Prolutex 25 mg Injektionslösung Dsfl.

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Progesteron →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
7 ST 65,03 €
KTP 14 ST 119,74 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Unterstützung der Lutealphase im Rahmen eines Behandlungsprogramms zur assistierten Reproduktion (ART) bei infertilen erwachsenen Frauen, die Vaginalpräparate nicht anwenden können oder nicht vertragen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Durchstechflasche (1,112 ml) enthält 25 mg Progesteron (theoretische Konzentration 22,48 mg / ml)

  • Unterstützung der Lutealphase im Rahmen eines Behandlungsprogramms zur assistierten Reproduktion (ART) bei infertilen erwachsenen Frauen, die Vaginalpräparate nicht anwenden können oder nicht vertragen
    • 25 mg 1mal / Tag s.c. oder i.m.
    • Beginn ab dem Tag der Eizellgewinnung, in der Regel bis zur 12. Woche einer bestätigten Schwangerschaft
    • ältere Patienten > 65 Jahre
      • keine klinischen Daten vorhanden
      • Anwendung nicht sinnvoll
    • Nieren- und Leberinsuffizienz
      • keine Erfahrungen
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • Anwendung nicht sinnvoll

Kontraindikationen

Progesteron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Progesteron
  • nicht abgeklärte vaginale Blutungen
  • bekannte verhaltene Fehlgeburt oder ektope Schwangerschaft
  • schwere Leberfunktionsstörung oder -krankheit
  • bekannter oder vermuteter Brustkrebs oder Krebs der Organe des Genitaltraktes
  • aktive arterielle oder venöse Thromboembolien oder schwere Thrombophlebitis oder ein derartiges Ereignis in der Anamnese
  • Porphyrie
  • idiopathische Gelbsucht, schwerer Juckreiz oder Pemphigoid gestationis während einer früheren Schwangerschaft

Nebenwirkungen

Progesteron - invasiv
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Veränderung der Stimmungslage
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Depression
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schwindel
      • Somnolenz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schlaflosigkeit
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gelbsucht
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Blähungen
      • Bauchschmerzen
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Verstopfung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Magen-Darm-Störungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
      • Ausschlag
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urtikaria
      • Akne
      • Hirsutismus
      • Alopezie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gebärmutterspasmen
      • Vaginalblutungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Brustspannen
      • Brustschmerzen
      • Vaginaler Ausfluss
      • Vulvovaginaler Juckreiz
      • Vulvovaginale Beschwerden
      • Vulvovaginale Entzündung
      • Ovarielles Hyperstimulations-syndrom (OHSS)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erkrankungen der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Menstruationsstörungen
      • PMS-artige Beschwerden
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle, wie
        • Reizung
        • Schmerzen
        • Juckreiz
        • Schwellungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hämatom an der Injektionsstelle
      • Verhärtung an der Injektionsstelle
      • Müdigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hitzegefühl
      • allgemeines Krankheitsgefühl
      • Schmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gewichtszunahme
      • anaphylaktoide Reaktionen

Anwendungshinweise

  • Behandlung unter der Aufsicht eines in der Behandlung von Fertilitätsstörungen erfahrenen Arztes einleiten
  • zur intramuskulären oder subkutanen Verabreichung
  • Verabreichung subkutan (25 mg) von der Patientin selbst nach Anweisung oder intramuskulär (25 mg) durch einen Arzt
    • intramuskuläre Anwendung
      • geeignete Injektionsstelle: Quadriceps femoris des rechten oder linken Oberschenkels
      • gewählte Stelle reinigen und tiefe Injektion durchführen (Nadel in einem Winkel von 90° einstechen)
      • langsam injizieren, um lokale Gewebeschäden zu minimieren
    • subkutane Anwendung
      • Verabreichung von der Patientin selbst nach Anweisung
      • geeignete Injektionsstelle: Oberschenkelvorderseite, unteres Abdomen
      • gewählte Stelle reinigen, Haut fest zusammendrücken und Nadel in einem Winkel von 45° - 90° einführen
      • langsam injizieren, um lokale Gewebeschäden zu minimieren

Stillzeithinweise

Progesteron - invasiv
  • das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • Progesteron wird in die Muttermilch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Progesteron - invasiv
  • das Arzneimittel ist indiziert zur Unterstützung der Lutealphase im Rahmen eines Behandlungsprogramms zur assistierten Reproduktion (ART) bei infertilen Frauen
  • es liegen begrenzte und uneindeutige Daten zum Risiko angeborener Anomalien, einschließlich genitaler Fehlbildungen, bei männlichen oder weiblichen Säuglingen vor, die während der Schwangerschaft einer intrauterinen Exposition ausgesetzt waren
  • die während der klinischen Studie beobachteten Raten angeborener Anomalien, spontaner Fehlgeburten und ektoper Schwangerschaften waren vergleichbar mit den Angaben zur Ereignisrate in der Allgemeinbevölkerung
    • allerdings war die Gesamtexposition zu gering, um beweiskräftig zu sein
  • Fertilität
    • das Arzneimittel wird zur Behandlung bestimmter Formen der Unfruchtbarkeit eingesetzt

Warnhinweise

Progesteron - invasiv
  • Progesteron absetzen, wenn eine der folgenden Erkrankungen vermutet wird:
    • Myokardinfarkt
    • zerebrovaskuläre Erkrankung
    • arterielle oder venöse Thromboembolie
    • Thrombophlebitis
    • Retinathrombose
  • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung
    • Vorsicht ist geboten
  • Depressionen in der Anamnese
    • engmaschige Überwachung erforderlich
    • Absetzen in Betracht ziehen, wenn sich die Symptome verschlimmern
  • Erkrankungen, die durch Flüssigkeitsretention beeinflusst werden können
    • dazu zählen z. B.
      • Epilepsie
      • Migräne
      • Asthma
      • Herz- oder Nierenfunktionsstörungen
    • sorgfältige Überwachung erforderlich
    • Progesteron kann ein gewisses Maß an Flüssigkeitsretention verursachen
  • Diabetes
    • bei einigen wenigen Patientinnen wurde unter einer Behandlung mit Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparaten eine Abnahme der Insulinempfindlichkeit und dadurch auch der Glucosetoleranz beobachtet
    • Mechanismus dieser Abnahme ist nicht bekannt
    • Diabetikerinnen sollten während einer Progesteron-Therapie sorgfältig überwacht werden
  • Atherosklerose
    • die Anwendung von Sexualsteroiden kann außerdem das Risiko retinaler Gefäßveränderungen erhöhen
    • um derartige Komplikationen zu vermeiden, ist Vorsicht geboten bei
      • Anwenderinnen der Altersgruppe von > 35 Jahren
      • Raucherinnen und
      • Patientinnen mit Risikofaktoren für Atherosklerose
    • Behandlung beenden im Falle
      • transitorischer ischämischer Ereignisse
      • plötzlich auftretender starker Kopfschmerzen oder
      • Sehbehinderungen im Zusammenhang mit Papillenödemen oder Netzhautblutungen
  • abruptes Absetzen einer Progesterontherapie führt möglicherweise zu
    • Zunahme von Angstzuständen und Stimmungsschwankungen
    • gesteigerte Neigung zu Krampfanfällen
  • vor Beginn einer Behandlung
    • Untersuchung von Patientin und Partner durch einem Arzt, um die Ursachen der Unfruchtbarkeit bzw. der Schwangerschaftskomplikationen festzustellen