Prednisolon Creme LAW 0.25 %

Abanta Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Prednisolon →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
NotApplicable 25 G

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung subakuter und akuter gering ausgeprägter entzündlicher Hauterkrankungen, die auf eine äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen Corticosteroiden ansprechen

Dosierung

Basiseinheit: 100 g Creme enthalten 0,2675 g Prednisolon-Sesquihydrat (entsprechend 0,25 g Prednisolon)

  • Behandlung subakuter und akuter gering ausgeprägter entzündlicher Hauterkrankungen, die auf eine äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen Corticosteroiden ansprechen
    • 1mal / Tag auf die entsprechenden Hautareale auftragen
    • Kinder und Jugendliche: keine Daten
    • Anwendungsdauer
      • zur Vermeidung von systemischen Nebenwirkungen:
        • Anwendung nur bis zu drei Wochen
        • weitere Anwendung individuell festlegen
      • Alternativ Tandem- oder Intervall-Therapie
      • nach Abheilung der Dermatosen:
        • Häufigkeit der Applikation, Menge zur Aufrechterhaltung der Kontrolle und Vermeidung von Rückfällen auf ein Minimum reduzieren
        • wenn möglich Behandlung beenden
      • Langzeitanwendung (> 3 Wochen) im Gesicht bei Patienten jeden Alters vermeiden

Kontraindikationen

Prednisolon - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Prednisolon
  • Virusinfektionen, z.B.
    • Varizellen
    • Herpes
    • tuberkulöse Erkrankungen der Haut
    • syphilitische Erkrankungen der Haut
  • mykotische oder bakterielle Erkrankungen der Haut
  • Impfreaktionen
  • periorale Dermatitis
  • rosacea-artiger Dermatitis
  • Rosacea
  • Akne
  • Gewebsdefekte der Haut
  • Anwendung am Augenlid
  • Schwangerschaft (1. Trimenon)

Nebenwirkungen

Prednisolon - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Hautreaktionen
  • Endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Störungen des Hormonhaushalts, wie z. B. Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion, aufgrund einer systemischen Resorption
        • insbesondere bei
          • großflächiger und länger dauernder Anwendung
          • bei Anwendung unter Okklusivverbänden
          • bei Anwendung in Hautfalten oder im Gesicht
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verminderung der Nebennierenrindenfunktion bei Kindern (wegen relativ großer Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht)
      • Beeinträchtigungen von Wachstum und Entwicklung bei Kindern (bei ständiger Therapie mit Glucocorticoiden)
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • typische lokale Corticoid-Nebenwirkungen bei längerdauernder (> 3 - 4 Wochen), oder großflächiger Anwendung (>20% der Körperoberfläche) v.a. unter Okklusion oder in Hautfalten
        • (irreversible) Hautatrophien
        • Änderungen der Hautpigmentierung (bei Patienten mit gestörter Durchblutung)
        • Teleangiektasien
        • Striae
        • Steroidakne
        • rosacea-artige Dermatitis
        • periorale Dermatitis
        • Hypertrichosis
        • Purpura
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kontaktallergien (bei Patienten mit gestörter Durchblutung)
      • Sekundärinfektionen (bei Patienten mit gestörter Durchblutung)
      • Ulkusbildung (bei Patienten mit gestörter Durchblutung)
      • (leichte, kurzzeitige) Hautreizungen (zu Beginn der Behandlung) in Form von
        • Brennen
        • Rötung
        • Juckreiz
        • Austrocknung
        • Schuppung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gestörte Wundheilung bei Anwendung auf Wunden

Anwendungshinweise

  • erkrankte Hautareale
    • dünn und gleichmässig bestreichen
  • behandelte Hautareale
    • nicht mit Okklusivverband oder auf andere Art und Weise, die okklusiv wirkt, bedecken

Stillzeithinweise

Prednisolon - extern
  • bei Anwendung höherer Dosen, bei großflächiger oder langfristiger Anwendung
    • sollte abgestillt werden
  • Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien vermeiden
  • Prednisolon geht in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Prednisolon - extern
  • Prednisolon darf extern während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
  • Prednisolon sollte auf max. 20 % der Körperoberfläche angewendet werden
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Prednisolon extern bei Schwangeren vorliegend
  • Tierstudien
    • Prednisolon zeigte in Tierversuchen nach systemischer Gabe embryotoxische und teratogene Wirkungen, z. B.
      • Gaumenspalten
      • Skelettanomalien
      • intrauterine Wachstumsstörungen
      • Embryoletalität
    • auch bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glukokortikoiden während des 1. Trimenons diskutiert
    • Tierstudien haben ebenfalls gezeigt, dass die Gabe von Glukokortikoiden in subteratogenen Dosen während der Schwangerschaft beiträgt zu
      • einem erhöhten Risiko für
        • intrauterine Wachstumsverzögerung
        • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
        • Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter
      • einer bleibenden Veränderung
        • der Glukokortikoid-Rezeptordichte
        • des Neurotransmitterumsatzes
        • des Verhaltens
  • im 1. Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert
  • im 2. und 3. Trimenon sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
  • Anwendung während der Schwangerschaft
    • nicht auf großen Flächen
    • nicht für längere Zeit
    • nicht unter Okklusivverband

Warnhinweise

Prednisolon - extern
  • sofortiger Therapieabbruch bei Auftreten von Hautreizungen in Form von Brennen, Rötung,Juckreiz, Austrocknung, Schuppung
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
      • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
        • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
        • mögliche Ursachen umfassen unter anderem
          • Katarakt
          • Glaukom
          • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden
  • bakteriell infizierte Hauterkrankungen und/oder Pilzbefall
    • nur in Kombination mit anderen Arzneimitteln anwenden, die gegen diese Erkrankungen wirksam sind
  • Anwendung von Prednisolon
    • im Gesichtsbereich (besonders empfindlich) nur mit besonderer Vorsicht um Hautveränderungen zu vermeiden
      • darf nicht mit den Augen in Berührung kommen
    • im Windelbereich
      • es ist zu beachten, dass straff sitzende Windeln oder Kunststoffhosen wie ein Okklusivverband wirken können
        • es kann zu einer erhöhten Aufnahme des Glucocorticoids kommen
    • bei (Klein-)Kindern
      • die Anwendung sollte nur
        • kurzfristig (bis zu 2 Wochen)
        • kleinflächig (bis zu 10 % der Körperoberfläche) erfolgen