PNEUMOVAX 23 Inj.L.i.e.Fertigspr.+2 beigef.Kanülen

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Pneumokokken-Impfstoffe →

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene, Jugendliche, Kinder (> 2 Jahre)
    • aktive Immunisierung gegen Krankheiten, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken hervorgerufen werden

Dosierung

Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml) enthält jeweils 25 µg der folgenden 23 Pneumokokken-Serotypen: 1, 2, 3, 4, 5, 6B, 7F, 8, 9N, 9V, 10A, 11A, 12F, 14, 15B, 17F, 18C, 19F, 19A, 20, 22F, 23F, 33F

  • aktive Immunisierung gegen Krankheiten, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken-Serotypen hervorgerufen werden
  • Hinweis:
    • Impfschemata sind den offiziellen Impfempfehlungen zu entnehmen
      • Erstimpfung
        • Erwachsene und Kinder >/= 2 Jahre
          • 1 Impfdosis zu 0,5 ml, i.m. oder s.c.
        • Kinder < 2 Jahre
          • Anwendung nicht empfohlen
          • Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs nicht untersucht; Antikörperantwort in dieser Altersgruppe nur schwach
        • Sonderfälle
          • möglichst nicht später als 2 Wochen vor der Durchführung einer elektiven Splenektomie oder dem Beginn einer Chemotherapie bzw. einer anderen immunsuppressiven Behandlung verabreichen
          • Verabreichung während einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie vermeiden
          • Impfung frühestens 3 Monate nach deren Therapieende (Chemo- und / oder Bestrahlungstherapie)
          • bei Patienten, die hoch dosiert oder über einen längeren Zeitraum immunsuppressiv behandelt wurden, kann ein noch größerer Abstand angemessen sein
          • Personen mit asymptomatischer oder symptomatischer HIV-Infektion baldmöglichst nach Bestätigung der Diagnose impfen
      • Wiederholungsimpfungen
        • 1 Impfdosis zu 0,5 ml, i.m. oder s.c.
        • Zeitpunkt der Wiederholungsimpfungen s. offizielle Impfempfehlungen
        • Informationen zur Immunantwort nach Wiederholungsimpfungen s. Fachinformation
        • Wiederholungsimpfungen in einem geringeren Abstand als 3 Jahre sollten nicht erfolgen (erhöhtes Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen)
        • die Rate der Lokalreaktionen, und bei Personen >/= 65 Jahre die Rate einiger systemischer Reaktionen, war nach Wiederholungsimpfungen häufiger als nach der Erstimpfung, wenn die Impfdosen in einem Abstand von 3 - 5 Jahren verabreicht wurden
        • über die Anwendung von mehr als 2 Dosen des Impfstoffs stehen nur sehr begrenzt klinische Daten zur Verfügung
        • Erwachsene
          • gesunde Erwachsene sollten nicht routinemäßig erneut geimpft werden
          • Wiederholungsimpfungen bei Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen in Erwägung ziehen, wenn deren letzte Pneumokokken-Impfung länger als 5 Jahre zurückliegt oder von denen bekannt ist, dass ihre Pneumokokken-Antikörperkonzentrationen schnell abfallen
          • Gefahr, an einer Pneumokokken-Erkrankung zu sterben, ist bei bestimmten Personengruppen (z. B. bei Personen mit Asplenie) besonders groß
          • für diese Personen Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren in Erwägung ziehen
        • Kinder
          • gesunde Kinder sollten nicht routinemäßig erneut geimpft werden
        • Kinder >/= 10 Jahre
          • Wiederholungsimpfungen entsprechend den Empfehlungen für Erwachsene in Erwägung ziehen
        • Kinder 2 - 10 Jahre
          • Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren nur bei Kindern in Betracht ziehen, die besonders durch eine Pneumokokken-Infektion gefährdet sind (z.B. bei nephrotischem Syndrom, Asplenie oder Sichelzellenanämie)

Kontraindikationen

Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen die Impfstoffbestandteile

Nebenwirkungen

Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • hämolytische Anämie (bei Patienten, die bereits früher hämatologische Erkrankungen hatten)
      • Leukozytose
      • Lymphadenitis
      • Lymphadenopathie
      • Thrombozytopenie (bei Patienten mit stabilisierter idiopathischer thrombozytopenischer Purpura)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktoide Reaktionen
      • Angioödem
      • Serumkrankheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fieberkrämpfe
      • Guillain-Barré-Syndrom
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesie
      • Radikuloneuropathie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
      • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ausschlag
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arthralgie
      • Arthritis
      • Myalgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fieber (<= 38,8 ºC)
      • Lokalreaktionen an der Injektionsstelle
        • Erythem
        • Verhärtung
        • Schmerz
        • Schmerzhaftigkeit
        • Schwellung
        • Überwärmung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • starke Schwellung der geimpften Gliedmaße (in kurzem zeitlichem Abstand zur Impfung) einschl.
        • Zellulitis an der Injektionsstelle und Zellulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abgeschlagenheit / Müdigkeit
      • Schüttelfrost
      • Fieber
      • Bewegungseinschränkung (in der Extremität, in die der Impfstoff verabreicht wurde)
      • Unwohlsein
      • peripheres Ödem (in der Extremität, in die der Impfstoff verabreicht wurde)
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • erhöhtes C-reaktives Protein

Anwendungshinweise

  • intramuskulär oder subkutan
  • nicht intravasal verabreichen
  • intradermale Injektion vermeiden

Stillzeithinweise

Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung bei stillenden Müttern anwenden
  • nicht bekannt, ob der Impfstoff in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden
    • es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich (der mögliche Nutzen der Impfung muss jedes etwaige Risiko für den Fetus rechtfertigen)
  • tierexperimentelle Studien
    • keine hinreichenden Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
  • Fertilität
    • keine Fertilitätsstudien mit dem Impfstoff durchgeführt

Warnhinweise

Pneumokokken, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Impfung muss verschoben werden
    • wenn eine schwere, mit Fieber einhergehende oder eine andere akute Erkrankung vorliegt
    • wenn eine systemische Reaktion ein signifikantes Risiko darstellen würde, es sei denn, der Aufschub der Impfung würde ein noch größeres Risiko bedeuten
  • Verabreichung
    • Impfstoff darf nicht intravasal verabreicht werden
      • darauf achten, dass die Nadel kein Blutgefäß trifft
    • intradermale Injektion auch vermeiden, da hierbei gehäuft mit lokalen Nebenwirkungen zu rechnen ist
  • Patienten mit krankheits- oder therapiebedingter Immunsuppression
    • wenn Patienten mit krankheits- oder therapiebedingter Immunsuppression (z.B. aufgrund von Chemo- oder Strahlentherapie) geimpft werden, wird die erwartete Antikörperbildung nach der ersten oder zweiten Dosis möglicherweise nicht erreicht
    • daher möglich, dass diese Patienten nicht so gut vor Pneumokokken-Infektionen geschützt sind wie Personen mit intaktem Immunsystem
  • Impfschutz
    • wie bei anderen Impfstoffen schützt auch dieser Impfstoff möglicherweise nicht alle Personen, die damit geimpft wurden
  • immunsuppressive Therapie (z.B. Chemotherapie)
    • nach immunsuppressiver Therapie ist die Dauer bis zur Normalisierung der Immunantwort abhängig von der Grunderkrankung und der Art der Therapie
    • eine signifikante Verbesserung der Immunantwort wurde bei einigen Patienten während der ersten zwei Jahre nach Abschluss der Chemotherapie bzw. einer anderen immunsuppressiven Therapie (mit oder ohne Bestrahlung) beobachtet
      • je länger der Zeitraum zwischen dem Abschluss der Behandlung und der Verabreichung des Pneumokokken-Impfstoffs war, desto besser war die Immunantwort
  • Maßnahmen anaphylaktische Reaktion
    • für den Fall einer akuten anaphylaktischen Reaktion geeignete Vorkehrungen, inklusive der Bereitstellung von Adrenalin, treffen
  • Antibiotika-Prophylaxe
    • eine notwendige Antibiotika-Prophylaxe gegen Pneumokokken-Infektionen sollte nach Gabe des Pneumokokken-Impfstoffs fortgeführt werden
  • Patienten, die besonders gefährdet sind, an einer schweren Pneumokokken-Infektion zu erkranken (z.B. bei Asplenie oder nach immunsuppressiver Therapie)
    • sollten darüber aufgeklärt werden, dass bei plötzlichem Auftreten einer schweren fieberhaften Erkrankung unter Umständen eine frühzeitige Antibiotikatherapie notwendig sein kann
  • Personen mit Schädelbasisbruch oder offenen Verletzungen des Liquorraumes
    • bei Personen mit Schädelbasisbruch oder offenen Verletzungen des Liquorraumes kann der Impfstoff möglicherweise eine Pneumokokken-Infektion nicht verhindern
  • Nebenwirkungen nach Erstimpfung / Wiederholungsimpfung
    • in einer klinischen Studie wurden Erstimpfung und Wiederholungsimpfung an 629 Erwachsenen >= 65 Jahre und 379 Erwachsenen im Alter von 50 bis 64 Jahren untersucht
    • Ergebnisse zeigen, dass lokale und systemische Nebenwirkungen bei Personen >= 65 Jahre nicht häufiger auftraten als bei Personen zwischen 50 und 64 Jahren
    • sollte beachtet werden, dass ältere Personen Arzneimittel möglicherweise nicht so gut vertragen wie jüngere Personen
      • deshalb sind häufigere und/oder schwerere Reaktionen bei älteren Personen nicht auszuschließen
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, sollten der Name sowie die Chargennummer des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden