentrationen über 20 µg/ml, auf - diese nehmen mit steigender Plasmakonzentration und Kombinationstherapie zu, sind in der Regel reversibel und zwingen selten zum Abbruch der Therapie
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutbildveränderungen (wie z. B. Leukopenien, Thrombozytopenie und Agranulozytose) *
- ohne Häufigkeitsangabe
- megaloblastäre Anämien, meistens durch Folsäuremangel bedingt
- Aplasie der roten Blutzellen / aplastische Anämie *
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Exantheme *
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere allergische Reaktionen (bis hin zm Hypersensitivitätssyndrom) *
- exfoliative Dermatitis
- Fieber
- Lymphknotenschwellungen
- Beeinträchtigungen der blutbildenden Organe und des Knochenmarkes
- Leberfunktionsstörungen
- schwere allergische Reaktionen (bis hin zm Hypersensitivitätssyndrom) *
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika *
- Immunglobulinanomalien, insb. Hypogammaglobulinämie *
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion (insbes. bei Kindern)
- sekundärer Hyperparathyreoidismus *
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei länger anhaltender Überdosierung
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Hyperglykämie, insbesondere bei toxischen Plasmaspiegeln
- akute Porphyrie-Attacke
- bei länger anhaltender Überdosierung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- zunehmende Erregbarkeit
- Abgeschlagenheit
- Merkfähigkeitsstörungen
- Störungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit
- bei länger anhaltender Überdosierung
- Apathie
- Sedierung
- Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ataxie
- Schwindel (Auftreten auch passager aufgrund zu rascher intravenöser Gabe möglich)
- Kopfschmerzen
- hochfrequenter Ruhetremor
- Dyskinesien
- bulbäre Sprache
- Somnolenz
- irreversible Kleinhirnatrophie möglich
- bei längerfristiger Therapie mit Plasmakonzentrationen > 25 µg/ml und klinischen Zeichen einer Intoxikation (trotz empfohlener Standarddosierung)
- Hirnschädigung (Enzephalopathie) vor allem bei einer Langzeittherapie in Kombination mit anderen Antiepileptika, insbesondere Valproinsäure, mit folgenden Symptomen
- vermehrten Krampfanfällen
- Antriebslosigkeit
- Stupor
- Muskelschwäche (muskuläre Hypotonie)
- Bewegungsstörungen (choreatiforme Dyskinesien)
- schweren Allgemeinveränderungen im EEG
- Polyneuropathie (bei Langzeittherapie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Diplopie
- Nystagmus
- starrer Blick (bei länger anhaltender Überdosierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Asystolien durch Hemmung des Sinusknotens
- Blockade der Überleitung und Unterdrückung des Kammer-Ersatzrhythmus bei totalem AV-Block
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Kammerflimmern
- ohne Häufigkeitsangabe
- proarrhythmische Wirkungen in Form von Veränderungen oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen
- führen zu starker Beeinträchtigung der Herztätigkeit bis hin zum Herzstillstand
- Vorhofflimmern und -flattern wird durch Phenytoin nicht durchbrochen - da die Refraktärzeit des AV-Knotens aber verkürzt werden kann, ist eine Beschleunigung der Ventrikelfrequenz möglich
- insbes. bei intravenöser Anwendung
- Blutdruckabfall
- Verschlechterung einer vorbestehenden Herzinsuffizienz
- proarrhythmische Wirkungen in Form von Veränderungen oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- insbes. bei intravenöser Anwendung
- Verschlechterung einer vorbestehenden Ateminsuffizienz
- insbes. bei intravenöser Anwendung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gingivahyperplasie (häufiger bei pädiatrischen Patienten und Patienten mit schlechter Mundhygiene) *
- ohne Häufigkeitsangabe
- Auftreten bei länger anhaltender Überdosierung oder passager aufgrund zu rascher intravenöser Gabe möglich
- Erbrechen
- Mundtrockenheit (Auftreten passager aufgrund zu rascher intravenöser Gabe möglich)
- Auftreten bei länger anhaltender Überdosierung oder passager aufgrund zu rascher intravenöser Gabe möglich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Störungen der Leberfunktion *
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hirsutismus (bei jungen Mädchen und Frauen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stevens-Johnson-Syndrom *
- toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) *
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautveränderungen wie z. B. *
- übermäßige Pigmentierung (Chloasma)
- Behaarung (Hypertrichosis)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) *
- kutaner Lupus erythematodes *
- Hautveränderungen wie z. B. *
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Muskelschwäche (myasthenisches Syndrom) bei Langzeittherapie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Osteomalazie
- bei empfindlichen Personen bzw. Personen mit gestörtem Calciumstoffwechsel
- Abnahme der Knochendichte unter dem Bild einer Osteoporose bis hin zupathologische Frakturen (bei Langzeitanwendung)
- systemischer Lupus erythematodes *
- Osteomalazie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Phlebitis am Injektionsort bis hin zu einem sog. Purple-Glove-Syndrom (bei Applikation großer Mengen)
- Alkalose (bei Applikation großer Mengen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Cholesterinspiegel einschl. HDL-Cholesterin und Triglyceride *
- ohne Häufigkeitsangabe
Legende: * = Nebenwirkungen ohne sichere Dosisabhängigkeit
Anwendungshinweise
- nur zur intravenösen Applikation, nach i.m. Gabe Resorption verzögert und unsicher
- s.c. oder paravenöse Injektionen vermeiden
- Injektionslösung nicht mit anderen Lösungen verdünnen oder durch Anspülen oder Durchspülen des Venenzugangs in Kontakt bringen
- nur klare Lösung verwenden
- Applikation über Perfusorsysteme, die eine langsame Applikation von geringen Volumina gewährleisten, möglich
- insbesondere zur Verabreichung niedriger Dosierungen
- Kompatibilität mit den benutzten Verbrauchsmaterialien (Schlauchsysteme, Perfusorspritzen etc.) beachten
- intravenöse Anwendung mit besonderer Vorsicht unter Blutdruck- und EKG-Kontrolle
- hämodynamische Nebenwirkungen durch langsame Applikation vermeiden
Stillzeithinweise
Phenytoin - invasiv
- Abstillen ist in der Regel nicht erforderlich, der Säugling ist jedoch auf fehlende Gewichtszunahme und überhöhtes Schlafbedürfnis zu überwachen
- Phenytoin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Phenytoin - invasiv
- Phenytoin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es besteht eine klinische Notwendigkeit
- wenn möglich ist die Frau auf das Risiko einer möglichen Schädigung des Fötus hinzuweisen
- Phenytoin ist beim Menschen plazentagängig
- eine pränatale Exposition gegenüber Phenytoin kann das Risiko für kongenitale Fehlbildungen und andere unerwünschte Entwicklungsergebnisse erhöhen
- Fehlbildungsrisiko
- beim Menschen ist eine Phenytoin-Exposition während der Schwangerschaft mit einer 2- bis 3-fach höheren Häufigkeit von schweren Fehlbildungen verbunden als in der Allgemeinbevölkerung, bei der die Häufigkeit bei 2 - 3 % liegt
- Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Herzfehler, kraniofaziale Fehlbildungen, Hyperplasie der Finger und Fingernägel und Wachstumsanomalien (einschließlich Mikrozephalie und pränatale Wachstumsstörungen) wurden entweder einzeln oder im Rahmen eines fetalen Hydantoin-Syndroms bei Kindern von Frauen mit Epilepsie gemeldet, die während der Schwangerschaft Phenytoin anwendeten
- neurologische Entwicklungsstörungen
- wurden bei Kindern von Frauen mit Epilepsie gemeldet, die während der Schwangerschaft nur Phenytoin oder Phenytoin in Kombination mit anderen Antiepileptika anwendeten
- Studien zum Risiko neurologischer Entwicklungsstörungen bei Kindern mit Exposition gegenüber Phenytoin während der Schwangerschaft erbrachten widersprüchliche Ergebnisse
- ein entsprechendes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
- Malignitäten
- vereinzelt wurde über Malignitäten (einschließlich Neuroblastom) berichtet, die bei Kindern von Müttern auftraten, die während der Schwangerschaft Phenytoin erhielten
- ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einer Phenytoin-Exposition der Mütter und einer Tumorausbildung bei Kindern kann bislang aufgrund der geringen belegten Fallzahl nicht nachgewiesen werden
- der Gehalt von Phenytoin im Blut fällt in der Schwangerschaft ab und steigt im Wochenbett wieder auf Werte wie vor der Schwangerschaft an
- eine regelmäßige Kontrolle des Phenytoin-Plasmaspiegels ist deshalb ratsam
- zur Vermeidung von Blutungen beim Neugeborenen sollte der Mutter vorbeugend Vitamin K1 in den letzten Wochen der Schwangerschaft und anschließend dem Neugeborenen gegeben werden
Warnhinweise
Phenytoin - invasiv
- Anwendung sollte unterbleiben bei
- manifeste Herzinsuffizienz
- pulmonale Insuffizienz
- schwere Hypotonie (Blutdruck systolisch < 90 mm Hg)
- Bradykardie (< 50 Schläge/min)
- sinuatrialer Block
- AV-Block I. Grades
- Vorhofflimmern und Vorhofflattern
- Einnahme von Stiripentol (Arzneimittel zur Behandlung des Dravet-Syndroms)
- Absencen / myoklonische Anfälle
- Phenytoin kann Absencen und myoklonische Anfälle auslösen bzw. verschlechtern
- Therapieüberwachung (im ersten Vierteljahr monatlich, später halbjährlich)
- Phenytoin-Plasmaspiegel
- Blutbild
- bestimmte Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT)
- alkalische Phosphatase
- im Kindesalter zusätzlich die Schilddrüsenfunktion
- eine mäßig schwere, gleichbleibende Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen, die regelmäßig durch Blutbildkontrollen überwacht wird, und eine isolierte Erhöhung des Blutwertes Gamma-GT zwingen nicht zu einem Behandlungsabbruch
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht und unter regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei
- Leberfunktionsstörungen
- Nierenfunktionsstörungen
- suizidale Gedanken und suizidales Verhalten
- suzidale Gedanken und suizidales Verhalten bei Patienten unter Antiepileptika (in verschiedenen Indikationen) berichet
- Metaanalyse randomisierter, placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Phenytoin-Natrium nicht aus
- Patienten daher hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwachen und geeignete Behandlung in Erwägung ziehen
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- Hautreaktionen
- Berichte über Fälle von lebensbedrohlichen Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN)) in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin
- Patienten über die Anzeichen und Symptome dieser schweren Nebenwirkungen informieren und engmaschig bezüglich des Auftretens von Hautreaktionen überwachen
- Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN ist in den ersten Behandlungswochen am höchsten
- Phenytoin-Therapie beenden, wenn Anzeichen oder Symptome für ein SJS oder eine TEN auftreten (z.B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen)
- frühzeitigen Diagnosestellung und sofortiges Absetzen aller verdächtigen Arzneimittel bestimmt maßgeblich den Verlauf von SJS und TEN, d.h. frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose
- nach Auftreten eines SJS oder einer TEN in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin darf der Patient / die Patientin nie wieder mit Phenytoin behandelt werden
- Personen, die von Thailändern oder Han-Chinesen abstammen
- bei Personen, die von Thailändern oder Han-Chinesen abstammen und mit Phenytoin behandelt werden, kann HLA-B*1502 mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) verbunden sein
- wenn bekannt ist, dass diese Patienten die Genvariante HLA-B* 1502 aufweisen, sollte die Anwendung von Phenytoin nur in Erwägung gezogen werden, wenn der Nutzen höher als die Risiken eingeschätzt wird
- Menschen kaukasischer oder japanischer Herkunft ist die Häufigkeit des Allels HLA-B* 1502 extrem gering
- deshalb können nach dem derzeitigen Kenntnisstand bezüglich des Risikos keine Rückschlüsse auf einen Zusammenhang gezogen werden
- adäquate Informationen über einen Zusammenhang bei Personen anderer ethnischer Herkunft sind zurzeit nicht verfügbar
- genomweite Fallkontroll-Assoziationsstudien bei taiwanesischen, japanischen, malaysischen und thailändischen Patienten zeigten ein erhöhtes Risiko für schwere Hautreaktionen (severe cutaneous adverse reactions, SCARs) bei Trägern der CYP2C9*3-Variante mit verminderter Funktion
- Kreuzreaktionen
- es besteht das Risiko von allergischen Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika
- Patienten, die Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber anderen Antiepileptika gezeigt haben, haben ein erhöhtes Risiko, auch auf Phenytoin überempfindlich zu reagieren
- Grundsätzlich sollte das Arzneimittel bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sofort abgesetzt werden
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Phenytoin kann den Fötus schädigen, wenn es einer schwangeren Frau verabreicht wird
- eine pränatale Exposition gegenüber Phenytoin kann das Risiko für schwere kongenitale Fehlbildungen und andere unerwünschte Entwicklungsergebnisse erhöhen
- bei einer kurzzeitigen Anwendung von Phenytoin (Notfallsituationen) ist das Ausmaß des Risikos für den Fötus nicht bekannt
- das Arzneimittel sollte nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, es sei denn, es besteht eine klinische Notwendigkeit
- wenn möglich sollte die Frau in einem solchen Fall über das potenzielle Risiko für den Fötus bei einer Anwendung von Phenytoin während der Schwangerschaft aufgeklärt werden
- in Notfallsituationen sollte das Risiko einer Schädigung des Fötus gegenüber dem Risiko eines Status epilepticus oder von Anfallsserien sowohl für den Fötus als auch die schwangere Frau abgewogen werden
- vor Beginn einer Behandlung mit Phenytoin bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte ein Schwangerschaftstest in Betracht gezogen werden
- aufgrund der Enzyminduktion kann Phenytoin zu einem Versagen der therapeutischen Wirkung von hormonellen Kontrazeptiva führen
- CYP2C9-Metabolismus
- Phenytoin wird über das Cytochrom-P450-Enzym CYP2C9 verstoffwechselt
- bei Patienten, die Träger der Varianten CYP2C9*2 oder CYP2C9*3 mit verminderter Funktion sind (intermediäre oder langsame Metabolisierer von CYP2C9-Substraten), könnte ein Risiko für erhöhte Phenytoin-Konzentrationen im Plasma mit nachfolgender Toxizität bestehen
- bei bekannten Trägern der CYP2C9*2- oder -*3-Allele mit verminderter Funktion wird eine engmaschige Überwachung des klinischen Ansprechens empfohlen
- eine Überwachung der Phenytoin-Konzentration im Plasma kann erforderlich sein