Quensyl Filmtabletten

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Hydroxychloroquin →

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N3 100 ST 28,24 €
30 ST 17,53 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Rheumatoide Arthritis
  • Juvenile idiopathische Arthritis (in Kombination mit anderen Therapien)
  • Systemischer Lupus erythematodes
  • Malariaprophylaxe und -therapie aller vier humanpathogener Malariaerreger ausser chloroquinresistenter Plasmodienstämme
  • Hinweise:
    • unterschiedliche geographische Verteilung der Resistenzhäufigkeit beachten

Dosierung

  • allgemein:
    • Dosierung nach Körpergewicht empfohlen
    • bei Übergewicht Idealgewicht zu Grunde legen
    • max. Tagesdosis: 6,5 mg / kg / Tag bezogen auf das Körpergewicht (bzw. das Idealgewicht bei Übergewicht)
  • Rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes
    • Initialdosis: 1 Tablette (200 mg Hydroxychloroquinsulfat) 2 - 3mal / Tag
    • Erhaltungsdosis gewichtsabhängig
      • 30 - 49 kg KG: 1 Tablette (200 mg Hydroxychloroquinsulfat) 1mal / Tag
      • 50 - 64 kg KG:
        • 1 Tablette (200 mg Hydroxychloroquinsulfat) / Tag
        • jeden 2. Tag: 1 Tablette (200 mg Hydroxychloroquinsulfat) 2mal / Tag
      • ab 65 kg KG: 1 Tablette (200 mg Hydroxychloroquinsulfat) 2mal / Tag
      • Anwendungsdauer:
        • Behandlungserfolg frühestens nach 4 bis 12 Wochen
        • keine objektive Besserung nach 6 Monaten: Therapie absetzen
    • Kinder (>=6 Jahre bzw. >= 35 kg)
      • 5 - 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat / kg KG oder 400 mg Hydroxychloroquinsulfat / Tag
      • in jedem Fall geringere Menge wählen
      • Anwendungsdauer: max. 6 Monate
  • Malaria
    • Malariaprophylaxe
      • Erwachsene
        • 2 Tabletten (400 mg Hydroxychloroquinsulfat bzw.. 6,5 mg / kg KG) 1mal / Woche jeweils am gleichen Wochentag
        • Beginn 2 Wochen vor Reiseantritt in das Malariagebiet
        • falls dies nicht möglich, alternativ:
          • 2 Tabletten (400 mg Hydroxychloroquinsulfat bzw. 6,5 mg / kg KG) 1 mal / Tag an 2 aufeinanderfolgenden Tagen bei Reiseantritt
          • anschließend: 2 Tabletten (400 mg Hydroxychloroquinsulfat bzw. 6,5 mg / kg KG) 1mal / Woche jeweils am gleichen Wochentag
        • Anwendungsdauer:
          • Fortsetzung der prophylaktischen Einnahme während der Reise und bis 8 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes
      • Kinder (>= 6 Jahre bzw. >= 35 kg)
        • 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat / kg KG 1mal / Woche jeweils am gleichen Wochentag
        • Beginn 2 Wochen vor Reiseantritt in das Malariagebiet
        • falls nicht möglich, alternativ:
          • 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat /kg KG 1mal / Tag an 2 aufeinander-folgenden Tagen bei Reiseantritt
          • anschließend 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat / kg KG 1mal / Woche jeweils am gleichen Wochentag
        • max. Einzeldosis: 400 mg, unabhängig vom KG
        • Anwendungsdauer:
          • keine Langzeitanwendung
          • Fortsetzung der prophylaktischen Einnahme während der Reise und bis 8 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes
          • max. 6 Monate
    • Malariatherapie
      • Erwachsene
        • Gesamtdosis: 2000 - 2400 mg Hydroxychloroquinsulfat (33,3 - 40 mg / kg KG) verteilt über 3 - 4 Tage
        • Dosierungsschema:
          • Initialdosis: 4 Tabletten (800 mg Hydroxychloroquinsulfat)
          • nach 6 bis 8 Stunden: 2 Tabletten (400 mg Hydroxychloroquinsulfat)
          • an den folgenden 2 Tagen: 2 Tabletten (400 mg Hydroxychloroquinsulfat) / Tag
        • alternativ: Dosierung nach Körpergewicht (s. Kinder)
      • Kinder (>= 6 Jahre bzw. >= 35 kg)
        • Gesamtdosis: 32 mg Hydroxychloroquinsulfat / kg KG verteilt über 3 Tage
        • Maximaldosis: 2 g Hydroxychloroquinsulfat verteilt über 3 Tage
        • Dosierungsschema:
          • Initialdosis:
            • 13 mg Hydroxychloroquinsulfat / kg KG
            • Maximaldosis: 800 mg Hydroxychloroquinsulfat
          • 2. Dosis: 6,5 mg/kg KG (max. 400 mg / Einzeldosis), 6 Stunden nach der 1. Dosis
          • 3. Dosis: 6,5 mg/kg KG (max. 400 mg / Einzeldosis), 18 Stunden nach der 2. Dosis
          • 4. Dosis: 6,5 mg/kg KG (max. 400 mg / Einzeldosis), 24 Stunden nach der 3. Dosis
        • Anwendungsdauer: max. 6 Monate

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • ggf. Dosisanpassung
  • Leberinsuffizienz
    • ggf. Dosisanpassung

Kontraindikationen

Hydroxychloroquin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Hydroxychloroquin
  • Überempfindlichkeit gegen 4-Aminochinoline
  • Myasthenia gravis
  • vorbestehende Makulodegeneration
  • Retinitis pigmentosa
  • Patienten mit einem niedrigeren Körpergewicht als 35 kg

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Hydroxychloroquin - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Myelosuppression
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anämie
      • aplastische Anämie
      • Granulozytose
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
      • Auslösen oder Exazerbation einer Porphyrie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anorexie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypoglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Psychosen
      • Affektlabilität
      • Halluzinationen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nervosität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Suizidverhalten
      • Depressionen
      • Angstzustände
      • Agitiertheit
      • Verwirrtheit
      • Wahnvorstellungen
      • Manie
      • Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Krampfanfälle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindel (Vertigo)
      • Tinnitus
      • emotionale Störungen
      • Kopfschmerzen
      • extrapyramidale Störungen wie Dystonie, Dyskinesie, Tremor
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Retinopathie mit veränderter Pigmentation und Gesichtsfelddefekte
        • Frühform scheint nach Absetzen von Hydroxychloroquin reversibel zu sein
        • bei fortgeschrittenem Verlauf besteht ein Risiko für eine Progredienz, auch nach Therapieabbruch
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Patienten mit Retinaveränderungen können anfangs symptomlos sein oder können partielle Gesichtsfeldausfälle bzw. -abschwächungen vom parazentralen bzw. perizentralen Ringtyp zeigen, die auch temporal auftreten können, sowie ein beeinträchtigtes Farbensehen
      • korneale Veränderungen
        • einschließlich Ödem und Hornhauttrübung
          • Veränderungen sind entweder symptomlos oder können zu Störungen führen wie
            • Lichthöfen (Halos)
            • verschwommenem Sehen
            • Lichtscheu
          • sie können vorübergehend sein und sind nach Therapieende reversibel
      • verschwommenes Sehen durch eine Störung der Akkommodation
        • dosisabhängig und reversibel
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Taubheit (irreversibel)
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Kardiomyopathie
        • kann zu Herzinsuffizienz führen einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang
      • Abweichungen der T-Welle im EKG
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erregungsleitungsstörungen (Schenkelblock/ AV-Block)
      • biventrikuläre Hypertrophie
      • QT-Verlängerung bei Patienten mit erhöhtem Risiko
        • kann zu Arrhythmien führen
          • Torsade de pointes
          • ventrikuläre Tachykardie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Diarrhö
      • Bauchschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erbrechen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • auffällige Leberfunktionstests
      • fulminantes Leberversagen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • blasige Hautausschläge einschließlich
        • Erythema multiforme
        • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
        • toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
        • akute generalisierte exanthematöse Pustulose (AGEP)
          • häufig zusammen mit
            • Fieber
            • Hyperleukozytose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Juckreiz
      • Pigmentierungsveränderungen an Haut und Schleimhäuten
      • Ausbleichen der Haare und Alopezie
      • Hautreaktionen ähnlich dem Typ Lichen ruber planus
      • Lichtempfindlichkeit
      • exfoliative Dermatitis
      • Sweet-Syndrom und schwere Hautreaktionen (SCARs)
      • Psoriasis
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myopathien
      • Neuromyopathie
        • führt zu einer progressiven Schwäche und Atrophie der proximalen Muskelgruppen
      • begleitende leichte sensorische Veränderungen
      • verminderte Sehnenreflexe
      • abnormale Nervenleitung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • reversible Phospholipidose (gesteigerte Akkumulation intrazellulärer Phospholipide)
        • kann unter Langzeittherapie mit der strukturell verwandten Substanz Chloroquinphosphat einschließlich Nierenphospholipidose auftreten
        • aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit ist das Auftreten einer derartigen Nebenwirkung auch bei Hydroxychloroquin nicht auszuschließen
        • eine bereits eingeschränkte Nierenfunktion kann in diesem Fall verstärkt werden
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urtikaria
      • Angioödem
      • Bronchospasmus

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten
    • möglichst zu den Mahlzeiten
    • mit genügend Flüssigkeit
    • unzerkaut

Stillzeithinweise

Hydroxychloroquin - peroral
  • bei längerer täglicher Anwendung von hohen Hydroxychloroquin-Dosen wird empfohlen, das Stillen zu beenden
    • wegen der langsamen Eliminationsrate und aufgrund des Risikos einer Akkumulation von toxischen Mengen beim Säugling
  • bei einmal wöchentlicher Dosierung, wie für die Malariaprophylaxe, verringert sich die für den Säugling verfügbare Menge an Hydroxychloroquin signifikant und die Wahrscheinlichkeit von Akkumulation und Toxizität ist wesentlich geringer
  • obwohl Stillen während einer vorbeugenden Malariabehandlung nicht als schädlich gilt, reicht die ausgeschiedene Menge nicht aus, um eine prophylaktische Wirkung beim Kind zu erzielen
  • Hydroxychloroquin wird beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Hydroxychloroquin - peroral
  • Hydroxychloroquin
    • kann während der Schwangerschaft zur Malariaprophylaxe angewendet werden
      • da sich bei der zur Prophylaxe angewendeten Dosis beim Fetus keine unerwünschten Wirkungen gezeigt haben
    • obwohl die unerwünschten Wirkungen, die unter Chloroquin beobachtet wurden, nicht für Hydroxychloroquin beschrieben wurden, sollte die täglich hochdosierte Anwendung von Hydroxychloroquin (wie z. B. bei systemischem Lupus erythematodes, rheumatischer Arthritis und der Behandlung akuter Malariaanfälle) nur unter strenger Indikationsstellung erfolgen und wenn das Risiko bei einer Beendigung der Behandlung größer ist als das mögliche Risiko für den Fetus
    • weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen (zwischen 300 - 1000 prospektiv erfasste Schwangerschaften) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale / neonatale Toxizität von Hydroxychloroquin hin
  • Chloroquin
    • das Chinin-Derivat Chloroquin gilt als sicher für schwangere Frauen in empfohlenen Dosen zur Malariaprophylaxe (und -behandlung)
    • beim Menschen wurden während der Schwangerschaft, nach längerer täglicher Anwendung von Chloroquin in hohen Dosen, vereinzelte unerwünschte Wirkungen beobachtet (cochleovestibuläre und Netzhautanomalien), welche sich in größeren Gruppen nicht bestätigt haben
  • tierexperimentellen Studien
    • es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor
  • Fertilität
    • keine Information zu Auswirkungen von Hydroxychloroquin auf die Fertilität beim Menschen vorliegend

Warnhinweise

Hydroxychloroquin - peroral
  • vor Therapiebeginn
    • für die sachgerechte Anwendung bei Kindern sind die offiziellen Richtlinien zur Wahl der geeigneten Antimalariamedikation zu beachten
    • Chloroquin-resistente P. falciparum und zunehmend auch Chloroquin-resistente P. vivax sind in vielen Gebieten anzutreffen, wodurch der Nutzen von Hydroxychloroquin in diesen Gebieten begrenzt ist
      • zum Vorkommen von Resistenzen gegenüber Antimalariamitteln sind offizielle Leitlinien und ortsspezifische Informationen zu berücksichtigen (z. B. Leitlinien der WHO und des Gesundheitswesens)
  • Retinopathie
    • vor Therapiebeginn sorgfältige Untersuchungen durchführen im Rahmen der Ophthalmoskopie und Funduskopie auf
      • Sehschärfe
      • Gesichtsfeld
      • Farbensehen
      • Retinaveränderungen (z. B. Skotome, Nachtblindheit) oder andere Retinaveränderungen
        • Untersuchungen alle 3 Monate wiederholen
    • bei Auftreten von visuellen Veränderungen ist die Behandlung mit Hydroxychloroquin abzubrechen und im Anschluss alle 3 - 6 Monate eine Augenuntersuchung durchzuführen
    • Netzhauttoxizität ist weitgehend dosisabhängig
    • Risiko von Netzhautschädigungen ist als gering einzuschätzen bei Tagesdosen bis zu 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat pro Kilogramm Körpergewicht
      • bei Überschreitung der empfohlenen Tagesdosis erhöht sich das Risiko für Netzhauttoxizität deutlich
    • Häufigkeit der Verlaufskontrollen muss in den folgenden Fällen individuell angehoben und angepasst werden
      • Dosis von mehr als 6,5 mg Hydroxychloroquinsulfat pro Kilogramm fettfreier Körpermasse
        • wird bei übergewichtigen Patienten zur Berechnung der Dosis das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt, kann dies zu einer Überdosierung führen
      • Niereninsuffizienz
      • kumulative Dosis beträgt mehr als 200 g Hydroxychloroquinsulfat
      • ältere Patienten
      • eingeschränkte Sehschärfe
    • bei Anzeichen einer Gesichtsfeldverzerrung (Sehschärfe, Farbwahrnehmung, etc.) ist die Behandlung mit Hydroxychloroquin sofort abzubrechen
      • der Patient muss sorgfältig überwacht werden
    • Retinaveränderungen und Sehstörungen können sich auch nach Absetzen der Behandlung weiter verschlechtern
    • bei länger andauernder Behandlung ist die Tagesdosis so gering wie möglich zu halten, mit einer Gesamterhaltungsdosis von maximal 400 mg Hydroxychloroquinsulfat / Tag / Jahr, was 6 mg Hydroxychloroquinsulfat pro Kilogramm entspricht
  • Hypoglykämie
    • unter der Behandlung mit Hydroxychloroquin sind bei Patienten mit oder ohne antidiabetische Begleitmedikation schwere Hypoglykämien einschließlich Fälle von Bewusstseinsverlust aufgetreten, die lebensbedrohlich verlaufen können
    • mit Hydroxychloroquin behandelte Patienten über Risiko des Auftretens sowie klinische Anzeichen und Symptome einer Hypoglykämie aufklären
    • wenn während der Behandlung mit Hydroxychloroquin klinische Symptome auftreten, die auf eine Hypoglykämie hindeuten
      • Blutzuckerspiegel kontrollieren
      • Therapie überdenken
  • chronische Kardiotoxizität
    • unter der Behandlung mit Hydroxychloroquin wurde über Kardiomyopathien berichtet, die zu Herzinsuffizienz führen können, einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang
    • klinische Überwachung im Hinblick auf Anzeichen und Symptome einer Kardiomyopathie wird empfohlen, und die Behandlung mit Hydroxychloroquin sollte bei Auftreten einer Kardiomyopathie abgebrochen werden
    • bei Auftreten von Erregungsleitungsstörungen (Schenkelblock / AV-Block) und biventrikulärer Hypertrophie sollte eine chronische Toxizität in Betracht gezogen werden
  • schwere Hautreaktionen (severe cutaneous adverse reactions (SCARs))
    • während der Behandlung mit Hydroxychloroquin wurden Fälle von schweren Hautreaktionen (SCARs) berichtet, einschließlich
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • akuten generalisierten pustulösen Exanthems (AGEP)
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN)
    • Patienten mit schwerwiegenden dermatologischen Reaktionen benötigen möglicherweise eine Einweisung in ein Krankenhaus, da diese Erkrankungen lebensbedrohlich und tödlich verlaufen können
    • wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf eine schwere Hautreaktion hindeuten, muss Hydroxychloroquin unverzüglich abgesetzt und eine alternative Therapie in Betracht gezogen werden
  • andere Kontrollen in der Langzeittherapie
    • bei Langzeittherapie sollte bei den Patienten regelmäßig
      • ein Bluttest (komplettes Blutbild) durchgeführt werden
        • beim Auftreten von Blutbildveränderungen sollte die Therapie mit Hydroxychloroquin abgebrochen werden
      • die Funktion der Skelettmuskulatur und der Sehnenreflexe untersucht werden
        • bei Schwächen sollte die Behandlung abgebrochen werden
    • unter der Behandlung mit Hydroxychloroquin kann es zu extrapyramidalen Störungen kommen
    • Risiko einer Knochenmarkdepression ist gering
      • regelmäßige Kontrolle des Blutbildes wird empfohlen
    • Vorsicht ist geboten bei Patienten mit
      • eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
        • gegebenenfalls muss die Dosis reduziert werden
      • gastrointestinalen, neurologischen oder hämatologischen Erkrankungen
      • Überempfindlichkeit gegen Chinin
    • Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel, Porphyrie (die durch Hydroxychloroquin verschlimmert werden kann) oder Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko für Hautreaktionen
    • Kleinkinder
      • reagieren besonders empfindlich auf die giftigen Wirkungen von 4-Aminochinolinen
      • Hydroxychloroquin muss für Kinder unzugänglich aufzubewahrt werden
  • Malaria
    • Hydroxychloroquin wirkt nicht gegen Chloroquin-resistente Stämme von P. falciparum und P. vivax
    • auch nicht gegen exoerythrozytäre Formen von P. vivax, P. ovale und P. malariae
  • Verlängerung des QTc-Intervalls
    • bei manchen Patienten kann Hydroxychloroquin zur Verlängerung des QTc-Intervalls führen
    • Hydroxychloroquin sollte mit Vorsicht angewendet werden, bei Patienten mit kongenitalem QT-Syndrom oder einer erworbenen Verlängerung des QT-Intervalls in der Vorgeschichte und / oder bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren, die zur Verlängerung des QT-Intervalls führen können wie
      • Herzerkrankungen z. B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt
      • proarrhythmischen Effekten z. B. Bradykardie (< 50 Schläge pro Minute [bpm])
      • ventrikulären Arrhythmien in der Vorgeschichte
      • unbehandelter Hypokaliämie und / oder Hypomagnesiämie
      • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, weil dadurch das Risiko von ventrikulären Arrhythmien erhöht werden kann, zum Teil mit tödlichem Ausgang
    • Schweregrad der QT-Verlängerung kann mit steigender Konzentration dieses Arzneimittels zunehmen
      • deshalb sollte die empfohlene Dosis nicht überschritten werden
    • wenn während der Behandlung mit Hydroxychloroquin Anzeichen von Herzrhythmusstörungen auftreten, ist Hydroxychloroquin abzusetzen und ein EKG durchzuführen
  • Suizidverhalten und psychiatrische Erkrankungen
    • wurden bei einigen mit Hydroxychloroquin behandelten Patienten berichtet
    • psychiatrische Nebenwirkungen treten typischerweise innerhalb des ersten Monats nach Beginn der Behandlung mit Hydroxychloroquin auf und wurden auch bei Patienten ohne psychiatrische Erkrankungen in der Vorgeschichte berichtet
    • Patienten sollte geraten werden, unverzüglich ärztlichen Rat einzuholen, wenn bei ihnen während der Behandlung psychiatrische Symptome auftreten