PLENVU Pulver zur Herstell.e. Lösung z.Einnehmen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| KTP | 320 ST | 4868,24 € |
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Indikation
- zur Darmvorbereitung vor klinischen Maßnahmen, die einen sauberen Darm erfordern
Dosierung
Basisheinheit: 500 ml Lösung des Inhalts von Dosis 1 enthält: Macrogol 3350 100 g; Natrium 160,9 mmol / 500 ml; Sulfat 63,4 mmol / 500 ml; Chlorid 47,6 mmol / 500 ml; Kalium 13,3 mmol / 500 ml - 500 ml Lösung des Inhalts von Dosis 2 (Beutel A und B) enthält: Macrogol 3350 40 g; Natriumascorbat 48,11 g; Ascorbinsäure 7,54 g; Natrium 297,6 mmol / 500 ml; Ascorbat 285,7 mmol / 500 ml; Chlorid 70,9 mmol / 500 ml; Kalium 16,1 mmol / 500 ml
- zur Darmvorbereitung vor klinischen Maßnahmen, die einen sauberen Darm erfordern
- Erwachsene und ältere Patienten
- Darmvorbereitung besteht aus der Verabreichung von zwei separaten, unterschiedlichen 500 ml Dosen des Arzneimittels
- zu jeder Dosis mind. 500 ml zusätzliche klare Flüssigkeit, z. B. Wasser, klare Suppe, Fruchtsaft ohne Fruchtfleisch, Softdrinks, Tee und / oder Kaffee ohne Milch trinken
- Vorbereitung kann nach einem 2-Tages- oder 1-Tages-Einnahmeplan erfolgen
- auf 2 Tage verteilte Einnahme
- 1. Dosis am Abend vor der klinischen Untersuchung und die 2. Dosis am Morgen des Untersuchungstages ca. 12 Stunden nach Beginn der ersten Dosis einnehmen
- Einnahme an einem Tag
- beide Dosen am Morgen des Untersuchungstages einnehmen
- Abstand zwischen der Einnahme von Dosis 1 und Dosis 2 sollte mind. 2 Stunde betragen, oder
- beide Dosen am Abend vor der klinischen Untersuchung einnehmen
- Abstand zwischen der Einnahme von Dosis 1 und Dosis 2 sollte mind. 1 Stunde betragen
- beide Dosen am Morgen des Untersuchungstages einnehmen
- auf 2 Tage verteilte Einnahme
- Erwachsene und ältere Patienten
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen, da keine Studien vorhanden
- leichte oder mäßige Nierenbeeinträchtigung
- keine besonderen Dosierungsanpassungen notwendig
- leichte oder mäßige Leberbeeinträchtigung
- keine besonderen Dosierungsanpassungen notwendig
Kontraindikationen
- nicht anwenden bei Patienten, bei denen Folgendes bekannt ist oder vermutet wird
- Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile oder einen der sonstigen Bestandteile
- gastrointestinale Obstruktion oder Perforation
- Ileus
- Störungen der Magenentleerung (z. B. Gastroparese, Magenretention, usw.)
- Phenylketonurie (Arzneimittel enthält Aspartam)
- Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (Arzneimittel enthält Ascorbat)
- toxisches Megakolon
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig (> 1/100, < 1/10)
- Erbrechen
- Übelkeit
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- abdominale Aufblähung
- Analreizungen
- Abdominalschmerz
- Abdominalschmerzen im Oberbauch
- Abdominalschmerzen im Unterbauch
- Häufig (> 1/100, < 1/10)
- Erkrankungen des Immunsystems
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufig (> 1/100, < 1/10)
- Dehydratation
- Häufig (> 1/100, < 1/10)
- Erkrankungen des Nervensystems
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Somnolenz
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Durst (trockener Mund und trockener Hals)
- Fatigue
- Asthenie
- Schüttelfrost (Hitzegefühl und Kältegefühl)
- Schmerzen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Herzerkrankungen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Palpitationen
- Sinustachykardie
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Gefäßerkrankungen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- vorübergehender Anstieg des Blutdruckes
- Hitzewallungen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- Untersuchungen
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
- vorübergehender Anstieg der Leberenzyme (ALT erhöht, AST erhöht, GGT erhöht, hepatische Enzyme erhöht, Transaminasen erhöht)
- Hypernatriämie
- Hyperkalzämie
- Hypophosphatämie
- Hypokaliämie
- erniedrigtes Bicarbonat
- Anionenlücke vergrößert / verkleinert
- hyperosmolarer Zustand
- Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)
Anwendungshinweise
- für die orale Anwendung
- Dosis 1
- Inhalt von Dosis 1 wird mit 500 ml Wasser aufgefüllt und gemischt
- rekonstituierte Lösung sowie zusätzliche 500 ml klare Flüssigkeit innerhalb von 60 Min. trinken
- rekonstituierte Lösung und klare Flüssigkeit können dabei abwechselnd getrunken werden
- Dosis 2
- Inhalt beider Beutel von Dosis 2 (Beutel A und B zusammen) mit 500 ml Wasser auffüllen und mischen
- rekonstituierte Lösung sowie zusätzliche 500 ml klare Flüssigkeit innerhalb von 60 Min. trinken
- rekonstituierte Lösung und klare Flüssigkeit können dabei abwechselnd getrunken werden
- ggf. die Einnahme der rekonstituierten Lösung verlangsamen oder vorübergehend unterrbrechen
- über die Flüssigkeitsaufnahme durch die Behandlung mit dem Arzneimittel hinaus darf jederzeit zusätzliche klare Flüssigkeit (z. B.: Wasser, klare Suppe, Fruchtsäfte ohne Fruchtfleisch, Softdrinks, Tee und/oder Kaffee ohne Milch) eingenommen werden
- Hinweis: zu vermeiden sind jegliche rot oder violett gefärbte Flüssigkeiten (z. B.: Johannisbeersaft), da diese den Darm verfärben können
- Einnahme jeglicher Flüssigkeiten sollte beendet werden, mind.:
- 2 Stunden vor der klinischen Untersuchung unter Vollnarkose, oder
- 1 Stunde vor der klinischen Untersuchung ohne Vollnarkose
- Information bezüglich der Einnahme von Mahlzeiten
- keine feste Nahrung zu sich nehmen nach Beginn der Behandlung bis einschließlich nach der klinischen Untersuchung
- Patienten darauf hinweisen, dass sie genügend Zeit einplanen, um nach Abklingen der Darmbewegungen zur klinischen Untersuchung zu gelangen
- auf 2 Tage verteilte Einnahme und Einnahme am Vortag
- am Tag vor der klinischen Untersuchung: Patient kann ein leichtes Frühstück und ein leichtes Mittagessen zu sich nehmen
- leichte Mittagessen muss mind. 3 Stunden vor der Einnahme der ersten Dosis beendet sein
- Einnahme nur am Morgen
- am Tag vor der klinischen Untersuchung: Patient kann ein leichtes Frühstück, leichtes Mittagessen und klare Suppe und / oder Naturjoghurt zum Abendessen zu sich nehmen
- das Abendessen sollte ungefähr um 20 Uhr beendet sein
- besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
- es ist nicht bekannt, ob die Wirkstoffe oder die Metaboliten des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen
- es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob die Wirkstoffe oder die Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- ein Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll
- dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
Schwangerschaftshinweise
- bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) bei Schwangeren vor
- tierexperimentelle Studien haben eine indirekte Reproduktionstoxizität gezeigt
- klinisch gesehen sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische Exposition von Macrogol 3350 vernachlässigbar ist
- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden
- Fertilität
- keine Daten zu den Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen
- in Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigten sich keine Auswirkungen auf die Fertilität
Warnhinweise
- Einnahme der zubereiteten Arzneimittel-Lösung ersetzt nicht die reguläre Flüssigkeitszufuhr
- Möglichkeit allergischer Reaktionen, einschließlich Hautausschlag, Urticaria, Pruritus, Dyspnoe, Angioödem und Anaphylaxie
- nur mit Vorsicht anwenden bei
- gebrechlichen und geschwächten Patienten
- eingeschränktem Würgereflex oder Aspirations- oder Regurgitationstendenz, getrübtem Bewusstseinszustand
- engmaschig Überwachung, besonders bei nasogastraler Verabreichung
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium III oder IV)
- Gefahr von Arrhythmien, z. B. bei Vorliegen oder Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, bei Vorliegen einer Schilddrüsenerkrankung oder Elektrolytstörungen
- Dehydratation
- schwerer akuter entzündlicher Darmerkrankung
- bei geschwächten und gebrechlichen Patienten, Patienten mit einem schlechten Gesundheitszustand, mit klinisch signifikanter Niereninsuffizienz, Arrhythmien und einem Risiko für Elektrolytstörungen
- vor und nach der Behandlung: Überprüfung der Elektrolytwerte und die Durchführung von Nierenfunktionstests und eines EKGs
- vor dem Einsatz des Arzneimittels: evtl. vorhandene Dehydratation korrigieren
- in seltenen Fällen wurde von schweren Arrhythmien einschließlich Vorhofflimmern berichtet, welche mit dem Gebrauch von ionischen osmotischen Laxanzien zur Darmvorbereitung einhergehen (hauptsächlich bei Patienten mit bestehenden kardialen Risikofaktoren und Elektrolytstörungen)
- falls Anzeichen von Arrhythmien oder Flüssigkeits- / Elektrolytverschiebungen während oder nach der Anwendung auftreten (z. B. Ödeme, Kurzatmigkeit, zunehmende Müdigkeit, Herzinsuffizienz): Elektrolyt-Plasmakonzentrationen bestimmen, EKG überwachen und evtl. Abweichungen adäquat behandeln
- falls Symptome wie starke Blähung, abdominelle Aufblähungen oder Bauchschmerzen auftreten: Anwendung verlangsamen oder vorübergehend unterbrechen bis die Symptome nachlassen
- Ischämische Kolitis
- bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für ischämische Kolitis oder bei gleichzeitiger Anwendung stimulierender Abführmitteln (wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat): Anwendung mit Vorsicht
- Patienten mit plötzlichen Abdominalschmerzen, rektalen Blutungen oder anderen Symptomen einer ischämischen Kolitis, sind unverzüglich zu untersuchen
- Natrium-Gehalt des Arzneimittels bei Patienten mit einer kontrollierten Natrium-Diät berücksichtigen (nur ein Teil des Natriums wird absorbiert)
- Kalium-Gehalt des Arzneimittels bei Patienten beachten, deren Nierenfunktion eingeschränkt ist oder die sich kaliumarm ernähren