PRESINOL MITE 125
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 26,62 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Schwangerschaftshypertonie
- essentielle Hypertonie, vorzugsweise in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere Diuretika
- Hinweis:
- Methyldopa als Mittel der 2. Wahl nur anwenden, wenn andere antihypertensiv wirkende Substanzen nicht ausreichend wirksam oder kontraindiziert sind
Dosierung
- allgemein
- Behandlungsbeginn möglichst individuell und einschleichend
- spezielle Begrenzung der Anwendungsdauer nicht vorgesehen
- Absetzen der Behandlung
- Behandlung nicht abrupt, sondern grundsätzlich langsam ausschleichend beenden
- essentielle Hypertonie
- vorzugsweise in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere Diuretika
- Erwachsene
- initial: 125 - 375 mg Methyldopa / Tag
- Dosierung ggf. bei leichteren Formen der Erkrankung und bei Hochdruckformen mit Nierenbeteiligung auch als Erhaltungsdosis ausreichend
- Dosisteigerung, optional, innerhalb einiger Tage bis zur vollwirksamen Dosis
- durchschnittliche Tagesdosis: 500 - 750 mg Methyldopa
- initial: 125 - 375 mg Methyldopa / Tag
- Schwangerschaftshypertonie
- 250 - 2000 mg Methyldopa / Tag
- Tagesdosis </= 750 mg: als Einmaldosis (möglichst vor dem Schlafengehen)
- Tagesdosen > 750 mg: auf 2 - 3 Einzelgaben über den Tag verteilen (wegen des möglichen sedativen Effektes)
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Vorsicht geboten, wegen erhöhter Sensitivität gegenüber sedierenden und hypotensiven Effekten
- Kinder und Jugendliche
- keine Daten
- eingeschränkte Niereninsuffizienz
- Wirksamkeit von Methyldopa kann gesteigert und verlängert sein
- engmaschige Überwachung des Blutdrucks besonders bei Therapiebeginn und Dosiserhöhung
- geringere Erhaltungsdosen evtl. ausreichend
- Lebererinsuffizienz
- bei akuten (z. B. Hepatitis) und chronischen (z. B. Leberzirrhose) Lebererkrankungen kontraindiziert
- bei einer Lebererkrankung in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten
- Vorliegen eines Phäochromozytoms: Anwendung nicht empfohlen
- wegen möglicher Leberschäden sollte die Leberfunktion regelmäßig kontrolliert werden
Kontraindikationen
Methyldopa (linksdrehend) - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Methyldopa
- schwere Herzinsuffizienz
- (Coombs-positive) hämolytische Anämie
- akute (z. B. Hepatitis) und chronische (z.B. Leberzirrhose) Lebererkrankungen
- schwere Nierenfunktionsstörungen
- Phäochromozytom
- bestehende und / oder anamnestisch bekannte Depression
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Methyldopa (linksdrehend) - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- hämolytische Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blut- und Blutbildungsstörungen
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- Leukozytopenie
- Blut- und Blutbildungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- LE-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- toxische Nebenwirkungen im Sinne einer Autoimmunerkrankung mit Fieber und Schüttelfrost
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- depressive Verstimmungen
- Halluzinationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- leichte Psychose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen(speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sedierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- Parästhesie (Sensibilitätsstörungen)
- parkinsonähnliche Symptome / Parkinsonismus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- orthostatische Beschwerden einschließlich
- orthostatische Hypotonie
- Störung der Blutdruckregulation beim Aufrichten vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit des Karotissinus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Myokarditis
- Perikarditis
- Herzinsuffizienz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung von Angina-pectoris-Zeichen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Trockenheit der Nasenschleimhaut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kongestion der Nase
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- retroperioneale Fibrose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Pneumonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen-Darm-Störungen
- Trockenheit der Mundschleimhaut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Glossodynie (Zungenbrennen)
- schwarze Verfärbung der Zunge
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Colitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Leberenzyme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- (fatale) akute toxische Lebernekrose (auch während der Schwangerschaft)
- (schwere) granulomatöse Hepatitis
- toxische Hepatitis
- pathologische Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödeme (einschl. Knöchelödeme)
- Hautreaktionen (z.B. Exantheme)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lupuserythematodes-Syndrom mit Fieber und Schüttelfrost
- toxische epidermale Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dunkelfärbung des Urins (bei Luftkontakt)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- retroperitoneale Fibrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verstärkung von Potenzstörungen
- Verminderung der Libido
- Gynäkomastie
- Galaktorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- positiver Coombs-Test
- nach 6 - 12-monatiger Behandlung mit Methyldopa bei 10 - 20% der Patienten
- in der Regel ohne klinische Relevanz
- Inzidenz einer hämolytischen Anämie absolut ca. 1%
- Behandlung kann in der Regel unter Kontrollen des Blutbildes fortgesetzt werden
- positiver Coombs-Test
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Azotämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zittern beim Neugeborenen (neonataler Tremor)
- nach antihypertensiver Behandlung während der Schwangerschaft
- Zittern beim Neugeborenen (neonataler Tremor)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo (Schwindelgefühl)
- Fieber (in den ersten Behandlungswochen)
- kann mit Schüttelfrost verlaufen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
- Abgeschlagenheit (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
- Schwäche (speziell bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen
- Autoimmunreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Filmtabletten
- unabhängig von den Mahlzeiten
- unzerkaut
- mit etwas Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Methyldopa (linksdrehend) - peroral
- mit Methyldopa behandelte Mütter sollen nur mit ärztlichem Einverständnis und unter pädiatrischer Kontrolle stillen
- Methyldopa tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über
- die Konzentration in der Milch ist so niedrig, dass eine Beeinflussung des gestillten Kindes unwahrscheinlich ist
Schwangerschaftshinweise
Methyldopa (linksdrehend) - peroral
- grundsätzlich strenge Indikationsstellung für medikamentöse Therapie, v.a. im 1. Trimenon
- Methyldopa wird allgemein als ein Mittel der Wahl zur Behandlung der Schwangerschaftshypertonie betrachtet
- Häufigkeit schwerer Hypertonien in der Perinatalphase und die Abortrate können gesenkt werden
- keine Hinweise auf kardiovaskuläre oder psychomotorische Schäden beim Kind
Warnhinweise
Methyldopa (linksdrehend) - peroral
- Methyldopa sollte nur dann (als Mittel der 2. Wahl) angewendet werden, wenn andere antihypertensiv wirkende Substanzen nicht ausreichend wirksam oder kontraindiziert sind
- Kontrollen
- vor Therapiebeginn und unter einer längerdauernden Behandlung Kontrollen des Coombs-Test und des Blutbildes empfehlenswert
- schrittweise Dosisreduktion
- bei plötzlichem Absetzen von Methyldopa kann es zu einem Rebound-Phänomen mit krisenhaftem Blutdruckanstieg kommen, daher muss die Dosis im Bedarfsfall langsam stufenweise reduziert werden
- Leberfunktion / Lebererkrankung
- wegen möglicher Leberschädigungen sollte die Leberfunktion regelmäßig kontrolliert werden
- bei einer Lebererkrankung in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten
- ältere Patienten
- Vorsicht bei älteren Patienten wegen der erhöhten Sensitivität gegenüber sedierenden und hypotensiven Effekten
- Labortests
- durch Methyldopa können eine Reihe von Labortests gestört werden
- Beeinflussung des Coombs-Tests
- fälschlich hohe Werte für Katecholamine und/oder Vanillinmandelsäure bei fluorimetrischer Bestimmung in Urin und Plasma
- falsch-positiver Schwartz-Watson-Test für Porphobilinogen
- falsch-positive Glukosewerte bei der Kupferreduktionsprobe (Klinitest-Tabletten)
- fälschlich niedrige Werte für 5-Hydroxyindolessigsäure
- Störung der Kreatinin-Bestimmung mit alkalisierter Pikrinsäure
- Störung der kolorimetrischen SGOT-Bestimmung
- durch Methyldopa können eine Reihe von Labortests gestört werden