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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der nachgewiesenen nephropathischen Cystinose
    • Cysteamin bremst die Anhäufung von Cystin in bestimmten Zellen (z. B. Leukozyten, Muskel- und Leberzellen) bei Patienten mit nephropathischer Cystinose
    • bei frühzeitigem Behandlungsbeginn verzögert Cysteamin die Entstehung eines Nierenversagens

Dosierung

  • Behandlung der nachgewiesenen nephropathischen Cystinose
    • Einleitung der Therapie unter Kontrolle eines Arztes, der über Erfahrung in der Behandlung von Cystinose verfügt
    • Einleitung der Mercaptamintherapie umgehend nach Bestätigung der Diagnose einer nephropathischen Cystinose (z. B. anhand eines erhöhten leukozytären Cystingehaltes), damit ein höchstmöglicher therapeutischer Nutzen erreicht wird
    • Bestimmung des Cystingehalts der Leukozyten mit einer Reihe unterschiedlicher Methoden möglich, z. B. mit spezifischen Leukozyten-Untergruppen (z. B. Granulozyten-Assay) oder mittels Leukozytengemisch-Assay, wobei für jeden Assay unterschiedliche Zielwerte bestehen
    • Assay-abhängiges therapeutische Ziel:
      • Angehörige von Gesundheitsberufen sollten sich bei Entscheidungen hinsichtlich der Diagnose und der Dosierung für Patienten mit Cystinose auf die Assay-spezifischen, von den einzelnen Testlaboratorien angegebenen therapeutischen Ziele beziehen
      • z.B. besteht das therapeutische Ziel darin, den Cystingehalt der Leukozyten < 1 nmol Hemicystin / mg Protein 30 Min nach der Einnahme zu halten (bei Bestimmung mittels Leukozytengemisch-Assay)
      • Patienten mit stabiler Dosierung und ohne einfachen Zugang zu einer Einrichtung, in der ihr leukozytärer Cystingehalt bestimmt werden kann:
        • Cysteaminkonzentration im Plasma > 0,1 mg / l 30 Min. nach der Einnahme
      • Zeitpunkt der Bestimmung des Cystingehalts der Leukozyten und/oder des Cysteamingehalts im Plasma
        • 12,5 Stunden nach der vorabendlichen Einnahme und damit 30 Min. nach der folgenden morgendlichen Einnahme
    • Umstellung von Mercaptamin[(R,R)-tartrat]-Hartkapseln mit sofortiger Freisetzung:
      • gleiche tägliche Gesamtdosis auf zwei Gaben aufgeteilt (im Abstand von 12 Stunden)
      • empfohlene Höchstdosis: 1,95 g Mercaptamin / m2 / Tag
      • Anwendung höherer Dosen nicht empfohlen
      • Bestimmung des leukozytären Cystingehaltes 2 Wochen nach der Umstellung und anschließend alle 3 Monate (Überprüfung auf optimale Dosierung)
    • neu diagnostizierte erwachsene Patienten
      • initial: 1/6 bis 1/4 der angestrebten Erhaltungsdosis
      • angestrebte Erhaltungsdosis: 1,3 g / m2 / Tag aufgeteilt auf 2 Gaben im Abstand von 12 Stunden
      • Dosiserhöhung, bei guter Verträglichkeit und wenn Cystingehalt der Leukozyten weiterhin > 1 nmol Hemicystin / mg Protein (bei Bestimmung mittels Leukozytengemisch-Assay)
      • tägliche Maximaldosis: 1,95 g / m2 / Tag
      • Dosen > 1,95 g / m2 / Tag nicht empfohlen
    • neu diagnostizierte Kinder und Jugendliche
      • angestrebte Erhaltungsdosis: 1,3 g / m2 / Tag
      • angenäherte Dosierung unter Berücksichtigung von Körperoberfläche und Körpergewicht
        • 0 - 5 kg KG: 200 mg alle 12 Stunden
        • 5 - 10 kg KG: 300 mg alle 12 Stunden
        • 11 - 15 kg KG: 400 mg alle 12 Stunden
        • 16 - 20 kg KG: 500 mg alle 12 Stunden
        • 21 - 25 kg KG: 600 mg alle 12 Stunden
        • 26 - 30 kg KG: 700 mg alle 12 Stunden
        • 31 - 40 kg KG: 800 mg alle 12 Stunden
        • 41 - 50 kg KG: 900 mg alle 12 Stunden
        • > 50 kg KG: 1.000 mg alle 12 Stunden
        • Hinweis:
          • zur Erreichung des Ziel-Cystingehalts der Leukozyten können höhere Dosen erforderlich sein
          • Anwendung höherer Dosen als 1,95 g / m2 / Tag wird nicht empfohlen
    • vergessene Einnahme
      • Dosis so bald wie möglich nachholen
      • ist jedoch die folgende Einnahme innerhalb der nächsten vier Stunden fällig
        • vergessene Einnahme überspringen
        • anschließend wieder das verschriebene Einnahmeschema einhalten
        • Dosis darf nicht verdoppelt werden

Dosisanpassung

  • Patienten, die das Arzneimittel schlecht vertragen
    • immer noch erheblicher Nutzen wenn leukozytärer Cystingehalt < 2 nmol Hemicystin / mg Protein
    • dafür Dosiserhöhung, optional, auf max. 1,95 g / m2 / Tag
    • bei anfänglicher schlechter Verträglichkeit wegen gastrointestinaler (GI) Symptome oder vorübergehender Hautausschläge:
      • Behandlung vorübergehend unterbrechen
      • Wiederaufnahme mit einer niedrigeren Dosis
      • anschließend Dosissteigerung, schrittweise, auf den angestrebten Wert
  • Dialysepatienten und transplantierte Patienten
    • gelegentlich mehr unerwünschte Ereignisse
    • engmaschigere Kontrolle des leukozytären Cysteamingehaltes
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • i. d. Regel keine Dosisanpassung erforderlich
    • jedoch Überwachung des leukozytären Cystingehaltes
  • Patienten mit Leberinsuffizienz
    • i. d. Regel keine Dosisanpassung erforderlich
    • jedoch Überwachung des leukozytären Cystingehaltes

Kontraindikationen

Mercaptamin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Cysteamin oder jegliche Form von Cysteamin (z.B. Mercaptamin, Mercaptaminbitartrat)
  • Überempfindlichkeit gegen Penicillamin
  • Stillzeit
  • Schwangerschaft, v.a. während des 1. Trimesters

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Mercaptamin - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nervosität
      • Halluzinationen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Enzephalopathie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Somnolenz
      • Krampfanfälle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • benigne intrakranielle Hypertonie (oder Pseudotumor cerebri (PTC)) mit Stauungspapillen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Durchfall
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bauchschmerzen
      • Atemgeruch
      • Dyspepsie
      • Gastroenteritis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Magen-Darm-Geschwür
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abnormaler Körpergeruch
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Veränderung der Haarfarbe
      • Hautstreifen
      • Sprödigkeit der Haut (molluskoider Pseudotumor im Bereich der Ellbogen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautläsionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gelenk-Überstreckung
      • Beinschmerzen
      • Genu valgum (X-Bein)
      • Osteopenie
      • Kompressionsfraktur
      • Skoliose
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • nephrotisches Syndrom
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Anwendungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Lethargie
      • Pyrexie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abnormale Leberfunktionstests

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
  • Einnahme durch Schlucken der intakten Kapseln oder indem der Kapselinhalt auf Nahrungsmittel gestreut wird
  • Gabe über Magensonde möglich
  • Kapseln oder der Kapselinhalt nicht zermahlen oder zerkauen
  • Einnahme mit Nahrungsmitteln
    • Einnahme zusammen mit saurem Fruchtsaft oder Wasser möglich
    • Einnahme nicht zusammen mit fett- oder proteinreichen Nahrungsmitteln oder mit gefrorenen Nahrungsmitteln wie Eiscreme
    • innerhalb von 1 Stunde vor und 1 Stunde nach der Einnahme konsequent darauf verzichten, Mahlzeiten und Milchprodukte zu sich zu nehmen
    • falls dies nicht möglich ist, kann innerhalb der Stunde vor und nach der Einnahme eine kleine Menge Nahrung (ungefähr 100 Gramm) verzehrt werden (vorzugsweise Kohlenhydrate)
    • Einnahme im Verhältnis zum Verzehr von Nahrungsmitteln muss stets auf die gleiche, reproduzierbare Weise erfolgen
    • Kinder bis 6 Jahre mit Aspirationsrisiko
      • Hartkapseln öffnen und Inhalt auf Nahrung oder Flüssigkeit streuen
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Mercaptamin - peroral
  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • nicht bekannt, ob Cysteamin in die Muttermilch ausgeschieden wird
  • aufgrund tierexperimenteller Resultate an säugenden Muttertieren und neugeborenen Jungtieren dürfen stillende Frauen nicht mit Cysteaminbitartrat behandelt werden
    • Cysteamin beeinträchtigt in hoher Dosierung die Fähigkeit der Muttertiere zum Säugen ihrer Jungen
    • einzelne Gaben des Arzneimittels hemmen bei Tieren die Prolaktinsekretion
    • reduzierte Fertilität bei Ratten bei Gabe von 375 mg / kg KG / Tag (Dosis, bei der die Gewichtszunahme verzögert war)
      • bei dieser Dosis auch Gewichtszunahme und Überlebensrate des Wurfes während der Laktation reduziert

Schwangerschaftshinweise

Mercaptamin - peroral
  • Mercaptamin/Cysteamin darf nicht in der Schwangerschaft, insbesondere nicht während des 1. Trimenons angewendet werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich
  • keine ausreichenden Daten über die Verwendung von Cysteamin bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität einschließlich Teratogenität
    • embryo-/fetotoxische Effekte (Resorption und Postimplantationsverlust) unter Verwendung einer Cysteamindosis von 100 mg / kg KG / Tag bei Ratten und von 50 mg / kg KG / Tag bei Kaninchen
    • teratogene Effekte bei Ratten, denen Cysteamin während der Organogeneseperiode in einer Dosierung von 100 mg / kg KG / Tag gegeben wurde
  • mögliches Risiko für den Menschen nicht bekannt
  • Auswirkungen einer unbehandelten Cystinose auf die Schwangerschaft ebenfalls nicht bekannt
  • wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird oder geplant ist, sollte die Therapie sorgfältig überdacht werden, und die Patientin muss hinsichtlich des mit der Einnahme von Cysteamin verbundenen Risikos der Teratogenität beraten werden
  • Fertilität
    • bei tierexperimentellen Studien Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet
    • bei männlichen Cystinosepatienten wurde über Azoospermie berichtet

Warnhinweise

Mercaptamin - peroral
  • Einleitung der Therapie sollte Kontrolle eines Arztes erfolgen, der über Erfahrung in der Behandlung von Cystinose verfügt
  • Cysteamintherapie muss umgehend nach Bestätigung der Diagnose einer nephropathischen Cystinose (z.B. anhand eines erhöhten leukozytären Cystingehaltes) eingeleitet werden, damit ein höchstmöglicher therapeutischer Nutzen erreicht wird
    • Diagnose muss sowohl klinisch als auch klinisch-chemisch (Messung des Cystingehalts der Leukozyten) gesichert sein
  • Anwendung höherer Dosen als 1,9 - 1,95 g Cysteamin / m2 KOF / Tag nicht empfohlen
  • regelmäßige Kontrollen des Blutbildes durchführen
  • bislang nicht nachgewiesen, dass oral angewendetes Cysteamin die Einlagerung von Cystinkristallen im Auge verhindert
    • Patienten, die zu diesem Zwecke Cysteamin-haltige Augenlösungen erhalten, sollte diese weiterverwenden
  • wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird oder geplant ist
    • Therapie sollte sorgfältig überdacht werden
    • Patientin muss über das mit der Einnahme von Cysteamin verbundene Risiko der Teratogenität aufgeklärt werden
  • Haut
    • schwerwiegende Hautläsionen bei Patienten beobachtet, die mit hohen Dosen von Cysteaminbitartrat mit sofortiger Freisetzung oder anderen Cysteaminsalzen behandelt wurden
      • Hautläsionen haben auf eine Verringerung der Cysteamindosis angesprochen
    • Kinder
      • bei Kindern unter einer Behandlung mit hohen Dosen von unterschiedlichen Cysteamin-Präparaten (Cysteaminchlorhydrat oder Cystamin oder Cysteaminbitartrat), die meist die maximale Tagesdosis von 1,95 g Cysteamin / m2 KOF überschritten, über das Auftreten eines Syndroms ähnlich dem Ehlers-Danlos-Syndrom sowie Gefäßstörungen im Bereich der Ellbogen berichtet
        • diese Hautläsionen waren mit vaskulärer Proliferation, Hautstreifen und Knochenläsionen assoziiert
    • Ärzte sollten Haut und Knochen routinemäßig überwachen (bei Bedarf Röntgenkontrollen der Knochen)
    • Patienten oder den Eltern raten, die Haut immer wieder selbst zu untersuchen
    • wenn sich Störungen an Haut oder Knochen bemerkbar machen
      • Cysteamindosis sollte verringert oder Einnahme abgebrochen werden
      • Behandlung kann unter sorgfältiger Überwachung mit einer geringeren Dosis wiederaufgenommen werden und dann allmählich auf die geeignete therapeutische Dosis gesteigert werden
    • wenn sich ein schwerer Hautausschlag entwickelt, z.B. Erythema multiforme bullosa (Stevens Johnson-Syndrom) oder toxische epidermale Nekrolyse
      • Cysteaminbehandlung sollte nicht wieder aufgenommen werden
  • Gastrointestinaltrakt
    • bei Patienten, die Cysteaminbitartrat mit sofortiger Freisetzung erhalten haben, wurde über gastrointestinale Geschwüre und Blutungen berichtet
      • Ärzte sollten aufmerksam auf Anzeichen für Geschwüre und Blutungen achten und Patienten und/oder Betreuer über die Anzeichen und Symptome schwerer gastrointestinaler Toxizität informieren sowie über die Maßnahmen, die im Falle ihres Auftretens zu ergreifen sind
    • mit Cysteamin sind gastrointestinale Symptome wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Anorexie und Bauchschmerzen in Verbindung gebracht worden
    • Strikturen des Ileozökalbereichs und des Dickdarms (fibrosierende Kolonopathie) zum ersten Mal bei Mukoviszidosepatienten beschrieben, die hohe Dosen pankreatischer Enzyme in Tablettenform erhielten
      • diese Arzneimittel waren mit einer magensaftresistenten Beschichtung aus Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer versehen
      • als Vorsichtsmaßnahme sollten ungewöhnliche abdominale Symptome oder Änderungen abdominaler Symptome medizinisch beurteilt werden, um eine fibrosierende Kolonopathie auszuschließen
  • Zentralnervensystem (ZNS)
    • ZNS-Symptome wie Krampfanfälle, Lethargie, Somnolenz, Depressionen und Enzephalopathie beobachtet
    • wenn ZNS-Symptome auftreten, sollte der Patient sorgfältig untersucht und die Dosis nach Bedarf angepasst werden
    • Patienten sollten keine potenziell gefährlichen Tätigkeiten ausüben, bevor die Auswirkungen von Cysteamin auf ihre geistige Leistungsfähigkeit bekannt sind
  • Leukopenie und Leberfunktionsstörungen
    • Cysteamin gelegentlich mit reversibler Leukopenie und Leberfunktionsstörungen in Verbindung gebracht
    • Leukozytenzahl und Leberfunktion sollten überwacht werden
  • Benigne intrakranielle Hypertonie
    • Berichte über das Auftreten von benigner intrakranieller Hypertonie (oder Pseudotumor cerebri (PTC)) und/oder Stauungspapillen während der Behandlung mit Cysteaminbitartrat, die nach Zusatztherapie mit einem Diuretikum abgeklungen sind (Anwendungsbeobachtung nach Zulassung von Cysteaminbitartrat mit sofortiger Freisetzung)
    • Ärzte sollten Patienten anweisen, sie über die folgenden Symptome zu unterrichten:
      • Kopfschmerzen
      • Tinnitus
      • Schwindel
      • Übelkeit
      • Diplopie
      • verschwommenes Sehen
      • Sehverlust
      • Schmerzen hinter den Augen oder beim Bewegen der Augen
    • um diese Erkrankung frühzeitig zu erkennen, regelmäßige Untersuchung der Augen erforderlich
      • bei ihrem Auftreten sollte zur Vorbeugung gegen Sehverlust zeitnah eine Behandlung eingeleitet werden