PK MERZ INFUSION
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 2X500 ML | 54,32 € |
| N3 | 10X500 ML | 219,28 € |
| NotApplicable | 10X500 ML | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Intensiv- und Initialbehandlung der akinetischen Krise bei akuter Verschlechterung der Parkinsonsymptomatik
- Vigilanzverminderung bei postkomatösen Zuständen unterschiedlicher Genese im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes unter stationären Bedingungen
Dosierung
Basiseinheit: 500 ml Infusionslösung enthalten 200 mg Amantadinhemisulfat
- akute Verschlechterung der Parkinsonsymptomatik im Sinne einer akinetischen Krise
- 200 mg Amantadinsulfat i.v. 1 - 3mal / Tag
- max. Infusionsgeschwindigkeit: 55 Tropfen / Min. (Infusiondsdauer ca. 3 Stunden)
- Behandlungsdauer
- abhängig von Art und Schwere des Krankheitsbildes
- vom behandelnden Arzt bestimmt
- Vigilanzminderung bei postkomatösen Zuständen unterschiedlicher Genese
- Therapieversuch initial
- 200 mg Amantadinsulfat langsam i.v. (Infusionsdauer > 3 Stunden)
- Behandlungsdauer: 3 - 5 Tage
- entsprechend Krankheitsverlauf Fortsetzung der Anwendung (soweit möglich oral)
- 200 mg Amantadinsulfat / Tag
- Behandlungsdauer: bis zu 4 Wochen
- Therapieversuch initial
Dosisanpassung
- ältere Patienten, insbes. bei Erregungs- und Verwirrtheitszuständen sowie mit deliranten Syndromen
- Therapiebeginn mit geringerer Dosis
- bei Kombinationsbehandlung mit anderen Antiparkinsonmitteln individuelle Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- GFR 80 - 60 ml / Min.: 250 ml (100 mg Amantadinsulfat) 1mal / 12 Stunden
- GFR 60 - 50 ml / Min.: abwechselnd 500 ml (200 mg Amantadinsulfat) 1mal / 2 Tage und 250 ml (100 mg Amantadinsulfat) 1mal / 2 Tage
- GFR 50 - 30 ml / Min.: 250 ml (100 mg Amantadinsulfat) 1mal / Tag
- GFR 30 - 20 ml / Min.: 500 ml (200 mg Amantadinsulfat) 2mal / Woche
- GFR 20 - 10 ml / Min.: 250 ml (100 mg Amantadinsulfat) 3mal / Woche
- GFR < 10 ml / Min. und Hämodialyse-Patienten: 500 ml (200 mg Amantadinsulfat) und 250 ml (100 mg Amantadinsulfat) 1mal / Woche oder 1mal / 2 Wochen
Kontraindikationen
Amantadin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Amantadin-Verbindungen
- schwere, nicht kompensierte Herzinsuffizienz (Stadium NYHA IV)
- Kardiomyopathien und Myokarditiden
- AV-Block Grad II und III
- Bradykardie < 55 Schläge/Min.
- langes QT-Intervall (QTc nach Bazett > 420 ms) oder erkennbare U-Wellen oder angeborenes QT-Syndrom in der Familienanamnese
- Vorgeschichte von schwerwiegenden ventrikulären Arrhythmien einschließlich Torsade de pointes
- gleichzeitige Therapie mit Budipin oder anderen QT-verlängernden Arzneimitteln
- Verminderung von Kalium und Magnesium im Blut
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Amantadin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktion nach Infusionstherapie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auslösung epileptischer Anfälle, meist im Zusammenhang mit höheren als den empfohlenen Dosen
- Myoklonien
- Symptome einer peripheren Neuropathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlafstörungen
- motorische und psychische Unruhe
- paranoid gefärbte, mit optischen Halluzinationen einhergehende exogene Psychosen
- können besonders bei prädisponierten älteren Patienten ausgelöst werden
- können besonders bei Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln (z.B. Levodopa, Bromocriptin) oder Memantin häufiger auftreten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Impulskontrollstörungen (können bei Patienten unter der Behandlung mit dopaminerg wirkenden Arzneimitteln einschließlich peroralem Amantadin auftreten), z.B
- Spielsucht
- verstärkte Libido
- Hypersexualität
- zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufsucht
- Binge-Eating und zwanghaftes Essen
- Impulskontrollstörungen (können bei Patienten unter der Behandlung mit dopaminerg wirkenden Arzneimitteln einschließlich peroralem Amantadin auftreten), z.B
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnretention bei Prostatahypertrophie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausbildung einer Livedo reticularis (Bild einer „marmorierten Haut"), teilweise verbunden mit Ödemen im Unterschenkel-und Knöchelbereich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Herzens
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- kardiale Arrhythmien (in den meisten dieser Fälle lagen Überdosierungen, bestimmte Ko-Medikationen oder Risikofaktoren für kardiale Arrhythmien vor) wie
- ventrikuläre Tachykardie
- Kammerflimmern
- Torsades de pointes
- QT-Verlängerungen
- Herzrhythmusstörungen mit Tachykardie
- kardiale Arrhythmien (in den meisten dieser Fälle lagen Überdosierungen, bestimmte Ko-Medikationen oder Risikofaktoren für kardiale Arrhythmien vor) wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Dysregulation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verschwommensehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hornhautläsion, z.B.
- punktförmige subepitheliale Trübungen, die mit einer Keratitis superficialis punctata assoziiert sein könnten
- Hornhautepithelödem
- merklich verminderte Sehschärfe
- Hornhautläsion, z.B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehender Visusverlust
- gesteigerte Lichtempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blut- und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hämatologische Nebenwirkungen wie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- hämatologische Nebenwirkungen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- zur Infusion
- plötzliches Absetzen vermeiden (starke Verschlechterung der extrapyramidalen Symptomatik bis hin zur akinetischen Krise und Absetzerscheinungen bis hin zum Delir möglich)
Stillzeithinweise
Amantadin - invasiv
- ist Anwendung während der Stillzeit zwingend erforderlich, sollte der Säugling aufgrund möglicher Arzneimittelwirkungen (Hautausschlag, Harnretention, Erbrechen) unter Beobachtung stehen
- falls notwendig, muss abgestillt werden
- Amantadin geht in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Amantadin - invasiv
- Amantadin darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies zwingend erforderlich ist
- im Falle einer Therapie im 1. Trimenon sollte eine Ultraschallfeindiagnostik durchgeführt werden
- keine Daten vorliegend zum Plazentatranfer
- unzureichende Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft
- einige Fallberichte vorliegend, in denen von gesunden Kindern, aber auch von Schwangerschaftskomplikationen und Fehlbildungen (kardiovaskuläre Defekte, Reduktion der Gliedmaßen) berichtet wurde
- in Tierstudien embryotoxisch und teratogen
- potentielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
- Patientin im reproduktionsfähigen Alter
- falls Amantadin einer Patientin im reproduktionsfähigen Alter verschrieben wird, sollte diese darauf hingewiesen werden, sich unverzüglich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen, wenn sie schwanger zu werden wünscht, oder eine Schwangerschaft vermutet
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Amantadin - invasiv
- Amantadin sollte nicht angewendet werden bei
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/Min.)
- Amantadin darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
- Prostatahypertrophie
- Engwinkelglaukom
- Niereninsuffizienz (verschiedener Schweregrade; durch eine Verschlechterung der Filtrationsleistung der Nieren besteht die Gefahr der Kumulation)
- Erregungs- und Verwirrtheitszuständen
- deliranten Syndromen sowie exogenen Psychosen in der Anamnese
- bei Patienten, die mit Memantin behandelt werden
- EKG-Kontrollen, QT-Verlängerung
- vor Therapiebeginn und zu den Zeitpunkten 1 und 3 Wochen danach ist ein EKG (50 mm/s) zu schreiben und die frequenzkorrigierte QT-Zeit nach Bazett (QTc) manuell zu bestimmen
- bei Dosiserhöhungen zu späterem Zeitpunkt muss ein solches EKG vorher und 2 Wochen nachher geschrieben werden
- danach haben EKG-Kontrollen mind. jährlich zu erfolgen
- Patienten mit QTc-Vorwerten über 420 ms oder mit einem QTc-Anstieg von über 60 ms unter Amantadin oder mit QTc-Zeiten > 480 ms unter Amantadin sowie mit erkennbaren U-Wellen sind von der Behandlung auszuschließen
- damit kann bei gleichzeitiger Beachtung der Gegenanzeigen die sehr seltene, aber bedrohliche Nebenwirkung Torsade-de-pointes-Kammertachykardie verhindert werden
- bei Risikogruppen für Elektrolytstörungen (z.B. Diuretika-Medikation, häufigem Erbrechen und/oder Durchfall, Anwendung von Insulin in Notfallsituationen, Nierenerkrankungen oder anorektischen Zuständen)
- adäquate Laborkontrollen und entsprechenden Elektrolyt-Ausgleich durchführen, insbesondere für Kalium und Magnesium
- sobald Symptome wie Palpitationen, Schwindel oder Synkopen auftreten
- Amantadin absetzen
- Patient innerhalb von 24 Stunden auf eventuelle QT-Verlängerung untersuchen
- wenn keine QT-Verlängerung vorliegt, kann Amantadin unter Berücksichtigung der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen wieder eingesetzt werden
- Herzschrittmacherpatienten
- exakte Bestimmung der QT-Zeiten nicht möglich
- daher muss Entscheidung über Amantadin-Therapie in Abstimmung mit dem behandelnden Kardiologen individuell erfolgen
- zusätzliche Gabe von Amantadin zur Prophylaxe und Behandlung der Virusgrippe vom Typ A
- ist nicht sinnvoll und wegen der Gefahr der Überdosierung vermeiden
- Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS)
- bei Patienten, die gleichzeitig mit Neuroleptika und Amantadin behandelt werden Gefahr des Auftretens eines lebensbedrohlichen malignen neuroleptischen Syndroms, wenn Amantadin plötzlich abgesetzt wird
- Niereninsuffizienz
- bei gestörter Nierenfunktion kann es zur Intoxikation kommen
- Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom oder zerebralen Anfallsleiden in der Anamnese
- besondere Vorsicht, da sich einzelne Krankheitssymptome verschlechtern und Krampfanfälle auftreten können
- Patienten mit bekannten Herz-Kreislauferkrankungen
- müssen während der gleichzeitigen Behandlung mit Amantadin unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle stehen
- sobald Symptome wie Palpitationen, Schwindel oder Synkopen auftreten, ist Amantadin abzusetzen, und der Patient innerhalb von 24 Stunden auf eventuelle QT-Verlängerung zu untersuchen
- wenn keine QT-Verlängerung vorliegt, kann Amantadin unter Berücksichtigung der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen wieder eingesetzt werden
- Krankheitszeichen bei Parkinson-Patienten
- oft werden bei Parkinson-Patienten Krankheitszeichen wie niedriger Blutdruck, Speichelfluss, Schweißausbrüche, erhöhte Körpertemperatur, Hitzestauungen, Wasseransammlungen und depressive Verstimmungen beobachtet
- unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen von Amantadin behandeln
- Patienten sollen aufgefordert werden, bei Auftreten von Beschwerden beim Wasserlassen den behandelnden Arzt aufzusuchen
- bei Auftreten von Verschwommensehen oder anderen Sehstörungen sollte ein Augenarzt konsultiert werden, um ein Hornhautödem auszuschließen
- falls ein Hornhautödem diagnostiziert wird, ist die Behandlung mit Amantadin abzusetzen
- Impulskontrollstörungen
- Patienten sind regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen zu überwachen
- Patienten und ihre Pflegepersonen sollten darauf hingewiesen werden, dass Verhaltenssymptome von Impulskontrollstörungen, u.a. Spielsucht, verstärkte Libido, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufsucht sowie Binge-Eating und zwanghaftes Essen, bei Patienten unter der Behandlung mit dopaminerg wirkenden Arzneimitteln einschließlich parenteralem Amantadin auftreten können
- bei Entwicklung dieser Symptome sind eine Dosisreduktion oder ein Ausschleichen der Behandlung zu erwägen
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend