PNEUMOVAX 23 Inj.L.i.e.Fertigspr.+2 beigef.Kanülen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X0.5 ML | 387,77 € |
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Indikation
- Erwachsene, Jugendliche, Kinder (> 2 Jahre)
- aktive Immunisierung gegen Krankheiten, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken hervorgerufen werden
Dosierung
Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml) enthält jeweils 25 µg der folgenden 23 Pneumokokken-Serotypen: 1, 2, 3, 4, 5, 6B, 7F, 8, 9N, 9V, 10A, 11A, 12F, 14, 15B, 17F, 18C, 19F, 19A, 20, 22F, 23F, 33F
- aktive Immunisierung gegen Krankheiten, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken-Serotypen hervorgerufen werden
- Hinweis:
- Impfschemata sind den offiziellen Impfempfehlungen zu entnehmen
- Erstimpfung
- Erwachsene und Kinder >/= 2 Jahre
- 1 Impfdosis zu 0,5 ml, i.m. oder s.c.
- Kinder < 2 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen
- Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs nicht untersucht; Antikörperantwort in dieser Altersgruppe nur schwach
- Sonderfälle
- möglichst nicht später als 2 Wochen vor der Durchführung einer elektiven Splenektomie oder dem Beginn einer Chemotherapie bzw. einer anderen immunsuppressiven Behandlung verabreichen
- Verabreichung während einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie vermeiden
- Impfung frühestens 3 Monate nach deren Therapieende (Chemo- und / oder Bestrahlungstherapie)
- bei Patienten, die hoch dosiert oder über einen längeren Zeitraum immunsuppressiv behandelt wurden, kann ein noch größerer Abstand angemessen sein
- Personen mit asymptomatischer oder symptomatischer HIV-Infektion baldmöglichst nach Bestätigung der Diagnose impfen
- Erwachsene und Kinder >/= 2 Jahre
- Wiederholungsimpfungen
- 1 Impfdosis zu 0,5 ml, i.m. oder s.c.
- Zeitpunkt der Wiederholungsimpfungen s. offizielle Impfempfehlungen
- Informationen zur Immunantwort nach Wiederholungsimpfungen s. Fachinformation
- Wiederholungsimpfungen in einem geringeren Abstand als 3 Jahre sollten nicht erfolgen (erhöhtes Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen)
- die Rate der Lokalreaktionen, und bei Personen >/= 65 Jahre die Rate einiger systemischer Reaktionen, war nach Wiederholungsimpfungen häufiger als nach der Erstimpfung, wenn die Impfdosen in einem Abstand von 3 - 5 Jahren verabreicht wurden
- über die Anwendung von mehr als 2 Dosen des Impfstoffs stehen nur sehr begrenzt klinische Daten zur Verfügung
- Erwachsene
- gesunde Erwachsene sollten nicht routinemäßig erneut geimpft werden
- Wiederholungsimpfungen bei Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen in Erwägung ziehen, wenn deren letzte Pneumokokken-Impfung länger als 5 Jahre zurückliegt oder von denen bekannt ist, dass ihre Pneumokokken-Antikörperkonzentrationen schnell abfallen
- Gefahr, an einer Pneumokokken-Erkrankung zu sterben, ist bei bestimmten Personengruppen (z. B. bei Personen mit Asplenie) besonders groß
- für diese Personen Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren in Erwägung ziehen
- Kinder
- gesunde Kinder sollten nicht routinemäßig erneut geimpft werden
- Kinder >/= 10 Jahre
- Wiederholungsimpfungen entsprechend den Empfehlungen für Erwachsene in Erwägung ziehen
- Kinder 2 - 10 Jahre
- Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren nur bei Kindern in Betracht ziehen, die besonders durch eine Pneumokokken-Infektion gefährdet sind (z.B. bei nephrotischem Syndrom, Asplenie oder Sichelzellenanämie)
- Erstimpfung
- Impfschemata sind den offiziellen Impfempfehlungen zu entnehmen
Kontraindikationen
Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen die Impfstoffbestandteile
Nebenwirkungen
Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- hämolytische Anämie (bei Patienten, die bereits früher hämatologische Erkrankungen hatten)
- Leukozytose
- Lymphadenitis
- Lymphadenopathie
- Thrombozytopenie (bei Patienten mit stabilisierter idiopathischer thrombozytopenischer Purpura)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktoide Reaktionen
- Angioödem
- Serumkrankheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fieberkrämpfe
- Guillain-Barré-Syndrom
- Kopfschmerzen
- Parästhesie
- Radikuloneuropathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ausschlag
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- Arthritis
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber (<= 38,8 ºC)
- Lokalreaktionen an der Injektionsstelle
- Erythem
- Verhärtung
- Schmerz
- Schmerzhaftigkeit
- Schwellung
- Überwärmung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- starke Schwellung der geimpften Gliedmaße (in kurzem zeitlichem Abstand zur Impfung) einschl.
- Zellulitis an der Injektionsstelle und Zellulitis
- starke Schwellung der geimpften Gliedmaße (in kurzem zeitlichem Abstand zur Impfung) einschl.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abgeschlagenheit / Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Fieber
- Bewegungseinschränkung (in der Extremität, in die der Impfstoff verabreicht wurde)
- Unwohlsein
- peripheres Ödem (in der Extremität, in die der Impfstoff verabreicht wurde)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes C-reaktives Protein
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- intramuskulär oder subkutan
- nicht intravasal verabreichen
- intradermale Injektion vermeiden
Stillzeithinweise
Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
- nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung bei stillenden Müttern anwenden
- nicht bekannt, ob der Impfstoff in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
- darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden
- es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich (der mögliche Nutzen der Impfung muss jedes etwaige Risiko für den Fetus rechtfertigen)
- tierexperimentelle Studien
- keine hinreichenden Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
- Fertilität
- keine Fertilitätsstudien mit dem Impfstoff durchgeführt
Warnhinweise
Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
- Impfung muss verschoben werden
- wenn eine schwere, mit Fieber einhergehende oder eine andere akute Erkrankung vorliegt
- wenn eine systemische Reaktion ein signifikantes Risiko darstellen würde, es sei denn, der Aufschub der Impfung würde ein noch größeres Risiko bedeuten
- Verabreichung
- Impfstoff darf nicht intravasal verabreicht werden
- darauf achten, dass die Nadel kein Blutgefäß trifft
- intradermale Injektion auch vermeiden, da hierbei gehäuft mit lokalen Nebenwirkungen zu rechnen ist
- Impfstoff darf nicht intravasal verabreicht werden
- Patienten mit krankheits- oder therapiebedingter Immunsuppression
- wenn Patienten mit krankheits- oder therapiebedingter Immunsuppression (z.B. aufgrund von Chemo- oder Strahlentherapie) geimpft werden, wird die erwartete Antikörperbildung nach der ersten oder zweiten Dosis möglicherweise nicht erreicht
- daher möglich, dass diese Patienten nicht so gut vor Pneumokokken-Infektionen geschützt sind wie Personen mit intaktem Immunsystem
- Impfschutz
- wie bei anderen Impfstoffen schützt auch dieser Impfstoff möglicherweise nicht alle Personen, die damit geimpft wurden
- immunsuppressive Therapie (z.B. Chemotherapie)
- nach immunsuppressiver Therapie ist die Dauer bis zur Normalisierung der Immunantwort abhängig von der Grunderkrankung und der Art der Therapie
- eine signifikante Verbesserung der Immunantwort wurde bei einigen Patienten während der ersten zwei Jahre nach Abschluss der Chemotherapie bzw. einer anderen immunsuppressiven Therapie (mit oder ohne Bestrahlung) beobachtet
- je länger der Zeitraum zwischen dem Abschluss der Behandlung und der Verabreichung des Pneumokokken-Impfstoffs war, desto besser war die Immunantwort
- Maßnahmen anaphylaktische Reaktion
- für den Fall einer akuten anaphylaktischen Reaktion geeignete Vorkehrungen, inklusive der Bereitstellung von Adrenalin, treffen
- Antibiotika-Prophylaxe
- eine notwendige Antibiotika-Prophylaxe gegen Pneumokokken-Infektionen sollte nach Gabe des Pneumokokken-Impfstoffs fortgeführt werden
- Patienten, die besonders gefährdet sind, an einer schweren Pneumokokken-Infektion zu erkranken (z.B. bei Asplenie oder nach immunsuppressiver Therapie)
- sollten darüber aufgeklärt werden, dass bei plötzlichem Auftreten einer schweren fieberhaften Erkrankung unter Umständen eine frühzeitige Antibiotikatherapie notwendig sein kann
- Personen mit Schädelbasisbruch oder offenen Verletzungen des Liquorraumes
- bei Personen mit Schädelbasisbruch oder offenen Verletzungen des Liquorraumes kann der Impfstoff möglicherweise eine Pneumokokken-Infektion nicht verhindern
- Nebenwirkungen nach Erstimpfung / Wiederholungsimpfung
- in einer klinischen Studie wurden Erstimpfung und Wiederholungsimpfung an 629 Erwachsenen >= 65 Jahre und 379 Erwachsenen im Alter von 50 bis 64 Jahren untersucht
- Ergebnisse zeigen, dass lokale und systemische Nebenwirkungen bei Personen >= 65 Jahre nicht häufiger auftraten als bei Personen zwischen 50 und 64 Jahren
- sollte beachtet werden, dass ältere Personen Arzneimittel möglicherweise nicht so gut vertragen wie jüngere Personen
- deshalb sind häufigere und/oder schwerere Reaktionen bei älteren Personen nicht auszuschließen
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, sollten der Name sowie die Chargennummer des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden