Postericort Salbe mit Analdehner

DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Hydrocortison →

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N1 25 G 15,46 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von akutem, juckendem, gerötetem Analekzem

Dosierung

  • akutes, juckendes, gerötetes Analekzem
    • 2mal / Tag
    • Behandlungsdauer
      • vom Arzt festgelegt
      • je nach Art und Schwere der Erkrankung
      • Arzneimittel ohne Unterbrechung max. 10 Tage anwenden
        • erneutes Auftreten von Beschwerden: Salbe kann wieder zur Anwendung kommen
      • bei länger dauernder Anwendung in hoher Dosierung
        • auf mögliche systemische Wirkung achten

Dosisanpassung

  • Säuglinge: keine Anwendung
  • Kindern < 12 Jahre
    • keine ausreichenden Daten vorhanden
    • keine Anwendung bei Säuglingen
    • Anwendung nur unter strenger ärztlicher Aufsicht

Kontraindikationen

Hydrocortison - rektal
  • Überempfindlichkeit gegen Hydrocortison
  • spezifische Hautprozesse (z. B. Tuberkulose, Lues, Gonorrhoe) im Behandlungsbereich
  • Varizellen und Vakzinationsreaktionen
  • bakterielle Hautinfektionen
  • Mykosen
  • periorale Dermatitis und Rosacea
  • keine Anwendung bei Säuglingen

Nebenwirkungen

Hydrocortison - rektal
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • allergische Hautreaktionen
        • allergische Follikulitiden
        • Lokalreaktion
        • Blutung
        • Brennen
        • Juckreiz
        • Trockenheit
        • Spannung im Analbereich
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • bei länger dauernder Anwendung:
        • Hautatrophien
        • Steroidakne
        • Teleangiektasien
        • Striae

Anwendungshinweise

  • Salbe morgens und abends, v.a. nach Stuhlentleerung auf zu behandelnde Haut- und Schleimhautpartien auftragen
    • mit Finger vorsichtig einreiben
  • Gebrauch der Salbe im Analkanal und angrenzenden Enddarm
    • in Salbenpackungen enthaltene Kanüle mit seitlichen Austrittsöffnungen kann benutzt werden
      • mit deren Hilfe gezielte Abgabe dort, wo Erkrankung hauptsächlich lokalisiert ist
  • wenn keine Benutzung der Salbe über längere Zeit
    • Kanüle abschrauben und mit warmem Wasser reinigen
  • Anwendung eines Analdehners zusätzlich zur Salbenbehandlung
    • zur schrittweisen Dehnung des verkrampften Schliessmuskels
    • um Schliessmuskelkrämpfe vorzubeugen

Stillzeithinweise

Hydrocortison - rektal
  • bei Anwendung höherer Dosen oder bei langfristiger Anwendung sollte abgestillt werden
  • Hydrocortison geht in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Hydrocortison - rektal
  • das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko- Abwägung angewendet werden
  • keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons diskutiert
  • tierexperimentelle Studien
    • Hydrocortison zeigte in Tierversuchen embryotoxische und teratogene Wirkungen (z. B. Gaumenspalten, Skelettanomalien sowie intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität)
    • Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen führten in Tierstudien während der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko für eine intrauterine Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu einer bleibenden Veränderung der Glucocorticoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens beiträgt
  • zusätzlicher Hinweis Darreichungsform Salbe
    • sollte auf nicht mehr als 20 % der Körperfläche angewendet werden

Warnhinweise

Hydrocortison - rektal
  • bei Pilzbefall ist die zusätzliche Anwendung eines lokal wirksamen Antimykotikums erforderlich
  • Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren sollte nur unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen