Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 15,26 € |
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Indikation
- Notfallkontrazeptivum innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei Versagen einer Verhütungsmethode
Dosierung
- Notfallkontrazeptivum innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei Versagen einer Verhütungsmethode
- 1 Tablette (1,5 mg Levonorgestrel) als Einmaldosis so bald wie möglich, vorzugsweise innerhalb von 12 Stunden und nicht später als 72 Stunden (3 Tage) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr
- Einnahme zu jedem Zeitpunkt des Menstruationszyklus möglich
- Einnahme von enzyminduzierenden Arzneimitteln innerhalb der letzten 4 Wochen
- Verwendung einer nicht-hormonalen Notfallkontrazeption empfohlen, d.h. eine Kupferspirale, oder eine doppelte Dosis Levonorgestrel (d.h. 2 Tabletten zusammen eingenommen), wenn diese Frauen keine Kupferspirale verwenden können oder möchten
- bei Erbrechen innerhalb 3 Stunden nach Einnahme: unverzüglich eine weitere Tablette einnehmen
- bei Frauen, die innerhalb der letzten 4 Wochen enzyminduzierende Arzneimittel eingenommen haben und die keine Kupferspirale verwenden können oder möchten: 2 weitere Tabletten
- länger anhaltendes Erbrechen:
- Wirksamkeit nicht gewährleistet
- Arzt aufsuchen
- nach Anwendung des Notfallkontrazeptivums, empfiehlt sich die Verwendung einer lokalen Barrieremethode (z.B. Kondom, Diaphragma, Spermizid, Portiokappe) bis zur nächsten Regelblutung
- Einnahme von Levonorgestrel stellt keine Gegenanzeige für die fortgesetzte Anwendung einer regelmäßigen hormonalen Kontrazeption dar
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Wirksamkeit wurde bei Jugendlichen (unter 18 Jahren) untersucht und ist mit der von Erwachsenen vergleichbar
- es gibt keine Dosisanpassung für Jugendliche
- kein relevanter Gebrauch bei Kindern vor der Menarch in der Indikation der Notfallkontrazeption
- Hinweise:
- Notfallkontrazeption ist eine im Ausnahmefall anzuwendende Methode
- sie sollte unter keinen Umständen eine regelmäßige Kontrazeptionsmethode ersetzen
Kontraindikationen
Levonorgestrel - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levonorgestrel
- Levonorgestrel darf nicht an Schwangere verabreicht werden
- führt nicht zum Abbruch einer Schwangerschaft
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Levonorgestrel - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Schmerzen im unteren Abdomen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bauchschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ausschlag
- Urtikaria
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- nicht menstruationsbedingte Blutung
- vorübergehend können Blutungsanomalien auftreten; bei den meisten Frauen setzt jedoch die nächste Regelblutung innerhalb von 7 Tagen zum erwarteten Termin ein
- nicht menstruationsbedingte Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Regelblutung mehr als 7 Tage verzögert
- ist die nächste Regelblutung mehr als 5 Tage überfällig, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- unregelmäßige Menstruation
- Brustspannen
- Regelblutung mehr als 7 Tage verzögert
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Beckenschmerzen
- Dysmenorrhö
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gesichtsödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
Stillzeithinweise
Levonorgestrel - peroral
- Levonorgestrel wird in die Muttermilch ausgeschieden
- mögliche Levonorgestrel-Exposition des Säuglings kann reduziert werden
- indem die Levonorgestrel unmittelbar nach dem Stillen eingenommen
- und mindestens 8 Stunden nach der Einnahme von Levonorgestrel nicht gestillt wird
Schwangerschaftshinweise
Levonorgestrel - peroral
- Levonorgestrel darf nicht an Schwangere verabreicht werden
- Levonorgestrel führt nicht zum Abbruch einer Schwangerschaft
- begrenzte epidemiologische Daten geben keinen Hinweis für schädliche Effekte auf den Fetus bei bestehender Schwangerschaft
- aber keine klinischen Daten über mögliche Folgen, wenn Dosen > 1,5 mg Levonorgestrel eingenommen werden
- Fertilität
- Levonorgestrel erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zyklusstörungen, die manchmal zu einer früheren oder späteren Ovulation und somit zu einer veränderten Fruchtbarkeitsperiode führen können
- Langzeitdaten zur Fertilität liegen allerdings nicht vor
Warnhinweise
Levonorgestrel - peroral
- Notfallkontrazeption ist eine Methode zur seltenen Anwendung
- ersetzt keinesfalls eine regelmäßige Verhütungsmethode
- Notfallkontrazeption verhindert nicht in jedem Fall eine Schwangerschaft
- wenn Unsicherheit über den Zeitpunkt des ungeschützten Geschlechtsverkehrs besteht oder wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr vor mehr als 72 Stunden im selben Menstruationszyklus stattfand, kann eine Konzeption eingetreten sein
- Anwendung von Levonorgestrel nach einem zweiten ungeschützten Geschlechtsverkehr kann deshalb unwirksam sein
- Schwangerschaft muss ausgeschlossen werden
- wenn die Regelblutung mehr als 5 Tage ausgeblieben ist
- wenn es zum Zeitpunkt der erwarteten Regel zu atypischen Blutungen kommt
- wenn eine Schwangerschaft aus anderen Gründen vermutet wird
- wenn Unsicherheit über den Zeitpunkt des ungeschützten Geschlechtsverkehrs besteht oder wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr vor mehr als 72 Stunden im selben Menstruationszyklus stattfand, kann eine Konzeption eingetreten sein
- nach Anwendung des Notfallkontrazeptivums
- empfohlen, bis zum Einsetzen der nächsten Regelblutung eine lokale Barrieremethode (z.B. Kondom, Diaphragma, Spermizid oder Portiokappe) zu verwenden
- Einnahme von Levonorgestrel stellt keine Gegenanzeige für die fortgesetzte Anwendung einer regelmäßigen hormonalen Kontrazeption dar
- ektopische Schwangerschaft
- wenn nach der Anwendung von Levonorgestrel eine Schwangerschaft eintritt, muss die Möglichkeit einer ektopischen Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden
- das absolute Risiko einer ektopischen Schwangerschaft ist aller Wahrscheinlichkeit nach gering, da Levonorgestrel den Eisprung und die Befruchtung verhindert
- ektopische Schwangerschaft kann fortbestehen, auch wenn uterine Blutungen auftreten
- Frauen mit einem Risiko für eine ektopische Schwangerschaft (Salpingitis oder ektopische Schwangerschaft in der Anamnese)
- Levonorgestrel nicht empfohlen
- wenn nach der Anwendung von Levonorgestrel eine Schwangerschaft eintritt, muss die Möglichkeit einer ektopischen Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden
- Frauen mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Anwendung nicht empfohlen
- schwere Malabsorptionssyndrome, z.B. Morbus Crohn
- können die Wirksamkeit von Levonorgestrel beeinträchtigen
- Regelblutung
- nach Einnahme von Levonorgestrel kommt es im Allgemeinen zum üblichen Zeitpunkt zu einer Regelblutung von normaler Stärke
- in manchen Fällen kann sie um einige Tage früher oder später als gewöhnlich einsetzen
- regelmäßige Empfängnisverhütung
- Frauen sollte empfohlen werden, im Rahmen eines ärztlichen Beratungsgespräches eine geeignete Methode zur regelmäßigen Empfängnisverhütung festzulegen oder die bereits angewendete Verhütungsmethode zu optimieren
- falls bei Frauen, die regelmäßig ein orales hormonales Kontrazeptivum anwenden, nach Anwendung von Levonorgestrel im nächsten „pillenfreien Intervall" keine Entzugsblutung eintritt, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- wiederholte Anwendung
- wiederholte Anwendung von Levonorgestrel innerhalb eines Monatszyklus ist in Anbetracht möglicher Zyklusstörungen nicht empfohlen
- höheres Körpergewicht, Body-Mass-Index (BMI)
- begrenzte und nicht eindeutige Daten legen nahe, dass bei einem höheren Körpergewicht oder BMI die Wirksamkeit verringert sein kann
- schnellstmögliche Einnahme
- bei allen Frauen sollte, unabhängig vom Körpergewicht der Frau oder ihrem BMI, das Notfallkontrazeptivum schnellstmöglich nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden
- Langzeitkontrazeptiva
- Levonorgestrel besitzt nicht die gleiche Wirksamkeit wie herkömmliche, regelmäßig anzuwendende kontrazeptive Methoden und ist nur als Notfallmaßnahme geeignet
- Frauen, die wiederholt die Verordnung eines Notfallkontrazeptivums fordern, sollte zur Anwendung von Langzeitkontrazeptiva geraten werden
- Krankheitsübertragung
- Anwendung eines Notfallkontrazeptivums ersetzt nicht die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen sexuell übertragbare Krankheiten