Posaconazol-ratiopharm 100 mg magensaftres.Tab.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 24 ST | 303,00 € |
| N3 | 96 ST | 1176,99 € |
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Indikation
- Behandlung folgender Pilzerkrankungen bei Erwachsenen
- invasive Aspergillose
- Behandlung folgender Pilzerkrankungen bei pädiatrischen Patienten >/= 2 Jahre > 40 kg KG und Erwachsenen
- invasive Aspergillose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B oder Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- Fusariose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Amphotericin B haben
- Chromoblastomykose und Myzetom bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Itraconazol haben
- Kokzidioidomykose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B, Itraconazol oder Fluconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- Hinweis: Therapieresistenz ist definiert als Progression der Infektion oder Ausbleiben einer Besserung nach mind. 7 Tagen unter einer vorangegangenen wirksamen antimykotischen Therapie in therapeutischer Dosierung
- Prophylaxe invasiver Mykosen (pädiatrische Patienten >/= 2 Jahre > 40 kg KG und Erwachsene)
- Patienten mit Remissions-induzierender Chemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischen Syndromen (MDS), die erwartungsgemäß zu einer längerfristigen Neutropenie führt, und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Empfänger einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT), die eine Hochdosis-Immunsuppressions-Therapie bei einem Graft-versus-Host-Syndrom (GVHD) erhalten und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Hinweis
- bei oropharyngealer Candidiasis: Fachinformation zu Posaconazol Suspension zum Einnehmen beachten
Dosierung
- Behandlung von Pilzerkrankungen; Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen
- Einleitung der Behandlung von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Pilzinfektionen oder bei der Anwendung supportiver Behandlungsmaßnahmen bei Hochrisiko-Patienten, bei denen Posaconazol zur Prophylaxe angezeigt ist
- keine Austauschbarkeit zwischen Posaconazol Tabletten und der Suspension zum Einnehmen
- Unterschiede der beiden Darreichungsformen hinsichtlich Häufigkeit der Anwendung, Einnahme mit Nahrung und erreichter Plasmakonzentration
- spezielle Dosierungshinweise jeder Darreichungsform beachten
- Tabletten sind bevorzugte Darreichungsform, um die Plasmakonzentrationen zu optimieren und um im Allgemeinen höhere Plasmaspiegel des Wirkstoffs zu erreichen
- magensaftresistentes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen wird für die orale Anwendung bei pädiatrischen Patienten >/= 2 Jahren mit einem Körpergewicht bis 40 kg oder weniger empfohlen (für weitere Informationen zur Dosierung s. Fachinformation des magensaftresistenten Pulvers und Lösungsmittels zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen)
- invasive Aspergillose
- Erwachsene
- 1. Tag: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 2mal / Tag
- danach: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 1mal / Tag
- Anwendungsdauer
- 6 - 12 Wochen
- Wechsel zwischen i.v. und oraler Anwendung ist angemessen, wenn klinisch angezeigt
- Erwachsene
- Therapierefraktäre invasive Pilzerkrankungen (IFI)/Patienten mit IFI und Unverträglichkeit gegen eine First-line-Therapie
- Erwachsene und pädiatrische Patienten (>/= 2 Jahre > 40 kg KG)
- 1. Tag: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 2mal / Tag
- danach: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 1mal / Tag
- Anwendungsdauer
- basierend auf dem Schweregrad der zugrundeliegenden Erkrankung, der Erholung von einer Immunsuppression und dem klinischen Ansprechen
- Erwachsene und pädiatrische Patienten (>/= 2 Jahre > 40 kg KG)
- Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen
- Erwachsene und pädiatrische Patienten (>/= 2 Jahre > 40 kg KG)
- 1. Tag: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 2mal / Tag
- danach: 3 Tabletten (300 mg Posaconazol) 1mal / Tag
- Anwendungsdauer
- basierend auf der Erholung von einer Neutropenie oder Immunsuppression
- AML oder myelodysplastisches Syndrom
- Start der Prophylaxe mehrere Tage vor dem erwarteten Auftreten einer Neutropenie
- Fortsetzung über 7 Tage nachdem die Neutrophilenzahl > 500 Zellen / mm3 ist
- Erwachsene und pädiatrische Patienten (>/= 2 Jahre > 40 kg KG)
Dosisanpassung
- Nierenfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung empfohlen
- keine Auswirkung auf Pharmakokinetik von Posaconazol zu erwarten
- Leberfunktionsstörung
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- begrenzte Daten zur Auswirkung einer Leberfunktionsstörung (inkl. chronischer Lebererkrankung mit Child-Pugh-C-Klassifikation)
- Anwendung mit Vorsicht (möglicherweise höhere Plasmaexposition)
- Kinder und Jugendliche (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten
Kontraindikationen
Posaconazol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Posaconazol
- gleichzeitige Anwendung von
- Mutterkornalkaloiden, wie
- Ergotamin
- Dihydroergotamin
- CYP3A4-Substraten, da höhere Plasmaspiegel dieser Arzneimittel auftreten können, was die Gefahr der QTc-Verlängerung birgt und selten zum Auftreten von Torsades de pointes führt
- Terfenadin
- Astemizol
- Cisaprid
- Pimozid
- Halofantrin
- Chinidin
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren
- Simvastatin
- Lovastatin
- Atorvastatin
- Venetoclax während des Therapiebeginns und der Aufdosierungsphase bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
- Mutterkornalkaloiden, wie
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Posaconazol - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Neutropenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Anämie
- Eosinophilie
- Lymphadenopathie
- Milzinfarkt
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytisch-urämisches Syndrom
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
- Panzytopenie
- Koagulopathie
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nebenniereninsuffizienz
- Gonadotropin-Abfall im Blut
- Pseudoaldosteronismus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störung des Elektrolythaushalts
- Anorexie
- Appetitverlust
- Hypokaliämie
- Hypomagnesiämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie
- Hypoglykämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnorme Träume
- Verwirrtheitszustand
- Schlafstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychose
- Depression
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- Schwindel
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- Neuropathie
- Hypästhesie
- Tremor
- Aphasie
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- cerebrovaskuläres Ereignis
- Enzephalopathie
- periphere Neuropathie
- Synkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- Photophobie
- verminderte Sehschärfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Doppeltsehen
- Gesichtsfeldausfall (Skotom)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermindertes Hörvermögen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- langes QT-Syndrom
- abnormes Elektrokardiogramm
- Palpitationen
- Bradykardie
- supraventrikuläre Extrasystolen
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Torsade de pointes
- plötzlicher Herztod
- ventrikuläre Tachykardie
- Herz- und Atemstillstand
- Herzinsuffizienz
- Herzinfarkt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lungenembolie
- tiefe Venenthrombose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- Nasenbluten
- Schluckauf
- Nasensekretstauung
- Pleuraschmerz
- Tachypnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pulmonale Hypertonie
- interstitielle Pneumonie
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- Durchfall
- Dyspepsie
- Mundtrockenheit
- Flatulenz
- Verstopfung
- anorektale Beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis
- aufgetriebener Bauch
- Enteritis
- epigastrische Beschwerden
- Aufstoßen
- gastroösophageale Refluxerkrankung
- Ödem des Mundes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- MagenMagen-Darm-Blutung
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberfunktionswerte
- ALT erhöht
- AST erhöht
- Bilirubin erhöht
- alkalische Phosphatase erhöht
- GGT erhöht
- erhöhte Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberzellschädigung
- Hepatitis
- Gelbsucht
- Hepatomegalie
- Cholestase
- hepatische Toxizität
- Leberfunktionsstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- cholestatische Hepatitis
- Hepatosplenomegalie
- Druckschmerz der Leber
- Flattertremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Leberschädigung mit letalem Ausgang
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundulcera
- Alopezie
- Dermatitis
- Erythema
- Petechien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- vesikulärer Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzen der Skelettmuskulatur
- Schmerz in einer Extremität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akutes Nierenversagen
- Niereninsuffizienz
- Kreatinin im Blut erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- renal-tubuläre Azidose
- interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menstruationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schmerzen in der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pyrexie (Fieber)
- Asthenie
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödem
- Schmerz
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Brustkorbbeschwerden
- Arzneimittelunverträglichkeit
- Gefühl der Zerfahrenheit
- Schleimhautentzündung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Zungenödem
- Gesichtsödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- veränderter Arzneimittelspiegel
- niedrige Phosphorspiegel im Blut
- auffälliges Röntgenbild des Thorax
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme unabhängig von der Nahrungsaufnahme
- Tabletten im Ganzen mit Wasser schlucken, nicht zerkleinern, zerkauen oder zerbrechen
Stillzeithinweise
Posaconazol - peroral
- vor Beginn der Therapie mit Posaconazol muss abgestillt werden
- Posaconazol wird in die Milch säugender Ratten ausgeschieden
- Übertritt von Posaconazol in die menschliche Muttermilch wurde nicht untersucht
Schwangerschaftshinweise
Posaconazol - peroral
- Posaconazol darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt eindeutig das potentielle Risiko für den Fetus
- keine ausreichenden Informationen über die Anwendung von Posaconazol in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- keine klinischen Erfahrungen in Bezug auf den Einfluss von Posaconazol auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Posaconazol hatte keine Auswirkung auf die Fertilität von männlichen Ratten bei Dosen bis zu 180 mg/kg (3,4-Faches einer 300-mg-Tablette basierend auf Steady-state-Plasmakonzentrationen bei Patienten) oder weiblichen Ratten bei einer Dosis bis zu 45 mg/kg (2,6-Faches einer 300-mg-Tablette basierend auf Steady-state-Plasmakonzentrationen bei Patienten)
Warnhinweise
Posaconazol - peroral
- Überempfindlichkeit
- es liegen keine Informationen zu einer Kreuzempfindlichkeit von Posaconazol und anderen Antimykotika vom Azoltyp vor
- bei der Verordnung von Posaconazol an Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Azol-Antimykotika ist Vorsicht geboten
- Hepatotoxizität
- hepatische Reaktionen (z. B. ein leichter bis mäßiger Anstieg der Werte für ALT, AST, alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubin und/oder klinische Hepatitis) wurden unter der Therapie mit Posaconazol beschrieben
- erhöhte Leberfunktionswerte waren nach Absetzen der Therapie im Allgemeinen reversibel und normalisierten sich in einigen Fällen ohne Therapieunterbrechung
- selten wurde über schwerere hepatische Reaktionen mit letalem Ausgang berichtet
- Posaconazol ist bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung und der Möglichkeit höherer Posaconazol-Plasmaspiegel bei diesen Patienten mit Vorsicht anzuwenden
- Überwachung der Leberfunktion
- Leberfunktionstests sind zu Beginn und während der Posaconazol-Therapie durchzuführen
- Patienten, bei denen es im Verlauf der Therapie mit Posaconazol zu einer Veränderung der Leberfunktionswerte kommt, müssen routinemäßig hinsichtlich des Auftretens einer schwereren Leberschädigung überwacht werden
- zur Beurteilung müssen Leberfunktionstests (insbesondere zur Bestimmung von Leberfunktionswerten und Bilirubin) durchgeführt werden
- Absetzen von Posaconazol ist zu erwägen, wenn klinische Anzeichen und Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen
- QTc-Verlängerung
- unter der Behandlung mit einigen Azol-Antimykotika kam es zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls
- Posaconazol darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die CYP3A4-Substrate sind und von denen bekannt ist, dass sie das QTc-Intervall verlängern
- Posaconazol darf bei Patienten mit proarrhythmischen Faktoren wie den folgenden nur mit Vorsicht angewendet werden:
- angeborene oder erworbene QTc-Verlängerung
- Kardiomyopathie, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz
- Sinusbradykardie
- bestehende symptomatische Arrhythmien
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern (andere als die im Abschnitt Kontraindikationen genannten)
- vor und während der Therapie mit Posaconazol sind Elektrolytstörungen - insbesondere, wenn Kalium-, Magnesium- oder Calciumspiegel betroffen sind - zu überwachen und gegebenenfalls zu korrigieren
- Arzneimittelwechselwirkungen
- Posaconazol hemmt CYP3A4 und ist nur unter bestimmten Umständen während der Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, anzuwenden
- Midazolam und andere Benzodiazepine
- aufgrund des Risikos einer länger anhaltenden Sedierung und einer möglichen Atemdepression ist eine gleichzeitige Anwendung von Posaconazol mit einem Benzodiazepin, das über CYP3A4 (z. B. Midazolam, Triazolam, Alprazolam) metabolisiert wird, nur in Betracht zu ziehen, wenn es unbedingt notwendig ist
- Dosisanpassung für Benzodiazepine, die über CYP3A4 metabolisiert werden, ist in Betracht zu ziehen
- Vincristin-Toxizität
- gleichzeitige Anwendung von Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, mit Vincristin wurde mit Neurotoxizität und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Krampfanfällen, peripherer Neuropathie, SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion und paralytischem Ileus in Verbindung gebracht
- daher sollten Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, bei gleichzeitiger Anwendung von Vinca-Alkaloiden, einschließlich Vincristin, den Patienten vorbehalten bleiben, für die keine alternative Antimykotika-Therapie zur Verfügung steht
- Venetoclax-Toxizität
- gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Posaconazol, mit dem CYP3A4-Substrat Venetoclax kann die Toxizität von Venetoclax erhöhen, einschließlich des Risikos für Tumorlysesyndrom (TLS) und Neutropenie
- für detaillierte Empfehlungen ziehen Sie bitte die Fachinformation von Venetoclax heran
- Rifamycin-Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin), bestimmte Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon) und Efavirenz
- Posaconazol-Konzentrationen können bei einer Kombination erheblich vermindert sein
- daher ist die gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol zu vermeiden, außer der Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko
- Posaconazol-Konzentrationen können bei einer Kombination erheblich vermindert sein
- Lichtempfindlichkeitsreaktion
- Posaconazol kann das Risiko einer Lichtempfindlichkeitsreaktion erhöhen
- Patienten sollten angewiesen werden, während der Behandlung Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz durch Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) zu vermeiden
- Plasmakonzentrationen
- Posaconazol-Plasmakonzentrationen nach Einnahme von Posaconazol Tabletten sind im Allgemeinen höher als jene, die mit der Posaconazol Suspension zum Einnehmen erreicht werden
- nach Einnahme von Posaconazol Tabletten können die Posaconazol-Plasmakonzentrationen bei einigen Patienten über die Zeit ansteigen
- gastrointestinale Dysfunktion
- für Patienten mit schwerer gastrointestinaler Dysfunktion (wie z. B. schwerem Durchfall) liegen nur begrenzte pharmakokinetische Daten vor
- Patienten mit schwerem Durchfall oder Erbrechen sollten bezüglich Durchbruch-Pilzinfektionen engmaschig überwacht werden