Puregon 300 I.E./0.36 ml Injekt.-Lsg.i.Pat.+6 Nad.
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 114,56 € |
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Indikation
- bei erwachsenen Frauen
- Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit bei folgenden klinischen Erscheinungsbildern
- Anovulation (einschliesslich Syndrom der polyzystischen Ovarien, PCOD) bei Frauen, die auf eine Behandlung mit Clomifencitrat nicht ansprechen
- Kontrollierte ovarielle Hyperstimulation zur Induktion der Entwicklung multipler Follikel im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin (z.B. In-vitro-Fertilisation/Embryotransfer (IVF/ET), intratubarer Gametentransfer (GIFT) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI))
- Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit bei folgenden klinischen Erscheinungsbildern
- bei erwachsenen Männern
- durch hypogonadotropen Hypogonadismus bedingte unzureichende Spermatogenese
Dosierung
Basiseinheit: Eine Patrone enthält eine Gesamtdosis von 300 IE Follitropin beta (rekombinantes follikelstimulierendes Hormon, FSH) in 0,36 ml Injektionslösung.
- Behandlung nur unter Aufsicht eines Arztes einleiten, der in der Behandlung von Fertilitätsstörungen erfahren ist
- erste Injektion nur unter medizinischer Aufsicht
- Frauen
- einheitliches Dosierungsschema kann aufgrund großer inter- und intraindividueller Unterschiede in Reaktion der Ovarien auf exogen zugeführte Gonadotropine nicht angegeben werden
- Dosierung individuell je nach ovarieller Reaktion
- Ultraschalluntersuchungen der Follikelentwicklung durchführen
- gleichzeitige Bestimmung der Estradiol-Spiegel im Serum sinnvoll
- Anwendung in einer niedrigeren Gesamtdosis und über eine kürzere Behandlungsdauer empfohlen als für urinäres FSH üblich, um Follikelentwicklung zu optimieren und um Risiko der unerwünschten ovariellen Überstimulation zu verringern
- klinische Erfahrungen mit Follitropin beta beruhen für beide Anwendungsgebiete auf bis zu 3 Behandlungszyklen
- bisherige Erfahrung bei der IVF: im Allgemeinen bleibt die Erfolgsrate der Behandlung während der ersten vier Behandlungszyklen konstant und nimmt danach langsam ab
- Anovulation
- initial: 50 IE Follitropin beta über mindestens 7 Tage
- Dosissteigerung bei ausbleibender ovarieller Reaktion, bis ein Follikelwachstum erkennbar ist und/oder die Estradiolplasmaspiegel auf eine adäquate pharmakodynamische Reaktion hinweisen (optimal: Anstieg der Estradiolkonzentration von 40 bis 100% / Tag)
- tägliche Dosis so lange beibehalten, bis präovulatorische Bedingungen erreicht sind (sonographisch: Leitfollikel mit Durchmesser von mindestens 18 mm und/oder Estradiolplasmaspiegel 300 - 900 Picogramm/ml (1000 - 3000 pmol / l))
- übliche Behandlungsdauer: 7 - 14 Tage
- danach: Ovulationsauslösung mit humanem Choriongonadotropin (hCG)
- Dosisreduktion bei zu hoher Anzahl reagierender Follikel oder zu schnellem Anstieg der Estradiolspiegel (mehr als tägliche Verdoppelung der Estradiolspiegel an 2 oder 3 aufeinanderfolgenden Tagen)
- bei Reifung von mehreren Follikeln mit mehr als 14 mm Durchmesser keine Gabe von hCG (Risiko für Mehrlingsschwangerschaften)
- Anovulation
- kontrollierte ovarielle Überstimulation im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin
- initial: mind. Tag 1 - 4: 100 - 225 IE / Tag
- danach: individuelle Dosisanpassung basierend auf der ovariellen Reaktion
- in Studien Erhaltungsdosis von 75 - 375 IE über 6 - 12 Tage ausreichend
- ggf. längere Behandlung notwendig
- Kombination mit einem GnRH-Agonisten oder -Antagonisten, optional (Verhinderung einer vorzeitigen Luteinisierung)
- bei Einsatz eines GnRH-Agonisten ggf. höhere Gesamtdosis notwendig, um ausreichende Follikelreaktion zu erzielen
- Überwachung der ovariellen Reaktion wird mittels Sonographie und durch Kontrolle der Estradiolspiegel
- bei sonographischer Feststellung von mindestens 3 Follikel mit einem Durchmesser von 16 - 20 mm und ausreichender Estradiolreaktion (nachgewiesener Plasmaspiegel etwa 300 - 400 Picogramm/ml (1000 - 1300 pmol / l) für jeden Follikel mit einem Durchmesser von > 18 mm))
- abschliessende Phase der Follikelreifung mit hCG induziert
- 34 - 35 Stunden später: Gewinnung der Eizellen
- bei sonographischer Feststellung von mindestens 3 Follikel mit einem Durchmesser von 16 - 20 mm und ausreichender Estradiolreaktion (nachgewiesener Plasmaspiegel etwa 300 - 400 Picogramm/ml (1000 - 1300 pmol / l) für jeden Follikel mit einem Durchmesser von > 18 mm))
- Männer
- durch hypogonadotropen Hypogonadismus bedingte unzureichende Spermatogenese
- Kombinationstherapie mit hCG
- 450 IE Follitropin beta / Woche, vorzugsweise aufgeteilt in 3 Dosen von jeweils 150 IE
- Behandlungsdauer
- 3 - 4 Monate, bevor eine Verbesserung der Spermatogenese erwartet werden kann
- bei ausbleibendem Ansprechen: ggf. Fortsetzung der Kombinationstherapie bis zu 18 Monaten oder länger
- Kombinationstherapie mit hCG
- durch hypogonadotropen Hypogonadismus bedingte unzureichende Spermatogenese
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Nutzen im zugelassenen Anwendungsgebiet
- Frauen
Kontraindikationen
Follitropin beta - invasiv
- bei Männern und Frauen
- Überempfindlichkeit gegen Follitropin beta
- Tumoren der Ovarien, der Mammae, des Uterus, der Testes, der Hypophyse oder des Hypothalamus
- primärer Hypogonadismus
- zusätzlich bei Frauen
- nicht abgeklärte vaginale Blutungen
- Ovarialzysten oder vergrößerte Ovarien, außer bei dem Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS)
- Fehlbildungen von Geschlechtsorganen, die eine Schwangerschaft nicht zulassen
- Uterusmyome, die eine Schwangerschaft nicht zulassen
Nebenwirkungen
Follitropin beta - invasiv
Behandlung von weiblichen Patienten
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thromboembolien (Nebenwirkung mit einer Follitropin beta / hCG-Therapie in Verbindung gebracht; auch während der Behandlung mit anderen Gonadotropinen beobachtet)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blähungen
- Abdominalschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominelles Unwohlsein
- Obstipation
- Diarrhö
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe (Nebenwirkungen werden mit der ART oder der anschließenden Schwangerschaft in Verbindung gebracht)
- ektopische Schwangerschaften
- Fehlgeburten
- Mehrlingsschwangerschaften
- ohne Häufigkeitsangabe (Nebenwirkungen werden mit der ART oder der anschließenden Schwangerschaft in Verbindung gebracht)
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
- Schmerzen im Beckenbereich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Beschwerden an der Brust, u.a.
- Druckempfindlichkeit
- Schmerzen
- Anschwellen der Mamillen
- schmerzende Mamillen
- Metrorrhagie
- Ovarialzyste
- Vergrößerung der Ovarien
- Torsion eines Ovars
- Vergrößerung des Uterus
- Vaginalblutung
- Beschwerden an der Brust, u.a.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, u.a.
- Hämatome
- Schmerzen
- Rötung
- Schwellung
- Pruritus
- Reaktionen an der Injektionsstelle, u.a.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen, u.a.
- Erytheme
- Urtikaria
- Exantheme
- Pruritus
- generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen, u.a.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Behandlung von männlichen Patienten
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Akne
- Exanthem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Zyste des Nebenhodens
- Gynäkomastie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, u.a.
- Induration
- Schmerz
- Reaktionen an der Injektionsstelle, u.a.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- s.c. Verabreichung der Injektionslösung in Patronen in Verbindung mit dem Pen
- Injektionsstelle zur Vermeidung von Lipoatrophien wechseln
- nach entsprechender Unterweisung durch einen Arzt Injektion auch durch Patienten möglich
- Hinweis:
- Pen-Injektor ist ein Präzisionsinstrument (gibt genau die auf ihn eingestellte Dosis ab)
- im Vergleich zu einer konventionellen Spritze wird mit dem Pen eine im Durchschnitt 18 % höhere Menge von FSH abgegeben
- Achtung beim Wechsel zwischen Pen-Injektor und konventioneller Spritze innerhalb eines Behandlungszyklus
- beim Wechsel von Spritze zum Pen ggf. kleinere Dosisanpassungen notwendig (Verabreichung zu hoher Dosen vermeiden)
Stillzeithinweise
Follitropin beta - invasiv
- Follitropin beta kann die Bildung der Muttermilch beeinträchtigen
- keine Informationen aus klinischen Studien oder Studien an Tieren darüber, ob Follitropin beta in die Muttermilch übergeht
- aufgrund des hohen Molekulargewichts ist Milchgängigkeit beim Menschen unwahrscheinlich
- falls Follitropin beta jedoch in die Muttermilch überginge, würde es im MagenMagen-Darm-Trakt des Kindes abgebaut werden
Schwangerschaftshinweise
Follitropin beta - invasiv
- Anwendung während der Schwangerschaft nicht indiziert
- bei versehentlicher Exposition während einer Schwangerschaft
- vorliegende klinische Daten können Teratogenität des rekombinanten FSH nicht ausschließen
- bisher keine Missbildungen gemeldet
- tierexperimentelle Studien
- keine teratogenen Effekte beobachtet
- Fertilität
- Anwendung von Follitropin beta in der Behandlung von Frauen, die sich einer Ovulationsinduktion oder einer kontrollierten ovariellen Überstimulation im Rahmen einer assistierten Reproduktiontechnik unterziehen
- bei Männern Anwendung in der Therapie einer unzureichenden Spermatogenese, die durch hypogonadotropen Hypogonadismus bedingt ist
Warnhinweise
Follitropin beta - invasiv
- Allgemein
- Behandlung sollte unter der Aufsicht eines Arztes eingeleitet werden, der in der Behandlung von Fertilitätsstörungen erfahren ist
- 1. Injektion darf nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen
- Rückverfolgbarkeit
- Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels müssen eindeutig dokumentiert werden, um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern
- Beurteilung der Infertilität vor Behandlungsbeginn
- vor Behandlungsbeginn sollte Infertilität des Paares soweit erforderlich beurteilt werden
- insbesondere sollten Patienten hinsichtlich folgender Erkrankungen untersucht werden und entsprechende spezifische Behandlung erhalten
- Schilddrüsenunterfunktion
- Nebennierenrindeninsuffizienz
- Hyperprolaktinämie
- Tumoren der Hypophyse oder des Hypothalamus
- bei Frauen
- ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS)
- OHSS ist ein medizinisches Ereignis, das sich von einer unkomplizierten Vergrößerung der Ovarien unterscheidet
- klinische Anzeichen und Symptome eines leichten und mittelschweren OHSS sind Abdominalschmerz, Übelkeit, Diarrhö, geringe bis mäßige Vergrößerung der Ovarien und Ovarialzysten
- schweres OHSS kann lebensbedrohlich sein; klinische Anzeichen und Symptome eines schweren OHSS sind große Ovarialzysten, akuter Abdominalschmerz, Aszites, Pleuraerguss, Hydrothorax, Dyspnoe, Oligurie, hämatologische Befunde und Gewichtszunahme
- in seltenen Fällen können venöse oder arterielle Thromboembolien im Zusammenhang mit einem OHSS auftreten
- im Zusammenhang mit einem OHSS wurde auch über vorübergehende abnorme Leberwerte berichtet, die auf eine Leberfunktionsstörung mit oder ohne morphologische Veränderungen in der Leberbiopsie hindeuten
- OHSS kann durch Verabreichung von humanem Choriongonadotropin (hCG) und durch eine Schwangerschaft (endogenes hCG) hervorgerufen werden
- frühes OHSS tritt normalerweise innerhalb von 10 Tagen nach hCG-Verabreichung auf und kann mit einem übermäßigen Ansprechen der Ovarien auf die Gonadotropin-Stimulation zusammenhängen
- spätes OHSS tritt mehr als 10 Tage nach hCG-Verabreichung auf, als Folge hormoneller Veränderungen bei einer Schwangerschaft
- aufgrund des Risikos für die Entwicklung eines OHSS sollten die Patientinnen über mind. 2 Wochen nach hCG-Verabreichung beobachtet werden
- Frauen mit bekannten Risikofaktoren für ein starkes Ansprechen der Ovarien können besonders anfällig für die Entwicklung eines OHSS während oder nach der Behandlung sein
- bei Frauen im 1. Zyklus der ovariellen Stimulation, deren Risikofaktoren nur teilweise bekannt sind, wird eine engmaschige Überwachung hinsichtlich früher Anzeichen und Symptome eines OHSS empfohlen
- Reduzierung des Risikos eines OHSS
- aktuelle klinische Praxis zur Reduzierung des Risikos eines OHSS während der assistiertenReproduktionstechnologie (ART) sollte befolgt werden
- Einhaltung der empfohlenen Dosis und des empfohlenen Behandlungsschemas sowie die sorgfältige Überwachung des Ansprechens der Ovarien sind wichtig
- Risikoüberwachung eines OHSS
- vor und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung sollte die Follikelentwicklung mittels Ultraschall überprüft werden
- gleichzeitige Bestimmung der Estradiol-Spiegel im Serum kann ebenfalls sinnvoll sein
- bei der ART besteht ein erhöhtes Risiko eines OHSS mit >/= 18 Follikeln mit einem Durchmesser von >/= 11 mm
- falls sich ein OHSS entwickelt
- übliche und geeignete OHSS-Behandlung sollte begonnen und weitergeführt werden
- OHSS ist ein medizinisches Ereignis, das sich von einer unkomplizierten Vergrößerung der Ovarien unterscheidet
- Mehrlingsschwangerschaften
- Mehrlingsschwangerschaften und -geburten bei allen Gonadotropin-Behandlungen berichtet
- Mehrlingsschwangerschaften (insbes. bei erhöhter Anzahl von Föten) steigern Risiko von unerwünschten Folgen für Mutter (Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt) und Neugeborene (geringes Geburtsgewicht)
- um Risiko von Mehrlingsschwangerschaften zu vermindern
- kann bei anovulatorischen Frauen, die sich einer Ovulationsinduktion unterziehen, die Überwachung der Follikelentwicklung mittels transvaginaler Ultraschalluntersuchungen bei der Entscheidung helfen, ob mit dem Zyklus fortgefahren wird oder nicht
- gleichzeitige Bestimmung der Estradiol-Spiegel im Serum kann ebenfalls sinnvoll sein
- Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über das potentielle Risiko für Mehrlingsschwangerschaften aufgeklärt werden
- bei Frauen, die sich dem Verfahren der Assistierten Reproduktionstechnik (ART) unterziehen, hängt Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft hauptsächlich von Anzahl der transferierten Embryonen ab
- bei Anwendung im Rahmen eines Ovulationsinduktionszyklus sollte entsprechende FSH-Dosisanpassung vorgenommen werden, um Reifung von multiplen Follikeln vorzubeugen
- ektopische Schwangerschaft
- unfruchtbare Frauen, die sich einer ART unterziehen, haben erhöhte Inzidenz für ektopische Schwangerschaften
- daher wichtig, so früh wie möglich sonographisch festzustellen, ob eine intrauterine Schwangerschaft vorliegt
- Spontanabort
- bei Frauen, die mit Hilfe der assistierten Reproduktion schwanger werden, ist Abortrate höher als in der übrigen Population
- Gefäßkomplikationen
- Berichte über thromboembolische Ereignisse sowohl in Verbindung mit als auch ohne OHSS nach Behandlung mit Gonadotropinen
- in venösen oder arteriellen Blutgefäßen entstandene intravaskuläre Thrombose kann zu Mangeldurchblutung lebenswichtiger Organe und der Extremitäten führen
- bei Frauen mit allgemein bekannten Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie Ereignisse in der Eigen- oder Familienanamnese, starkem Übergewicht oder einer Thrombophilie, kann eine Behandlung mit Gonadotropinen dieses Risiko weiter erhöhen
- Nutzen der Gonadotropin-Verabreichung muss gegen die Risiken abgewogen werden
- allerdings sollte man sich bewusst sein, dass auch eine Schwangerschaft selbst ein erhöhtes Thromboserisiko mit sich bringt
- angeborene Fehlbildungen
- Inzidenz von angeborenen Fehlbildungen nach einer ART kann etwas höher sein als bei der natürlichen Empfängnis
- es wird angenommen, dass dies auf Unterschiede bei den Eltern (z.B. Alter der Mutter, Spermienqualität) und höhere Inzidenz von Mehrlingsschwangerschaften zurück zu führen ist
- Ovarialtorsion
- Berichte über Ovarialtorsion nach Behandlung mit Gonadotropinen
- Ovarialtorsion kann auch mit anderen Risikofaktoren assoziiert sein, wie z.B. OHSS, Schwangerschaft, vorangegangene Bauchoperation, Ovarialtorsion in der Vorgeschichte, frühere oder bestehende Ovarialzyste und polyzystische Ovarien
- Schädigung des Ovars infolge mangelnder Blutzufuhr kann durch eine frühzeitige Diagnose und sofortige Detorsion begrenzt werden
- ovarielle und andere Neoplasmen des Reproduktionssystems
- Berichte über ovarielle Neoplasmen sowie andere Neoplasmen des Reproduktionssystems, sowohl benigne als auch maligne, bei Frauen, die sich zur Behandlung ihrer Infertilität mehreren Behandlungsschemata unterzogen haben
- nicht bewiesen, ob Behandlung mit Gonadotropinen Risiko für diese Tumoren bei infertilen Frauen erhöht
- andere Erkrankungen
- Erkrankungen, die Kontraindikation in der Schwangerschaft darstellen, sollten vor Behandlung ebenfalls beurteilt werden
- ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS)
- bei Männern
- primäre Störung der Hodenfunktion
- erhöhte endogene FSH-Spiegel bei Männern deuten auf primäre Störung der Hodenfunktion hin
- diese Patienten sprechen nicht auf eine Follitropin beta/hCG-Therapie an
- erhöhte endogene FSH-Spiegel bei Männern deuten auf primäre Störung der Hodenfunktion hin
- primäre Störung der Hodenfunktion