Piperacillin/Tazobactam-Kabi 2g/0.25g Pulv z.Herst
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10X50 ML | 130,04 € |
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Indikation
Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- Behandlung folgender Infektionen:
- Schwere Pneumonien, einschließlich nosokomiale und ventilatorassoziierte Pneumonien
- Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
- Komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes (einschließlich Infektionen bei diabetischem Fußsyndrom)
- Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die (vermutlich) im Zusammenhang mit einer der o. g. Infektionen auftritt
- Hinweis: die Anwendung bei Bakteriämie durch Extended-spectrum Beta-Laktamase (ESBL)-produzierende E. coli und K. pneumoniae (Ceftriaxon-unempfindlich) wird bei erwachsenen Patienten nicht empfohlen
- Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht
- Hinweis
- offizielle Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sollten berücksichtigt werden
Kinder (2 - 12 Jahre)
- Komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Behandlung von neutropenischen Kindern mit Fieber, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht
- Hinweis
- offizielle Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sollten berücksichtigt werden
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 2 g Piperacillin (als Natriumsalz) und 0,25 g Tazobactam (als Natriumsalz)
- Behandlung von bakteriellen Infektionen
- allgemein
- Dosis und Anwendungshäufigkeit abhängig
- vom Schweregrad der Infektion
- der Lokalisation der Infektion
- vom vermuteten Krankheitserreger
- Dosis und Anwendungshäufigkeit abhängig
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
- übliche Dosis
- 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 8 Stunden
- Dosis und Anwendungshäufigkeit je nach Indikation oder Erkrankung
- 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 6 Stunden:
- schwere Pneumonien, einschl. nosokomiale Pneumonien
- bakterielle Infektionen in neutropenischen Patienten / neutropenische Patienten mit Fieber, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht
- Behandlung von Patienten mit anderen indizierten Infektionen besonderer Schwere
- 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 8 Stunden:
- komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes (einschließlich Infektionen bei diabetischem Fußsyndrom)
- 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 6 Stunden:
- Behandlungsdauer
- in den meisten Indikationsstellungen im Bereich zwischen 5 - 14 Tagen
- sollte sich am Schweregrad der Infektion, dem / den Erreger/n, am klinischen Bild und an den bakteriologischen Befunden des Patienten orientieren
- übliche Dosis
- Kinder 2 - 12 Jahre
- Dosis und Anwendungshäufigkeit je nach Indikation oder Erkrankung in Abhängigkeit vom Körpergewicht
- 80 mg Piperacillin / 10 mg Tazobactam / kg KG alle 6 Stunden:
- neutropenische Kinder mit Fieber und Verdacht auf bakterielle Infektionen
- max. 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam / Dosis über 30 Min.
- neutropenische Kinder mit Fieber und Verdacht auf bakterielle Infektionen
- 100 mg Piperacillin / 12,5 mg Tazobactam / kg KG alle 8 Stunden:
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- max. 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam / Dosis über 30 Min.
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- 80 mg Piperacillin / 10 mg Tazobactam / kg KG alle 6 Stunden:
- Behandlungsdauer
- in den meisten Indikationsstellungen im Bereich zwischen 5 - 14 Tagen
- sollte sich am Schweregrad der Infektion, dem / den Erreger/n, am klinischen Bild und an den bakteriologischen Befunden des Patienten orientieren
- Dosis und Anwendungshäufigkeit je nach Indikation oder Erkrankung in Abhängigkeit vom Körpergewicht
- Kinder < 2 Jahre
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit sind nicht nachgewiesen
- es liegen keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vor
- allgemein
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- jeder Patient muss engmaschig auf Anzeichen für toxische Wirkungen des Arzneimittels überwacht werden
- Dosis und Anwendungsintervall sind entsprechend anzupassen
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- Kreatinin-Clearance > 40 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kreatinin-Clearance 20 - 40 ml / Min.
- max. 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 8 Stunden
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / Min.
- max. 4 g Piperacillin / 0,5 g Tazobactam alle 12 Stunden
- Hämodialysepatienten
- bei der Hämodialyse werden innerhalb von 4 Std. 30 - 50% des Piperacillins ausgewaschen
- zusätzliche Dosis von 2 g Piperacillin / 0,25 g Tazobactam nach jeder Dialyse
- Kreatinin-Clearance > 40 ml / Min.
- Kinder (2 - 12 Jahre)
- Kreatinin-Clearance > 50 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kreatinin-Clearance </= 50 ml / Min.
- 70 mg Piperacillin / 8,75 mg Tazobactam / kg KG alle 8 Stunden
- Hämodialysepatienten
- zusätzliche Dosis von 40 mg Piperacillin / 5 mg Tazobactam / kg KG nach jeder Dialyse
- Kreatinin-Clearance > 50 ml / Min.
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich, wenn Nierenfunktion normal ist (bzw. Kreatinin-Clearance > 40 ml / Min.)
Kontraindikationen
Piperacillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Piperacillin oder Tazobactam
- Überempfindlichkeit gegen andere Penicillin-Antibiotika
- anamnestisch bekannte schwere, akute allergische Reaktionen auf andere Beta-Laktam-Wirkstoffe, z. B.
- Cephalosporine
- Monobactame
- Carbapeneme
Nebenwirkungen
Piperacillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Candida-Infektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Candida-Superinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozytopenie
- Anämie
- direkter Coombs-Test positiv
- Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Neutropenie
- Verlängerung der Prothrombinzeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytische Anämie
- Purpura
- Epistaxis
- verlängerte Blutungsdauer
- Eosinophilie
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Panzytopenie
- Thrombozythämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombozytose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich
- Schock
- anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gesamt-Protein erniedrigt
- Albumin im Blut erniedrigt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypokaliämie
- reduzierte Blutzuckerwerte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Delirium
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Insomnie / Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfall
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Phlebitis
- Thrombophlebitis
- Hitzewallungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- eosinophile Pneumonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Obstipation
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stomatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pseudomembranöse Colitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der
- Alaninaminotransferase
- Aspartataminotransferase
- alkalischen Phosphatase im Blut
- Erhöhung der
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ikterus
- Bilirubinwerte im Blut erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Gammaglutamyltransferase (Gamma-GT)
- Hepatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschläge (häufiger bei Mukoviszidose-Patienten), einschließlich
- makulopapulöse Ausschläge
- Pruritus
- Ausschläge (häufiger bei Mukoviszidose-Patienten), einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Erythema multiforme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bullöse Dermatitis
- Exantheme
- toxische epidermale Nekrolyse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stevens-Johnson-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- exfoliative Dermatitis
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kreatinin im Blut erhöht
- erhöhte Blutharnstoffwerte
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- tubulointerstitielle Nephritis
- Nierenversagen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pyrexie / Fieber (häufiger bei Mukoviszidose-Patienten)
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zur intravenösen Infusion (über 30 Minuten)
- Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
- Anweisungen zur Rekonstitution / Verdünnung des Arzneimittels, siehe Herstellerinformation
Stillzeithinweise
Piperacillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
- stillende Frauen sollten nur behandelt werden, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken für die Frau und das Kind überwiegt
- Piperacillin
- geht in geringer Konzentration in die Muttermilch über
- Tazobactam
- Konzentrationen von Tazobactam in menschlicher Muttermilch wurden nicht untersucht
Schwangerschaftshinweise
Piperacillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
- Piperacillin / Tazobactam sollten während der Schwangerschaft nur bei klarer Indikationsstellung angewendet werden
- das heißt, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko für die Schwangere und den Fetus überwiegt
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen für die Verwendung von Piperacillin / Tazobactam bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben bei für das Muttertier toxischen Dosen eine Entwicklungstoxizität gezeigt
- aber keine Hinweise auf eine Teratogenität ergeben
- Piperacillin / Tazobactam sind plazentagängig
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- Fertilitätsstudie mit Ratten zeigte nach intraperitonealer Verabreichung von Tazobactam bzw. der Kombination Piperacillin / Tazobactam keine Auswirkungen auf Fertilität und Paarung
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Piperacillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
- Antibiotika-Auswahl
- bei der Auswahl von Piperacillin / Tazobactam zur Behandlung eines Patienten sollte anhand von folgenden Faktoren (Beispiele unten) abgewogen werden, ob ein halbsynthetisches Breitband-Penicillin geeignet ist
- Schweregrad der Infektion
- Prävalenz von Resistenzen gegen andere geeignete antibakterielle Substanzen
- bei der Auswahl von Piperacillin / Tazobactam zur Behandlung eines Patienten sollte anhand von folgenden Faktoren (Beispiele unten) abgewogen werden, ob ein halbsynthetisches Breitband-Penicillin geeignet ist
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- vor Einleitung einer Behandlung mit Piperacillin / Tazobactam
- Vorgeschichte des Patienten sollte sorgfältig abgeklärt werden im Hinblick auf vorangegangene Überempfindlichkeitsreaktionen auf
- Penicilline
- andere Beta-Laktam-Wirkstoffe (z. B. Cephalosporine, Monobactame oder Carbapeneme)
- andere Allergene
- Vorgeschichte des Patienten sollte sorgfältig abgeklärt werden im Hinblick auf vorangegangene Überempfindlichkeitsreaktionen auf
- schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktisch / anaphylaktoid, einschließlich Schock) wurden beobachtet
- bei Patienten mit anamnestisch bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen mehrere Allergene besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Reaktionen
- bei schwereren Überempfindlichkeitsreaktionen
- Antibiotikum muss abgesetzt werden
- möglicherweise sind die Anwendung von Epinephrin und die Einleitung anderer Notfallmaßnahmen erforderlich
- vor Einleitung einer Behandlung mit Piperacillin / Tazobactam
- pseudomembranöse Colitis
- antibiotika-induzierte pseudomembranöse Kolitis kann sich in Form von schwerem, persistierendem Durchfall, der auch lebensbedrohlich sein kann, manifestieren
- Symptome können während oder nach der Antibiotikatherapie auftreten
- in solchen Fällen sollte Piperacillin / Tazobactam abgesetzt werden
- Superinfektionen
- Behandlung mit dieser Wirkstoffkombination kann zur Bildung von resistenten Organismen führen, die Superinfektionen auslösen können
- Blutungen
- bei einigen Patienten, die Beta-Laktam-Antibiotika erhalten haben, wurden Blutungen beobachtet
- diese Reaktionen gingen manchmal mit abnormalen Gerinnungswerten einher, wie z. B. von
- Gerinnungszeit
- Thrombozytenaggregation
- Prothrombinzeit
- diese Reaktionen werden häufiger bei Patienten mit Nierenversagen beobachtet
- sobald Blutungen auftreten
- Antibiotikatherapie sollte abgebrochen werden
- geeignete Gegenmaßnahmen sollten eingeleitet werden
- Leukopenie und Neutropenie
- insbesondere bei der Langzeitanwendung sind in regelmäßigen Abständen Blutbildkontrollen angezeigt, da es zu Leukopenie und Neutropenie kommen kann
- neurologischen Komplikationen
- bei Anwendung von hohen Dosen kann es zu neurologischen Komplikationen in Form von Konvulsionen kommen (wie bei der Behandlung mit anderen Penicillinen)
- insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
- bei Anwendung von hohen Dosen kann es zu neurologischen Komplikationen in Form von Konvulsionen kommen (wie bei der Behandlung mit anderen Penicillinen)
- Hypokaliämie
- bei folgenden Patienten kann es zu einer Hypokaliämie kommen
- Patienten mit geringen Kaliumreserven
- Patienten, die Begleitmedikamente erhalten, welche die Kaliumkonzentration senken
- bei solchen Patienten ist eine regelmäßige Elektrolytkontrolle anzuraten
- bei folgenden Patienten kann es zu einer Hypokaliämie kommen
- Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- Berichte über Fälle von HLH, häufig nach einer Behandlungsdauer von > 10 Tagen
- HLH ist ein lebensbedrohliches Syndrom mit einer pathologischen Immunaktivierung, die durch klinische Zeichen und Symptome einer exzessiven systemischen Entzündung gekennzeichnet ist, z. B.
- Fieber
- Hepatosplenomegalie
- Hypertriglyceridämie
- Hypofibrinogenämie
- hohe Ferritinkonzentration im Serum
- Zytopenien
- Hämophagozytose
- Patienten, bei denen frühe Manifestationen einer pathologischen Immunaktivierung auftreten
- unverzüglich untersuchen
- falls die Diagnose HLH gestellt wird
- Behandlung mit Piperacillin / Tazobactam abbrechen
- schwere Nebenwirkungen der Haut
- Piperacillin / Tazobactam kann schwere Nebenwirkungen der Haut auslösen, wie z.B.
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen
- akute generalisierte exanthematische Pustulose
- Patienten, die einen Hautausschlag entwickeln
- engmaschig überwachen
- bei Fortschreiten der Läsionen Piperacillin / Tazobactam absetzen
- Piperacillin / Tazobactam kann schwere Nebenwirkungen der Haut auslösen, wie z.B.
- Niereninsuffizienz
- bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Hämodialysepatienten
- Piperacillin / Tazobactam sollte aufgrund der potentiellen Nierentoxizität mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- intravenöse Dosis und Anwendungsintervalle sollten je nach Ausmaß der bestehendenNierenfunktionsstörung angepasst werden
- Sekundäranalyse unter Verwendung von Daten aus einer groß angelegten, multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie zur Untersuchung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) nach Anwendung häufig eingesetzter Antibiotika bei schwer kranken Patienten
- Anwendung von Piperacillin / Tazobactam war im Vergleich zu anderen Antibiotika mit einer geringeren Rate der reversiblen GFR-Verbesserung verbunden
- diese Sekundäranalyse kam zu dem Ergebnis, dass Piperacillin / Tazobactam die Ursache für eine verzögerte renale Besserung bei diesen Patienten war
- gleichzeitige Anwendung von Piperacillin / Tazobactam und Vancomycin kann mit einer erhöhten Inzidenz akuter Nierenschädigung assoziiert sein
- bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Hämodialysepatienten