Qdenga Plv.u.LM.z.Her.e.Inj.-Lsg.i.Fertigspr.

TAKEDA GmbH
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Wirkstoff: Denguefieber-Impfstoffe →

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Fachinformationen

Indikation

  • Prävention von Dengue-Fieber bei Personen >/= 4 Jahre
    • Anwendung gemäß den offiziellen Empfehlungen

Dosierung

Basiseinheit: nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml): Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert): >/= 3,3 log10 PBE / Dosis; Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert) >/= 2,7 log10 PBE / Dosis; Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert): >/= 4,0 log10 PBE / Dosis; Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert): >/= 4,5 log10 PBE / Dosis

  • Prävention von Dengue-Fieber
    • Personen >/= 4 Jahre
      • 2-Dosen-Impfschema
        • Monat 0 und 3: 1 Impfdosis (0,5 ml)
      • Notwendigkeit einer Auffrischimpfung nicht nachgewiesen
    • Kinder < 4 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
      • zurzeit vorliegende Daten s. Fachinformatione
      • eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden
    • ältere Personen >/= 60 Jahre
      • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

Dengue-Virus-Impfstoffe - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen die Dengue-Virus-Serotypen 1 bis 4 (lebend, attenuiert)
  • Überempfindlichkeit gegen frühere Dosis dieses Arzneimittels
  • Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, einschließlich
    • Personen, die in den 4 Wochen vor der Impfung immunsuppressive Therapien wie Chemotherapie oder hoch dosierte systemische Corticosteroide (z. B. 20 mg Prednison / Tag oder 2 mg Prednison / kg Körpergewicht / Tag über mindestens 2 Wochen) erhalten haben
    • wie bei anderen attenuierten Lebendimpfstoffen
  • Personen mit symptomatischer HIV-Infektion oder einer asymptomatischen HIV-Infektion, bei der Hinweise auf eine eingeschränkte Immunfunktion vorliegen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Dengue-Virus-Impfstoffe - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege, einschließlich
        • virale Infektion der oberen Atemwege
      • vorübergehende Impfvirämie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nasopharyngitis
      • Pharyngotonsillitis, einschließlich
        • Tonsillitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchitis
      • Rhinitis
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • verminderter Appetit (bei Kindern < 6 Jahren in klinischen Studien erhoben)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Reizbarkeit (bei Kindern < 6 Jahren in klinischen Studien erhoben)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz (bei Kindern < 6 Jahren in klinischen Studien erhoben)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindelgefühl
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Abdominalschmerz
      • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag, einschließlich
        • viraler Ausschlag
        • makulo-papulöser Ausschlag
        • juckender Ausschlag
      • Pruritus (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Myalgie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Erythem an der Injektionsstelle
      • Unwohlsein
      • Asthenie
      • Fieber
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwellung an der Injektionsstelle
      • blaue Flecken an der Injektionsstelle (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)
      • Jucken an der Injektionsstelle (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)
      • grippeähnliche Erkrankung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutung an der Injektionsstelle (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)
      • Ermüdung (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)
      • Verfärbung an der Injektionsstelle (gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien)

Anwendungshinweise

  • subkutane Injektion nach vollständiger Rekonstitution des lyophilisierten Impfstoffs mit dem Lösungsmittel
  • Injektion vorzugsweise in den Oberarm im Bereich des Deltamuskels
  • nicht intravasal, intradermal oder intramuskulär injizieren
  • nicht mit Impfstoffen oder anderen parenteralen Arzneimitteln in derselben Spritze mischen

Stillzeithinweise

Dengue-Virus-Impfstoffe - invasiv
  • während der Stillzeit kontraindiziert
  • nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Dengue-Virus-Impfstoffe - invasiv
  • als attenuierter Lebendimpfstoff während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • tierexperimentelle Studien
    • keine ausreichenden Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
  • bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
    • Daten nicht ausreichend, um mögliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung auszuschließen
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten eine Schwangerschaft für mindestens 1 Monat nach der Impfung vermeiden
    • Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden
      • sollte eine Verschiebung der Impfung angeraten werden
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien
      • keine ausreichenden Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
    • keine speziellen Studien zur Fertilität beim Menschen durchgeführt

Warnhinweise

Dengue-Virus-Impfstoffe - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • Anwendung
    • darf nicht als intravasale, intradermale oder intramuskuläre Injektion verabreicht werden
  • Anaphylaxie
    • geeignete medizinische Behandlung und Überwachung muss stets unmittelbar verfügbar sein
      • für den Fall einer seltenen anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs
      • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen
  • Überprüfung der Krankengeschichte
    • vor der Impfung
      • individuelle Anamnese prüfen
      • insbesondere im Hinblick auf frühere Impfungen und mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen, die nach einer Impfung aufgetreten sind
  • Begleiterkrankungen
    • Personen mit einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung
      • Impfung sollte aufgeschoben werden
    • bei Vorliegen einer leichten Infektion, wie z. B. einer Erkältung
      • Impfung sollte nicht verschoben werden
  • Einschränkungen der Impfstoffwirksamkeit
    • möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort gegen alle Serotypen des Dengue-Virus hervorgerufen und diese kann mit der Zeit abnehmen
    • es ist derzeit nicht bekannt, ob ein fehlender Schutz zu einem schwereren Dengue-Fieber führen könnte
    • es wird empfohlen, auch nach der Impfung die persönlichen Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche weiter anzuwenden
    • Personen, bei denen Symptome oder Warnzeichen einer Dengue-Infektion auftreten
      • sollten sich in ärztliche Behandlung begeben
    • Personen > 60 Jahren
      • zur Anwendung in dieser Personengruppe keine Daten vorliegend
    • Patienten mit chronischen Erkrankungen
      • zur Anwendung in dieser Personengruppe nur begrenzte Daten vorliegend
  • angstbedingte Reaktionen
    • angstbedingte Reaktionen können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten, einschließlich
      • vasovagaler Reaktionen (Synkope)
      • Hyperventilation
      • stressbedingte Reaktionen
    • es ist wichtig Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Ohnmachtsanfälle zu vermeiden
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten wie bei anderen attenuierten Lebendimpfstoffen nach der Impfung mindestens 1 Monat eine Schwangerschaft vermeiden
  • Impfvirämie
    • in der klinischen Studie DEN-205 wurde nach der Impfung eine vorübergehende Impfvirämie beobachtet bei
      • 49 % der Studienteilnehmer ohne vorherige Dengue-Fieber-Infektion
      • 16 % der Studienteilnehmer mit vorheriger Dengue-Fieber-Infektion
    • die Impfvirämie begann meist in der zweiten Woche nach der ersten Injektion und dauerte durchschnittlich 4 Tage
    • Impfvirämie ging mit vorübergehenden, leichten bis mittelschweren Symptomen einher, wie
      • Kopfschmerzen
      • Arthralgie
      • Myalgie
      • Ausschlag
    • nach der zweiten Dosis wurde selten eine Impfvirämie beobachtet