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Fachinformationen

Indikation

  • Schwangerschaftshypertonie
  • essentielle Hypertonie, vorzugsweise in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere Diuretika
  • Hinweis:
    • Methyldopa als Mittel der 2. Wahl nur anwenden, wenn andere antihypertensiv wirkende Substanzen nicht ausreichend wirksam oder kontraindiziert sind

Dosierung

  • allgemein
    • Behandlungsbeginn möglichst individuell und einschleichend
    • spezielle Begrenzung der Anwendungsdauer nicht vorgesehen
    • Absetzen der Behandlung
      • Behandlung nicht abrupt, sondern grundsätzlich langsam ausschleichend beenden
  • essentielle Hypertonie
    • vorzugsweise in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere Diuretika
    • Erwachsene
      • initial: 125 - 375 mg Methyldopa / Tag
        • Dosierung ggf. bei leichteren Formen der Erkrankung und bei Hochdruckformen mit Nierenbeteiligung auch als Erhaltungsdosis ausreichend
      • Dosisteigerung, optional, innerhalb einiger Tage bis zur vollwirksamen Dosis
      • durchschnittliche Tagesdosis: 500 - 750 mg Methyldopa
  • Schwangerschaftshypertonie
    • 250 - 2000 mg Methyldopa / Tag
    • Tagesdosis </= 750 mg: als Einmaldosis (möglichst vor dem Schlafengehen)
    • Tagesdosen > 750 mg: auf 2 - 3 Einzelgaben über den Tag verteilen (wegen des möglichen sedativen Effektes)

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Vorsicht geboten, wegen erhöhter Sensitivität gegenüber sedierenden und hypotensiven Effekten
  • Kinder und Jugendliche
    • keine Daten
  • eingeschränkte Niereninsuffizienz
    • Wirksamkeit von Methyldopa kann gesteigert und verlängert sein
    • engmaschige Überwachung des Blutdrucks besonders bei Therapiebeginn und Dosiserhöhung
    • geringere Erhaltungsdosen evtl. ausreichend
  • Lebererinsuffizienz
    • bei akuten (z. B. Hepatitis) und chronischen (z. B. Leberzirrhose) Lebererkrankungen kontraindiziert
    • bei einer Lebererkrankung in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten
    • Vorliegen eines Phäochromozytoms: Anwendung nicht empfohlen
    • wegen möglicher Leberschäden sollte die Leberfunktion regelmäßig kontrolliert werden

Kontraindikationen

Methyldopa (linksdrehend) - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Methyldopa
  • schwere Herzinsuffizienz
  • (Coombs-positive) hämolytische Anämie
  • akute (z. B. Hepatitis) und chronische (z.B. Leberzirrhose) Lebererkrankungen
  • schwere Nierenfunktionsstörungen
  • Phäochromozytom
  • bestehende und / oder anamnestisch bekannte Depression

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Methyldopa (linksdrehend) - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • hämolytische Anämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Blut- und Blutbildungsstörungen
        • Agranulozytose
        • Thrombozytopenie
        • Leukozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • LE-Syndrom
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • toxische Nebenwirkungen im Sinne einer Autoimmunerkrankung mit Fieber und Schüttelfrost
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • depressive Verstimmungen
      • Halluzinationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • leichte Psychose
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen(speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sedierung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlafstörungen
      • Parästhesie (Sensibilitätsstörungen)
      • parkinsonähnliche Symptome / Parkinsonismus
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
      • orthostatische Beschwerden einschließlich
        • orthostatische Hypotonie
        • Störung der Blutdruckregulation beim Aufrichten vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit des Karotissinus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Myokarditis
      • Perikarditis
      • Herzinsuffizienz
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verstärkung von Angina-pectoris-Zeichen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Trockenheit der Nasenschleimhaut
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kongestion der Nase
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • retroperioneale Fibrose
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • interstitielle Pneumonitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Magen-Darm-Störungen
      • Trockenheit der Mundschleimhaut
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Verstopfung
      • Glossodynie (Zungenbrennen)
      • schwarze Verfärbung der Zunge
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pankreatitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Colitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg der Leberenzyme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • (fatale) akute toxische Lebernekrose (auch während der Schwangerschaft)
      • (schwere) granulomatöse Hepatitis
      • toxische Hepatitis
      • pathologische Leberfunktionswerte
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ödeme (einschl. Knöchelödeme)
      • Hautreaktionen (z.B. Exantheme)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lupuserythematodes-Syndrom mit Fieber und Schüttelfrost
      • toxische epidermale Nekrolyse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dunkelfärbung des Urins (bei Luftkontakt)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • retroperitoneale Fibrose
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verstärkung von Potenzstörungen
      • Verminderung der Libido
      • Gynäkomastie
      • Galaktorrhoe
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • positiver Coombs-Test
        • nach 6 - 12-monatiger Behandlung mit Methyldopa bei 10 - 20% der Patienten
        • in der Regel ohne klinische Relevanz
        • Inzidenz einer hämolytischen Anämie absolut ca. 1%
        • Behandlung kann in der Regel unter Kontrollen des Blutbildes fortgesetzt werden
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg der Azotämie
  • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Zittern beim Neugeborenen (neonataler Tremor)
        • nach antihypertensiver Behandlung während der Schwangerschaft
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vertigo (Schwindelgefühl)
      • Fieber (in den ersten Behandlungswochen)
        • kann mit Schüttelfrost verlaufen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
      • Abgeschlagenheit (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
      • Schwäche (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Reaktionen
      • Autoimmunreaktionen

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Filmtabletten
    • unabhängig von den Mahlzeiten
    • unzerkaut
    • mit etwas Flüssigkeit

Stillzeithinweise

Methyldopa (linksdrehend) - peroral
  • mit Methyldopa behandelte Mütter sollen nur mit ärztlichem Einverständnis und unter pädiatrischer Kontrolle stillen
  • Methyldopa tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • die Konzentration in der Milch ist so niedrig, dass eine Beeinflussung des gestillten Kindes unwahrscheinlich ist

Schwangerschaftshinweise

Methyldopa (linksdrehend) - peroral
  • grundsätzlich strenge Indikationsstellung für medikamentöse Therapie, v.a. im 1. Trimenon
  • Methyldopa wird allgemein als ein Mittel der Wahl zur Behandlung der Schwangerschaftshypertonie betrachtet
  • Häufigkeit schwerer Hypertonien in der Perinatalphase und die Abortrate können gesenkt werden
  • keine Hinweise auf kardiovaskuläre oder psychomotorische Schäden beim Kind

Warnhinweise

Methyldopa (linksdrehend) - peroral
  • Methyldopa sollte nur dann (als Mittel der 2. Wahl) angewendet werden, wenn andere antihypertensiv wirkende Substanzen nicht ausreichend wirksam oder kontraindiziert sind
  • Kontrollen
    • vor Therapiebeginn und unter einer längerdauernden Behandlung Kontrollen des Coombs-Test und des Blutbildes empfehlenswert
  • schrittweise Dosisreduktion
    • bei plötzlichem Absetzen von Methyldopa kann es zu einem Rebound-Phänomen mit krisenhaftem Blutdruckanstieg kommen, daher muss die Dosis im Bedarfsfall langsam stufenweise reduziert werden
  • Leberfunktion / Lebererkrankung
    • wegen möglicher Leberschädigungen sollte die Leberfunktion regelmäßig kontrolliert werden
    • bei einer Lebererkrankung in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten
  • ältere Patienten
    • Vorsicht bei älteren Patienten wegen der erhöhten Sensitivität gegenüber sedierenden und hypotensiven Effekten
  • Labortests
    • durch Methyldopa können eine Reihe von Labortests gestört werden
      • Beeinflussung des Coombs-Tests
      • fälschlich hohe Werte für Katecholamine und/oder Vanillinmandelsäure bei fluorimetrischer Bestimmung in Urin und Plasma
      • falsch-positiver Schwartz-Watson-Test für Porphobilinogen
      • falsch-positive Glukosewerte bei der Kupferreduktionsprobe (Klinitest-Tabletten)
      • fälschlich niedrige Werte für 5-Hydroxyindolessigsäure
      • Störung der Kreatinin-Bestimmung mit alkalisierter Pikrinsäure
      • Störung der kolorimetrischen SGOT-Bestimmung