Pomalidomid Devatis 1 mg Hartkapseln

Devatis GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Pomalidomid →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
21 ST 2314,29 €
14 ST 4115,64 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • Kombinationstherapie mit Bortezomib und Dexamethason
      • zur Behandlung des multiplen Myeloms bei Patienten, die mind. eine vorausgegangene Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben
    • Kombinationstherapie mit Dexamethason
      • zur Behandlung des rezidivierten und refraktären multiplen Myeloms bei Patienten, die mind. 2 vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und unter der letzten Therapie eine Progression gezeigt haben

Dosierung

  • multiples Myelom (in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason); rezidiviertes und refraktäres multiples Myelom (in Kombination mit Dexamethason)
    • Hinweise
      • Einleitung und Überwachung der Behandlung unter Aufsicht von Ärzten, die Erfahrung in der Behandlung des multiplen Myeloms besitzen
      • Dosierung wird auf der Basis von klinischen Befunden und Laborbefunden fortgesetzt oder modifiziert
    • Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason
      • 1 Behandlungszyklus = 21 Tage
        • initial (Zyklen 1 - 8)
          • 4 mg Pomalidomid oral 1mal / Tag an den Tagen 1 - 14
          • 1,3 mg Bortezomib i.v. oder s.c. / m² KOF an den Tagen 1, 4, 8 und 11
          • 20 mg Dexamethason oral 1mal / Tag an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12
            • Patienten > 75 Jahre: Hinweise unter Abschnitt "Dosisanpassung" beachten
        • ab Zyklus 9
          • 4 mg Pomalidomid oral 1mal / Tag an den Tagen 1 - 14
          • 1,3 mg Bortezomib i.v. oder s.c. / m² KOF an den Tagen 1 und 8
          • 20 mg Dexamethason oral 1mal / Tag an den Tagen 1, 2, 8 und 9
            • Patienten > 75 Jahre: Hinweise unter Abschnitt "Dosisanpassung" beachten
      • Dauer der Behandlung
        • bis zur Krankheitsprogression oder bis eine nicht tolerierbare Toxizität auftritt
    • Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason
      • 1 Behandlungszyklus = 28 Tage
        • initial
          • 4 mg Pomalidomid oral 1mal / Tag an den Tagen 1 - 21
          • 40 mg Dexamethason oral 1mal / Tag an den Tagen 1, 8, 15, 22
            • Patienten > 75 Jahre: Hinweise unter Abschnitt "Dosisanpassung" beachten
      • Dauer der Anwendung
        • bis zur Krankheitsprogression oder bis eine nicht tolerierbare Toxizität auftritt
    • vergessene Einnahme
      • normale verordnete Dosis zur gewohnten Zeit am nächsten Tag einnehmen
      • keine Dosis nachholen, die an vorherigen Tagen vergessen wurde

Dosisanpassung

  • Dosisanpassung oder -unterbrechung bei Nebenwirkungen
    • erforderliche Werte, damit ein neuer Pomalidomid-Behandlungszyklus begonnen werden kann
      • Neutrophilenzahl >/= 1 × 109 / l
      • Thrombozytenzahl >/= 50 × 109 / l
    • Anweisungen für Dosisunterbrechungen oder -reduktionen bei Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason und für Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason (Dosisstufen: s. u.)
      • Neutropenie (ggf. Anwendung von Wachstumsfaktoren in Erwägung ziehen)
        • ANC [Absolute Neutrophilenzahl, Absolute Neutrophil Count] < 0,5 × 109 / l oder febrile Neutropenie (Fieber >/= 38,5 °C und ANC < 1 × 109 / l)
          • Unterbrechung der Pomalidomid-Behandlung für den Rest des Zyklus
          • anschließend: wöchentliche Kontrollen des großen Blutbildes
        • ANC-Wiederanstieg auf >/= 1 × 109 / l
          • Wiederaufnahme der Pomalidomid-Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
        • bei jedem danach auftretenden Absinken auf < 0,5 × 109 / l
          • Unterbrechung der Pomalidomid-Behandlung
        • ANC-Wiederanstieg auf >/= 1 × 109 / l
          • Wiederaufnahme der Pomalidomid-Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
      • Thrombozytopenie
        • Thrombozytenzahl < 25 × 109 / l
          • Unterbrechung der Pomalidomid-Behandlung für den Rest des Zyklus
          • anschließend: wöchentliche Kontrollen des großen Blutbildes
        • Wiederanstieg der Thrombozytenzahl auf >/= 50 × 109 / l
          • Wiederaufnahme der Pomalidomid-Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
        • bei jedem danach auftretenden Absinken auf < 25 × 109 / l
          • Unterbrechung der Pomalidomid-Behandlung
        • Wiederanstieg der Thrombozytenzahl auf >/= 50 × 109 / l
          • Wiederaufnahme der Pomalidomid-Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
      • Hautausschlag
        • Grad 2 - 3
          • Einnahmeunterbrechung oder Absetzen der Pomalidomid-Behandlung in Erwägung ziehen
        • Grad 4 oder Blasenbildung
          • einschließlich Angioödem, anaphylaktische Reaktion, exfoliativer oder bullöser Hautausschlag, Verdacht auf Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN) oder Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
            • dauerhaftes Absetzen der Behandlung
      • sonstige
        • andere in Zusammenhang mit Pomalidomid auftretende unerwünschte Nebenwirkungen >/= Grad 3
          • Unterbrechung der Pomalidomid-Behandlung für den Rest des Zyklus
          • Wiederaufnahme der Behandlung im nächsten Zyklus mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
            • das unerwünschte Ereignis muss abgeklungen sein oder sich zu </= Grad 2 verbessert haben, dann erst Wiederaufnahme der Behandlung
    • Dosisstufen bei Polamidomid-Dosisreduktion
      • gilt für Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason und für Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason
        • Initialdosis: 4 mg Pomalidomid
        • Dosisstufe -1: 3 mg Pomalidomid
        • Dosisstufe -2: 2 mg Pomalidomid
        • Dosisstufe -3: 1 mg Pomalidomid
        • falls nach Reduktion der Dosis auf 1 mg Pomalidomid Nebenwirkungen auftreten: Arzneimittel endgültig absetzen
    • Dosisreduktion der Kombinationspartner
      • Bortezomib-Dosisanpassung oder -unterbrechung
        • s. Fachinformation Bortezomib
      • Dexamethason-Dosisanpassungen oder -unterbrechung
        • Entscheidung bezüglich einer Dosisunterbrechung oder Wiederaufnahme der Behandlung liegt im Ermessen des behandelnden Arztes (unter Berücksichtigung der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)
        • Anweisungen für Dexamethason-Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen in Zusammenhang mit niedrig dosiertem Dexamethason (Dosisstufen s. u.)
          • Dyspepsie = Grad 1 - 2
            • Beibehaltung der Dosis und Behandlung mit Histamin (H2)-Blockern oder Vergleichbarem
            • Dosisreduktion um 1 Stufe bei Fortbestehen der Symptome
          • Dyspepsie >/= Grad 3
            • Behandlungsunterbrechung bis zur Kontrolle der Symptome
            • zusätzliche Anwendung von H2-Blockern oder Vergleichbarem
            • Wiederaufnahme der Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
          • Ödem >/= Grad 3
            • Diuretikagabe nach Bedarf und Dosisreduktion um 1 Stufe
          • Verwirrtheit oder Veränderung der Stimmungslage >/= Grad 2
            • Behandlungsunterbrechung bis zum Rückgang der Symptome
            • Wiederaufnahme der Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
          • Muskelschwäche >/= Grad 2
            • Behandlungsunterbrechung bis zu einer Muskelschwäche </= Grad 1
            • Wiederaufnahme der Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
          • Hyperglykämie >/= Grad 3
            • Dosisreduktion um eine Stufe
            • Behandlung mit Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Mitteln je nach Bedarf
          • akute Pankreatitis
            • Absetzen von Dexamethason aus dem Behandlungsschema
          • sonstige Dexamethason-bedingte Nebenwirkungen >/= Grad 3
            • Absetzen der Dexamethason-Behandlung bis zum Rückgang der Nebenwirkung auf </= Grad 2
            • Wiederaufnahme der Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe
          • Hinweis
            • wenn Abklingen der Toxizitäten >/= 14 Tage dauert: Dexamethason-Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstufe wieder aufnehmen
        • Dosisstufen bei Dexamethason-Dosisreduktion
          • 21-Tage-Zyklus (Zyklus 1-8: Tage 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11, 12 / Zyklus = 9: Tage 1, 2, 8, 9)
            • </= 75 Jahre
              • Initialdosis 20 mg Dexamethason
              • Dosisstufe -1: 12 mg Dexamethason
              • Dosisstufe -2: 8 mg Dexamethason
            • > 75 Jahre
              • Initialdosis: 10 mg Dexamethason
              • Dosisstufe -1: 6 mg Dexamethason
              • Dosisstufe -2: 4 mg Dexamethason
            • Dexamethason absetzen
              • falls Patienten </= 75 Jahre 8 mg Dexamethason nicht vertragen oder
              • falls Patienten > 75 Jahre 4 mg Dexamethason nicht vertragen
          • 28-Tage-Zyklus (Tage 1, 8, 15 und 22)
            • </= 75 Jahre
              • Initialdosis 40 mg
              • Dosisstufe -1: 20 mg
              • Dosisstufe -2: 10 mg
              • jeweils an den Tagen 1, 8, 15 und 22 eines jeden 28-Tage-Zyklus
            • > 75 Jahre
              • Initialdosis 20 mg
              • Dosisstufe -1: 12 mg
              • Dosisstufe -2: 8 mg
              • jeweils an den Tagen 1, 8, 15 und 22 eines jeden 28-Tage-Zyklus
            • Dexamethason absetzen
              • falls Patienten </= 75 Jahre 10 mg Dexamethason nicht vertragen oder
              • falls Patienten > 75 Jahre 8 mg Dexamethason nicht vertragen
      • Hinweis
        • bei dauerhaftem Absetzen einer Komponente des Behandlungsregimes liegt die weitere Anwendung der verbleibenden Arzneimittel im Ermessen des behandelnden Arztes
  • Dosisanpassung bei Wechselwirkungen
    • gleichzeitige Anwendung mit starken CYP1A2-Inhibitoren (z. B. Ciprofloxacin, Enoxacin und Fluvoxamin)
      • Pomalidomid-Dosis um 50 % reduzieren
  • ältere Patienten
    • Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason
      • Pomalidomid
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Bortezomib
        • s. Fachinformation Bortezomib
      • Dexamethason
        • Patienten > 75 Jahre
          • Zyklen 1 - 8
            • Initialdosis: 10 mg Dexamethason 1mal / Tag an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12 eines jeden 21-Tage-Zyklus
          • ab Zyklus 9
            • Initialdosis: 10 mg Dexamethason 1mal / Tag an den Tagen 1, 2, 8 und 9 eines jeden 21-Tage-Zyklus
    • Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason
      • Pomalidomid
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Dexamethason
        • Patienten > 75 Jahre
          • Initialdosis: 20 mg Dexamethason 1mal / Tag an den Tagen 1, 8, 15 und 22 eines jeden 28-Tage-Zyklus
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Patienten mit einem Gesamtbilirubin > 1,5 x ULN [oberer Grenzwert des Normalbereichs, upper limit of normal range] waren von klinischen Studien ausgeschlossen
    • eingeschränkte Leberfunktion hat mäßigen Effekt auf die Pharmakokinetik von Pomalidomid
    • keine Anpassung der Initialdosis erforderlich
    • sorgfältige Überwachung auf Nebenwirkungen
    • ggf. Dosisreduktion oder Behandlungsunterbrechung empfohlen
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Einnahme der Pomalidomid-Dosis an Hämodialysetagen erst nach der Hämodialyse
  • Kinder und Jugendliche (</= 17 Jahre)
    • Pomalidomid wurde außerhalb seiner zugelassenen Anwendungsgebiete bei Kindern im Alter von 4 - 18 Jahren mit rezidivierenden oder progressiven Hirntumoren untersucht
      • Ergebnisse der Studien ließen die Schlussfolgerung, dass der Nutzen einer solchen Anwendung die Risiken überwiegt, nicht zu
      • Beschreibung der derzeit verfügbaren Daten, s. Fachinformation
    • im Anwendungsgebiet multiples Myelom kein relevanter Nutzen vorhanden

Kontraindikationen

Pomalidomid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Pomalidomid
  • Schwangerschaft
  • gebärfähige Frauen, es sei denn, es werden alle Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms eingehalten
  • männliche Patienten, die nicht dazu in der Lage sind, die erforderlichen Verhütungsmaßnahmen zu befolgen oder einzuhalten

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Pomalidomid - peroral

Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason behandelt wurden

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Pneumonie
        • Bronchitis
        • Infektion der oberen Atemwege
        • Virusinfektion der oberen Atemwege
        • Influenza
        • Harnwegsinfektion
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sepsis
        • septischer Schock
        • Clostridium-difficile-Kolitis
        • Atemwegsinfektion
        • Infektion der unteren Atemwege
        • Lungeninfektion
        • Bronchiolitis
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Pneumonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bronchitis
        • Infektion der oberen Atemwege
        • Sepsis
        • septischer Schock
        • Clostridium-difficile-Kolitis
        • Atemwegsinfektion
        • Infektion der unteren Atemwege
        • Influenza
        • Bronchiolitis
        • Harnwegsinfektion
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Lungeninfektion
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Basalzellkarzinom
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Basalzellkarzinom
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • Leukopenie
        • Anämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • febrile Neutropenie
        • Lymphopenie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • Anämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • febrile Neutropenie
        • Leukopenie
        • Lymphopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • alle Nebenwirkungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • anaphylaktische Reaktion
        • Abstoßung eines transplantierten soliden Organs
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • anaphylaktische Reaktion
  • Endokrine Erkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypothyreose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypokaliämie
        • Hyperglykämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypomagnesiämie
        • Hypocalciämie
        • Hypercalciämie
        • Hypophosphatämie
        • Hyperkaliämie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypokaliämie
        • Hyperglykämie
        • Hypomagnesiämie
        • Hypocalcämie
        • Hypercalcämie
        • Hypophosphatämie
        • Hyperkaliämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Schlaflosigkeit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
        • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • periphere sensorische Neuropathie
        • Schwindel
        • Tremor
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Synkope
        • periphere sensomotorische Neuropathie
        • Parästhesie
        • Dysgeusie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Synkope
        • periphere sensorische Neuropathie
        • periphere sensomotorische Neuropathie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schwindel
        • Tremor
  • Augenerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Katarakt
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Katarakt
  • Herzerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Vorhofflimmern
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vorhofflimmern
  • Gefäßerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • tiefe Venenthrombose
        • Hypotonie
        • Hypertonie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypotonie
        • Hypertonie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • tiefe Venenthrombose
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Dyspnoe
        • Husten
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Lungenembolie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Lungenembolie
        • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Diarrhoe
        • Erbrechen
        • Übelkeit
        • Obstipation
        • Bauchschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Oberbauchschmerzen
        • Stomatitis
        • Mundtrockenheit
        • geblähter Bauch
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Diarrhoe
        • Erbrechen
        • Bauchschmerzen
        • Obstipation
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Oberbauchschmerzen
        • Stomatitis
        • Übelkeit
        • geblähter Bauch
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Ausschlag
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ausschlag
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Muskelschwäche
        • Rückenschmerzen
        • Muskelkrämpfe
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Knochenschmerzen
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelschwäche
        • Rückenschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Knochenschmerzen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • akute Nierenschädigung
        • chronische Nierenschädigung
        • Harnverhalt
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • akute Nierenschädigung
        • chronische Nierenschädigung
        • Harnverhalt
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Fatigue
        • Fieber
        • peripheres Ödem
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • nicht herzbedingte Brustschmerzen
        • Ödem
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Fatigue
        • Fieber
        • nicht herzbedingte Brustschmerzen
        • peripheres Ödem
        • Ödem
  • Untersuchungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alaninaminotransferase
        • Gewichtsabnahme
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Gewichtsabnahme
        • erhöhte Alaninaminotransferase
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sturz
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sturz

Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason behandelt wurden

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Pneumonie (bakterielle Infektionen, Virus- und Pilzinfektionen, einschl. opportunistischer Infektionen)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • neutropenische Sepsis
        • Bronchopneumonie
        • Bronchitis
        • Atemwegsinfektion
        • Infektion der oberen Atemwege
        • Nasopharyngitis
        • Herpes Zoster
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hepatitis-B-Reaktivierung
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • neutropenische Sepsis
        • Pneumonie (bakterielle Infektion, Virus- und Pilzinfektionen, einschl. opportunistischer Infektionen)
        • Bronchopneumonie
        • Atemwegsinfektion
        • Infektion der oberen Atemwege
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Bronchitis
        • Herpes Zoster
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hepatitis-B-Reaktivierung
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • alle Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Basalzellkarzinom der Haut
        • Plattenepithelkarzinom der Haut
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Basalzellkarzinom der Haut
        • Plattenepithelkarzinom der Haut
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • Leukopenie
        • Anämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • febrile Neutropenie
        • Panzytopenie
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • Anämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • febrile Neutropenie
        • Leukopenie
        • Panzytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Angioödem
        • Urtikaria
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angioödem
        • Urtikaria
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • verminderter Appetit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hyperkaliämie
        • Hyponatriämie
        • Hyperurikämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Tumorlysesyndrom
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hyperkaliämie
        • Hyponatriämie
        • Hyperurikämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • verminderter Appetit
        • Tumorlysesyndrom
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Verwirrtheit
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Verwirrtheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • periphere sensorische Neuropathie
        • Schwindel
        • Tremor
        • Bewusstseinstrübung
        • intrakranielle Blutung
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schlaganfall
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bewusstseinstrübung
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • periphere sensorische Neuropathie
        • Schwindel
        • Tremor
        • intrakranielle Blutung
        • Schlaganfall
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vertigo
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vorhofflimmern
        • Herzinsuffizienz
        • Myokardinfarkt
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vorhofflimmern
        • Herzinsuffizienz
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • tiefe Venenthrombose
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • tiefe Venenthrombose
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Dyspnoe
        • Husten
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Lungenembolie
        • Epistaxis
        • interstitielle Lungenerkrankung
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Dyspnoe
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Husten
        • Lungenembolie
        • Epistaxis
        • interstitielle Lungenerkrankung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Diarrhoe
        • Übelkeit
        • Obstipation
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erbrechen
        • gastrointestinale Blutung
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Diarrhoe
        • Erbrechen
        • Obstipation
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Übelkeit
        • gastrointestinale Blutung
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperbilirubinämie
        • Hepatitis
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperbilirubinämie
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ausschlag
        • Pruritus
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen
        • toxische epidermale Nekrolyse
        • Stevens-Johnson Syndrom
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ausschlag
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen
        • toxische epidermale Nekrolyse
        • Stevens-Johnson Syndrom
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Knochenschmerzen
        • Muskelkrämpfe
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Knochenschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Harnverhalt
        • Nierenversagen
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Nierenversagen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Harnverhalt
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Unterleibsschmerzen
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Unterleibsschmerzen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • alle Nebenwirkungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Fatigue
        • Fieber
        • peripheres Ödem
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Fatigue
        • Fieber
        • peripheres Ödem
  • Untersuchungen
    • alle Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alaninaminotransferase
        • erniedrigte Neutrophilenzahl
        • erniedrigte Leukozytenzahl
        • erniedrigte Thrombozytenzahl
        • erhöhter Harnsäurespiegel im Blut
    • Grad 3 / 4-Nebenwirkungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alaninaminotransferase
        • erniedrigte Neutrophilenzahl
        • erniedrigte Leukozytenzahl
        • erniedrigte Thrombozytenzahl
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erhöhter Harnsäurespiegel im Blut

Anwendungshinweise

  • Hartkapseln zum Einnehmen
  • jeden Tag etwa zur gleichen Zeit oral einnehmen
  • Kapseln nicht öffnen, zerbrechen oder zerkauen
  • im Ganzen vorzugsweise mit Wasser schlucken, unabhängig von einer Mahlzeit
  • Entnahme der Kapsel aus der Blisterpackung
    • Kapsel nur an einem Ende herausdrücken, um das Risiko zu verringern, dass sie sich verformt oder zerbricht.
  • Informationen zu den Arzneimitteln, die in Kombination mit Pomalidomid gegeben werden, s. entsprechende aktuelle Fachinformationen
  • weitere Hinweise, s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Pomalidomid - peroral
  • wegen des Potenzials von Pomalidomid, bei gestillten Säuglingen Nebenwirkungen auszulösen, muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen oder die Behandlung mit Pomalidomid zu unterbrechen ist
    • dabei Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
  • nicht bekannt, ob Pomalidomid in die Muttermilch übergeht
  • tierexperimentelle Untersuchungen:
    • bei laktierenden Ratten wurde Pomalidomid nach der Anwendung beim Muttertier in der Milch wiedergefunden

Schwangerschaftshinweise

Pomalidomid - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • kontraindiziert bei gebärfähigen Frauen, außer es sind alle Bedingungen für die Schwangerschaftsverhütung erfüllt (siehe auch Rubrik "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen")
  • Schwangerschaft
    • mit teratogenen Effekten beim Menschen ist zu rechnen
  • gebärfähige Frauen/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
    • gebärfähige Frauen müssen eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • wenn es bei einer Frau, die mit Pomalidomid behandelt wird, zu einer Schwangerschaft kommt:
      • Behandlung muss abgebrochen und die Patientin zur Abklärung und Beratung an einen auf Teratologie spezialisierten oder hierin erfahrenen Arzt überwiesen werden
    • wenn die Partnerin eines männlichen Patienten, der Pomalidomid einnimmt, schwanger wird:
      • empfohlen die Partnerin zur Abklärung und Beratung an einen auf Teratologie spezialisierten oder einen hierin erfahrenen Arzt zu überweisen
    • Pomalidomid tritt in der menschlichen Samenflüssigkeit auf
      • als Vorsichtsmaßnahme müssen alle männlichen Patienten während der gesamten Therapiedauer, während Einnahmeunterbrechungen und für 7 Tage nach Beendigung der Behandlung Kondome verwenden, wenn ihre Partnerin schwanger oder gebärfähig ist und nicht verhütet
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Untersuchungen:
      • Pomalidomid wirkte sich bei Tieren nachweislich negativ auf die Fertilität aus und erwies sich als teratogen
      • Pomalidomid ist plazentagängig; wurde nach der Anwendung bei trächtigen Kaninchen im fetalen Blut nachgewiesen

Warnhinweise

Pomalidomid - peroral
  • Einleitung und Überwachung der Therapie muss unter der Aufsicht von Ärzten erfolgen, die Erfahrung in der Behandlung des multiplen Myeloms besitzen
  • Teratogenität
    • Pomalidomid darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da teratogener Effekt zu erwarten ist
    • Pomalidomid strukturverwandt zu Thalidomid
      • Thalidomid bekanntermaßen beim Menschen teratogen wirkende Substanz, die schwere lebensbedrohliche Fehlbildungen verursacht
    • Pomalidomid sowohl bei Ratten als auch bei Kaninchen teratogen, wenn es in der Phase der wesentlichen Organogenese angewendet wird
    • Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms müssen für alle Patientinnen erfüllt werden, außer es liegt ein verlässlicher Nachweis vor, dass die Patientin nicht gebärfähig ist
  • Kriterien für nicht gebärfähige Frauen
    • Patientin oder die Partnerin eines männlichen Patienten gilt als nicht gebärfähig, wenn sie mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt:
      • Alter >= 50 Jahre und seit >= 1 Jahr aus natürlicher Ursache amenorrhoisch (Amenorrhö nach Tumortherapie oder während der Stillzeit schließt Gebärfähigkeit nicht aus)
      • vorzeitige Ovarialinsuffizienz, bestätigt durch einen Facharzt für Gynäkologie
      • frühere bilaterale Salpingo-Oophorektomie oder Hysterektomie
      • XY-Genotyp, Turner-Syndrom, Uterusagenesie
  • Beratung
    • Pomalidomid bei gebärfähigen Frauen kontraindiziert, es sei denn, alle folgenden Voraussetzungen werden eingehalten
      • sie versteht das zu erwartende teratogene Risiko für das ungeborene Kind
      • sie versteht die Notwendigkeit einer zuverlässigen Empfängnisverhütung ohne Unterbrechung, 4 Wochen vor Behandlungsbeginn, während der gesamten Dauer der Behandlung und für 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung
      • auch wenn eine gebärfähige Frau amenorrhoisch ist, muss sie alle Anweisungen für eine zuverlässige Empfängnisverhütung befolgen
      • sie muss in der Lage sein, die zuverlässigen Verhütungsmaßnahmen einzuhalten
      • sie ist informiert und versteht die möglichen Konsequenzen einer Schwangerschaft und die Notwendigkeit sich sofort untersuchen zu lassen, falls das Risiko besteht, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist
      • sie versteht die Notwendigkeit, die Behandlung schnellstmöglich zu beginnen, sobald nach einem negativen Schwangerschaftstest Pomalidomid an sie abgegeben wurde
      • sie versteht, dass Schwangerschaftstests notwendig sind, und stimmt zu, sich einem solchen alle 4 Wochen zu unterziehen, außer im Fall einer bestätigten Sterilisation (Tubenligatur)
      • sie bestätigt, dass sie die Gefahren und notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, die mit der Anwendung von Pomalidomid verbunden sind, versteht
    • verschreibender Arzt muss bei gebärfähigen Frauen sicherstellen, dass:
      • die Patientin die Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms erfüllt, einschließlich der Bestätigung, dass sie über einen adäquaten Grad an Verständnis verfügt
      • die Patientin die o.g. Bedingungen bestätigt
    • pharmakokinetische Daten haben gezeigt, dass Pomalidomid bei männlichen Patienten während der Therapie in der Samenflüssigkeit auftritt. Als Vorsichtsmaßnahme und unter Berücksichtigung besonderer Patientengruppen mit potenziell verlängerter Eliminationszeit, wie z. B. bei eingeschränkter Leberfunktion, müssen alle männlichen Patienten, die Pomalidomid einnehmen, folgende Bedingungen erfüllen:
      • er versteht das zu erwartende teratogene Risiko, wenn er mit einer schwangeren oder gebärfähigen Frau sexuell verkehrt
      • er versteht, dass der Gebrauch von Kondomen während der gesamten Behandlungsdauer, während Einnahmeunterbrechungen und für 7 Tage nach einer Einnahmeunterbrechung und/oder Beendigung der Behandlung erforderlich ist, wenn er mit einer schwangeren oder gebärfähigen Frau, die keine zuverlässige Empfängnisverhütung anwendet, sexuell verkehrt
        • auch Männer mit einer Vasektomie sollen Kondome benutzen, wenn sie mit einer schwangeren Frau oder einer gebärfähigen Frau sexuell verkehren, da die Samenflüssigkeit trotzdem Pomalidomid enthalten kann, auch wenn sie kein Sperma enthält
      • er versteht, dass er, wenn seine Partnerin schwanger wird während er mit Pomalidomid behandelt wird oder die Pomalidomid- Behandlung erst vor 7 Tagen beendet hat, unverzüglich den behandelnden Arzt benachrichtigen muss, und es wird empfohlen, die Partnerin zur Untersuchung und Beratung an einen auf Teratologie spezialisierten oder auf diesem Gebiet erfahrenen Arzt zu verweisen
  • Empfängnisverhütung
    • gebärfähige Frauen müssen 4 Wochen vor Therapiebeginn, während der Behandlung und für 4 Wochen nach der Behandlung mit Pomalidomid, und selbst während einer Einnahmeunterbrechung, mindestens eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
      • es sei denn, die Patientin sichert eine absolute und ständige Enthaltsamkeit zu, die sie jeden Monat erneut bestätigen muss
    • falls keine zuverlässige Empfängnisverhütung erfolgt ist
      • Patientin muss zur Beratung über Empfängnisverhütung an einen entsprechend ausgebildeten Angehörigen der Heilberufe verwiesen werden, damit mit einer Verhütung begonnen werden kann
    • folgende Methoden sind Beispiele für eine geeignete Empfängnisverhütung:
      • Hormonimplantat
      • Levonorgestrel-freisetzendes Intrauterinpessar
      • Depot-Medroxyprogesteronacetat
      • Sterilisation (Tubenligatur)
      • Geschlechtsverkehr ausschließlich mit einem vasektomierten Partner; Vasektomie muss durch 2 negative Samenanalysen bestätigt sein
      • reine Progesteron-Pillen mit ovulationshemmender Wirkung (d.h. Desogestrel)
    • kombinierte orale Kontrazeptiva
      • nicht empfohlen aufgrund des erhöhten Risikos für venöse Thromboembolien bei Patienten mit multiplem Myelom, die Pomalidomid und Dexamethason einnehmen
      • falls Patientin zurzeit ein kombiniertes orales Kontrazeptivum anwendet: auf eine der oben genannten zuverlässigen Methoden umstellen
      • Risiko für venöse Thromboembolien
        • bleibt für weitere 4 - 6 Wochen nach Absetzen eines kombinierten oralen Kontrazeptivums bestehen
      • Wirksamkeit kontrazeptiver Steroide könnte während einer gleichzeitigen Behandlung mit Dexamethason reduziert sein
      • Hormonimplantate und Levonorgestrel-freisetzende Intrauterinpessare
        • sind zum Zeitpunkt der Insertion mit einem erhöhten Risiko für Infektionen sowie mit unregelmäßigen Vaginalblutungen assoziiert
          • besonders bei Patientinnen mit Neutropenie Antibiotika-Prophylaxe erwägen
      • Kupfer-freisetzende Intrauterinpessare
        • im Allgemeinen nicht empfohlen, da potenziell Risiken für Infektionen zum Zeitpunkt der Insertion sowie für menstruellen Blutverlust bestehen
        • könnte Patientinnen mit schwerer Neutropenie oder schwerer Thrombozytopenie gefährden
  • Schwangerschaftstest
    • entsprechend der lokal üblichen Praxis müssen bei gebärfähigen Frauen medizinisch überwachte Schwangerschaftstests mit minimaler Sensitivität von 25 mI.E./ml wie unten beschrieben durchgeführt werden
      • Vorschrift gilt auch für gebärfähige Frauen, die absolute und ständige Enthaltsamkeit praktizieren
    • empfohlen den Schwangerschaftstest, die Ausstellung des Rezeptes und die Abgabe des Arzneimittels idealerweise am selben Tag durchzuführen
    • Abgabe von Pomalidomid an gebärfähige Frauen muss innerhalb von 7 Tagen nach Verschreibung erfolgen
    • vor Behandlungsbeginn
      • nachdem die Patientin mind. 4 Wochen lang eine zuverlässige Empfängnisverhütung angewendet hat, muss ein ärztlich überwachter Schwangerschaftstest entweder während des Arztbesuches, bei dem Pomalidomid verschrieben wird, oder während der 3 Tage vor dem Besuch bei dem verschreibenden Arzt durchgeführt werden
      • Test muss sicherstellen, dass die Patientin nicht schwanger ist, wenn sie die Behandlung mit Pomalidomid beginnt
    • Nachbeobachtung und Therapieende
      • ärztlich überwachter Schwangerschaftstest muss alle 4 Wochen wiederholt werden, einschließlich 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung, außer im Fall einer bestätigten Sterilisation (Tubenligatur)
      • Schwangerschaftstests müssen am Tag der ärztlichen Verschreibung oder in den 3 Tagen vor dem Besuch bei dem verschreibenden Arzt durchgeführt werden
  • zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen
    • Patienten müssen dazu angehalten werden, dieses Arzneimittel niemals an andere Personen weiterzugeben und nicht verbrauchtes Arzneimittel am Ende der Behandlung in ihrer Apotheke zurückzugeben
    • Patienten dürfen während der Behandlung mit Pomalidomid (und auch während Behandlungsunterbrechungen) sowie für mindestens 7 Tage nach Beendigung der Behandlung kein Blut, keinen Samen bzw. kein Sperma spenden
    • Angehörige der Heilberufe und Pflegekräfte müssen bei der Handhabung des Arzneimittels Einweghandschuhe tragen
      • schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger sein könnten, dürfen das Arzneimittel nicht handhaben
  • Schulungsmaterialien, Einschränkungen für die Verordnung und Abgabe
    • Inhaber der Zulassung wird den Angehörigen der Heilberufe Schulungsmaterial zur Verfügung stellen, um die Warnungen vor der zu erwartenden Teratogenität von Pomalidomid zu verstärken, vor Beginn der Behandlung eine Beratung zur Empfängnisverhütung zu führen und Aufklärung über die Notwendigkeit von Schwangerschaftstests zu liefern, sowie um Patienten darin zu unterstützen, eine fetale Exposition mit Pomalidomid zu vermeiden
    • verschreibender Arzt muss
      • Patienten über das zu erwartende teratogene Risiko und die strengen Schwangerschaftsverhütungsmaßnahmen, wie sie im Schwangerschaftsverhütungsprogrammbeschrieben sind, aufklären
      • Patienten mit der entsprechenden Patienteninformationsbroschüre, einer Patientenkarte und/oder gleichwertigen Instrument ausstatten, wie mit der jeweils zuständigen nationalen Behörde abgestimmt
    • in Zusammenarbeit mit der jeweils zuständigen nationalen Behörde wurde ein kontrolliertes Zugangsprogramm implementiert
      • kontrolliertes Zugangsprogramm umfasst die Verwendung einer Patientenkarte und/oder gleichwertigem Instrument zur Kontrolle der Verschreibung und/oder Abgabe, sowie die Erfassung von Informationen über die Indikation, um die Off-Label-Anwendung innerhalb des Landes zu überwachen
    • empfohlen den Schwangerschaftstest, die Ausstellung des Rezeptes und die Abgabe des Arzneimittels idealerweise am selben Tag durchzuführen
      • Abgabe von Pomalidomid an gebärfähige Frauen muss innerhalb von 7 Tagen nach der Verschreibung und nach einem ärztlich überwachten Schwangerschaftstest mit negativem Ergebnis erfolgen
    • bei gebärfähigen Frauen kann die Verschreibung für höchstens 4 Wochen, bei allen anderen Patienten für höchstens 12 Wochen ausgestellt werden
  • hämatologische Ereignisse
    • Neutropenie bei Patienten mit rezidiviertem/ refraktärem multiplem Myelom die am häufigsten berichtete hämatologische Grad 3 oder Grad 4 Nebenwirkung, gefolgt von Anämie und Thrombozytopenie
    • Patienten auf hämatologische Nebenwirkungen, insbesondere Neutropenie, überwachen
      • Patienten sollten angewiesen werden, febrile Episoden sofort zu melden
    • Ärzte sollten Patienten auf Anzeichen von Blutungen, einschließlich Epistaxis, hin beobachten, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie das Blutungsrisiko erhöhen
    • großes Blutbild kontrollieren
      • zu Beginn der Behandlung
      • in den ersten 8 Wochen wöchentlich
      • danach monatlich
    • Dosisanpassung kann erforderlich sein
    • unter Umständen unterstützende Behandlung mit Blutprodukten und/oder Wachstumsfaktoren erforderlich
  • thromboembolische Ereignisse
    • Patienten mit bekannten Risikofaktoren für Thromboembolien - einschließlich einer Thrombose in der Vorgeschichte - sind engmaschig zu überwachen
    • bei Patienten, die mit Pomalidomid entweder in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason oder in Kombination mit Dexamethason behandelt wurden, kam es zu venösen thromboembolischen Ereignissen (vorwiegend tiefe Venenthrombosen und pulmonale Embolie) sowie arteriellen thrombotischen Ereignissen (Myokardinfarkt und Schlaganfall)
    • Maßnahmen sollte ergriffen werden, um zu versuchen alle beeinflussbaren Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Hypertonie und Hyperlipidämie) zu minimieren
    • Patienten und Ärzte sind angehalten, auf Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie zu achten
    • Patienten sollten angewiesen werden, einen Arzt aufzusuchen, falls Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen oder ein Anschwellen der Arme oder Beine auftreten
    • Antikoagulationstherapie (sofern nicht kontraindiziert) empfohlen (z.B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Heparin oder Clopidogrel)
      • insbesondere bei Patienten mit zusätzlichen thrombotischen Risikofaktoren
      • Entscheidung für Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe sollte nach sorgfältiger Beurteilung der Risikofaktoren des individuellen Patienten getroffen werden
      • in klinischen Studien wurden Patienten prophylaktisch mit Acetylsalicylsäure oder alternativen antithrombotischen Therapien behandelt
    • Anwendung erythropoetischer Arzneimittel
      • mit Risiko thrombotischer Ereignisse, einschließlich Thromboembolie, verbunden
      • erythropoetische Arzneimittel sowie andere Substanzen, die das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöhen können, sollten mit Vorsicht angewendet werden
  • Erkrankung der Schilddrüse
    • Fälle von Hypothyreose wurden berichtet
    • vor Behandlungsbeginn wird eine optimale Kontrolle von Begleiterkrankungen mit Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion empfohlen
    • ebenso empfohlen wird eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion vor Therapiebeginn und unter der Therapie
  • periphere Neuropathie
    • Patienten mit fortbestehender peripherer Neuropathie >= Grad 2 waren von klinischen Studien mit Pomalidomid ausgeschlossen
    • entsprechende Vorsicht, falls solche Patienten behandelt werden sollen
  • signifikante kardiale Dysfunktion
    • Patienten mit einer signifikanten kardialen Dysfunktion (dekompensierte Herzinsuffizienz [NY Heart Association Klasse III oder IV]; Myokardinfarkt innerhalb von 12 Monaten vor Studienbeginn; instabile oder schlecht eingestellte Angina pectoris) waren von klinischen Studien mit Pomalidomid ausgeschlossen
    • Kardiale Ereignisse, einschl. kongestive Herzinsuffizienz, Lungenödem und Vorhofflimmern wurden berichtet
      • v.a. bei Patienten mit vorbestehender Herzerkrankung oder kardialen Risikofaktoren
    • entsprechende Vorsicht und regelmäßige Überwachung auf Anzeichen und Symptome einer Herzinsuffizienz sind geboten, falls solche Patienten behandelt werden sollen
  • Tumorlyse-Syndrom möglich
    • größtes Risiko bei Patienten mit hoher Tumorlast vor Behandlungsbeginn
    • Patienten engmaschig überwachen
    • geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen
  • sekundäre Primärmalignome beobachtet
    • sekundäre Primärmalignome, wie z.B. nicht-melanozytäre Hautkrebs, wurden berichtet
    • Ärzte sollten Patienten vor und während der Behandlung mithilfe der üblichen Maßnahmen zur Krebsfrüherkennung hinsichtlich des Auftretens sekundärer Primärmalignome sorgfältig untersuchen; ggf. Therapie einleiten
  • allergische Reaktionen und schwere Hautreaktionen
    • Berichte über Angioödeme, anaphylaktische Reaktionen und schwere Hautreaktionen, darunter SJS, TEN und DRESS, bei Anwendung von Pomalidomid
    • Patienten über Anzeichen und Symptome dieser Reaktionen aufklären und bei Entwicklung entsprechender Symptome dazu auffordern, sofort einen Arzt aufzusuchen
    • bei exfoliativen oder bullösen Hautausschlägen oder Verdacht auf SJS, TEN oder DRESS: Pomalidomid muss abgesetzt werden und darf nach Absetzen wegen dieser Reaktionen nicht erneut angewendet werden
    • Patienten mit in der Vorgeschichte aufgetretenen schwerwiegenden allergischen Reaktionen im Zusammenhang mit Thalidomid oder Lenalidomid von klinischen Studien ausgeschlossen
      • diese Patienten weisen möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen auf
      • dürfen Pomalidomid nicht erhalten
    • bei Grad-2 oder Grad-3-Hautausschlag sollte eine Unterbrechung oder ein Absetzen von Pomalidomid erwogen werden
    • bei Auftreten eines Angioödems muss Pomalidomid dauerhaft abgesetzt werden
  • Schwindel und Verwirrtheit möglich
    • Patienten müssen Situationen vermeiden, in denen Schwindel oder Verwirrtheit ein Problem darstellen können, und dürfen ohne vorherige ärztliche Beratung keine anderen Arzneimittel anwenden, die Schwindel oder Verwirrtheit hervorrufen können
  • Interstitielle Lungenerkrankung (ILD)
    • ILD und ähnl. Ereignisse, einschl. Pneumonitis wurden beobachtet
    • Patienten mit akutem Auftreten oder ungeklärter Verschlechterung pulmonaler Symptome sollten sorgfältig untersucht werden, um eine ILD auszuschließen
    • bis zur Abklärung der Symptome ist die Behandlung mit Pomalidomid abzusetzen und
    • bei Bestätigung des Vorliegens einer ILD eine angemessene Behandlung einzuleiten
    • Pomalidomid erst nach gründlicher Beurteilung des Nutzens und der Risiken erneut anfangen
  • Leberfunktionsstörungen
    • deutlich erhöhte Alaninaminotransferase- und Bilirubinspiegel möglich
    • Fälle von Hepatitis, welche zum Absetzen von Pomalidomid führten, wurden berichtet
    • regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion für die ersten 6 Behandlungsmonate und anschließend nach klinischer Indikation empfohlen
  • Infektionen
    • in seltenen Fällen Berichte über Hepatitis-B-Virus-(HBV)-Reaktivierung bei Patienten, die Polamidomid in Kombination mit Dexamethason erhielten und zuvor mit HBV infiziert waren
      • in einigen Fällen führte dies zum akuten Leberversagen, was ein Absetzen von Pomalidomid zur Folge hatte
    • Hepatitis-B-Virus-Status vor Therapiebeginn abklären
      • bei positiven HBV-Test: ein mit der Behandlung von Hepatitis B erfahrener Arzt sollte herangezogen werden
    • Vorsicht ist geboten, bei vorher mit HBV infizierten Patienten, einschl. Patienten, die Anti-HBc-positiv, jedoch HBsAg-negativ sind
      • während der gesamten Behandlung engmaschige Überwachung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven HBV-Infektion
  • progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)
    • im Zusammenhang mit Pomalidomid wurde über Fälle von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie, einschließlich solchen mit tödlichem Ausgang, berichtet
    • es wurde über PML mehrere Monate bis mehrere Jahre nach Therapiebeginn mit Pomalidomid berichtet
    • die Fälle wurden im Allgemeinen bei Patienten berichtet, die gleichzeitig mit Dexamethason behandelt wurden oder zuvor mit einer immunsuppressiven Chemotherapie behandelt worden waren
    • Ärzte sollten die Patienten in regelmäßigen Abständen überwachen und PML bei der Differenzialdiagnose bei Patienten mit neuen oder sich verschlechternden neurologischen Symptomen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Zeichen oder Symptomen berücksichtigen
    • Patienten sollten ebenfalls angewiesen werden, ihre Partner oder Pflegepersonen über ihre Behandlung zu informieren, da diese Symptome bemerken könnten, die dem Patienten nicht bewusst sind
    • Bewertung in Bezug auf PML sollten basieren auf
      • einer neurologischen Untersuchung,
      • einer Kernspintomographie des Gehirns,
      • einer Liquoranalyse auf DNS des JC-Virus (JCV) mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) oder
      • einer Biopsie des Gehirns mit Untersuchung auf JCV
    • eine negative JCV-PCR schließt PML nicht aus
    • zusätzliche Nachbeobachtung und Bewertung kann notwendig sein, wenn keine alternative Diagnose gestellt werden kann
    • wenn PML vermutet wird, muss eine weitere Dosierung bis zum Ausschluss von PML ausgesetzt werden
    • falls PML bestätigt wurde, ist Pomalidomid dauerhaft abzusetzen