PHYSIOTENS 0.3mg

Viatris Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Moxonidin →

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N3 98 ST 48,36 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung primärer Formen des Bluthochdruckes bzw. des Bluthochdruckes ohne erkennbare Ursache (essentielle Hypertonie)

Dosierung

  • Behandlung primärer Formen des Bluthochdruckes bzw. des Bluthochdruckes ohne erkennbare Ursache (essentielle Hypertonie)
    • individuell dosieren
    • therapeutische Tagesdosis: 0,2 - 0,4 mg Moxonidin
    • initial: 0,2 mg Moxondin 1mal / Tag (morgens)
    • bei unzureichender Wirkung frühestens nach 3 Wochen: Dosissteigerung auf 0,4 mg Moxonidin / Tag
      • 0,4 mg Moxonidin 1mal / Tag (morgens)
      • 0,2 mg Moxonidin 2mal / Tag (morgens und abends)
    • maximale Einzeldosis: 0,4 mg Moxonidin
    • maximale Tagesdosis: 0,6 mg Moxonidin
    • Behandlungsdauer: Langzeittherapie (keine Begrenzung der Anwendung vorgesehen)

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • mäßig (GFR > 30 ml/min und < 60 ml/min)
      • maximale Einzeldosis: 0,2 mg Moxonidin
      • maximale Tagesdosis: 0,4mg Moxonidin
    • Hämodialyse
      • initial: 0,2 mg Moxonidin 1mal / Tag
      • ggf. (bei guter Verträglichkeit) Dosissteigerung bei
        • mäßig eingeschränkter Nierenfunktion: 0,4 mg Moxonidin / Tag
        • schwer eingeschränkter Nierenfunktion: 0,3 mg Moxonidin / Tag
  • Leberinsuffizienz
    • leicht - mäßig
      • keine Dosisanpassung erforderlich
  • ältere Patienten
    • Therapiebeginn mit niedrigster Dosis und vorsichtige Dosissteigerung (Vermeidung von schwerwiegenden Folgereaktionen)
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Anwendung nicht empfohlen (fehlende Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksameit)

Kontraindikationen

Moxonidin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Moxonidin
  • Sick-Sinus-Syndrom oder sinuatrialem Block
  • AV-Block 2. und 3. Grades
  • Ruhebradykardie < 50 Schläge/Min.
  • Herzinsuffizienz
  • angioneurotisches Ödem in der Vorgeschichte
  • maligne Arrhythmie
  • schwere koronarer Herzkrankheit
  • instabile Angina pectoris
  • schwere Leberinsuffizienz
  • schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min, Serum-Kreatinin > 160 µmol/l)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche (Altersangaben der jewiligen Produktinformation beachen!)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Moxonidin - peroral
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Flüssigkeitsretention
      • Appetitlosigkeit, Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörung einschließlich Schlaflosigkeit (Insomnie)
      • Denkstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Angst
      • Libidoverlust
      • Nervosität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Benommenheit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen (Häufigkeit im Vergleich zu Placebo nicht erhöht)
      • Schwindel / Vertigo
      • Somnolenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ohnmacht, Synkope (Häufigkeit im Vergleich zu Placebo nicht erhöht)
      • Parästhesien an den Extremitäten
      • Sedierung
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • trockener Juckreiz oder brennendes Gefühl am Auge
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bradykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vasodilatation
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie, einschließlich orthostatische Hypotonie (Häufigkeit im Vergleich zu Placebo nicht erhöht)
      • periphere Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Mundtrockenheit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durchfall
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Dyspepsie (Häufigkeit im Vergleich zu Placebo nicht erhöht)
      • Obstipation
      • andere gastrointestinale Störungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parotisschmerz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • allergische Hautreaktionen einschließlich Ausschlag
      • Hautrötung
      • Juckreiz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rückenschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nackenschmerzen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gynäkomastie
      • Impotenz
  • Allgemeine Beschwerden und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwäche, Asthenie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ödeme (unterschiedlicher Lokalisation)
      • Schwächegefühl in den Beinen

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Filmtabletten
    • mit ausreichend Flüssigkeit
    • mit oder ohne Nahrungsmittel
  • Absetzen der Behandlung ausschleichend über 2 Wochen

Stillzeithinweise

Moxonidin - peroral
  • Moxonidin sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
    • falls die Therapie mit Moxonidin für absolut notwendig erachtet wird, muss abgestillt werden
  • Moxonidin wird über die Muttermilch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Moxonidin - peroral
  • Moxonidin sollte in der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn es eindeutig notwendig ist
  • keine hinreichenden Daten über die Anwendung von Moxonidin bei Schwangeren
  • Tierversuche
    • haben embryotoxische Wirkungen ergeben
    • ergaben Reproduktionstoxizität bei hohen Dosen
  • potenzielles Risiko für Menschen ist unbekannt

Warnhinweise

Moxonidin - peroral
  • AV-Block
    • nach Markteinführung bei den mit Moxonidin behandelten Patienten Fälle mit AV-Block unterschiedlichen Grades berichtet
      • aufgrund dieser Fallberichte kann eine mitverursachende Rolle von Moxonidin bei der Verzögerung der atrioventrikularen Leitung nicht ausgeschlossen werden
      • Vorsicht bei der Behandlung von Patienten, bei denen möglicherweise eine Veranlagung zur Entwicklung eines AV-Blocks vorliegt
    • Patienten mit AV-Block 1. Grades
      • Anwendung mit vorsicht um eine Bradykardie zu vermeiden
    • Patienten mit AV-Block höheren Grades
      • Moxonidin sollte nicht bei AV-Block höheren Grades verwendet werden
  • Patienten mit schwerer Koronararterienerkrankung oder instabiler Angina pectoris
    • besondere Achtsamkeit erforderlich, da bei dieser Patientenpopulation nur begrenzte Erfahrungen vorliegen
  • Patienten mit mittelgradiger Herzinsuffizienz
    • besondere Vorsicht erforderlich, da die Sicherheit der Anwendung von Moxonidin bei solchen Patienten bisher nicht ausreichend belegt ist
  • Anwendung bei Patienten mit Nierenschädigung
    • Vorsicht, da Moxonidin primär über die Nieren ausgeschieden wird
    • insbesondere zu Beginn der Therapie Sorgsamkeit bei der Dosissteigerung
    • Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (GFR > 30 ml/Min. aber < 60 ml/Min.)
      • Dosierung sollte mit 0,2 mg Moxonidin / Tag begonnen werden
      • kann auf max. 0,4 mg / Tag gesteigert werden, wenn dies klinisch angezeigt ist und gut vertragen wird
    • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml/Min.)
      • Dosierung sollte mit 0,2 mg Moxonidin / Tag begonnen werden
      • kann auf max. 0,3 mg / Tag gesteigert werden, wenn dies klinisch angezeigt ist und gut vertragen wird
  • Kombination mit einem Beta-Blocker
    • falls Moxonidin in Kombination mit einem Beta-Blocker verwendet wird und beide Therapien abgebrochen werden müssen, sollte zuerst der Beta-Blocker stufenweise (ausschleichend) abgesetzt werden und anschließend Moxonidin einige Tage später
  • Rebound-Effekt
    • bisher kein Rebound-Effekt (Gegenregulation des Blutdrucks bzw. überschießender Blutdruckanstieg) nach Absetzen der Moxonidintherapie festgestellt
    • abrupter Abbruch der Behandlung mit Moxonidin jedoch nicht ratsam
      • Dosis sollte schrittweise über einen Zeitraum von zwei Wochen reduziert werden
  • Ältere Menschen
    • können anfälliger auf die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln reagieren
    • Therapie sollte mit der niedrigsten Dosis begonnen werden
    • Dosis sollte vorsichtig gesteigert werden, um schwerwiegende Folgereaktionen zu vermeiden
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung nicht empfohlen (Altersangaben siehe jeweilige Produktinformatione)
    • fehlende von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit